Frage von Rinachen92, 105

Durch die Pille öfters Harndrang und andere Beschwerden?

Hallo,

da meine Frauenärztin leider sehr lange Wartezeiten zwecks Termine hat und ich gerne jetzt eine gewisse Richtung wissen möchte, frage ich hier einfach mal nach. Evtl. nimmt jemand eine Pille mit dem gleichen Wirkstoff wie ich und kann mir aus Erfahrung oder anderen Quellen helfen.

Zu meiner Pille:

  • Solera (Wirkstoff: Ethinylestradiol und Chlormadinonacetat)

Frage:

Kann durch die Einnahme dieser beiden Wirkstoffe ein vermehrtes Wasserlassen auftreten? Vor allem vor der Periode? Denn morgen sollte meine Periode kommen und seit dieser Woche ist es wieder einmal extrem, dass ich bald 4-5x in der Stunde auf's Klo muss. Ganz egal wie viel oder was ich trinke !!! Zudem sind die Schleimhäute im Intimbereich relativ trocken, sodass es auch ein wenig weh tut, sobald man sich eben sauber macht.

Des Weiteren die nächste Frage...kann durch die Einnahme auch vermehrt Durchfall auftreten? Ich hab scheinbar sowieso einen Reizdarm, denn nach jedem essen, egal was muss ich eigentlich mit ziemlicher Sicherheit auf die Toilette und ich weiß schon gar nicht mehr wann es war, dass ich einen normalen Stuhlgang hatte.

Weitere Symptome die auf eine Unverträglichkeit hindeuten sind bei mir, denke ich, auch gegeben.

Bsp.: Kopfschmerzen, Reizbarkeit, Nervosität, Schwindel, spannen in der Brust - bzw reagiert die Brust empfindlich auf Berührungen, Trockene Haut, Haarausfall, zu früh eintretende Monatsblutung (manchmal 2 Wochen zu früh und dann durchgehend bis zum eigentlichen Ende der Periode), Müdigkeit (ich komme morgens einfach nicht aus dem Bett, egal wie lang oder wie kurz ich geschlafen habe),..

Laut Packungsbeilage, sollen sogar Rückenschmerzen, Muskelbeschwerden auftreten, oder aber schwere Beine und Wasseransammlung. Ich habe schon seit geraumer Zeit Probleme mit dem gesamten Rücken und Nacken, Hüfte und dem rechten Knie. Weiß nun nicht ob es daher herkommt.

Aber die wichtigste Frage, wäre eben die o.g. ob das vermehrte Wasserlassen daher kommt. Denn bevor ich die Pille nahm, kann ich mich noch dran erinnern, dass ich zumindest während des Unterrichts in der Schule komplett durchgehalten habe. Dazu sagen muss ich allerdings, dass ich eine verengte Harnröhre habe und mich scheinbar nicht komplett leeren kann

Wäre um ein bisschen Rat sehr dankbar !!!

Einen Termin beim Frauenarzt ersetzt das ganze natürlich nicht, aber vor Februar/März/April 2016 werde ich bei meiner Frauenärztin keinen Termin erhalten !!!

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Birget, 55

Hallo Rinachen92,

Mir erscheint es so, als ob Deine Beschwerden schon vorher da waren, aber durch die Einnahme der Pille verstärkt worden sind.

Alle Symptome, die Du schilderst, würden sehr gut in das Krankheitsbild "Fibromyalgie" passen. Diese Erkrankung ist bei Frauen sehr häufig, beginnt sehr früh, schon im Kindes- und Jugendalter, wird aber erst sehr spät, meist wenn die Betroffenen selbst darauf kommen, diagnostiziert.

Ich bin über 50 Jahre alt, habe aber erst vor zwei Jahren erkannt, dass ich diese Erkrankung schon mein Leben lang habe und an meine vier Kinder vererbt habe. Fibromyalgie verläuft zyklisch und bei mir war es stets so, dass ein Teil meiner Beschwerden viele Jahre lang in die erste Phase des Zyklus fielen, deshalb habe ich sie lange Zeit als hormonelle Störungen fehl gedeutet. Bevor ich Kinder hatte, habe ich auch unter hormonellen Störungen gelitten. Ich vermute, dass Fibromyalgie hormonelle Störungen verursachen kann und umgekehrt hormonelle Veränderungen die Fibromyalgie-Symptome intensivieren können.

Eine echte Hilfe war für mich der Therapieansatz von dem amerikanischen Fibromyalgie-Experten Dr. R. Paul St.Amand. Durch sein Buch "Fibromyalgie" habe ich auf einmal mein ganzes Leben verstanden. Es gibt mehrere sehr hilfreiche Selbsthilfe-Angebote im Netz. Schau mal unter Guaifenesin, Fibromyalgie-Guaifenesin oder Contra-dem-Schmerz nach. Vielleicht wäre das für Dich der richtige Ansatz. Aber wenn Du diesen Weg verfolgen willst, suche Dir Unterstützung in den entsprechenden Selbsthilfe-Foren.

Die meisten Deiner Beschwerden hatte ich auch jahrzehntelang, mit ständig zunehmender Intensität. Komischerweise war auch bei mir das rechte Knie seit meinem 25ten Lebensjahr besonders betroffen. Ich befolge jetzt die Guaifenesin-Therapie seit zwei Jahren und meine Beschwerden haben sich zu gefühlten 75% gebessert. Auch die Erschöpfung und Müdigkeit wird immer weniger.

Zwei meiner Kinder sind vom Reizdarm betroffen. Meine Tochter hat sich auf alle möglichen Unverträglichkeiten hin testen lassen und ist sogar in eine weit entfernte Spezialklinik gefahren. Geholfen hat uns am Ende am allermeisten die Guaifenesin-Therapie und die von Dr. St.Amand empfohlene Kohlenhydrat-arme Ernährung.

Ich hoffe, dass Du eine Lösung für Dich findest und es Dir bald besser geht.

LG,

Birget

Kommentar von Rinachen92 ,

Hallo,

nein die Beschwerden waren vor der Pilleneinnahme noch nicht da gewesen. Ich bin nun 23 Jahre alt, nehme die Pille seit guten 6 Jahren nun. Ich war früher weder träge, noch ständig müde bzw hatte früher auch nicht ständig Kopfschmerzen etc pp.
Das mit meinem Knie, kann auch daher kommen, da ich früher getanzt habe, Fußball gespielt habe, Handball, Tischtennis und generell sehr viel Sport gemacht habe. Mit den Bandscheiben habe ich die Probleme, seitdem ich eben meine großen Brüste habe und keinerlei Sport mehr tätige. Das ganze denke ich kommt also eher von daher, dass ich keinerlei Muskulatur mehr habe.
Die anderen Syptome muss ich eigentlich auf die Pille schieben, denn so war ich früher definitiv nicht.

Trotzdem vielen vielen Dank für deine ausführliche Antwort. Ich werde trotz allem auch diese Krankheit im Auge behalten und prüfen lassen.

Kommentar von Rinachen92 ,

Habe mir mal die Krankheit bei wikipedia durchgelesen. Ohje ... Gerade Schluckbeschwerden habe ich ganz extreme und Reizdarm scheinbar auch. Ohjee ... Das ist natürlich gar keine schöne Erkentniss. :-(

Antwort
von Birget, 29

Hallo Rinachen 92,

Deinen zweiten Kommentar vom 16.12.2015 habe ich leider erst heute gelesen. Ich kann dazu nur sagen, dass meine 24 jährige Tochter schon einen gewissen Leidensweg hinter sich hat wegen Reizdarm, Kehlkopfentzündung, Sodbrennen, Rückenschmerzen, Schmerzen in den Unterarmen und Fingergelenken und vieles mehr. Das Ganze begann schleichend und wurde irgendwann unübersehbar. Sie rennt von Arzt zu Arzt und die kommen schnell ans Ende mit ihrem Latein. Man kriegt kaum Hilfe, wenn man überall irgendetwas hat und nichts richtig feststellbar ist. In unserer Familie ist der erste Hoffnungsschimmer die Fibromyalgie-Behandlung von Dr. St. Amand gewesen. Man kann sich im Netz ganz unverbindlich unter fibromyalgie-guaifenesin informieren. Vielleicht ist das auch für dich eine hilfreiche Anregung. 

Alles Gute weiterhin,

Birget

Antwort
von NewHelloWorld1, 46

Hol dir Kondome

Kommentar von Rinachen92 ,

Schade, dies gibt leider die Note 6 ...

Grund: Thema verfehlt !!!

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