Frage von DerR0senzweig, 241

Durch welche Krankheit wird ein normalgewichtiger Mensch, trotz gesunder und ausgewogenen Ernährung fettleibig?

Sagen wir mal ein normalgewichtiger Mensch isst immer nur seinen Kalorienbedard und isst nie einen Kalorienüberschuss. Kann er trotzdem fettleibig werden oder sind das nur Ausreden von dicken Menschen ?

Antwort
von rotesand, 68

Hallo!

Ich kenne jemanden, der seit einigen Jahren sehr hochdosierte Medikamente (Psychopharmaka) nehmen muss & trotz relativ gesunder Ernährungsweise seitdem stark zugenommen hat. Bei ihm ist die Wurzel, das sagen auch seine Ärzte, eine der Nebenwirkungen jener Medikamente. 

Antwort
von Anni478, 84

Lass zunächst mal das Kalorienverhältnis komplett beiseite, denn das ist viel zu einfach und laienhaft gedacht.

Übergewicht/'Adipositas ist ein sehr komplexes Thema, das nicht mit 3 Sätzen abzuhandeln ist, man kann es nur ankratzen.

Krankhafte Auslöser für Übergewicht gibt es wenige, dazu zählen z.B. das Cushing-Syndrom und die Gabe von Medikamenten, die Gewichtszunahme fördern. Teilweise werden auch eine Schilddrüsenunterfunktion (unter 2% der Fälle) hinzugerechnet. Bei letzterem sei zu bedenken, dass eine Dysfunktion des endokrinen Systems zurückzuführen ist auf das, was wir dem Körper zuführen und ihn damit ins Ungleichgewicht bringen...exogene Hormone, Umweltgifte, Zucker, industrielle hergestellte pflanzliche Öle etc.

Die Ursachen liegen oft in Bewegungsmangel (aufgrund Zeitmangel, Schmerzen, Faulheit etc.), falscher/ungesunder/defizitärer Ernährung, mangelndem Sättigungsgefühl, seelischer Leere, Süchten, geistiger/emotionaler Stagnation u.a.

Ich habe viel mit übergewichtigen Menschen zu tun. Erstaunlicherweise ist sich der Großteil dieser darüber im Klaren, wodurch das Übergewicht besteht und sie sprechen offen über Bewegungsmangel und die falsche Art ihrer Ernährung. Das ist der erste und wichtigste Schritt, um einem Menschen helfen zu können, sein Übergewicht abzubauen. Es gibt jedoch auch einige, die sich entweder in einem Verteidigungsmodus in Dauerschleife befinden und alle möglichen Krankheiten ausgraben um ihren eigenen Anteil am Übergewicht zu negieren oder aber Menschen, die sich ihren Zustand schönreden, indem sie permanent auf die Defizite schlanke Menschen hinweisen und sich selbst damit "gesund" reden. Viele sehen immer nur, was andere falsch machen, können diese kritische Sichtweise aber nicht auf sich selbst anwenden. (siehe Endlosdiskussionen Veganer/Fleischesser)

Stellt Euch in eine Schlange an der Supermarktkasse und beobachtet, was auf das Kassenband gelegt wird, danach schaut euch die Menschen selbst an. Der Mensch spiegelt sich in seinem Einkauf wieder.

Natürlich befinden sich irgendwann übergewichtige/adipöse Menschen  in einem Teufelskreis, da sie Erkrankungen entwickeln können, die es ihnen aufgrund von Schmerzen etc. nicht ermöglichen, sich zu bewegen. Aber dieser Zustand tritt nicht von heute auf morgen ein, es ist zumeist ein schleichender Prozess aber er wird sehr gern als Ausrede für die eigene Bequemlichkeit angeführt.

Kommentar von DreiGegengifts ,

Frage nicht gelesen? Es ging um alle Faktoren, die sich nicht auf die Ernährung beziehen.

Also z.B. genetische Faktoren, die bei 40-70% der Erkrankten als Ursache zählen wie Zwillingsstudien gezeigt haben.

Kommentar von Anni478 ,

Antwort UND Frage nicht richtig gelesen?

Nur weil sie um einige Aspekte erweitert wurde, bleibt sie noch eine (in meinen Augen) adäquate Antwort.

Sie können nicht auf Nennung des genetischen Faktors (der unbestritten bis zu 60% besteht) hinweisen und gleichzeitig die Erwähnung der Ernährung  kritisieren. Es geht in der Frage um Krankheiten (das haben Sie richtig bemerkt!) und unsere Erbgutzusammensetzung  ist  KEINE Erkrankung, sondern lediglich eine Veranlagung!, die leider all zu oft als Ausrede genutzt wird.

Die Veranlagung ebnet nur den Weg für Fettleibigkeit, die Umweltbedingungen jjedoch entscheiden ob und wie dick jemand wirklich wird. Man kann ihr jedoch bereits im Kindesalter mit gesunder Ernährung und Bewegung entgegenwirken. Aber machen das die Eltern wirklich??

Niemand sagt, dass es einfach ist, diesen Teufelskreis zu durchbrechen aber Resignation ist sicher nicht die Lösung. Motivation und Disziplin sind dabei gefragt!


Antwort
von RoXoR987, 72

Es gibt verschiedene Erkrankungen die dafür sorgen können, dass einige Menschen viel leichter zunehmen als andere. Erwähnenswert sind da auf jeden fall die Schilddrüsenerkrankungen, besonders die Schilddrüsenunterfunktion. Durch den mangel an Schilddrüsen Hormonen ist der Metabolismus verlangsamt und der Körper braucht weniger Energie. Wenn man dann trotzdem normal isst (oder sich sogar ungesund Ernährt) und damit mehr Energie zum Körper führt als man verbraucht, nimmt man zu. Die Schilddrüsenunterfunktion kann in ihrem Ausmaß und ihrer Stärker und dem damit korrelierenden Mangel an Horomonen bei den Betroffenen sehr unterschiedlich sein, damit auch die Gewichtszunahme. Behandelt wird das mit Ersatzhormonen durch Tabletten.
Studien haben herausgebracht, das auch bei einigen Menschen die 'fehlerhafte' Zusammensetzung der Darmflora zur Gewichtszunahme beiträgt. Bei Mäusen konnte bei Tieren, die einen Hang zum Übergewicht haben, durch einen Stuhlaustausch von schlanken Mäusen, ein Gewichtsverlust bewirkt werden. Auch versuche beim Menschen durch Stuhltransplantionen führten bei vielen zu einem Gewichtsverlust.

Zusammengefasst: Es gibt viele Faktoren die bei einigen Menschen dafür sorgen das sie viel leichter Zunehmen als andere. So kann einer jeden Tag 3000 kcal zu sich nehmen und sein Gewichthalten ohne sich bewegen zu müssen, während ein anderer bei 2000 schon Probleme kriegt oder sogar zunimmt.

Ich bin selber Übergewichtig und habe auch eine Schilddrüsenunterfunktion für die ich lebenslang Tabletten nehmen muss. Bevor das entdeckt wurde hatte ich im Alter von 13 eine extreme Gewichtszunahme in relativ kurzer Zeit (ich glaube es waren 50 kg in 2 Jahren), nach der Tabletten nahme wurde es etwas besser, habe aber trotzdem noch Zugenommen. Ich muss aber ganz ehrlich sagen das ich selber Schuld bin, dass ich dick bin. Ich habe kaum Sport gemacht und mich nicht dementsprechend ernährt (will nicht sagen das ich mich besonders ungesund ernährt habe, aber eben mit positiver Energiebilanz). Eine Schilddrüsenerkrankung wird leider oft als Ausrede vorgeschoben, da es einfacher ist zusagen 'Ich kann nichts dafür' als wirklich mal etwas zu machen. Es mag sein das es Menschen gibt die wirklich nicht abnehmen können, das ist allerdings die absolute Ausnahme.

Antwort
von Remlak, 21



Ich denke, dass unser Gehirn mit seinem unstillbaren Hunger nach Energie für das Übergewicht verantwortlich ist.

Es verbraucht mehr als 50 % des Glucosebedarfs des gesamten Körpers.Bei Stress sogar 90 %.

Wird die Energiezufuhr unterschritten löst es Alarm aus.
Das Stresssystem wird aktiviert.

Der Mensch wird dann praktisch gezwungen, Energie aufzunehmen.

Ist der Bedarf wieder ausgeglichen, stellt sich ein Wohlgefühl ein.

Es wurde genug Dopamin (Belohnungsstoff ) produziert.

Bei Übergewichtigen ist die Produktion dieses Stoffes eingeschränkt.

Als Folge davon werden immer mehr Kalorien aufgenommen um dieses Wohl-oder Sättigungsgefühl zu erreichen.

Bei Normalgewichtigen mit nicht gestörter Dopaminproduktion reicht eine kleinere Menge Energie aus.

Im Normalfall bezieht das Hirn die„Nahrung“ aus den eigenen Körperreserven.

Egoistisch ! !
Erst ich, dann die anderen Organe.Schließlich halte ich ja als Steuerzentrale das ganzen System Mensch am laufen.

Der Bezug kann aber durch verschiedene Faktoren gestört sein.

Das Hirn muss also den Energiebedarf von außen decken.
Man isst und es nimmt sich was es braucht, um es mal ganz salopp auszudrücken.
Nun hat man aber mehr aufgenommen, als man tatsächlich brauchte.

Hier bedient sich dann das Muskel- und Fettgewebe, welches ja zuvor zu kurz gekommen ist.

Füllt Reserven auf und lagert zusätzliche Reserven ein.
Die aber, wie schon oben erwähnt, nicht vom Hirn zur eigenen Energieversorgung abgerufen werden können.

Man merkt es z.B. an nächtlichen Fressattacken.

Wer hat das nicht schon erlebt?

Man wird wach, nimmt ein Stück Schokolade, Obst, Wurst oder was weiß ich noch und kann dann wieder einschlafen.

Bei einer nicht gestörten Energiezufuhr schläft man durch.

Nun ist man geneigt diese angelegten Reserven durch Diäten wieder loszuwerden.

Das Hirn weiß aber nicht, dass man sich gerade in einem selbst verordneten Sparmodus befindet.

Es will seine Energie haben. Koste es was es wolle.

Und so begibt man sich unbewusst in diesen Teufelskreis.

Hungert man, fühlt man sich nicht wohl.

Isst man, dann geht es einem besser.






Expertenantwort
von dadamat, Community-Experte für Medizin, 73

Da eine Tablette höchstens zwei Kalorien hat (Brausetabletten etwas mehr) nimmt man davon nicht zu. Eine Gewichtszunahme entsteht nur dann, wenn man mehr Kalorien aufnimmt als man verbraucht. Viele Tabletten beruhigen den Körper und senken somit den Kalorienbedarf. Wenn man dann weiterhin die selbe Menge ißt, nimmt man zu.

Expertenantwort
von kami1a, Community-Experte für Dick, Diät, Medizin, 23

Hallo! 

Wenn Du wirklich Krankheit meinst dass Fettleibigkei / Adipositas.  Im Nachteil sind eh Menschen mit einem Überhang an weißen Fettzellen, diese lassen sich kaum abbauen.

 Viel günstiger sieht das bei braunen oder beigen Fettzellen aus.Es ist so, dass das so genannte Vasodilator-Stimulated Phosphoprotein (VASP) in dem Signalweg eine wichtige Rolle spielt und zwar als Schalter, der die Bildung brauner und beiger Fettzellen bremst. 

Zur Zeit laufen da Versuche mit einem Mittel, das den ewigen Kreislauf von Zu- Und Abnehmen bedingt durch diese resistenten weißen Fettzellen stoppen kann - eine absolute medizinische Revolution, im Tierversuch bereits gelungen. Der Trick ist,dass die recht haltbaren weißen Fettzellen in leicht abbaubare braune und beige Fettzellen umgewandelt werden.

Dies gelingt, indem ein Signalschalter außer Kraft gesetzt wird.

Wird aber leider noch dauern,alles Gute.

Expertenantwort
von Pangaea, Community-Experte für Gesundheit, 105

Am einfachsten geht das durch Diät. Kalorienzufuhr runterschrauben, abnehmen, dann wieder normal essen, wieder Diät, wieder normal essen und so weiter.

Diät macht auf Dauer zuverlässig dick.

Antwort
von GTH2014, 73

Wenn man keinen Kalorienüberschuss hat, kann man nicht dauerhaft Masse zunehmen. Soll der Körper die dazu benötigte Energie aus der Luft saugen ?

Kommentar von DreiGegengifts ,

Wenn man keinen Kalorienüberschuss hat, kann man nicht dauerhaft Masse zunehmen.

Doch. Beschäftige dich mal mit dem Stoffwechsel und seiner Effektivität.

Soll der Körper die dazu benötigte Energie aus der Luft saugen ?

Nö die "saugt" er aus der Nahrung

Kommentar von GTH2014 ,

Dein Körper kann aus einer Nahrung mit 1000 kcal mehr als 1000 kcal saugen?
Sehr interessant.Natürlich gibt es Leute die nur die Hälfte der eingenommen Kalorien verwerten und somit meistens schlank bleiben. Das wiederlegt aber nicht meine Aussage.

Antwort
von healey, 23

Bestimmte Medikamente können den Stoffwechsel verändern und da kann auch ein schlanker Mensch dick werden !

Antwort
von Virginia47, 44

Nein, das ist keine Ausrede. Das gibt es tatsächlich. Ist mir selbst passiert, obwohl ich es auch immer für eine Ausrede hielt. 

Ich hatte schwere Depressionen und musste Antidepressiva nehmen. Dadurch bin ich auseinandergegangen wie ein Hefekloß - ohne dass ich was dagegen machen konnte. 

Ja, von einer normalen Figur wurde ich fettleibig. 

Jetzt habe ich die Antidepressiva abgesetzt, weil ich nicht mehr so fett sein wollte. Und nehme auch wieder ab. 

Antwort
von Ursusmaritimus, 68

Deine Tags und die Art der Fragestellung lassen die Stoßrichtung deiner Frage klar erkennen.....

Gerade in Fragen der Ernährung ist es nicht ganz so einfach, es geht ja nicht nur um die reine Kalorienaufnahme. Diese wird praktisch aus der zugenommenen Nahrung von deinem Körper extrahiert und je nach Zusammensetzung der Darmflora bzw. der Nahrungsvorbereitung im Magen kann der Körper mehr oder weniger Kalorien der Nahrung entziehen.

Somit kann ein "schlechter" Futterverwerter mit Nahrung X sein Gewicht halten während ein "guter" Futterverwerter mit der gleichen Nahrung und Verbrauchsprofil zunimmt.

Weiter solltest du nicht übersehen das unser Körper/Gehirn noch auf den Bäumen lebt und die Zeit des Nahrungsmittelüberflusses erst eine Generation lang ist. Dein Körper nimmt was er kriegt um für den Mangel vorzubauen. An Übergewicht stirbst du nach Jahrzehnten am Hunger in Wochen, der Erfolg ist eindeutig......


Kommentar von GTH2014 ,

Der Körper kann aber nicht mehr verwerten als ihm zugeführt wird. Wenn du 1000kcal zu dir nimmst, dann kann dein Körper 20,100,150,750,1000kcal verwerten, das ist egal. Wenn der Körper 1500kcal verbraucht und du ihm genaug 1500 zuführst dann ist es egal ob du ein guter und schlechter Verwerter bist.

Kommentar von Ursusmaritimus ,

So wie der Energieinhalt von einem Liter Benzin begrenzt ist......

Aber das eine Auto macht daraus 30km und das andere Auto nur 10km.......

Es ist die Frage welche Energiemenge (aus der zur Verfügung gestellten Nahrung) der Körper aus der Nahrung beziehen kann.

Kommentar von GTH2014 ,

Ein Vergleich mit anderen Menschen ist nicht nötig. Selbst wenn du alles verwertest, ist es keine Ausrede dick zu sein. Alle Menschen auf der Welt könnten jeden Tag 15.000 kcal essen und dünn sein, das spielt für dich und deinen Körper keine Rolle. Wenn du immer mehr Energie verbrauchst als du zuführst, kannst du nicht dauerhaft zunehmen und zunehmen. Das geht physikalisch nicht, ausser du bist ein wandelndest Perpetuum mobile, dann herzlichen Glückwunsch.

Kommentar von Ursusmaritimus ,

Die Ausgewogenheit der Kalorienbilanz zum Erhalt des Körpergewichtes habe ich nicht in Frage gestellt.

Was ich schrieb war das der Entzug von verwertbaren Kalorien aus der Nahrung individuell verschieden ist. Weiterhin schrieb ich das unser Körper (evolutionär bedingt) beim Aufbau von Fettpolstern sehr egoistisch ist.

Lesen hilft auch bei trivialen Vorurteilen.

Kommentar von GTH2014 ,

Das beantwortet aber nicht die Frage des Fragestellers. Nur das hab ich kritisiert. Es gibt keine Krankheit die trotz ausgewogener Kalorienbilanz den Körper DAUERHAFT Masse zuführt und einen normalgewichtigen Menschen in einen fettleibigen verwandelt.

Antwort
von annablanka, 39

Viele dicke Menschen schieben es auf Krankheiten (Stoffwechsel, Schilddrüse) aber die wenigsten sind krankhaft adipös.
Jedoch werden viele durch das Übergewicht dann krank.
Aber ja, es gibt Krankheiten bei denen man durch normale kcal-Ernährung zunehmen kann.

Antwort
von ischdem, 47

trotz Kalorienzählung muss er sich täglich bewegen - 10 0000 - Schritte -

Antwort
von michi812, 104

nein das ist keine ausrede jeder mensch kann übergewichtig werde.

zum einen gibt es mehr als genug medikamente die so etwas auslösen aber auch gezielt krankheiten die übergewiucht verursachen..

z.b eine schülddrüsenunterfunktion...

also es gibt tatsächlich krankheiten und umstände die einen normalgewichtigen und sich ausgewogenen und sportlichen menschen ins übergewicht treiben können

lg michi812

Antwort
von DeusVult, 28

Fett wird man nur, wenn man mehr Kalorien zu sich nimmt, als verbraucht werden. Fett ist ja gespeicherte Energie und Energie entsteht nicht einfach aus dem Nichts. Sonst könnte man Dicke ja zur Energiegewinnung nutzen :D Es handelt sich also um Ausreden.

Diverse Krankheiten wie Schilddrüsenunterfunktion senken zwar den Energieverbrauch, aber nur sehr geringfügig. Und auch hier gilt Kalorienzufuhr-Kalorienverbrauch.

Es gibt seltene Krankheiten, die einen fett wirken lassen. Das Cushing-Syndrom lässt den Körper Wasser einlagern, wodurch man dick aussieht. Lipödeme können Körperteile richtig fett werden lassen, während man eigentlich nicht zu viele Kalorien zu sich nimmt. Da kann es sein, dass der Oberkörper bis auf die Knochen abgemagert ist, die Beine aber so dick wie bei einem Elefanten sind.

Kommentar von DreiGegengifts ,

Fett wird man nur, wenn man mehr Kalorien zu sich nimmt, als verbraucht werden.

Gene bewirken unter anderem genau das: Es wird mehr Energie aufgenommen als verbraucht wird.  Bei 40-70% der Adipositas-Erkrankten gelten genetische Faktoren als Ursache. Rund 100 von 140 identifizierten Genen stehen in Zusammenhang mit dem zentralen Nervensystem, über das der Stoffwechsel gesteuert wird. Die Effektivität des Stoffwechsels schwankt nicht nur abhängig von der Nahrung und der Tageszeit, sondern auch  abhängig vom Organismus und seiner genetischen Konstitution.

Sonst könnte man Dicke ja zur Energiegewinnung nutzen :D

Mein Gott diese Schlichtheit im Denken ist ja schon fast beneidenswert :D

Kommentar von DeusVult ,

Trotzdem bleibt es dabei, dass ein Mensch nicht von nichts dick wird. Dazu bedarf es eines Überschusses an Kalorien. Natürlich gibt es genetische Faktoren oder Krankheiten, die den Verbrauch reduzieren oder einen Hang zur übermäßigen Kalorienzufuhr verursachen. Aber der Mensch ist ja ein vernunftbegabtes Wesen (wobei ich momentan Zweifel habe, ob das auf jeden menschen zutrifft) und kann entscheiden, ob er das fünfte Sahnetörtchen reinschiebt oder nicht.

Bei der Frage hier geht es aber nur darum, ob man auch ohne Kalorienüberschuss dick werden kann. Und da lautet die Antwort eben grundsätzlich nein. Zwei der seltenen Ausnahmen habe ich ja genannt.

In diesem Sinne: Herr, lass Hirn vom Himmel regnen. Aber nicht schon wieder alles auf mich.

Antwort
von evalin, 98

Durch eine langdauernde Kortisonbehandlung kann man dick werden (Morbus Cushing) oder durch eine Schilddrüsenunterfunktion, die meisten Leute sind aber nicht krank, sondern bewegen sich nicht und essen zu viel und zu ungesund.

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