Frage von Bulls44, 84

Dürfen Schiedsrichter wirklich alles.?

Ein offensichtliches tor nicht gelten lassen? Rote Karte zeigen wann immer es ihnen passt? Haben sie uneingeschränkt das sagen im Spiel egal ob WM oder EM. Kann mann dann im nachhinein die entscheidung des shiris ändern.?

Wie viel macht haben Schiedsrichter im Spiel?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von SixthSCTF, 11

Schiedsrichter -im Fussball- haben die Macht den Regeln Geltung zu verschaffen.

Hierfür haben sie sogar bestimmte Druckmittel um dies auch durchzusetzen.

Die Dinge, die Du jedoch beschreibst, sind diejenigen, die der Fanseele zar über aufstoßen, jedoch in den allermeisten Fällen völlig Regelkonform sind.

Dazu eine Anmerkung: Kein Schiri, der inzwischen Profiligen oder auch Länderspiele bzw. Internationale Vereinsspiele (UEFA Cup z.B.) pfeifft kommt dorthin, wenn er durch unregelmässigkeiten Auffällig wird.

Im einzelnen möchte ich einmal auf die - wohlgemerkt etwas polemischen - Aussagen konkret eingehen.

Rote Karte (Mann nennt dies übrigens korrekter Weise Feldverweis auf Dauer- kurz: FaD) mal "einfach so geben:

Für jeden Feldverweis muss der SR einen Sonderbericht schreiben. Es kommt bei jedem Feldverweis zu einer Anhörung/Verhandlung vor dem zuständigem Sportgericht (In einigen Fällen vereinfachtes Verfahren, will ich hier aber nicht besonders aufdröseln).

Hierbei wird die Ursache für den Feldverweis Verhandelt, Zeugen gehört und danach ein Urteil gefällt. Kein SR der nur "aus Jux und Dollerei" einen FaD erteilt macht dies noch ein zweites mal - Schon gar nicht in den Profiliegen.

Offensichtliches Tor nicht geben

Das ist schon schwieriger. Es gibt viele Gründe ein Tor nicht zu geben, meist weil es irregulär erzielt wurde. Warum also im Einzelfall ein Tor nicht gegeben wird hängt von der Situation ab. Durch die "Fanbrille" betrachtet sieht dies naturgegeben immer etwas anders aus als aus der SR-Perspektive.

Darüber hinaus kann man die Situationen auf dem Spielfeld nie in "schwarz und weis" unterteilen. Viele Beurteilungen sind einfach Grauzonen.

Abschliessend noch etwas zu den Videobildern:

Dem Zuschauer wird hier eine Genauigkeit vorgegaukelt, die diese Bilder gar nicht leisten können. Da die Übertragung -technisch bedingt- quasi in "Einzelbildern" erfolgt liegen zwischen zwei Videobildern bei einem sprintenden Stürmer zwischen 25cm und und 40cm pro Bild. Die immer wieder gezeigte "berühmte Fusspitze im Abseits" kann das Videobild also gar nicht so genau darstellen wie die Reporter das uns immer wieder erzählen. Das Auge des SRA ist da wesentlich genauer.

Nun zur Änderung der Entscheidung:

Die Fussballregeln - Hier die Regel 5 - lassen es zu, das ein SR seine Entscheidung ändert. Allerdings nur so lange, wie das Spiel nicht fortgesetzt ist.

In diesem Moment wird aus der Entscheidung eine Tatsachenfeststellung.

Kommentar von Bulls44 ,

Sehr ausführlich. Danke. Also sind Schiris keine götter in weiss.

Antwort
von goali356, 30

Nein, dürfen sie nicht. Es gibt feste Regeln im Fussball nachdenen Schiedsrichter pfeifen müssen.

Jedoch können Schidsrichter nicht auf diverse Kameraaufnahmen,Zeitlupen etc.. zurückgreifen, daher geschehen leider auch mal Fehler.

Es gibt aber auch Schiedsrichterbeobachter. Wenn ein Schiedsrichter dauernd durch falsche Entscheidungen auffällt, kann es passieren dass er nicht mehr für derart wichtige Spiele eingesetzt wird.

Kann mann dann im nachhinein die entscheidung des shiris ändern.?

Rückgängig machen kann man Entscheidungen des Schiedsrichter i.d.R. nicht. Dies wäre auch schwer umzusetzen denn, wie will man z.B. wissen wie ein Spiel verlaufen wäre wenn es einen zu unrecht nichtgegebenden Elfmeter gegeben hätte?

Das Spiel dann gleich zu wiederholen geht in vielen Fällen auch nicht und man müsste dann ganz schön viele Spiele wiederholen, weil es immer mal was gibt was man anders auslegen kann.

Wenn ein Schiedsrichter absichtlich falsch pfeift wird er entlassen.

Antwort
von HDXFTGHF, 24

Theoretisch dürfte er das wohl, und es gab ja auch schon Fälle, wo der Unparteiische ziemlich Parteiisch gehandelt hat.
Sollte sowas allerdings bei EM oder WM passieren, wo ja eh nur ausgewählte FIFA Schiedsrichter Pfeifen dürfen, könnte er das genau 1 mal machen, dann gäbs die Kündigung.

Kommentar von TobsterMRT ,

Also könnte er Theoretisch seinen Job dafür aufgeben, dass eine Mannschaft gewinnt oder?

Kommentar von HDXFTGHF ,

Ich denke schon, er müsste halt Konsequenzen alle Informationen der Linienrichter ignorieren.
Außerdem sind die Bälle ja mittlerweile mit Chips ausgestattet, die Anzeigen, ob ein Ball im Tor war. Auch das müsste er ignorieren.
Außerdem müsste er mit 10Tausenden Fans fertig werden, die ihm an den Kragen wollen.
Und das nur während des Spiels.

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