Frage von OlofK, 54

Dürfen Lehrer/-innen den Inhalt einer eMail, welche sie von einem Schüler erhalten haben in der Klasse ansprechen?

Kurze Frage zu der ich im Internet keine Antwort finde.

Antwort
von Bordwell, 54

Jein, den Namen des Schülers würde ich nicht nennen, aber falls der Inhalt von Relevanz für den Unterricht ist (z.B. Frage zum Prüfungsstoff) oder ein wichtiges Problem anspricht, würde ich das schon ansprechen. Wichtig ist halt, dass nichts Vertrauliches preisgegeben wird.

Antwort
von Rudnik, 23

Wurde der Name des Schülers genannt? Dann würde ich sagen, nein, sie dürfen das nicht. Denn auch ein Lehrer hat sich an die Schweigepflicht zu halten. Wenn er den Inhalt ohne Namen wiedergegeben hat, dann ist ja nichts dagegen einzuwenden.

Antwort
von UlrichNagel, 29

Ich habe ähnliche Fragen jetzt schon öfter gelesen "dürfen Lehrer das?". Ihr fragt nach euren Rechten! Wie sieht es mit euren Pflichten aus? Übrigens sind Lehrer auch eure Erzieher und haben die gleichen Pflichten wie eure Eltern!

Kommentar von OlofK ,

Ich bin mir durchaus im Klaren darüber, dass Schüler ihre Pflichten erfüllen müssen, weshalb auch meine aktuellen Ferien nicht gerade "Ferien" sind.

Jedoch werden Schüler ständig damit konfrontiert "ihr sollt dies machen", "das verlange ich von euch", "meine Erwartungen an euch sehen wie folgt aus". Jeder Lehrer verhält sich auf diese Weise. Keiner klärt uns über unsere Rechte auf bzw. teilt uns mit, was wir von unseren Lehrern verlangen dürfen.

Deshalb entstehen auch immer wieder solche Fragen und daraufhin derartige Antworten von - ich nenne sie mal - "Lehrerverteidigern"

Kommentar von UlrichNagel ,

"Lehrerverteidiger" bin ich (ehemaliger Lehrer) keinesfalls! Ich greife Lehrer insbesondere in ihren Lehrdidaktiken an, weshalb bei sehr vielen Schülern der Lehrstoff nicht ankommt. Ich bezog mich darauf, dass Lehrer sehr wohl wissen, was sie dürfen und was nicht! Andererseits haben Schüler vorrangig die Pflicht zu lernen und dem Lehrer durch ihr Verhalten zu ermöglichen, den Unterricht optimal zu gestalten! Sie haben auch das Recht, den Lehrer mit Fragen zum Lehrstoff zu "nerven", wenn sie trotz Aufmerksamkeit nichts verstanden haben. Der Lehrer ist dann verpflichtet, andere Mittel oder Erklärungen einzusetzen!

Kommentar von OlofK ,

Entschuldigen Sie dann bitte meine falsche Beschuldigung!

Jedoch beantwortet dies nicht meine eigentliche Frage und Sie als ehemaliger Lehrer könnten mir doch sicherlich weiterhelfen! 

Wann also dürfen/würden Sie eine Mail eines Schülers vor der gesamten Klasse ansprechen? Oder bräuchte es quasi eine Erlaubnis des betroffenen Schülers, ich meine es gibt ja bestimmt einen Grund dafür, dass der Schüler den Lehrer/die Lehrerin über Mail benachrichtigt hat und nicht beispielsweise im Klassenforum. Außerdem wäre die Nennung des Namens des Schülers Tabu würde ich mal vermuten?! 

Ich würde mich sehr über eine Antwort Ihrerseits freuen!

Kommentar von UlrichNagel ,

Kommt immer auf den Inhalt der mail drauf an!

Heute ist dies nun mal ein Mittel der Verständigung, aber nur, wenn der Lehrer sein OK zum Mail-Kontakt gegeben hat! Er könnte ja auch unerwünscht mit mails "bombardiert" werden. Bei einer positiven Hervorhebung des Inhaltes ist es ja ein Lob für den Schüler vor der Klasse. Ist der Inhalt peinlich, aber für den Lehrer erwähnenswert zur Abwehr weiterer solchartiger mails, dann ist der name tabu! Ist der Inhalt aber anmaßend oder sehr überzogen, liegt es im Ermessen des Lehrers, als Erziehungsmaßnahme auch den Schüler vor der Klasse zu ermahnen!

Kommentar von OlofK ,

Alles klar, danke für die Antwort!

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