Frage von AnneMausiii, 59

Dunkle Gedanken, ist das noch normal?

Ich denke schon seit bestimmt einem Jahr immer wieder über Amoklauf, Selbstmord, etc. nach. Ich weiß auch, dass ich NIEMALS in der Lage wäre, andere Menschen (oder mich selbst) umzubringen, trotzdem machen mir solche Gedanken zu schaffen. Egal in welcher Situation ich nich gerade befinde, ob es in der Schule oder Zuhause ist, immer wieder schießen mir irgendwelche Horrorszenarien in den Kopf. Entweder sehe ich dad geschehen aus der Sicht des Täters, oder ich gerate als Opfer in so eine Situation.. Kann ich irgendetwas dagegen tun?

P.s: habe noch mit niemandem darüber geredet, habe manchmal auch angst vor mir selbst..

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Arovet, 21

Also erstmal - ich glaube das die meisten Menschen mal hin und wieder schwarze Szenerien im Kopf durchspielen. Das heisst erstmal noch gar nichts, sondern nur, dass Du Dein Leben analysierst und nicht mit der rosaroten Brille durch die Welt läufst.

Wenn es allerdings zu einer Belastung für Dich wird (wenn Du z.Bsp. keine Freude mehr empfindesn kannst oder Deine Gedanken Dich ausbremsen, Du nur noch grübelst oder irgendetwas zwanghaft tun musst), solltest Du etwas unternehmen. Es könnte es ein Hinweis auf eine Depression sein. Das ist nichts wofür man sich schämen müsste, es ist eine der weitverbreitesten Krankheiten überhaupt und kann, je nach Fall, mit Gesprächstherapien (oder mit Medikamenten in schweren Fällen, Du scheinst aber keiner zu sein) gelindert oder sogar geheilt werden.   Manchmal ist es sogar einfacher mit einer unbeteiligten Person zu sprechen (da sie die Gesamtlage objektiver sieht), als mit der Familie oder Freunden.

Alles in allem solltest Du Dir aber Keine Sorgen machen, solche Gedanken sind normal und Du solltest sie nicht überbewerten aber auch nicht verdrängen. Sei Dir bewusst, dass Du ein Gedankenkonstrukt durchspielst und versuche nicht daran hängen zu bleiben.

LG und alles Gute!

Antwort
von mmemaxime, 14

Könnte sein, dass das in Richtung einer Zwangsstörung mit Zwangsgedanken geht, da kommen solche aggressiven Gedanken (, die aber nicht umgesetzt werden und als die eigenen Gedanken erkannt werden) recht häufig vor. Klassisch sind dabei solche Sachen wie "Ich werde mein Baby erstechen" oder Ähnliches. Vielleicht ist es auch etwas Depressives, etwas ganz anderes - oder es ist i.d.T. eine Variante des Normalen. Das lässt sich so aus der Ferne kaum beurteilen.

Mein Vorschlag: Vereinbare einen Termin bei
einem niedergelassenen Psychiater oder Psychotherapeuten und lasse dich
beraten. Vielleicht ist es "nix", vielleicht ist es aber auch etwas, was
man behandeln kann.

Antwort
von Blacky04, 30

Hallo, solche Gedanken können schon mal kommen - man kann diesen aber positive Gedanken entgegensetzen. Sich an schönen Dingen erfreuen. Oder solche Filme schauen die positive Stimmung machen.
Vielleicht ist deine Lebenssituation gerade auch entsprechend ... Was macht die Liebe? Da verschwinden dann eher solche Dämonen....LG

Antwort
von Wolfnight, 16

Du bist kein schlechter Mensch. Handlungen bestimmen jemanden, nicht seine Gedanken. Wenn ein Mensch böse Gedanken hat, kann er sich trotzdem dazu entscheiden, gutes zu tun.

Zuerst einmal muss ich dir sagen, dass du damit nicht allein bist. Manchmal tauchen bei mir auch solche Szenen auf, ich hab mich schon oft vor mir selber erschreckt. Aber mittlerweile ist es fast verschwunden.

Mir hat es geholfen, immer wenn solche grausigen Bilder in meinem Kopf aufgetaucht sind, die Augen zu schließen und mir selbst zu sagen, das ist nicht real. Das bin nicht ich. Versuche, mehr positive und schöne Dinge in deine Gedankenwelt zu lassen. Du hast die Macht darüber, was du denkst und ob es gut oder schlecht ist. Ob diese schrecklichen Bilder dich runterziehen oder ob sie es nicht tun. Vielleicht wird es so auch bei dir aufhören.

Auf jeden Fall musst du es jemandem aus deinem Umfeld erzählen, mit dem du über alles reden kannst und dem du vertraust. Vielleicht deine Eltern, Großeltern oder Freunde? Es ist unglaublich befreiend, sich soetwas von der Seele zu reden. Wenn du das Gefühl hast, mit niemandem in deiner Nähe reden zu können, dann geh zu einem Psychologen. Du musst weder Angst haben noch dich dafür schämen. Es heißt auch nicht, dass man verrückt ist, viele gehen hin, um einfach jemanden zum Reden zu haben. Dafür ist ein Psychologe da.

Alles gute für die Zukunft und lass dich nicht unterkriegen!

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