Dürfen Unternehmen dem Bewerber nach Absage sagen, warum sie abgesagt haben?

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5 Antworten

Natürlich dürfen sie es!

Dein Kumpel meint wahrscheinlich etwas anderes: Es ist gesetzlich verboten, Bewerbern aus bestimmten Gründen abzusagen, nämlich immer dann, wenn so eine Absage diskriminierend ist. Zum Beispiel, wenn jemandem abgesagt wird, weil er oder sie eine Frau oder homosexuell ist, dunkle Hautfarbe hat etc., d.h. immer bei Ablehnungen, die mit der Eignung für die Stelle nichts zu tun haben.

Also kann natürlich eine Filmproduktionsfirma für die Rolle des Nelson Mandela einem weißhäutigen Bewerber absagen, weil er die falsche Hautfarbe hat. Wenn es aber um die Stelle als Regieassistent geht, wäre die Absage mit der Begründung rechtswidrig.

Wenn eine Firma einem Bewerber aus diskriminierendem Grund abgesagt hat und dies dem Bewerber auch mitteilt, so ist nicht das Mitteilen rechtswidrig (wie Deine Frage vermutet), sondern die Absage selbst.

Natürlich wird die Firma einen solchen Ablehnungsgrund geheim halten - man kann ihn ja kaum nachweisen.

Deswegen ist es so wichtig, dass sich ein vorurteils- und diskriminierungsfreies Denken wirklich bei allen Menschen durchsetzt, denn allein durch Gesetze ist es nicht zu erreichen.

  

 

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Auskunftspflicht hat ein Unternehmen nicht. Es ist auch nicht jeder Angestellte bevollmächtigt, solche Informationen weiterzugeben. Ein Unternehmen muss eine Absage nicht Rechtfertigen.

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Das dürfen sie, werden es kaum tun.

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Kommentar von tevau
02.11.2015, 14:18

Letzteres kann man nicht so verallgemeinern. Wenn eine Firma keine Begründung für die Absage nennt, dann aus folgenden Gründen:

a) Der Grund könnte den Bewerber verletzen oder entmutigen. D.h. wohl kaum eine Firma würde dem Bewerber sagen, dass er irgendwie unsympathisch rübergekommen ist, eine zu schwache Persönlichkeit hat oder mit einer unangenehmen Stimme spricht. 

b) Der Grund rechtfertigt die Ablehnung nicht oder ist rechtswidrig, z.B. die Vermutung, die Bewerberin könnte ja bald wegen Schwangerschaft ausfallen.

c) Man hat gar nicht die Zeit, sich nochmal mit jedem Bewerber auseinanderzusetzen.

Es gibt aber auch durchaus Fälle, in denen die Begründung genannt wird. Am häufigsten ist dann sicher der Fall, dass das Ausbildungs- oder Erfahrungsprofil nicht ausreichend zur Stelle passt. Es lohnt sich auf jeden Fall, nochmal nachzufragen, auch um eventuell auch zwischen den Zeilen etwas herauszufinden.


 

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Natürlich dürfen sie das aber sie müssen nicht. Wenn sie es nicht tun, empfinde ich das allerdings als Fehler. Man sollte Bewerber nicht "verärgern". Sien sind immerhin oder weiterhin potenzielle Kunden und sprechen Empfehlungen aus. Außerdem könnte man den Bewerbern über Fehler unterrichten, damit er sie bei anderen Gesprächen nicht mehr macht.

VG

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Hallo!

Grundsätzlich dürfen sie es schon, allerdings müssen sie es nicht.

Ich finde es aber durchaus gut, wenn sie es begründen --------> und zwar insofern, damit die Bewerber wissen,w as sie ggf. falschgemacht haben bzw. was den Adressaten der Bewerbung nicht so gut gefiel --------> in diesem Sinne sollten sie wissen, was sie beim nächsten Versuch besser machen könnten!

Hoffe, ich konnte helfen :)

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