Frage von Chizumy, 85

Dürfen die mir deswegen die Insolvenz versagen?

Heute bekam ich einen Brief wo ich aufgefordert wurde einen neuen Bescheid vom Arbeitsamt zu zuschicken.Auf der Rückseite stand dann,das meine Inso auch durch Verletzung versagt werden kann.Wegen einem Mal werden die das wohl kaum machen oder? Jedenfalls bin ich dabei den Bescheid von diesem Jahr zu suchen,bisher allerdings erfolglos.

Antwort
von gnarr, 34

natürlich können sie dir das versagen. normale menschen heften ihre bescheide ordentlich zweimal im jahr ab.

wenn du den laufenden bescheid nicht findest, lass dir eine kopie beim arbeitsamt morgen ausdrucken. dann kannst du das ding einschicken. für die zukunft einfach mehr ordnung halten.

Antwort
von alarm67, 47

Wenn Du den Bescheid nicht mehr hast, wende dich ans Amt, die können Dir sicherlich eine Kopie geben!!!

Kommentar von Chizumy ,

ja nur weiß nicht ob sie es bis zum 06.09 schaffen,da die den Brief bis dahin wollen :/

Kommentar von alarm67 ,

Morgen gleich hin/anrufen, im Zeitalter von Internet & Co. sollte das per Mail zu schaffen sein. Ansonsten, wenn die Dir vom Amt helfen können, sagst Du halt RECHTZEITIG Bescheid, dass Du eine Kopie beantragt hast, die auf dem Weg ist und Du um eine Abgabeverlängerung bittest!

Kommentar von alarm67 ,

PS: Mit fast 21 in der INSO? Was ist schief gegangen?

Kommentar von Chizumy ,

waa hat denn das Alter damit zu tun wann man Insolvent wird und wann nicht?

Kommentar von user8787 ,

Mit 21 ist in der Tat sehr früh. Wann hast du angefangen offiziell Schulden zu machen, wo du doch erst mit 18 voll geschäftsfähig geworden bist? 

Arbeite mit und sehe zu das du die Füße wieder auf den Boden bekommst....das ist deine Zukunft. 

Antwort
von TechnologKing68, 61

Eine grobe Verletzung in der Insolvenz kann strafrechtlich relevant sein. Sie können dir nicht die Insolvenz in dem Sinne versagen, denn wenn du nichts hast, hast du nichts mehr.

Kommentar von Chizumy ,

ja nur ich habe Bescheide von den Jahren 2013-2015(da ich in einer Bedarfsgemeinschaft lebe,bekommt mein Freund die Briefe und das Geld) nur dieses Jahr hätten wir auch einen bekommen sollen,nur den finde ich nicht :/

Kommentar von TechnologKing68 ,

Naja gut, deswegen werden sie dir die Insolvenz nicht versagen.

Kommentar von Chizumy ,

weiß nicht.Mein Schuldenberater meinte nur das sie alle 2 Jahre Kontoauszüge sehen wollen,nur da ich kein Konto hab,wollen sie ja die Bescheide vom Amt.

Kommentar von mepeisen ,

Eine grobe Verletzung in der Insolvenz kann strafrechtlich relevant sein

Bitte was? Wie kommst du denn darauf? Was soll das denn für eine Straftat sein?

Kommentar von TechnologKing68 ,

Stichwort "Insolvenzverschleppung" nur um ein Beispiel zu nennen.

Daneben wären Betrug, Unterschlagung und Urkundenfälschung zu nennen.

Kommentar von mepeisen ,

Stichwort "Insolvenzverschleppung" nur um ein Beispiel zu nennen.

Hast du überhaupt gelesen, worum es hier geht?

Wo wird denn irgendwas verschleppt? Die Insolvenz ist längst beantragt.

Betrug? wo gibt es denn Täuschungen? Vorsatz? Vermögensschädigung?

Was für eine Unterschlagung?

Welche Urkunde wurde gefälscht?

Was du hier anführst ist derart weit vom Thema entfernt, dass man einfach nur mit dem Kopf schütteln muss.

Davon abgesehen sind die Insolvenzstraftaten in §§283 bis 283c des StGB aufgelistet. Während das Verfahren eröffnet ist, gibt es im Grunde nur eine relevante Tat: Die Gläubigerbegünstigung oder das Beiseiteschaffen/ Vernichten von pfändbarem Vermögen.

Betrug oder Urkundenfälschung für sich genommen haben nichts mit Insolvenzstraftaten zu tun und deswegen wird einem auch keine RSB versagt.

Kommentar von TechnologKing68 ,

Insolvenzverschleppung ist es hier nicht, ich wollte nur ein Beispiel für strafrechtlich relevantes Verhalten innerhalb der Insolvenz nennen.

Seine Frage war, ob ihm die Insolvenz aufgrund seines Verstosses versagt werden könnte, darauf sagte ich ihm, dass grobe Verstösse strafrechtlich relevant sein könnten, darauf hast du gefragt, was für eine Straftat das sein könnte, also habe ich ein paar mögliche Aufgezählt. Ich habe nicht gesagt, dass hier eine Straftat vorliegt.

Natürlich sind Betruf und Urkundenfälschung keine speziellen Straftaten für die Insolvenz, können aber das Insolvenzverfahren beeinflussen.

Kommentar von mepeisen ,

Natürlich sind Betruf und Urkundenfälschung keine speziellen Straftaten für die Insolvenz, können aber das Insolvenzverfahren beeinflussen.

Nur dann, wenn sie in Zusammenhang mit Insolvenzstraftaten geschehen. Die Gesetze sind hier eindeutig. Selbst wenn man abseits der Insolvenz wegen diesen Dingen verurteilt wird, gefährdet das nicht die RSB. Auch normale straffällige Menschen können eine RSB erlangen.

Man muss auch immer unterscheiden, ob einem die RSB komplett versagt wird oder ob eine einzelne Forderung herausgenommen wird. Einzelne Forderungen, die auf "vorsätzlich begangene unerlaubte Handlungen (vbuH)" basieren, fallen durchaus raus, wenn sie so angemeldet werden von den Gläubigern. Da ist das Feld dann auch deutlich weiter gefasst und da sind dann ggf. auch normale Betrugsdelikte u.ä. mit dabei.

Ich hatte es ansonsten so gelesen, dass du das wirklich auf die Frage bezogen hattest. Sry.

Kommentar von TechnologKing68 ,

Natürlich, das ist klar. Aber wenn man zum Beispiel eine Urkundenfälschung begeht, um Geld aus der Insolvenz zu retten, dann schon.

Und ich habe ja auch geschrieben, "kann die Insolvenz beeinflussen", ich habe nicht gesagt, dass es immer gleich zum kompletten Ende des Verfahrens kommt.

Antwort
von soissesPDF, 12

Du bist verpflichtet alles zu tun um Deine Misere zu beheben, sonst gefährdest Du Dein Insolvenzverfahren.
Dazu gehört ein Mindestmaß an Ordnung (Einkommensnachweis).

Die senden Dir kein Schreiben mit Rechtsbehelfsbelehrung, wenn das nicht Ernst gemeint ist.
Eine Privatinsolvenz ist kein Eiertanz.

Wende Dich an Dein Arbeitsamt, die erstellen Dir unschwer eine Kopie des gültigen Bescheides.

Antwort
von BrandnerKaspar, 43

Nein, wegen einem mal nicht.

Aber es ist halt so, dass man da brav mitarbeiten muss. Sonst könnten die  Gläubiger beantragen, die Restschuldbefreiung zu versagen.

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