Frage von Bateman100, 68

Durch Steckdose Sicherung mehrmals raus geflogen, geht nächsten Tag jedoch wieder. Problem melden oder nicht?

Vorab: bin ein ziemlicher Laie auf dem Gebiet also verzeiht es mir bitte. Gestern Abend hat meine Steckdose, an der PC mit 2 Monitoren und Lampe angeschlossen ist, den Geist aufgegeben und die Sicherung vom FI-Schalter?! rausfliegen lassen. Hatte dann im Großteil meines Zimmers keinen Strom mehr - also Steckdosen leer gemacht, Sicherung reingemacht und sobald ich die betroffene Steckdose wieder benutzen wollte sprang die Sicherung wieder heraus. War aber schon spät, konnte den Hausmeister (wohne im Studentenwohnheim) nicht mehr erreichen und habe daher bis heute morgen gewartet. Habe die Steckdose eben noch einmal ausprobiert und momentan läuft seit ner guten Stunde wieder alles. Meine Frage: Sollte ich den Vorfall trotzdem melden oder warten, bis es wieder passiert? Könnte die Steckdose von jetzt an definitiv schwächer belasten aber weiß nicht ob dabei langfristig irgendwelche Schäden auftreten könnten, wollte mir also kurz ne allgemeine Meinung holen. Vielen Dank

Expertenantwort
von Peppie85, Community-Experte für Elektrik, 68

verzeih mir bitte, wenn ich jetzt gerade nicht glauben mag, dass es wirklich die steckdose war, sondern vielleicht doch eher die angesclossenen geräte,

aber ungeachtet dessen solltest du, sofern du nicht sicher bist, ob es die steckdose war, dann solltest du dem vermieter bescheid geben...

lg, Anna

Antwort
von Annabell2014, 65

Überlastung des Stromkreises, oder eines deiner angeschlossenen Geräte ist kaputt.

Kommentar von germi031982 ,

Je nach Alter der Elektroinstallation kann es sich auch um eine Fehlauslösung des Leitungsschutzes handeln. Alte Leitungsschutzschalter die zwischen den 1950ern und Mitte der 70er verbaut wurden sind nicht für moderne Geräte ausgelegt die keine ohm'schen Verbraucher sind, und Schaltnetzteile besitzen die einen hohen Einschaltstrom ziehen. Wenn diese Geräte zum Beispiel über Nacht vom Netz getrennt waren, und die Steckerleiste dann wieder eingeschaltet wird fliegt dann die Sicherung. Davon betroffen sind PCs, größere Monitore und moderne Fernseher. Beim Leitungsschutzschalter sind 16A nicht gleich 16A...der Kurzschlussauslöser eines besagten H16 löst bei einem Kurzschlußstrom von 32 bis 48A aus. Bei modernen B16 löst der magnetische Kurzschlußschalter bei 48 bis 80A aus.

Und diese alten Teile sind tatsächlich noch in vielen Installationen zu finden, direkt gefolgt von den bis 1990 verbauten Schutzschaltern mit Auslösecharakteristik L. Bei L entspricht der Kurzschlussauslöser der Charakteristik B, die thermische Langzeitüberlastung entspricht aber der von H. Das heißt über einen Zeitraum von 1h kann der 1,4fache Nennstrom gezogen werden. Bis hin zum 1,75 fachen, aber da wird dann in unter 1h abgeschaltet. Das 1,75 fache entspricht bei einem L16 28A, da glüht die Leitung dann aber auch...

Da bleiben nur folgende Möglichkeiten:

1. Anlaufstrombegrenzer kaufen

2. Leitungsschutzschalter auswechseln lassen gegen welche mit anderer Auslösecharakteristik.

3. Damit leben

Übrigens wenn Leitungsschutzschalter das Ende der Lebensdauer erreicht haben, fliegen die eher...also da braucht man sich keine Gedanken machen das nicht ausgelöst werden würde. Das Gegenteil ist der Fall, die fliegen dann eher. Aber die Dinger halten auch wirklich Jahrzehnte....

Antwort
von nurlinkehaende, 62

Wenn mit "meine Steckdose" ein Verlängerungskabel mit Mehrfachsteckdose gemeint ist, sieht das nach einem Austausch aus.

Den Hausmeister würde ich in jedem Fall einschalten. Ein Brand ist am Ende schnell ausgelöst und dann sind 10-20 Euro für eine ordentliche Verlängerung mit Mehrfachsteckdose schnell eine gute Investition.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community