Frage von Lena310302, 102

Dürfen Pferde mit Hufrehe Topinambur fressen?

Wir haben ein Pferd das an Rehe erkrankt ist. Früher als sie noch gesund war hat sie auch schon Topinambur bekommen, Wurzeln und Blätter. Gras darf sie ja nicht mehr weil so ensteht ja Hufrehe, aber ob sie die Stingel und Blätter fressen darf interesiert mich. Ich habe schon in Büchern und m Internet geschaut aber nichts gefunden. #### Headline #### PS :Würde mich über einen link freuen (wer es in Internet gefunden hat)

Expertenantwort
von Sallyvita, Community-Experte für Pferde, 48

Ich glaube, dass diese Links hier generell mal gar nicht schlecht für Dich wäre - nämlich eine generelle Erklärung zur Ernährung bei Hufrehe:

http://www.hufrehebehandlung.de/hufrehe-fuetterung.html

http://www.praxis-tierernaehrung.com/index.php?option=com_content&view=artic...

http://www.tinker-mooshof.de/gesundheitstipp/gesundhufrehe/index.php

ich weiß, dass so mancher einer Topinambur füttert, in der Hoffnung die Darmgesundheit damit positiv zu beeinflussen. Doch bereits eine leichte Überdosierung kann bei Pferden zu recht heftigen Blähungen führen. Für Ziegen und Schafe mag es ein gutes Ergänzungsfutter sein und für Hühner ein Grünfutterersatz - aber für Pferde ist es eigentlich total unnötig. Da erreicht über man eine ausgewogene Ernährung und Haltung deutlich mehr Darmgesundheit als mit der Fütterung dieser Knolle.

Expertenantwort
von friesennarr, Community-Experte für Pferde, 49

Du solltest dich mal dringend damit befassen, was eine Hufrehe ist und was sie auslöst, das Gras löst keine Rehe aus, es kommt nur meistens erst bei beginn des Weidegangs (durch die Umstellung)vor, weil  das System vollkommen überlastet wird und dann die Vergiftungsrehe erst entstehen kann.

Topinambur gehört für mich nicht ins Pferdefutter, es ist keine natürliche Futterpflanze bei Pferden.

Ein Rehepferd braucht:

Magerheu, Magerweide, etwas Stroh, sehr gutes Mineralfutter und eine exzellente Hufbearbeitung vorzugsweise bei einem Huforthopäden von difho oder DHG. Alle möglichen Entzündungshemmenden und nierenunterstützende Kräuter.

Viel Bewegung wenn es die Schmerzen zulassen, und einen weichen Boden.

Kommentar von Lena310302 ,

Also schlechtes Heu 

Kommentar von friesennarr ,

Nein - nicht schlechtes Heu sondern sogar sehr gutes Heu (überständiges Heu - späte Ernte oder Schilfheu) das eben Pferdegerechter ist.

Antwort
von VanillePferde, 23

Hallo, so wie andere bereits geschrieben haben, braucht ein Rehepferd vor allem Heu! Wenn du an Heu von letztem Jahr rankommst, welches trotzdem von der Qualität einwandfrei sein sollte, dann wäre dies auch eine Option. Lies dir am besten mal einiges zur Fütterung allgemein und zur Fütterung eines Rehepferdes durch. Die Links, die Sallyvita geschickt hat, sind glaube ich nicht schlecht. Guck es dir mal an. 

Lg 

Antwort
von Nschoschi, 32

Magerwiesen und Magerheu besteht aus sogenannten Stressgras!

Stressgras hat hohe Mengen Fruktan, welches Darmbakterien päppelt und diese dann durch das Absterben den Darm vergiften....und eine Reheschub auslösen.

Heu, Heu, Heu, Heu gehört in ein Rehepferd, dazu ein angepasstes Mineralfutter. Kommt ein Rehepferd mit der Heufütterung nicht mehr aus, kann man Öle beifüttern, zb. Reiskeimöl, Leinöl.

Heu sollte für Rehepferde immer nach der Blüte geschnitten werden... geht man mit der Hand über die reife Rispe, sollte der überwiegende Teil des Samens abfallen. In diesem Zustand hat der Halm kaum noch Fruktane, dafür ausreichend Lignine die zur Sättigung des Tieres führen.

Sollte das Ölfütterungslimit erreicht sein, kann Reiskleie beifüttern.....

Kommentar von xxCamarguexx ,

Ich denke mal mit Magerheu ist genau dieses Heu gemeint wovon du schreibst.... Lang, überständig nach der Blüte.

So bezeichne ich zumindest Magerheu und auch Magergras.

Meine alte, schwerfuttrige Stute kann zum Beispiel nicht viel mit Magergras anfangen, die nimmt auf so überständigen Wiesen sogar noch ab.


Deine Tips sind wirklich gut !

Kommentar von ponyfliege ,

entschuldigt bitte - ich muss das korrigieren. 

denn "mager" bezeichnet man nicht irgendwie, sondern es sind fest definierte begriffe im bezug auf weidegrund.

eine magerwiese, eine auenwise, eine sumpfwiese und trockenrasen, sowie gebirgswiese sind die natürlichen weidegründe für pferde.

sie sind von bestimmten boden- und untergrundverhältnissen abhängig und von verschiedenen natürlichen bodenmineralisierungen.

mager bedeutet, dass der boden nährstoffarm ist. die natürlichen weidegründe für die pferde produzieren mehr zellstoff und weniger verwertbare nährstoffe. wobei für die meisten heutigen reiter "wiese" ein irreführender begriff ist. eine wiese besteht nämlich vorwiegend aus unterschiedlichen kräutern und weniger aus gräsern. die mischung ist entweder ganz nährstoffarm oder enthält wenig kohlenhydrate und verhältnismässig viel eiweiss. aber wie gesagt - der hauptbestandteil ist zellulose.

pferde, die auf solchem untergrund gehalten werden und kein beifutter bekommen, erkranken NIE an vergiftungsrehe. für ein grosspferd rechnet man das dreifache an mindestfläche wie man für die gewöhnlich beweideten fettwiesen mit hoher nährstoffdichte rechnet. fettwiesen sind jedoch nicht artgerecht.

sogenanntes STRESSGRAS entsteht auf abgefressenen von menschen angelegten fettwiesen, bei sofortiger beweidung nach dem heuen, bei überdüngung und bei sehr später heumahd in höheren lagen, wenn es schon während der humiden phase die ersten nachtfröste gibt. das gras weist einen höheren zuckergehalt und einen geringeren zellulosegehalt auf. zucker ist zum beispiel ein natürlicher frostschutz und er "verbindet" auch die "wunden" vom mähen, wie ein natürliches pflaster.

und bitte keine reiskleie füttern. reis gehört zu allem, aber nicht zum natürlichen nahrungsrepertoire von pferden.

einzige ausnahme: einem camarguepferd kann man die kleie vom roten camarguereis füttern... so man an das zeug drankommt...

Antwort
von miriamkelzer, 41

Solche Fragen immer mit dem Tierarzt absprechen! Habe selbst ein cushingpferd im Stall stehen und sie kriegt extra Tabletten und hat einen strengen Ernährungsplan, welcher mit der Tierärztin zusammengestellt wurde. Auf die Wiese darf sie mit langer anweidezeit inzwischen 4-5 Stunden am Tag.

Antwort
von netflixanddyl, 54

Mit Zucker? Das dürfen Rehekranke Pferde definitiv nicht! Und ja, dann sind ZUCKERwürfel natürlich auch Gift!

Antwort
von FelixFoxx, 58

Definitiv NEIN! Topinambur enthält 10% Zucker und gerade das ist absolutes Gift für Rehepferde.

Kommentar von Lena310302 ,

sind dan Zuckerwürfel auch gift

Kommentar von FelixFoxx ,

Ja! Bitte so Zuckerfrei wie möglich füttern, keine Melasse, kein Brot, keine Möhren und nur selten Äpfel. Auch möglichst getreide- und melassefreies Kraftfutter füttern, falls überhaupt Kraftfutter nötig ist.

Kommentar von VanillePferde ,

Kein Pferd braucht Zuckerwürfel!!! Erst recht keins, welches an Rehe erkrankt ist. 

Kommentar von Lena310302 ,

das mit den Zuckerwürfeln war nur ein Beispiel

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