Frage von TodoC, 90

Düsseldorfer Tabelle gar nicht machbar . Wie soll ich bei einem netto bis 1499 Euro und einem Selbstbehalt von 1080 den Mindestunterhalt für 2 K 12 - 17 zahlen?

Antwort
von DFgen, 37

Der Mindestunterhalt ist der errechnete Betrag, der für die notwendigen Aufwendungen eines Kindes angesetzt wurde. 

Da ein minderjähriges Kind noch nicht verpflichtet ist, seinen Lebensunterhalt selbst zu erwirtschaften, müssen das die Eltern tun, bei getrennten Eltern der barunterhaltspflichtige Elternteil.

  • (Sollte ein Kind allerdings bereits ein regelmäßiges Einkommen erzielen - z. B. ein Ausbildungsentgelt - muss es dieses für seinen Lebensunterhalt einsetzen, der Unterhalt reduziert sich dann entsprechend...)

Da der barunterhaltspflichtige Elternteil aber auch seinen eigenen Lebensunterhalt bestreiten muss, muss ihm von seinem Einkommen zumindest der "Selbstbehalt" verbleiben.

Sollte er also trotz seiner "erhöhten Erwerbsobliegenheit" (Vollzeit-, ggf. noch Nebenjob) nachweislich nicht in der Lage dazu sein, den Mindestunterhalt zahlen zu können, wird dieser auch nicht verlangt werden - dann muss ggf. der andere "betreuende" Elternteil zusätzlich zu seinem "Naturalunterhalt" noch mit einspringen.

Ist auch dieser dazu nicht in der Lage, muss er/sie ggf. noch staatliche Unterstützung für das Kind beanspruchen....

Antwort
von ichweisnix, 30

Der Selbstbehalt begrenzt die Höhe des Unterhalts. Würde der Selbstbehalt bei Zahlung der Unterhaltspflichten an beide Kinder unterschritten wird die Unterhaltshöhe beider Kinder im Verhältnis so weit gekürzt, das der Selbbehalt verbleibt.

Zu beachten ist, das bei minderjährigen und priviligierten ( bis 21 zur Schule gehend und bei einen Elternteil wohnend) Kindern es eine gesteigerte Erwerbsobligenheit gibt, das heißt es ist genau zu begründen warum das Einkommen nicht erhöht werden kann. Wird die Erwerbsobligenheit nicht erfüllt kann u.U. ein fiktives Einkommen angenommen werden, wodurch real der Selbstbehalt unterschritten werden kann.

Mit der Volljährigkeit sind aber in jeden Falle beide Elternteile barunterhaltspflichtig. Das heißt, dann kommt es auch auf das Einkommen des anderen Elternteils an.


Antwort
von rasperling1, 43

Grundsätzlich musst Du pro Kind 355,- Euro zahlen, zusammen also 710,- Euro. Klar ist, dass das bei deinem momentanen Einkommen nicht geht, ohne den Selbstbehalt zu unterschreiten. In dieser Situation bis Du verpflichtet, erst einmal zu versuchen, Dein Einkommen zu erhöhen. Das kann z.B. auch dadurch geschehen, dass Du noch einen 450,- Euro -Job annimmst. Rechtlich ist eine Wochenarbeitszeit von 48 Stunden zulässig. Wenn Du argumentieren möchtest, dass dies aus irgendeinem Grund nicht möglich ist, verlangt man von Dir Beweise für diesen Grund. Falls Du z.B. argumentieren würdest, dass Du keinen Nebenjob finden kannst, so würde man von Dir verlangen, Deine Bewerbungen nachzuweisen. Solange Deine Kinder minderjährig sind, gilt: Zunächst einmal müssen alle Anstrengungen dahin gehen, ihnen wenigstens den Mindestunterhalt zu zahlen. Erst dann darfst Du an Dein eigenes Leben denken. Und das ist auch richtig so, denn die Kinder können ja am wenigsten dazu und auch gar nichts an dem Zustand ändern, sind aber auf das Geld angewiesen. Im Gegensatz zu den Kindern kannst Du zumindest etwas tun - nämlich einen Nebenjob annehmen zum Beispiel.

Kommentar von TodoC ,

Ja , vielen Dank .. aber verstanden habe ich das schon . 450 pro Kind abzüglich hälftiges Kindergeld . Mir ging es darum das es so nicht machbar ist . Die 1499 sind auch nur ein Beispiel weil Höchstgrenze in der ersten Kategorie . Den Gedanken weitergesponnen und nen 450 EuroJob dazu gerechnet findet man sich urplötzlich allerdings schon in Gehaltsklasse 3 wieder . Aber so ist das warscheinlich auch gedacht / gewollt .

Antwort
von atzef, 69

Such dir noch einen Minijob.

Kommentar von TodoC ,

Darum geht es nicht . Um nach der ersten Kategorie zahlen zu können muss ich ja schon nach der 2. verdienen !? Da geht es doch ums Prinzip des nicht machbaren .

Kommentar von ichweisnix ,

Bei der 2. Einkommensgruppe gibt es einen Bedarfskontrollbetrag. Würde der unter Berücksichtigung sämtlicher, auch nachrrangiger Unterhaltspflichten unterschritten wird in die 1. Stufe zurückgestuft.

Antwort
von Casual1948, 66

Das selbe Problem hat eine Bekannte von mir auch. Die Düsseldorfer Tabelle ist für den Ars*h.

Kommentar von RoentgenXRay ,

Was daran ist für den Hintern? 

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