Frage von smpbghriosj, 122

dürfen verwandte meine krankheiten ausplaudern?

Ich leide seit einigen jahren unter einigen psyschichen Störungen. (darunter hauptsächlich depressionen und panikstörungen, damit verbunden allerdings auch soziale phobien und leichte zwangsstörungen. Mein vater weiß bereits über einige dieser dinge nescheid, meiner mutter habe ich sie bisher verschwiegen

Ich bin bereits volljährig und in behandlung, jedoch hat mich ein ergeignis gestern ziemlich zerstört, wovon meine eltern mitbekamen. sollte es nun dazu kommen, dass meine mutter von meinen krankheiten erfährt, habe ich die befürchtung, dass sie es mit sehr vielen personen bereden wird, von denen ich nicht möchte, dass sie es wissen. Insbesondere würden immerhin schon anstrengende familienfeiern (durch die sozialphobie/panikstörungen) noch verschlimmern.

Habe ich ein recht darauf, verwandte (eltern) meinen gesundheitszustand für sich zu behalten? (gegenüber ärzten/psychologen mit schweigeplficht mal ausgenommen)

Antwort
von einfachichseinn, 64

Es gibt kein Recht dazu, was deine Eltern dazu zwingt eine Information, die sie von dir bekommen haben für sich zu behalten. Also aus juristischer Sicht dürften sie das erzählen.

Ich würde allerdings vermuten, dass das Moralempfinden deiner Eltern höher ist, als die juristischen Grenzen. Also spricht einfach mir ihnen und teile deine bedenken mit.
Wenn dir das reden schwer fällt, schreibe ihnen einen Brief!

Kommentar von smpbghriosj ,

danke für die antwort!

leider ist meine mutter ein mensch, welcher alles was sie bekümmert stundenlang am telefon bespricht. mit allen 37 klatschweibern.
ich glaube dass ihr Verlangen darüber zu reden größer sein wird, als meinen wunsch zu respektieren.

erst vor kurzer zeit erzählte sie beim besuch von verwandten recht detailiert über den verlauf des kindes einer ihrer schulfreundin. er habe drogen genommen, schaffte seinen abschluss nicht, ist in täglicher behandlung und hört stimmen...
DIese situation lässt nahe liegen, dass ihre hemmungen dahingehend gering sind.

Antwort
von jerkfun, 65

Wenn Du erwachsen bist,dazu keinen Vormund bekommen hast,kannst Du alle Personen verpflichten nicht über Dich zu sprechen.Sage das Deinem Vater.Wenn Du Grund zur Sorge hast,das Deine Mutter nicht sorgsam genug im Umgang ist,könnte die Flucht nach vorne Dir helfen.Sage also,das Du nicht möchtest das Verwandte und dann auch bald Bekannte und Fremde persönliche Dinge erfahren,die vertraulich sein sollen.Sicherlich werden Deine Eltern das akzeptieren.Im Falle einer Betreuung kannst Du die Sozialstelle des Betreuungsgerichtes ,bzw.den Betreuer direkt ansprechen.Beste Grüße

Kommentar von Bitterkraut ,

Wenn Du erwachsen bist,dazu keinen Vormund bekommen hast,kannst Du alle Personen verpflichten nicht über Dich zu sprechen

Vepflichten? Nein, nur bitten.

Kommentar von jerkfun ,

Ich denke verpflichtende Bitte.^^ Und wenns zu Nachteilen kommt,am Arbeitsplatz,egal um wie viele Ecken ,kommt sogar Schadenersatz in Frage.

Kommentar von Manioro ,

Interessant, woher nimmst Du die Erkenntnis, dass Du sie verpflichten kannst? Wohlgemerkt... sie verbreiten ja keine Unwahrheiten.  Moralisch gebe ich dir recht. Rechtlich sehe ich da keine Handhabe. Siehst du das anders? Würde mich ggf. über einen Beleg freuen.

Kommentar von jerkfun ,

Ja ich denke was Du sagst ist richtig.Solange etwas wahr ist,darf man es verbreiten.Die Gefahr ist,das es immer weiter ausgeschmückt wird,zum Gerücht mit unwahren Anteilen wird,und dann geeignet ist,jemandem zu schaden.Die Fragestellerin könnte einwerfen jeglichen Kontakt zur Familie abzubrechen,auszuziehen,wenn Dinge verbreitet werden,die grundsätzlich niemanden etwas angehen.

Antwort
von Manioro, 68

Moralisch ganz sicher. Wenn Du sie bittest nicht darüber zu reden, sollten sie es auch nicht tun.   Es gibt aber genügend Menschen die dazu eben nicht feinfühlig genug sind.

Rechtlich nein. Du hast kein Recht darauf, dass sie es für sich behalten. Eine Schweigepflicht wie aus dem Strafgesetzbuch greift hier nicht. Ebenso gibt es auch keinen Datenschutz in Familien.

Kommentar von smpbghriosj ,

hmmmm..
in einem übertrieben szenario dürften verwandte also in der gesamten stadt plakate mit der aufschirft "*vorname nachname*  hat AIDS!"  verteilen?

Kommentar von Manioro ,

Wäre ein anders gelagerter Fall und hat auch mit der Ursprungsfrage nicht viel zu tun.  Grenzt an Nötigung. Beleidigung nicht, wenn es keine Lüge ist. Müsste also juristisch geprüft werden.

Antwort
von FelinasDemons, 36

Das sollten sie nicht,wenn du das nicht möchtest. Aber wenn sie es tun ist echt mies,aber leider nicht verboten:/

Antwort
von Bitterkraut, 35

Ein Recht auf Verschwiegenheit hast du nicht, bzw. nur deinem Arzt, deinem Anwalt und deinem Priester gegenüber.

Du kannt deine Mutter aber bitten, nicht darüber zu sprechen.

Antwort
von Nunuhueper, 12

Die Neugier Deiner Mutter auf Unbekanntes (zum Beispiel das Lesen von Post oder Tagebuch) und das Ausplaudern von Unerfreulichkeiten sind menschliche Schwächen, die juristisch nicht verfolgt werden.

Antwort
von eyrehead2016, 30

Wenn du weißt, dass die es weiter erzählen  werden, dann sage es ihnen nicht.

Kommentar von smpbghriosj ,

probier mal jahre lang ernste psychische probleme geheim zu halten. ist nicht ganz einfach

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