Durch welche Maßnahmen, kann die Suizidrate gesenkt werden?

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10 Antworten

Viele verschiedene Massnahmen...

Der Staat: kann sich dafür einsetzen schutzvorrichtungen wie Netze oder Gitter an öffentlich zugänglichen Aussichtsplattformen, Brücken oder Gebäude anzubringen; der Staat kann ausserdem öffentliche Diskussionen und Kampagnen starten die sich gegen den Suizid richten; der Staat kann Aufklärungsarbeit bei Kindern und Erwachsenen leisten; die Enttabuuisierung des Themas Suizid vorran treiben.

Die Medien: sollten sich an die Vorgaben des Deutschen Presserates halten und über das Thema Suizid so wenig ausgeprägt wie möglich berichten um den Werther-Effekt zu verringern.

Die Gesellschaft: sollte sich dem Thema Suizidalität und Psychischen Erkrankungen öffnen und es betroffenen ermöglichen sich Hilfe suchen zu können.

Die Einzelperson: kann darauf Achten ob Personen aus dem Umfeld an Psychischen Erkrankungen leidet oder Anzeichen für eine Psychische Erkrankung aufweist. Und sie dann ggrf darauf anzusprechen und zu unterstützen.

Lg, Anduri87

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hab erst mal gegoogelt ob es ein wachsendes Problem ist .. 

- ist es nicht wirklich

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/583/umfrage/sterbefaelle-durch-vorsaetzliche-selbstbeschaedigung/

"ausklappen" anklicken um die älteren Zahlen zu sehen, 1980 waren es 18000

trotzdem ist 10.000 es eine grosse Zahl, z.B. verglichen mit den nur ca 300 Mordopfern jährlich in Deutschland, (incl der weniger als 20 Terroropfer die die Schlagzeilen füllen)

Die Frage ist, ob man es generell als staatlich zu behandelndes Problem sehen sollte. Natürlich gibt es Jugendliche, die sich beim ersten Liebeskummer das Leben nehmen wollen .. da ist Hilfe nötig und kann oft der Suizid verhindert werden. Dto bei echten psysischen Störungen.

Aber ich sehe auch die Fälle, die nicht psysisch unzurechnungsfähig sind, die aus welchem Grund auch immer "nicht mehr wollen" .. die kann man nicht hindern, und ich meine, man hat auch nicht das Recht dazu, das ist Selbstbestimmungsrecht, also Menschenrecht .. und ich würde es besser finden, wenn wir eine Gesetzgebung hätten wie in der Schweiz oder den Niederlanden, die Personen, die um Hilfe gebeten werden, nicht so leicht mit dem Gesetz in Konflikt bringen. 

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Die Mentalität der heutigen Generation ist zum großen Teil schuld an der Suizidrate. In der Menge fühlen sich viele allein gelassen, und die meisten achten deutlich mehr auf sich als auf andere. Die Menschen müssten sich ihrem Umfeld zuwenden und sich für andere interessieren. D.h. aktiv andere ansprechen, wenn der Verdacht besteht, dass jemand Probleme hat. Dafür ist unsere Kultur nur zu bürokratisch.

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Weniger Reizüberflutung (Werbung, Internet, Kommunikation, TV, News, und, und, und...), weniger Verkörperung falscher Ideale durch Werbung und Medien, mehr Freiräume für Kreativität und Selbstfindung (auch in Berufen), Weg vom Karriere-, Besitz- und Eigentumsdenken, weg vom Ego und Eigenbrödlertum und wieder mehr hin zum sozialen Miteinander, mehr Offenheit in der Gesellschaft für Andersdenkende und andersartige Menschen oder zumindest mehr Rücksicht und Toleranz. Mehr Pädagogik, Disziplin und Ordnung in öffentlichen Einrichtungen z.B. Schulen und ein Staat der für sein Volk wie eine schützende Hand ist, sprich auch Programme einführt, um die Menschen immer wieder zusammenzuschweißen.

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Durch Zuwendung zu dem Einzelnen und "Ehrfucht vor dem Leben", wie es Albert Schweizer formulierte.

Wie sehen denn unsere Gesellschaften aus? Bei uns geht es immer und überall ums Geld und um materielle Dinge, die man übrigens gar nicht alle braucht. Die Wirtschaftsdaten sind am wichtigsten. In traditionellen Gesellschaften dagegen geht es oft um Macht und Ansehen. In unserer Gesellschaft werden z. B. jene, die nicht mithalten können in der Konkurrenz der Arbeitswelt, evtl. auch psychisch krank sind (z. B. durch extreme Gewalterfahrungen in der Kindheit) oft als Versager hingestellt. Ihnen wird evtl. die nötige Therapie aus Geldgründen verweigert oder auch das Hartz IV, wenn sie irgendwann die sinnlosen Beschäftigungsmaßnahmen und Bewerbungen satt haben. In anderen Gesellschaften, werden z. B. Mädchen an ältere Männer verheiratet (ich würde eher "verkauft" sagen) und ihnen jedes Recht auf ein selbstbestimmtes Leben genommen. Wer unter diesen Umständen Suizid begeht, der versucht nur, sich einen Rest von Selbstachtung zu bewahren, indem er (oder sie) wenigstens den Zeitpunkt des Todes selbst bestimmt. Oder der körperlichen oder seelischen Qual durch den Tod ein Ende setzt. 

Wenn den Staaten hier das Wohl der Schwächsten der Gesellschaft am Herzen läge, würden sie die Mittel und qualifiziertes Personal bereitstellen, um derartige Auswüchse zu bekämpfen.

Die Medien könnten verständnisvoll von schweren Einzelschicksalen berichten und dadurch Verständnis wecken, auch für ähnlich gelagerte Fälle. Eine Gesellschaft, die von Unglück Betroffene auffängt, beugt dadurch schon manchem Suizid vor. Aber oft wird das Unglück anderer aus Sensationslust ausgeschlachtet, die Betroffenen noch selbst beschuldigt (übrigens nicht nur durch die Medien, auch durch missgünstige Bekannte). Ich denke dabei an den Fall Bögerl, wo sich der Ehemann ein Jahr nach der Ermordung seiner Frau das Leben nahm. Ich denke auch an die Gaffer, die sich bei Unfällen und Katastrophen am Leid der Opfer aufgeilen, das Ganze filmen, die Rettungsarbeiten behindern und die Filmchen von den "geilen" Unfällen auch noch ins Netz stellen. Solche Filme sollten vom Netzbetreiber sofort gelöscht werden, aber diese nehmen ihre Verantwortung wohl auch nur ungenügend wahr.

Was du selbst tun kannst? Begegne deinen Mitmenschen, vor allem den Schwächeren und Unterprivilegierten, mit dem gleichen Respekt, mit dem du Freunde oder Familienangehörige behandelst (verlange diesen Respekt aber auch für dich). Beteilige dich nicht an Mobbing oder Ausgrenzung anderer und nimm dir gelegentlich (im Rahmen deiner Kräfte) Zeit für die Sorgen und Nöte anderer.

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Ich habe mal im Fernsehen gesehen, dass anders als in Amerika die Pillen hier nicht mehr in einer Dose sondern in Blistern verkauft werden. 

So kann sich keiner im Affekt die ganze Dose Pillen runter kippen wie es manch frustrierter Amerikaner tut. 

Und seit dieser Abschaffung in Deutschland, gibt es weniger Tablettentote.

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Schulen und sonstige Einrichtungen sollten über dieses Thema aufmerksam machen und aufklären. Nur leider ist das immernoch ein Tabuthema.

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Bessere psychologische und psychiatrische Versorgung der Bürger.

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Ein offenes Ohr für den anderen zu haben. Seinen Freunden und Verwandten Hilfe anbieten. Wenn man das Gefühl hat, dass sie mit ihren Probleme nicht mehr fertig werden, ihnen anraten professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. 

Der Staat sollte dafür sorgen, dass man schneller Termine für eine Psychotherapie bekommt. Gegebenfalls sollte in Wintermonaten Lichttherapien, wie in Skandinavien angeboten werden.

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Kommentar von lupoklick
30.10.2016, 19:57

Im Handel sind Tageslichtlampen für ca 60 €

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Das Schul und Arbeitssystem zu ändern wie in Finnland, Cannabis legalisieren (wo es legalisiert wurde ist die Selbstmordrate auch zurückgegangen), das Justizsystem ändern, bessere Psychotherapien und bessere Kliniken schaffen, Sterbehilfe erlauben würde mir spontan einfallen

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Kommentar von FelinasDemons
30.10.2016, 19:36

Sterbehilfe für wen?

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Kommentar von WastedYout
30.10.2016, 19:40

Für jeden der körperlich oder psychisch krank ist und der Meinung ist wirklich sterben zu wollen.

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Kommentar von FelinasDemons
30.10.2016, 19:46

Nein, dass war nicht das, woran ich gedacht habe. Für die Personen, soll Suizid erst gar nicht in Frage kommen. Und die Suizudrate würde eher steigen....Und genau das soll man ja verhindern. Deshalb auch das "Was kann "Ich" als Einzelperson tun?" Das was du schreibst macht diesbezüglich ja keinen Sinn. Menschen sollen ihr Leben als lebenswert betrachten. Unterstützung bekommen vom Staat, der Gesellschaft, den Medien und "Mir" als Person. Es soll weniger zu Suiziden oder assistiertem Suizid kommen.

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Kommentar von WastedYout
30.10.2016, 20:43

Du verstehst nicht was ich mit Sterbehilfe meine aber mal davon abgesehen wird es nie dazu kommen das niemand an Suizid denken wird und ich habe sehr viele Lösungsansätze gebracht um die Suizidrate zu denken

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