Frage von Zum666, 64

Durch Materialermüdung, dass Löcher in Flugzeuge gerissen werden und so Passagiere stark verletzt werden. Könnte der Pilot in so einem Fall langsamer Fliegen?

Mich interessiert hier weniger der unterschiedlich Luftdruck Innen wie Außen sondern Höhe und Geschwindigkeit. Bei einer Geschwindigkeit von 800 bis 1000 km/h ist der Luftwiderstand so hoch, dass man sich nicht bewegen, noch atmen noch sonst was kann (Sauerstoffmasken aufsetzen). Konnte man das Flugzeug nicht auf etwa 300 km/h verlangsamen um z.B. die Sauerstoffmasken aufzusetzen etc.?

Antwort
von Skinman, 11

Die Sauerstoffmasken braucht man eben genau wegen des geringen Luftdrucks in großer Höhe. Das hat genau gar nichts mit der Geschwindigkeit zu tun. Und der Pilot weiß schon, was er in so einem Notfall machen muss, deswegen sitzt der ja da vorn. Den ganzen normalen Kram, den der beim Flug so macht, könnte man nämlich viel besser automatisch ohne Pilot erledigen, da stört der das Flugzeug im Grunde nur.

Was das Verlangsamen grundsätzlich betrifft: Das Flugzeug muss halt ausreichend schnell bleiben, um noch genug Auftrieb zu erzeugen. Es darf nicht zum Strömungsabriss kommen ("stall"). Bei welcher Geschwindigkeit das passiert, hängt unter anderem von der Höhe, dem Anstellwinkel und davon ab, wie stark die Landeklappen ausgefahren sind.

Antwort
von PieOPah, 19

Es gab einen sehr spektakulären Fall, bei dem einem Flugzeug große Teile der Verkleidung aufgerissen wurden. https://de.m.wikipedia.org/wiki/Aloha-Airlines-Flug_243

Im Fall eines plötzlichen Druckverlustes gilt immer das gleiche Manöver: Sauerstoffmasken auf (Pilot/Copilot), Notabstieg einleiten auf 10.000 Fuss (atembare Luft), Notlage an Flugsicherung melden.

Wie oben genannter Flug zeigt, ist eine solche Situation beherrschbar. Sauerstoffmasken waren bei den betroffenen Sitzreihen sowieso keine mehr vorhanden.

Wenn man einen Notabstieg macht, ist mit "bremsen" nichts. Du hast schon zu tun, die Maximalgeschwindigkeit nicht zu überschreiten und trotzdem schnell zu sinken.

Wenn du erst mal auf 10.000 Fuss bist, ist atmen möglich. Danach Notlandung entsprechend der Möglichkeiten.

Antwort
von Treetop, 35

300 km/h sind durchaus machbar, aber selbst bei Maximum flaps, Luftbremse, Gegenschub etc. braucht das Flugzeug einige Zeit für die Verlangsamung, da das Momentum so groß ist.

Kommentar von PieOPah ,

Gegenschub in der Luft?

Du weisst schon, dass man den erst nach Bodenkontakt einschalten kann und darf.

Triebwerk in Leerlauf, Airbreak. Ggf. Noch das Fahrwerk raus.

Umkehrschub. Krasse Idee. Zum Glück sind da Sensoren eingebaut, die das verhindern.

Antwort
von MausMitGebiss, 41

Ich bin kein Luftfahrt-Experte, aber Passagierflugzeuge, die Geschwindigkeiten von 1000 km/h erreichen, haben oft auch ein entsprechendes Gewicht und würden bei 300 km/h wahrscheinlich äußerst schnell zu Boden fallen/schweben. Beim Aufprall sind dann alle tot.

Kommentar von PieOPah ,

300 km/h lassen sich noch fliegen.

Kommentar von MausMitGebiss ,

Mag sein... darauf kommt es aber nicht an. Wichtig ist, ob man die Landung überleben kann.

Kommentar von Luftkutscher ,

Unsinn, jeder Airliner lässt sich mit noch geringerer Geschwindigkeit fliegen und manövrieren.

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