Frage von marlbohoe, 66

Durch welche Erkrankung entsteht Freudlosigkeit?

Ich bin seit mehreren Monaten in einer Art depressiven Phase. Ich habe keine Motivation, Stimmungsschwankungen, psychosomatische Beschwerden, fühle mich hoffnungslos und habe allgemein Freude an allem verloren. Momentan bin ich in einer psychosomatischen Klinik und weil ich da eigentlich nicht hin wollte und jetzt aber einige Wochen bleibe, bin ich phasenweise noch verzweifelter als ohnehin schon. Ich kann mich nicht mal über die Tatsache freuen, dass ich ein Haustier bekomme, obwohl ich mir immer eins gewünscht habe. Ich als zwanghafter Hypochonder glaube natürlich sofort, dass hinter all dem 100% eine körperliche Krankheit steckt bzw. dass ein Infekt diese Freudlosigkeit auslöst. Und ich kann nicht abschätzen, woher es tatsächlich kommt. Frage: Durch welche Erkrankung entsteht Freudlosigkeit? Was ist das? Woher kommt diese Freudlosigkeit? Ist das was Körperliches wie beispielsweise ein Infekt? Oder ist das wirklich psychisch bedingt?

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Antwort
von voayager, 21

Meist ist es was Psychisches, gemeinhin nennt man es Depression, was dann auch seinen Niederschlag im Körperlichen findet. Dies geschieht durch eine Abänderung der Neurotransmitterzusammensetzung, meist ist es eine Unterfunktion des Serotonins, des Dopamins, aber auch das Oxytocin verringert sich und damit zusammenhängend die Ausschüttung der Endorphine, die gleichfalls minimiert dann sind. Bei längerr anhaltenden Depressionen kommt es zu einer übermäßigen Aktivierung der Amygdala, also des Mandelkerns, sowie einer geminderten Aktivierung bestimmter Areale der präfrontalen Cortex!!  Auch der Hippokampus ist in seiner Funktion beeinträchtigt.

Sieht man einmal von dieser üblichen Freudlosigkeit im Oberstübchen ab, dann gibt es (eine) weitere Variante/n, die gleichfalls im Dach des Menschen sich abspielt/en, es ist dies u.a. das Psychosyndrom, aber auch weitere Hirnschäden, die Freudlosigkeit generieren. Angesichts dieser "Gemengelage" ist es unmöglich eine Zerhackstückung von Körper und Psyche vorzunehmen, vielmehr macht es Sinn zu erkennen, das beides aufs Engste ineinander verschränkt ist, also meist eine Tandemfahrt erfolgt.

Natürlich gibt es unabhängig von dieser Festellung auch Infektionskrankeiten, die Freudlosigkeit hervorrufen, so z.B. Typhus oder Cholera, um mal getrost beim Dauerbrenner Magen-Darm anzudocken. Wer solche u.a. weitere Erkrankungen für sich verbuchen kann, der ist gewiß auch freudlos für die Dauer seiner Erkrankung drauf. So ging es auch mir einst als 8-jähriges Kind, als ich eine mächtige Amöbenruhr hatte, Da war ich gewiß auch freudlos. Aber "Vorsicht" nicht nur, jedes Mal wenn mich die Krankenschwester badete, hatte ich mächtig einen stehen, also gab es so was wie insulare Freude, sic!

Auch jenseits der Infektions,- u. Hirnkrankheiten, gibt es Erkrankungen, die freudlos machen, so z.B. unheilbarer Krebs, Multiple Sklerose, Aids usw. Auch da ziehen die Patienten mächtig lange Gesichter.

Zum "Trost" sei allerdings auch gesagt, dass es auch Infektionskrankheiten gibt, die euphorisch einem stimmen lassen, so z.B. die Schwindsucht bei TBC. Ist das nicht ein kleiner Trost ?

Abschließend darf ich dir eine gute Compliance in deiner Klinik anempfehlen, dann verschwindet auch sukzessive deine Freudlosigkeit, da bin ich mir sicher.

Glück Auf! Ales wird gut, zumindest aber besser. Na also.

Antwort
von bbjosefine, 27

psychisch und körperlich beeinflussen sich gegenseitig, hormone sind das beste Beispiel- Körperliches was sehr zum psychischen Wohlbefinden beiträgt, Hypochonder ist auch sich in etwas hineinsteigern, sich selbst einreden und Ängste entwickeln die keine reale körperliche tatsächliche Ursache haben, sowas wie dei Angst vor der Angst, und dann bekommt man tatsächlich Angst weil man zu viel acht darauf gibt.

Freudlosigkeit ist etwas was sehr viele verschiedene Ursachen hat und Freude ist komplex. Das mit dem Haustier sollte auch erst dann sein, wenn du wirklcih bereit bist Verantwortung zu tragen, sicher ist aber in dem Moment wo man ein Tier hat, stellt sich die Freude sozusagen von alleine ein- vorausgesetzt man ist bereit auch "unangenehmere" Aufgaben zu erfüllen. Dann ist die Freude sogar groß. Grüße und gute Besserung

Antwort
von Teilzeitnerd, 28

Das sind Depressionen. Falls es dich beruhigt, Depressionen sind eine Erkrankung des Gehirns, also doch körperlich. Wenn Leute über Depressionen sagen "Das ist alles ja nur in Kopf", ist es als würde man zu jemandem mit Asthma sagen "Das ist doch eh nur in deinen Lungen."

Antwort
von Kindred, 20

Eine Depression kann viele Ursachen haben. Wirklich enorm viele. Und manche bedingen sich auch gegenseitig. Eine Krankheit wie Grippe etc. also viral oder bakteriell löst nicht primär eine Depression aus. Man kann nur Depressiv werden, wenn es einem durch eine Krankheit sehr lange sehr schlecht geht.

Es kann auch eine Winterdepression sein. Oder was ganz anderes. Wie gesagt da können wir dir hier schlecht helfen, da es zu viele Gründe geben kann.

Antwort
von Larinchen7, 21

Ich glaube du leidest eher an einer mittelschweren depression

Antwort
von MaryYosephiene, 12

das sind leider Depressionen,

Antwort
von kokomi, 20

so wird das nichts mit der therapie, wenn du hier ständig rumjammerst, mach das handy aus

Kommentar von marlbohoe ,

Frech.

Kommentar von kokomi ,

du hast therapeuten, andere leute dort, nutze die zeit, am handy hängen kannst du zuhause

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