Frage von Alaskaisacreep,

Dürfen Leibesvisitationen von Männern bei Frauen durchgeführt werden?

Mit 17 wurde ich in eine geschlossene psychosomatische Klinik für Jugendliche eingewiesen. Bei der Aufnahme, wurde mein Körper durchsucht (und zwar nackt und in allen Körperöffnungen). Die Untersuchung machten zwei Männer, was mich erniedrigte und verunsicherte. Mir war die Situation sehr unangenehm. Außerdem würde ich nicht behaupten, dass ich eine Gefahr für Jemanden darstellte. Meiner Meinung nach, sollten solche Intensiven Durchsuchungen nur von gleichgeschlechtlichen Beamten unternommen werden. Würde mich freuen wenn mir einer die genaue Rechtslage erläutern könnte. Die Gesetze sind ja meistens in einer Juristensprache formuliert, die man stark verbiegen kann. Danke schonmal :) Kann mich auch nicht an die ganze Untersuchung erinnern. Hab ich wohl verdrängt.

Hilfreichste Antwort von belem3,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

So, ich hab mir den Fall für Deutschland nochmal angesehen. Das was "PiqueValet" sagt stimmt nur zum Teil, ist dann aber nur Haarspalterei und hat für den beschriebenen Fall überhaupt keine Relevanz.

  1. Nach § 81d StPo hat jeder das Recht auf eine gleichgeschlechtliche Durchsuchung.
  2. Diese Durchsuchung darf nur stattfinden, wenn kein Nachteil für die Gesundheit (dazu gehört auch psychische Gesundheit) zu befürchten ist (§ 81a StPo)
  3. Eine körperliche Durchsuchung und eine Durchsuchung kann selbst dann nur von einem ermittelnden Polizisten, Staatsanwalt oder Richter angeeordnet werden (§ 81a StPo)
  4. Du warst Minderjährig. Wenn überhaupt würde hier das weiter eingeschränkte JStVollzG gelten.
  5. Die StPo und JStVollzG gilt nur bei Straftaten, die hier aber nicht vorlagen. Zwangsweise Durchsuchungen sind außerhalb von Straftatbestand generell verboten und verletzen das Selbstbestimmungsrecht (Grundrecht Artikel 1+2).
  6. Einer zwangsweisen Unterbringung in einer psychiatrischen Anstallt wie in deinem Fall muss ein ärztliches Gutachten vorausgehen (§ 280 FamFG)
  7. Dieses beinhaltet KEINE Durchsuchung und auch keine körperliche Durchsuchung!
  8. Dein Fall kann von einem Rechtanwalt als Sexueller Mißbrauch von Jugendlichen ausgelegt werden (§182 StGB)

Insofern hast du das Recht voll und ganz auf deiner Seite "Alaskaisacreep", auch in Deutschland. ABER: Es ist leider extrem schwer gegen dererlei Zustände vorzugehen, da du keine Beweise hast und vieles im Nachhinein von der Gegenseite als notwendige Maßnahme ausgelegt werden kann. Dennoch würde ich mich an deiner Stelle zur Wehr setzen.

Antwort von ScottStanley,
4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

NEIN! Ist echt Verboten, es dürfen keine Männlichen Polizisten, Türsteher, Betreuer o. Pfleger eine Frau Körperlich durchsuchen! Auch aus reiner Schutzmaßnahme um den Männlichen "Kollegen" nicht im nachhinein etwas zu unterstellen! Ist schon öfter vorgekommen und auch aus diesen Gründen ist es Gesetzlich nicht erlaubt als Mann eine Frau Körperlich zu Durchsuchen...-auch nicht bei einer Aufnahme in einer (irgendeiner) Klinik! Dafür gibt es Weibliches Personal!

Kommentar von PiqueValet,

Das ist schlichtweg nicht wahr.

Sie kann sich dagegen aussprechen, anderes Verlangen und damit ihre Einwilligung entziehen, aber deshalb ist es noch lange nicht verboten.

Dieses Halbwissen. Ständig.

Wenn die Durchsuchung des Körpers zum Schutz der zu durchsuchenden Person als notwendig erachtet wird (Das wird sie in geschlossenen Psychiatrischen Einrichtungen automatisch, sonst wären die nicht geschlossen) darf ein vorhandener Arzt oder Polizist die Durchsuchung jederzeit und selbst vornehmen.

In diesem Fall um das Mitführen einer Waffe, eines Gegenstandes, der der Selbstverletzung dienlich ist oder Ähnlichem auszuschließen, war der Eingriff absolut legal und es musste NICHT auf das Eintreffen einer Ärztin/Polizistin gewartet werden. Selbst wenn sie ihre Einwilligung entzieht.

Kommentar von Alaskaisacreep,

Das finde ich aber schon ziemlich heftig, da so eine Visite zur Aufnahme dazugehört und diese ja geplant ist. Meiner Meinung nach sollte daher dafür gesorgt werden, dass weibliches/männliches Personal dies durchführt. Ich mein, sich von zwei Kerlen so 30-40 nackt auszuziehen und von denen jeden Körperteil begaffen und anfassen lassen als 17-jähriges Mädchen.. Find ich schon ziemlich ätzend.

Kommentar von fastlink,

Wie ist das?

Mal Abseits rechtlicher Gegebenheiten, wenn Du das verlangst, dann wäre das gleichbedeutend damit, wenn Du z.B. infolge eines Unfalles dringende Behandlung bedürftest, dass man dann vor Ort auf das Eintreffen von Rettungssanitäterinnen und Notärztinnen abwartet und Dich solange vor Dich hinröcheln lässt.

Was wäre dann heftig, das Zuwarten oder dass sich Männer an Deinem weiblichen Körper an die Arbeit machen?

Bei solch einer Prozedur in psychiatrischen (zudem geschlossenen) Einrichtungen geht es darum, genau einen solchen Umstand vorbeugend auszuschließen.

Damit dann so lange zu warten, bis Frauen das übernehmen (können), ist je nach Krankheitsbild unter Umständen lebensgefaährlich, für Anwesende oder Patienten selbst.

Kommentar von Alaskaisacreep,

Das ist doch was völlig anderes, da diese Maßnahmen ja nicht so intim sind (und auch wenn sie es wären) aufgrund einer großen (lebensbedrohlichen) Gefahr passieren. Im Notfall wäre ich auch dafür, dass Männer Frauen und Frauen Männer untersuchen können.. Aber halt wenn möglich lieber gleichgeschlechtlich bleiben :) Achja und ich habe nie Gewalt gegen mich oder andere angewendet und es waren Frauen auf der Station vorhanden! Nur mit 2 alten Männern alleine in einem Raum.. -.- naja, ist halt meine Meinung.. Fänden viele Jungs bestimmt auch nicht toll!

Kommentar von fastlink,

Gar nichts Anderes.

Spätestens dann, wenn die Herren der Dame am Unfallort dann die Bluse aufreißen, um an ihren Brustkorb ranzukommen, wo gemeinhin auch noch zwei hervorstehende Körperteile frei gelegt werden, ist das wohl intim genug.

Und es geht bei Psychiatrien darum, genau solche Zustände dann von vorne herein auszuschließen.

Wenn Du wüsstest, was man da nicht schon alles gefunden hat. Teppichmesser in der Vagina z.B. Alles schon vorgekommen.

Man kann dann auch nicht sagen: "Ja aber ich hab das nie gemacht". Irgendwann ist bei jede(m/r) das Erste mal gewesen, der oder die sowas dann schon gemacht hat.

Weißt Du was man z.B. mit einem Teppichmesser für ein Blutbad anrichten kann?

Das findet man besser sofort, als es nachher in der Hand einer etwas aufgebrachteren, psychisch labileren Person wiederzufinden.

Klar wäre das besser, wenn da Frauen sind, die das dann bei Frauen machen. Wenn da aber gerade keine sind, kann man in manchen Situationen oder Einrichtungen nicht zuwarten, bis welche da sind.

Kommentar von Alaskaisacreep,

Ich sehe diese Untersuchung ja auch durchaus als notwendig an. Aber ich würde einfach die schweizer Regelung dieser Probleme als die bessere Betrachten!

Antwort von imager761,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Die Rechtslage ist eindeutig: Wenn du darum gebeten hättest und entsprechendes Personal verfügbar gewesen wäre, hätte dem entsprochen werden müssen.

Andernfalls ist das aber einwandfrei abgelaufen, solange ständig zwei Mitarbeiter anwesend waren.

Nur am Rande: Du darfst davon ausgehen, dass diese verpflichtende Untersuchungen auch den Mitarbeitern und auch bei männlichen Nuezugängen ebenso "sehr unangenehm" sind :-)

Und deine Unterstellung nun auch bei gleichgeschlechtlichem Peronal nicht ausgeschlossen sein muss.

Zum Thema: Wenn man etwas rechtsverfolgt, muss man es auch beweisen können.

G imager761

Kommentar von Alaskaisacreep,

Ok, vielen Dank :) hört sich vernünftig an.. wo kann man das nachlesen? Also ich unterstelle denen eigentlich gar nichts.. ich hab mich nur sehr unwohl gefühlt.. Ich will das auch nicht rechtsverfolgen.. Ich wollte nur aus Interesse fragen! Ok.. Die Fragen einen aber nicht?

Antwort von Moshkind,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

totale sauerei. wies in einer psychosomatischen Klinik für Jugendliche ist weis ich nicht. aber drausen isses ja so, dass nur frauen andere frauen/mädchen abtasten dürfen. deswegen wirds bei einer leibesvisitation, die ja nochmal um EINIGES intimer is, erst recht so sein.

Antwort von dafee01,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Das, was du schreibst, ist ausgeschlossen.

Kommentar von Alaskaisacreep,

Es ist so passiert.

Antwort von jett10,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Ich denke nicht, dass das Verhalten der beiden Männer so unproblematisch ist, wie hier einige behaupten. Zu erwägen wäre zumindest ob die Durchsuchung "in allen Körperöffnungen" nicht zumindest auch als sexuelle Handlung gesehen werden kann und insofern § 174a StGB einschlägig wäre. Meiner Meinung nach ist abzuwägen, ob sich das Verhalten der beiden Männer noch in einem zulässigen Rahmen bewegt oder ob hier nicht vielmehr schon eine Ausnutzung der Hilfsbedürftigkeit der Fragestellerin vorliegt um eigene sexuelle Interessen auszuleben. Eine klare Antwort wird hier kaum möglich sein. Ggf. ist die "Tat" auch schon zu lange her um jetzt rechtlich noch etwas bewirken zu können. In jedem Fall wäre ein Gang zum Anwalt (wenn auch nur zu einem kurzen Beratungsgespräch) ratsam. Viel Glück!

Antwort von MilkObjectors,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Eigentlich ist es nicht zulässig,dass Männer Frauen durchsuchen...Aber bei psycho-Kliniken ist alles möglich,und eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus...

Kommentar von Alaskaisacreep,

Wie meinst du das genau?

Kommentar von MilkObjectors,

Das es nichts bringt,die anzuzeigen oder somnstiges...

Antwort von Erstaccount,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Du kannst dich jederzeit beschweren, kein Problem. Hebe einfach einen Finger und nimm bitte nicht ausgerechnet den schlimmen...

Bedenke bitte auch:
Ist es denn wohl einem männlichen Gynäkologen demnächst untersagt, seinen erlernten Beruf auszuüben, weil er nur noch weibliche Patienten hat?
Dürfen alsbald nur noch Frauen Gynäkologinnen werden und wo bliebe dann die ganze Gleichberechtigung, von der Frauenquote ganz zu schweigen?

Sieh dir nicht so oft schlechte Filme an, das täte dir sicher gut - oder sogar besser.

Kommentar von belem3,

Nochmal: Jede Frau kann sich ihren Gynäkologen frei aussuchen. Sie muss nichtmal zu einem männlichen. Du erkennst doch wohl den Unterschied zwischen freiwillig und erzwungen, oder hälst du Vergewaltigung und Geschlechtsverkehr auch für das Selbe?

Kommentar von Erstaccount,

Die freie Arztwahl hat mit einer amtlich verfügten Untersuchung nichts zu tun.
Du kannst aber auch gerne verfügen, dass dereinst dein Leichnam nur von einer Frau seziert werden soll. Bis dahin gilt Gleichberechtigung: Arzt==Ärztin.

Kommentar von Alaskaisacreep,

Wieso vergleichst du das dann? Versteh ich nicht -.-

Kommentar von Erstaccount,

Wen wolltest du denn nach deinem Ableben worauf verklagen und wie gedachtest du festzustellen, dass man deinen letzten Willen evtl. nicht respektiert hätte?

Zugegeben, das war durch die Brust ins Auge ;-)

Kommentar von Alaskaisacreep,

haha :).. ja irgendwie ein Eigentor.. ich will nichts und niemanden verklagen.. ich wollte nur die Rechtslage kennen, aus Interesse. Und hör auf mich zu verwirren :) ich würde als Zombiebraut einmarschieren und den Richtern die schweizer Regelung aufdrücken...

Kommentar von Alaskaisacreep,

Wieso gleich so ironisch! Das eine hat mit der anderen Sache rein GARNICHTS zutun! Den/die Gynäkologin sucht man sich freiwillig aus. Eine körperliche Durchsuchung wird jedoch ohne Einwilligung durchgeführt. Das ist ja so als ob man eine Vergewaltigung mit Sex vergleichen würde. Beim Sex wie beim Gynäkologen kann man sich den Partner/Arzt selbst aussuchen und die Untersuchungen/Geschlechtsverkehr durchführen, die man will. Bei der Vergewaltigung/körperlichen Durchsuchung kann man sich den Täter/Arzt nicht aussuchen und die Untersuchung/den Geschlechtsverkehr weder verweigern noch aussuchen.. Ich weiß der Vergleicht hinkt, hoffe jedoch du verstehst den Unterschied.. Und mit Frauenquote hatte meine Frage erstrecht nicht zu tun!

Kommentar von Erstaccount,

Ja, ich verstehe dich durchaus und nein, das war nicht ironisch gemeint.

Also erhebe dich und verlange eine oder zwei Ärztin(nen). Wo ist das Problem? Entweder du lässt es dir gefallen, oder eben auch nicht. Unter Zwang hast du eben keine Wahl, das kannst du naturgemäß allenfalls im Nachhinein zivilrechtlich klären und im besten Fall ein paar schlappe Scheine Schmerzensgeld abziehen.

Kein vernünftiger Mensch wird hier behaupten, dass in unserem angeblichen Rechtsstaat alles nach Recht und Gesetz zugeht und ich wäre einer der letzten!

Mal abgesehen davon: Mein Kind wird gegen meinen ausdrücklichen Willen seit Jahren fast nur von Frauen betreut. Das ging schon im Kindergarten los und setzte sich in der Schule so fort. Soll ich das dulden? Alternativen?

Lies mal die Berichte über Gustl Mollath, vielleicht bekommst du danach wieder etwas mehr Bodenkontakt und vermagst deine eigenen Missempfindungen vielleicht wenigstens etwas zu relativieren.

Die Lage ist unbefriedigend und was neulich gewählt wurde, lässt auch keine neue Hoffnung aufkeimen. Auswandern oder die Backen zusammen kneifen und weiterhin an jeder erdenklichen Stelle Widerstand leisten, mehr geht z. Zt. eben nicht. Bis eben auf die völlige Abkehr vom System und Ausrufen der uneingeschränkten, individuellen Autonomie mit allen Konsequenzen, incl. geschlossener Abteilung — du erkennst den geschlossenen Zirkel?

Finde deinen Weg, ich wünsche dir alles Gute!

Kommentar von Alaskaisacreep,

Ich verstehe dich.. Es können eben auch die Leute wählen gehen, für die auf der Pizzaverpackung steht: "Folie vor Verzehr entfernen".. Und den Teufelskreis eben auch, was mich ja auch beunruhigt.. Aber das Problem ist ja das man es sich gefallen muss! :) Und das mit deiner Tochter tut mir leid. (lag es vielleicht an Wutanfällen ;))

Kommentar von Erstaccount,

Unter Zwang hast du zunächst keine Wahl, sondern eben erst im Nachhinein.
Ob man Erniedrigungen überhaupt mit Schmerzensgeld ausgleichen kann, bleibt zu bezweifeln.

Und nein, da waren keine Wutanfälle meines Sohnes ;-))

Kommentar von Alaskaisacreep,

ich meinte auch nicht ihre/seine sondern deine ;) angst, dass er schwul wird? Aber danke für die Kommentare, manches war echt hilfreich!

Kommentar von Erstaccount,

Nö du, Angst hätte ich da keine und schwul zu sein ist schließlich weder eine Krankheit noch ansteckend. Tatsache ist doch aber wohl, dass man von Frauen anders als von Männern betrachtet und behandelt wird. Lag diese Behauptung nicht auch irgendwie deiner Frage zugrunde?

Kommentar von Alaskaisacreep,

Ok.. sorry :) ich hätte dich nur so eingeschätzt, dass du das sagen würdest.. Natürlich nicht.. die Frage nehme ich zurück :) Im entferntesten Sinne ja..

Antwort von belem3,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Definitiiv ist das nicht in Ordnung! Du hast das Recht darauf, daß dies von einer gleichgeschlechtlichen Person ausgeführt wird. Das gehört zum Strafrecht: (StPO § 77, Abs.3). Dies gilt auch für die Durchsuchung von Kleidern (StPO § 78, Abs.2).

Kommentar von PiqueValet,

Ja, wenn man einfach aus dem nächsten Internet Link kopiert, dann kann es schon Mal passieren, dass man mit dem schweizer Gesetzestext argumentiert.

Kommentar von belem3,

Ich kann doch nicht wissen, woher hier jemand kommt. Bist du aus Deutschland? Dort gilt aber das Selbe.

Kommentar von PiqueValet,

Nein gilt es nicht. Weder die selben Paragraphen, noch das selbe Recht.

Kommentar von Alaskaisacreep,

Ja, aus Deutschland.

Kommentar von Alaskaisacreep,

Danke, schonmal! Dann könnte ich sie also anzeigen, wenn ich wollte? Ich war zu dem Zeitpunkt etwas verwirrt, da ich drei Tage nicht geschlafen habe.. Es könnte sein, dass sie mich davor um Erlaubnis gefragt haben.. Wenn ich das bejaht hätte würde das die Situation verändert? Wie gesagt ich war nicht wirklich in einem klarem Zustand und Minderjährig, müssten es daher vielleicht meine Eltern entscheiden? Ich kann mich aber klar daran erinnern, dass zwei Pfleger mir sagten ich solle mich komplett ausziehen und nicht handgreiflich werden. Danach zogen sie BH aus und durchsuchten diesen. Auch schauten sie mir zwischen die Beine.

Antwort von LemyDanger57,

Interessante Diskussion hier. Leider hast Du nicht geschrieben, wann und wo dieser Vorfall stattgefunden hat.

Kommentar von Alaskaisacreep,

Das war so vor 2 Jahren in Bayern.

Antwort von strandkind,

pique xxx VÖLLIGER BLÖDSINN.selbstverständlich ist es männlichen Personen NICHT gestattet eine Frau zu durchsuchen . Es sei denn es wäre ein Artzt . Alles andere ist nicht richtig,also du schreibst hier Halbwissen und nicht die anderen.

Antwort von jimpo,

Das nehm ich Dir nicht ab, daß 2 Männer Dich nackend untersucht haben. Außerdem kann ich nicht nachvollziehen, wo Dein Erinnerungsvermögen geblieben ist.. Wenn das wirklich so geschehen ist, müßtest Du haarklein erzählen können wie die Beamten vorgegangen sind. Sowas kann man nicht verdrängen. Das bleibt im Kopf.

Kommentar von Alaskaisacreep,

Wie hier auch schon viele geschrieben haben, ist das nichts gesetzwidriges gewesen.. also warum verwundert dich das? Nein, es war schon etwas länger her und ich kann mich nicht genau erinnern. Jedoch weiß ich sicher, dass es 2 Männer waren einer war Dr. Ich war nackt, sie haben meinen BH durchsucht und meinen Intimbereich durchsucht und mich dann gewogen. Mehr nicht und weniger nicht. Sie haben mich keines Falls sexuell genötigt.. trotzdem war es mir unangenehm.. und ich war in einem verwirrtem Zustand (ängstlich).. Da es ja sonst üblich ist gleichgeschlechtliche Untersuchungen durchzuführen (Flughafen) hat mich das nur gewundert..

Antwort von eoslorbass,

Normalerweise geht das nur wenn es Ärzte sind die eine solche Untersuchung durchführen. Zweitens ist diese Untersuchung sicherlich nicht aus Gründen der Sicherheit der Anderen sondern zu Deiner eigenen Sicherheit gemacht worden weil es Menschen gibt die sich ein Messer verstecken oder Drogen um später schnippeln , bzw konsumieren zu können. Nicht wegen der Sicherheit der Klinik oder der anderen Mitbewohner sondern zu Deiner eigenen Sicherheit ist sowas möglicherweise notwendig. Wer z.B. Heroinsüchtig ist unternimmt die verrücktesten Dinge und ist daher wie ein geisteskranker Mensch zu behandeln. Daran das Du Dich kaum noch genau an alle Einzelheiten erinnerst kann ich sehen das Du in einer Ausnahmesituation warst. Besondere Situationen verlangen besondere Behandlung. Etwas einfach aus dem Gesamtrahmen zu nehmen und hier als armes unschuldiges Opfer in unserer Community aufzutreten ist schon ziemlich krass! Lg. Eoslorbass

Kommentar von belem3,

Lass mich raten, du arbeitest in einer geschlossenen Klinik und führst illegalerweise Leibesvisitationen an Minderjährigen aus... :)

Was du da schreibst ist völlig daneben - mal ganz davon abgesehen, daß es auch inhaltlich einfach nur falsch ist. Es gibt keine Vorschrift die besagt, daß das Untersuchen von einem Arzt ausgeführt werden muss aber Gegengeschlechtliche Leibesvisitationen sind generell gesetzlich verboten.

Kommentar von PiqueValet,

Schreib das nicht nur, sondern zeige uns doch den entsprechenden Gesetzestext, der eine gegengeschlechtliche Körperliche Durchsuchung (Leibesvisitation wirst du nicht finden, der Begriff ist veraltet) ausdrücklich verbietet.

Nur zu.

Viel Spaß beim Suchen, du wirst keinen finden.

Ein Arzt oder Polizist darf eine körperliche Durchsuchung an JEDER Person vornehmen, wenn sie dem Zwecke dient diese Person oder andere vor vermutetem Schaden zu schützen.

Da es in geschlossenen Abteilungen Psychiatrischer Einrichtungen nicht selten vorkommt, dass Patienten Waffen einschmuggeln, darf das ruhig vermutet werden.

Und WARUM unterstellt man dabei sexuelle, in deinem Falle sogar krankhaft sexuelle Neigung? Warum kann man nicht einfach davon ausgehen, dass der Arzt seinen Job macht, gänzlich ohne Hintergedanken, von medizinischem mal abgesehen.

Wenn ein männlicher Chirurg einen Vaginaleingriff an einem minderjährigen Mädchen vornimmt, weil der eben gerade notwendig ist, ist er dann ein perverser? Ein ganz schlimmer Bursche?

Glaubs mir ruhig, diese Untersuchungen nehmen die auch an Männern, alten Frauen und allen anderen Patienten vor. Dafür sind die da.

Lächerlich.

Kommentar von belem3,

Höhne so viel du magst, es ändert nichts an der Abartigkeit solcher Vorgehensweisen.

Sowas findest du bestimmt auch völlig legitim, oder? http://www.sueddeutsche.de/muenchen/leibesvisitation-bei-schuelern-lehrer-haben-...

Kommentar von PiqueValet,

Und jetzt setze dich in Ruhe hin, atme tief durch, denke nach und DANN erkläre mir den Unterschied zwischen:

  1. Ein Arzt nimmt eine körperliche Untersuchung bei einer Patientin vor, die in eine geschlossen, psychitarische Station eingeliefert wird, weil potentiell Waffen eingeschmuggelt werden könnten.

  2. Zwei Polizisten führen körperliche Untersuchungen an Kindern durch, weil eine Schülerin 5 Euro vermisst.

Da muss doch jemand was merken.

Ist jeder männliche Gynäkologe pervers, weil zwischen den ganzen Omas auch mal eine 15 Jährige auf seinem Stuhl sitzt?

Deine völlig an den Haaren herbeigezogenen Unterstellungen müssen gar nicht weiter diskutiert werden. Und selbst wenn, in deinen Augen, die Abartigkeit der körperlichen Untersuchung durch einen Mediziner (Die machen das, habe mir sagen lassen, dass würde zu ihren Berufsbild gehören ^^) unverändert bleibt, ist sie eben nicht, wie du fälschlich unterstellt hast, illegal.

Kommentar von Alaskaisacreep,

Könnte dieser diese Situation dann nicht völlig ausnutzen? Als Minderjähriger hat man wenig Einfluss darauf in so eine Klinik zu kommen, und nicht jeder ist heroinabhängig oder schmuggelt Waffen (wahrscheinlich die wenigsten). Die Eltern entscheiden da sehr viel. Ich bin auch der Meinung, dass es für die Sicherheit notwendig ist. Aber da die Ärzte etc. wissen wann ein Patient kommt sollte es möglich sein diese gleichgeschlechtliche Regelung einzuhalten.

Kommentar von belem3,

Sehe ich genauso... Nur scheint es in Deutschland echt ein Problem zu sein dagegen irgendetwas zu unternehmen.

Kommentar von PiqueValet,

Das sollte es nicht, weil die Schichtpläne kaum geändert werden, nur weil sich vorgestern, in der Mitte des Monats, eine Patientin ankündigt. Salopp gesagt. Von denen, die die Polizei unter Zwang vorbei bringt gar nicht zu reden. Und klar KÖNNTE der Arzt die Situation ausnutzen, weil er sie aus sexuellen Motiven herbeiführt.

Aber kann das ein männlicher Gynäkologe nicht?

Oder ein Arzt, der eine Frau operiert?

Oder eine lesbische Ärztin?

Er könnte aber auch einfach als professioneller Mediziner eine ganz routinierte Untersuchung durchführen. So wie der Gynäkologe. der Chirurg seine OP und auch die lesbische Ärztin macht nur ihren Job.

Weshalb bist du so schnell dabei, davon auszugehen, dass er was böses im Schilde führt, nimmst aber nicht für eine Sekunde an, dass da ein Profi, der eine jahrelange Ausbildung durchlaufen hat, einfach seinen Job gemacht hat?

JEDER, der in einer Position steht, in der er Macht über andere hat, kann das ausnutzen. Das gilt für Lehrer, Polizisten, Ärzte, was ist mit dem Kerl, der deine sanitären Anlagen installiert... Hätte der nicht ganz einfach eine versteckte Kamera anbringen können?

Werfen wir es ihm zur Sicherheit doch einmal vor, dem kranken Schwein.

Tatsache ist: Auf eine geschlossene Abteilung kommt man nicht mal eben so. Da liegt dann in der Regel vermutete Suizidalität als Grund vor und ganz ehrlich?

Was denkst du, wie viele Patientinnen es auf dieser Welt gibt, die sich wieder gefangen haben und jetzt dankbar darüber sind, dass der zuvor so böse männliche Arzt die Rasierklinge in ihrer Vagina gefunden hat?

Editiert weil ich dachte du wärst die andere Person.

Kommentar von belem3,

Und schon wieder der falsche Vergleich. Es geht hier um Zwang und das was du dem gleich stellst geschieht immer freiwillig.

Ich verstehe weiterhin deinen aggressiven Grundton nicht. Was ist daran so schlimm eine gleichgeschlechtliche Leibesvisitation zu fordern? Recht hin oder Her.

Kommentar von PiqueValet,

Wenn du auf eine Ärztin plädierst und die lesbisch ist, dann hast du da in der Regel keinen Einfluss drauf. Das steht ihr nicht auf die Stirn geschrieben.

Und wenn du zu einer Not-OP eingefahren wirst, dann kannst du dir auch deinen Chirurgen nicht aussuchen. Aber das sind unnötige Haarspaltereien. Unnötig deshalb, weil es in den Beispielen um etwas völlig anderes ging.

Du nennst meinen Grundton aggressiv...Unterstellst aber Leuten, die das anders sehen als du, sexuelle Straftäter zu sein und sexuelle Straftaten zu dulden, sogar zu legitimieren. Da wunderst du dich über einen aggressiven Gegenton?

Und findest das selbst nicht aggressiv?

An der Forderung ist ja nichts verkehrtes. "Recht Hin oder Her" ist auch ok, aber nicht wenn man vorher vollkommen falsche aussagen über dieses Recht tätigt. Du hast nicht gefordert, du hast im Brustton der Überzeugung falsche Tatsachen verbreitet und da stellen sich mir eben die Nackenhaare auf. Hat jeder seine Macken.

Und wenn diese Forderung dann durch ist, eine solche Untersuchung also bedingungslos gesetzlich verboten ist, dann die ersten frisch vergewaltigten Frauen, die zur Beweisaufnahme ins nächste Krankenhaus fahren, abgewiesen werden, weil gerade aus Personalmangel keine weibliche Ärztin vorhanden ist, wenn dann die ersten Mädchen vor den psychiatrischen Einrichtungen vor die Tür gesetzt werden, weil man sie nicht auf eine offene nimmt und sie keiner für die geschlossene untersuchen kann, dann merken vielleicht manche, dass einiges schon ok so ist, wie es eben ist. (Ein wahrlich traumhafter Satz, nicht ohne Komma, dafür ohne Punkt)

Kommentar von Alaskaisacreep,
  1. Nicht wegen deiner Meinung sondern wegen deinem Unterton (da du mir unterstellst ich würde mich als armes Opfer darstellen) hat er wahrscheinlich angenommen das du so bist..
  2. War das eher eine witzig gemeinte Stichelei
  3. Die Reaktionen danach verstärken das nur noch.
  4. Ich glaube es ist sowieso immer ein männlicher und ein weiblicher Betreuer anwesend.. (Falls es da Mängel gibt, ist das Schade!) Aber kannst du mir bitte die Frage beantworten: Sollte eine körperliche Durchsuchung (Intimbereich) wenn möglich von einem gleichgeschlechtlichen Arzt/Pfleger durchgeführt werden? P.S.: Ohne zu dramatisieren, habe ich mich wirklich unwohl und sogar ängstlich gefühlt.. Die Blicke und das Anfassen waren mir äußerst unangenehm, jedoch hatte ich Angst etwas zu sagen oder mich zu wehren, da sie dort viele Möglichkeiten haben einen wie gesagt zu fesseln, Gewalt anzuwenden oder Medikamente spritzen (in dem Raum hängen Plakate auf denen veranschaulicht wird wie man dies tun soll) und das alles aus NOTWEHR? Der Patient ist ja "unzurechnungsfähig".. Ich hoffe du verstehst mein Dilemma jetzt etwas besser! Man hat in dem Fall echt keine Möglichkeiten sich zu wehren. Was die Machtposition eines solchen Arztes/Pflegers in meinen Augen viel zu hoch macht!
Kommentar von belem3,

Ich habe im Brustton der Überzeung Schweizer Recht zitiert und das tue ich immer noch. Das waren keine verbreiten von falschen Tatsachen. Keine Ahnung wie du auf die Idee kommst, daß nur Deutsche gutefrage.net nutzen.

Dein Beispiel mit dem Mangel an Personal ist schon ok, aber glaubst du nicht, daß eine vergewaltigte Frau zur Beweissicherung auch einer Untersuchung durch einen Mann zustimme würde? Mir geht es da immer wieder um das Wörtchen "Zwang". Ich bezweifle gar nicht, daß viele dieser Körperuntersuchungen rein professionell geschehen, aber das ist für den Untersuchten überhaupt nicht von Bedeutung. Wenn der sich genötigt fühlt, dann kann man nicht einfach mit dem Recht wedeln und sagen "Ätsch, du kannst aber nichts machen, weil ich darf das!"

Kommentar von PiqueValet,

Das heißt also, du forderst ein Verbot gegengeschlechtlicher körperlicher Untersuchungen nur dann, wenn das Objekt der Untersuchung nicht zustimmt?

Also wenn die Patientin, von der man ausgeht, dass sie sich oder jemand anderen umbringen wird, einer Untersuchung durch einen Mann nicht zustimmt, aber gerade keine Frau da ist, dann ist das ok, wenn man sie vor die Tür setzt?

Mann muss sie dann sogar vor die Tür setzen?

Auch das Schweizer Recht räumt übrigens eine gegengeschlechtliche Untersuchung bei Gefahr im Verzug ein.

Kommentar von belem3,

Ich fordere wenn überhaupt dass du aufhörst meine Aussage als Falschaussagen darzustellen. Meine Aussage ist korrekt, aber eben nur für die Schweiz. Jeder, der sich die Paragraphen anschaut sieht das mit einem Blick, so wie du. Also sei so tolerant und akzeptiere, daß hier auch Schweizer unterwegs sind.

Was das Verbot angeht - Du sagst es ja selbst, das schweizer Recht räumt Ausnahmen ein, wieso also nicht das Selbe in Deutschland? Es würde weitaus weniger Irritation hervorrufen. Das betrifft ja auch Flughäfen und das nicht zu knapp. Insgesamt ist es personaltechnisch gerade da ein leichtes für beide Geschlechter zu sorgen.

Mir persönlich geht es in erster Linie um individuelle Betrachtung einzelner Fälle. Wenn sich jemand genötigt fühlt, dann sollte er das Recht haben angehört zu werden. Egal ob Mann oder Frau, egal ob gleich- oder gegengeschlechtlich untersucht. Die Fragestellerin fühlt sich genötigt, und muss in Deutschland nun mit diesem Gefühl selbst klarkommen. Soziale Gerechtigkeit stelle ich mir anders vor - aber das kann ja jeder für sich ausmachen.

Und die "Unterstellung" von der du unten sprichst war doch überhaupt nicht an dich gerichtet, sondern an jemanden, der es als unheimlich passend ansieht die Fragestellerin pauschal als Simulant (gespielte Opferrolle) darzustellen. Diese Unterstellung find ich nicht in Ordnung.

Kommentar von Alaskaisacreep,

Danke :) Besser hätte ich es nicht schreiben können!

Kommentar von Alaskaisacreep,

Die Wahrscheinlichkeit ist einfach höher bei einem männlichen Arzt! Natürlich gibt es Ausnahmen, die bestätigen die Regel! Aber der Vergleich mit dem Gynäkologen hinkt ziemlich, sorry! (wie gesagt, den kann man sich aussuchen) Außerdem geht es ja nicht nur um eine mögliche sexuelle Belästigung.. - Finger in den Po und auch sonst wo.. (ist ja sehr intim) - sondern auch einfach darum, dass es sehr unangenehm ist für die Person. Kannst du das nicht nachvollziehen? Ich glaube schon, dass eine gleichgeschlechtliche Regelung machbar wäre, da man sich ja auch sonst seinen Arzt aussuchen kann. Wieso reagierst du so stark darauf?

Kommentar von imager761,

nicht jeder ist heroinabhängig oder schmuggelt Waffen

Aber um das auszuschliessen, wird man eben untersucht.

Und noch einmal: Gern von gleichgeschlechtlichen Personen, sofern die in dem zeitpunkt verfügbar gewesen wären.

Aber hier hast du erstens nichts zu verlangen, weil dies keine frewiliige Untersuchung ist und zweitens nichts, was deine die Gesundheitsfürsorge innehabenden Erziehungsberechtigten oder ein Richter, der deine Einweisung verfügte, abweichend zu deinen behaupteten Schamgefühlen, die dir aber nicht erinnerlich sind, nachträglich aber nun so schwer zu schaffen machen, verfügten.

Du hast nach der Rechtslage gefragt und sowohl PiqutValet und ich hierzu zielführend geantwortet.

Glauben, was dir da besser in den Kram passt, und dies in epischer Breite diskutieren kannst du mit anderen.

AFK

G imager761

Kommentar von belem3,

Ich verstehe deine Aggressivität in der ganzen Angelegenheit nicht... Du bist ja ganz aus dem Häuschen, wieso? Liegt das nur daran, daß ich von Schweizer Recht ausgegangen bin?

Ich will dir aber dennoch erklären, wieso es ein sehr großer Unterschied ist, ob sich ein Mädel FREIWILLIG zu einem Gynäkologen IHRER WAHL begibt und untersuchen läßt, oder ob es ohne ihr EInverständis einfach getan wird.

Das eine geschiehtt freiwillig - Das andere nicht

Würde ein normaler Bürger einen anderen dazu zwingen sich auszuziehen um ihn dann zu begrapschen ohne das der das will, wäre es mindestens sexuelle Belästigung. Und wenn ein Polizist oder in diesem Fall ja nur ein Pfleger tut braucht er sich nur einen Grund ausdenken und schon ist das ok? Da stimmt was in der Rechtssprechung nicht.

Und diesbezüglich haben zwei Polizisten die an Kindern körperliche Untersuchungen durchführen oder der vorgestellte Fall der Fragenden Person eine Gemeinsamkeit: Sie geschehen beide nicht freiwillig.

Aber ich finde es gut, daß du zumindest einen Unterschied in der Schwere beider Situationen ausmachen kannst.

Kommentar von PiqueValet,

Meine "Aggressivität", eher allgemeines Entsetzen, rührt daher, dass hier so viel falsches Halbwissen durch das Internet posaunt wird, dass einem schlecht werden könnte.

Eine Untersuchung beim Eintritt in einer geschlossene Abteilung geschieht nicht freiwillig, sie geschieht in aller erster Linie zum Schutz.

  1. Dem Schutz der Patientin/des Patienten (Versuche mal, nur für eine Sekunde, dir die Verantwortung vorzustellen, die als behandelnder Arzt/Therapeut einer solchen Einrichtung auf dir liegt)
  2. Dem Schutz anderer Patienten. Einen frisch eingelieferten Patienten kann ich schlecht einschätzen. Ich weiß nur, dass sein Gesamtbild nach Annahme der Person, die das Aufnahmegespräch geführt hat, ausreicht, um den Patienten auf eine geschlossene, oder auch sogenannte beschützende Station einzuliefern. Auf dieser gelten ganz besondere Umstände, schon daran zu erkennen, dass Ärzte dich gegen deinen eigenen Willen dort festhalten dürfen, obwohl du ja eigentlich ein Recht auf Freiheit hast. Wenn jetzt also mein frischer Patient aggressiv ist wie kein anderer, ihm beim Streit um die Frühstücksmarmelade die Hutschnur reißt und er den Nagel, den er im After versteckt hatte aus der Hosentasche zieht und ihn seinem Gegenüber in die Hand rammt (Das ist kein aus der Luft gegriffenes beispiel, wie ich an dieser Stelle anmerken möchte), dann bin ich es (Als Arzt, der die Aufnahme vorgenommen hat) jetzt, den man fragt, wo denn der den Nagel her hatte.
  3. Dem Schutz der Pfleger und des Personals im Allgemeinen. Auch die setzen sich in vielen geschlossenen Abteilungen einer gewissen Gefahr aus. Selbst der netteste Mensch kann in einer psychischen Krise unter praktischer Gefangenschaft massive Kurzschlusshandlungen an den Tag legen. Da wird nicht selten mal ans Bett fixiert und wenn der dann eine Waffe hat...

Und Waffen sind jetzt nur ein Beispiel von Dingen, die man da einschmuggeln kann, die eine Gefahr für Leute darstellen.

Und DAS wäre dann der Unterschied zu diesem Fall und dem männlichen Gynäkologen.

Kommentar von Alaskaisacreep,

Ich lehne die allgemeine körperliche Durchsuchung ja nicht ab. Eine gleichgeschlechtliche Regelung sollte jedoch wirklich machbar sein und wie gesagt ein kurzes Gespräch und du bist drin. Die Eltern helfen noch ein bisschen nach und du bist "geisteskrank" und eine "Gefährdung" und es geschieht natürlich nur zu deinem eigen "Schutz". Die richterliche Verhandlung findet jedoch auch erst nach der Einweisung statt, bei der man persönlich auch nicht erscheint und sich verteidigen kann. Unter 18 hat man da geringe Möglichkeiten! Demnach könnten die fast ALLES mit einem machen sobald man als "verrückt" gilt! Einfach nur traurig und meiner Meinung nach eine Gesetzeslücke! Außerdem wird man durch harte Medikamente auch "ruhig gestellt".

Kommentar von belem3,

Glaub mir, ich kann deinen Standpunkt sehr gut verstehen. Ich finde Leibesvisitationen genauso wichtig wie du und sehe auch die Gefahren für Personal, Patient und Mitpatienten, aber sag mir doch bitte, wieso das alles nicht gleichgeschlechtlich passieren kann oder sogar soll! Was ist daran so schlimm genau das zu fordern? In der Schweiz ist es sogar Vorschrift und vermeidet eine Menge Ärger.

Wie gesagt, hier geht es im Gegensatz zum Gynäkologen oder Chirurgen immer wieder um Zwang. Und der hat bei Gegengeschlechtlichkeit sehr schnell den Schein einer Vergewaltigung an sich. Und dem kann man ganz effektiv durch Gleichgeschlechtllichkeit entgehen - sicher, vor homosexuellen übergriffen schützt das nicht, aber es reduziert ganz allgemein Irritation und senkt das Stresslevel auf beiden Seiten. Also wieso sollte man dagegen sein? Oder geht es dir nur um die Rechtslage und gar nicht deine eigene Meinung zum Thema?

Kommentar von PiqueValet,

Es geht mir auf der einen Seite um den subtilen Vorwurf der Kriminalität (Wenn ein Mann das macht, dann sicher weil...), auf der anderen Seite um die haarsträubend falschen Behauptungen zur Rechtslage, die ja eben Grundlage der Fragestellung war und auf der dritten Seite darum, dass es eben NICHT immer machbar ist.

Wenn nun einmal gerade keine Frauen da sind, dann sind keine da.

Wenn der Patient aber trotzdem schnell Hilfe braucht, dann muss er eben schnell aufgenommen werden.

Gleiches gilt natürlich für Untersuchungen an Männern durch Frauen. Die hatte ich zum Beispiel auf dem Kreiswehrerstzamt. Die einzige Verfügbare Ärztin der Zeit war eben eine Frau, also musste sie die Untersuchung zur Musterung durchführen. Dazu kommt die hohe Quote an Frauen im Pflegepersonal, gerade in Psychiatrischen Einrichtungen, von denen eben auch in der regel jemand dabei ist, der assistiert.

Wenn es sich eben nicht anders einrichten lässt, dann ist das so und hat nichts mit perversen Neigungen der Ärzte zu tun. Wenn sich das gerade einrichten lässt achten die da in der Regel schon selbst drauf. Aber die haben auch eine Menge zu tun und wenn etwas schnell gehen muss, dann wird es halt so gemacht, wie es gerade möglich ist.

Wogegen ich mich auflehne ist, wie man dabei sofort zu einer Unterstellung kommt.

Kommentar von Alaskaisacreep,

Perverse Neigungen und den Vorwurf hab ich so nicht geäußert.. Und wenn es in Österreich funktioniert? Naja ich finde nur solange möglich und kein extremer Notfall ist das gleichgeschlechtliche die bessere Entscheidung.. Es schützt sowohl im Großteil der Fälle Arzt/Polizist und Patient/Verhafteter. Es ist ja einfach eine sehr intime Angelegenheit! (Und mal ehrlich.. Den meisten würde da doch einer abgehen, oder nicht? Als Frau würde ich auch feucht werden wenn ich sagen wir David Beckham nackt vor mir sehen würde.. ob ich mich da noch beherrschen könnte?) ok.. ich weiß etwas ab vom Thema, bin müde.. Also Gut Nacht :)

Kommentar von PiqueValet,

Genau um damit umgehen zu können haben Ärzte, die eine solche Untersuchung in der Regel auf rein medizinischer Basis betrachten, eine jahrelange Ausbildung unterlaufen und in der Regel ist die Suche nach Objekten im After einer Person (Egal welcher) nicht besonders sexy.

Kommentar von Alaskaisacreep,

Das verstehe ich ja auch alles. Also die Anzahl der Analpornographie sagt da vielleicht was anderes, aber ich würde dir da schon zustimmen! Trotzdem finde ich, dass man bei einer so intimen Durchsuchung sich entscheiden können sollte. Wenn akute Gefahr besteht habe ich auch nichts dagegen einzuwenden! Jedoch haben auch einige eine Vergewaltigung erlebt (ziemlich viele in der Psychiatrie) oder (wie in meinem Fall) sie sind noch Jungfrau. In diesem Fall kann das sehr schockierend sein! Daher finde ich das österreichische Gesetzt viel beruhigender!

Kommentar von Alaskaisacreep,

ehhh Schweiz, sorry

Kommentar von Alaskaisacreep,

Achja.. und den/die Gynäkologen/in kann man sich aussuchen! In diesem Fall hat man jedoch keine Wahl.

Kommentar von Alaskaisacreep,

Vielleicht, weil du so heftig reagiert hast. Ich habe nur eine Frage gestellt und die Situation dazu beschrieben, aber du unterstellt mir sofort dass ich mich als unschuldiges Opfer darstelle?

Kommentar von Alaskaisacreep,

Ich glaube, dass einer von ihnen Arzt war. Und wie geschrieben, bestand kein Grund zur Annahme für akute Gefahr. Weder gegen mich selbst noch jemand anderen. Da sie das mit jedem Patienten machen und es kein Notfall war, finde ich schon, dass es angemessen wäre diese Untersuchung gleichgeschlechtlich durchzuführen. Ich stelle mich hier nicht als Opfer hin. Ich wollte nur Klarheit und habe das Recht zu fragen! Sie haben mich dann noch gewogen und kritische Kommentare zu meinem Körper abgegeben. ("Du bist sehr dünn, findest du nicht?")

Keine passende Antwort gefunden?

Verwandte Fragen

Fragen Sie die Community