Frage von Orchidee9999, 6

Dürfen U3 Kinder in eine Integrationsgruppe eingeteilt werden?

Meine Zwillinge 2,5 Jahre alt, sollen in eine Integrationsgruppe kommen. Sie besteht aktuell aus drei Integrationskindern (extrem Verhaltensauffällig) aus 7 Regelkindern und eben meinen Zwillingen als U3 Kinder. Die Zwillinge sind Mädchen und es gibt nur noch ein Mädchen in der Gruppe, das aber ein Jahr älter ist wie die anderen aus der Gruppe mindestens auch und der Rest sind nur Jungs. In unserer Wunschgruppe, die für uns geeigneter erscheint sind noch zwei Plätze frei, die aber für andere Kinder bis Februar freigehalten werden. Ist die Situation in der Gruppe zumutbar? Wir haben den Betreuungsvertrag mit einer Änderungskündigung gekündigt und die in Krafttretung an die Bedingung geknüpft, dass die Zwillinge in unsere Wunschgruppe kommen. Keine Reaktion. Können wir Schadensersatzforderungen stellen, weil wir nun weiterhin die Tagesmutter zahlen müssen? Entschuldigung für den langen Text.

Antwort
von Steffile, 4

Ehrlich gesagt weiss ich nicht, wie die rechtliche Lage aussieht, da ich im Ausland lebe. 

Meiner Meinung nach solltest du dich eher ueber die Integrationsgruppe freuen, die haben die beste Ausstattung, die meiste Zeit fuer jedes einzelne Kind und das beste Personal. Meine Tochter war ein Jahr als Regelkind in einer Integrationsgruppe und das war super.

Kommentar von Orchidee9999 ,

Ich kann mich aber leider nicht darüber freuen, dass in der Gruppe nun mindestens zwei fünfjährige Jungs sind, die aus ihren Regelgruppen genommen worden sind weil sie stark Verhaltensauffällig sind...

Antwort
von Jule59, 2

Eine integrative Gruppe ist keine Grundlage für eine Schadensersatzforderung. Es ist eure Entscheidung, eure Kinder aus der Gruppe zu nehmen.

Ihr macht euch Sorgen, dass eure Kinder negativ beeinflusst werden oder dass zu wenig Zeit für sie und ihre Bedürfnisse bleibt. Das ist nachvollziehbar, und es ist schade, dass die Einrichtung eure Ängste nicht ernst nimmt. 

Eine objektive Bedrohung kann ich jedoch nicht erkennen. Ihr habt auch keinen Rechtsanspruch darauf, dass eure Kinder in eine "Wunschgruppe" aufgenommen werden. Die Entscheidung für eine Kindertagesstätte schließt automatisch auch alle ihre Gruppen ein.

Ihr könnt diesbezüglich Wünsche und/oder Sorge äußern, aber keine Bedingungen stellen.

Wenn ihr denkt, dass bestimmte Kinder für die Einrichtung nicht tragbar sind, führt der Weg über die Einschaltung des Elternbeirats. Wenn auch andere Eltern diesbezüglich Bedenken äußern, kann der Elternbeirat dahingehend einwirken, dass er um eine Prüfung der Situation bittet.

Wird die pädagogische Entscheidung für den Verbleib der Kinder getroffen, ist das so. Dann bleibt nur, damit zurechtzukommen oder die Einrichtung zu wechseln.

Antwort
von teafferman, 3

Ich kann Dich verstehen. Würde mir auch nicht gefallen. 

Also würde ich anbieten, so oft als möglich in der Gruppe zu assistieren. 

Doch. Irgendeinen Arbeitsplatz zu sichern wäre mir bedeutend weniger wert, als auf diese Weise zu unterstützen. 

Die beiden Jungs sind nicht verantwortlich für ihr auffälliges Verhalten. Und tatsächlich lässt sich in der Kita immer noch am leichtesten und kostengünstigsten gegensteuern. 

Nun magst Du denken: 

Was gehen mich andere Kinder an und deren Probleme?

Schreibe ich Dir gerne auf: 

Je älter sie werden, je teurer werden sie für die Gesellschaft, je mehr Kosten werden sie der Gesellschaft auferlegen, wird ihnen nicht frühestmöglich geholfen. Kosten aus dem Gesundheitswesen, der Arbeitslosenversicherung, womöglich sehr bald der Rentenversicherung, Unfallversicherung, Steuergelder

Wer zahlt all diese Kosten? Du dank automatischer Abzüge, später Deine Kinder dank automatischer Abzüge. 

Aber berate Dich doch bestenfalls hier 

https://www.nummergegenkummer.de/

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