Frage von Jennifer181818, 169

Dürfen die Ärzte das?

Hallo, ich bin wieder in einer Kriseninterventionsstation in einer Psychatrie, weil ich mich umbringen wollte...hat leider nicht geklappt! Zuerst war ich auf der beschützen Station und bin nun auf einer offen geführt Akutstation, ich versteh mich allerdings gar nicht mit den Ärztinnen meiner jetzigen Station, da diese sehr, sehr streng mir gegenüber sind. Nun hab ich habe gestern mit einer anderen patientin richtig mist gebaut: Wir haben uns harten Alkohol das ging nur, weil mann auf der offenen jederzeit raus darf. (nein ich hab kein Alkoholproblem) besorgt und haben uns einen versteckten Platz gesucht, wo sie mir ohrlöcher selbst gestochen hat. Danach haben wir uns mit anderen Patienten von einer anderen Station (alle auch so ca 18) getroffen und haben Alk getrunken. Als wir wieder zur Station kamen, wurden wir von der Oberärztin und Stationsärztin bereits erwartet! Die Oberärztin hat sich um mich "gekümmert" , die Stationsärztin um meine Mitpatientin. Ich wurde von der Oberärztin angeschrien und hab gegen meinen Willen eine Infusion bekommen. Des Weitern ist sie voll ausgeflippt als sie meine blutenden Ohrläppchen gesehn hat. Sie hat diese ohne mich zu fragen versorgt. Dann wurden ich und meine Mitpatientin getrennt von einander befragt und ich hab ihr erzählt, dass wir nur zu zweit waren. Das ganze ist natürlich aufgeflogen und ich wurde von der Oberärztin ubd Stationsärztin nochmals befragt in einem etwas härtern Tonfall. Bis ich schließlich in Tränen aufgelöst ihnen alles erzählt habe was nur mit einem :" Sie brauchen nicht zu weinen, dass haben sie sich alles selbst eingebracht "kommentiert wurde. Auch wird seitdem alle 15 min in unser (die oben beschriebene Mitpatientin + Ich) Zimmer geguckt (sogar von den Ärztinnen) . Darf mann mir gegen meinen Willen eine Infusion verabreichen und meine Wunde versorgen? Dürfen die mich derart unter Druck setzen? Ist das rechtens?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Celi2121, 26

Zuerst einmal:Ja,dass müssen die Ärzte für die Gesundheit der Patienten tun.Würden sie dass nicht tun,würde es für sie nachfolgen haben.

Aber wieso tust du soetwas?Nichts auf der Welt kann so schlimm sein,um sich dass eigene Leben zu nehmen!Willst du nicht auch mit einem Schönen und friedlichen Leben abschließen? Mit Hilfe bekommst du dass hin.Du hast noch so viel vor dir,du hast villeicht gerade eine sehr schwere Zeit,doch diese Zeit geht auch wieder vorbei.Mit viel Kraft und Ergeiz schaffst du es ganz schnell in ein ,,neues'' Leben,in ein Leben in dem du glücklich bist.Du darfst nicht vor deinen Problemen davonlaufen. Wenn du Probleme mit Freunden oder anderen Menschen hast,klär dass aber lauf nicht davon.Glaub mir,die Leute wollen dir nichts böses,sie wollen dir helfen!Ich wünsche dir alles gute💚

Antwort
von Schwoaze, 60

Ich weiß nicht, ob das rechtens ist: Aber ich würde es genauso machen, an Stelle der Ärzte und Pfleger.

 Bei so dermaßen uneinsichtigen (ich will das Wort saubl#d nicht verwenden) Patienten haben sie wohl keine Wahl. Sie haben die Verantwortung für Euch. Sie halten den Kopf für Euch hin. Was erwartest Du denn? Einen roten Teppich und Sektfrühstück?

Was hast Du eigentlich in der Zeit gemacht, in der andere Leute in Deinem Alter erwachsen geworden sind? Mit 18 sollte man schon die Tragweite seines Tuns erkennen können. Du lässt Dir Ohrlöcher stechen und beschwerst Dich, weil das behandelt wird? Wäre Dir eine Blutvergiftung denn lieber?

Nutze die Zeit um Dir über Dich selber klar zu werden. Überlege, was Dir Freude macht, was Du gerne machst, was Du in Deinem Leben ändern musst, um wieder Freude daran zu haben. Ich wünsche Dir alles Gute!

Antwort
von JanRuRhe, 49

Hallo!
Mir scheint du hast nicht überlegt in welcher Situation du bist. Und die Ärzte.
Sie müssen dir helfen. Sie müssen eine professionelle Distanz halten und Klartext reden.
Sie es doch mal aus deren Sicht.
Ich würde fast sagen: Sei froh dass die versuchen dich gerade zu rücken. Du scheinst einiges durchgemacht zu haben. Eigentlich solltest du über jede Art Verbesserung froh sein. Versuch einmal etwas Einsicht zu bekommen( wird wahrscheinlich sehr schwer sein). Die Ärzte werden von Rückschlag sprechen..... und natürlich sind die auch enttäuscht.
Wenn es dir schlecht geht und du keinen Sinn im Leben siehst, dann bitte lass dir doch helfen. Stell dir vor wie es ist wenn du nicht mehr diese Sinnlosigkeit verspürst - hoffe das geht noch. Vielleicht kannst du mit dieser Hoffnung dann besser mitmachen. Man muss ja nicht gleich ein Schaf werden.
Alles Gute!

Kommentar von Jennifer181818 ,

Ja stimmt...versuchen kann ichs ja mal...schlimmer gehts ja nicht  mehr

Kommentar von JanRuRhe ,

Versuch es. Schlimmer geht es vielleicht noch, aber da willst du nicht hin. Kopf hoch! Schau mal ob du nicht Kraftreserven hast und es schaffst aus dem Dunkeln zu gehen.
Mal was anderes: was hältst du davon wenn du mit festem Blick und nicht devot einfach der Ärztin ins Gesicht blickst und dich entschuldigst? So quasi auf Augenhöhe? Meinst du du könntest hierzu die Stärke aufbringen?
Dann wärst du in einer Position die dich stark macht. Wenn dann die Ärztin noch schimpft oder meckert, hast du moralisch gewonnen ;-) wenn nicht ist alles ok. Nur so als Anregung . Alles Gute!

Antwort
von kindvbahnhofzoo, 7

Finde die Frage sehr interessant und habe dazu diesen Artikel gefunden.

http://www.aerzteblatt.de/archiv/135001

Demnach dürfen die Ärzte dort nur nach richterlichem Beschluss eine Behandlung erzwingen, falls diese vom Patient abgelent wurde.

So habe ich den Artikel zumindest verstanden, wenn ich falsch liege klärt mich bitte auf!

Würde mich allerdings wirklich interessieren wie so etwas vor Gericht ausgehen würde. Was jetzt nicht heißt, dass ich dir das empfehle. Du solltest Verständnis für die Ärzte haben, die wollten dir helfen und dir sicherlich nicht schaden.

Antwort
von Virginia47, 73

Ja, das dürfen sie. Und das ist sogar ihre Pflicht. Sonst wäre es unterlassene Hilfeleistung. 

Statt dich hier auszuheulen, solltest du lieber mal darüber nachdenken, was du angerichtet hast. 

Sicher bekommt ihr Medikamente. Und die Vertragen sich nun mal nicht mit Alkohol. Deshalb auch die Infusion, um die Giftstoffe so schnell wie möglich wieder rauszuspülen. 

Das nächste Mal vorher denken, dann handeln. 

Kommentar von Jennifer181818 ,

Nein ich hab alle Tabletten verweigert

Kommentar von Virginia47 ,

Aber deine Mitpatienten nehmen sicher Tabletten. Und da ist es verantwortungslos, wenn du sie zu deinem "Spaß" überredest. 

Kommentar von Jennifer181818 ,

Das war nicht meine Idee...das war ein "Gemeinschaftswerk" ich würde nie jemanden zum trinken überreden. Allerdings hatte ich auch nicht mehr die Kraft die davon abzuhalten...

Antwort
von Maimaier, 70

Die anderen scheinen sich wirklich um dich zu sorgen. Wenn du dir selbst oder anderen schaden willst, ist es gut jemanden zu haben der "streng" mit einem ist.

Kommentar von Jennifer181818 ,

danke

Antwort
von Othetaler, 61

Da man dich offenbar vor dir selbst schützen muss, ja. Leider.

Gute Besserung!

Kommentar von Jennifer181818 ,

ok

Kommentar von Othetaler ,

Genau deshalb handeln die Ärzte wie sie handeln.

Warum willst du sterben? Wem ist damit geholfen und wieso denkst du, dass es dann besser wird?

Lass dir von den Ärzten helfen und bekämpfe mit ihnen zusammen die Probleme. Dann wirst du sicher auch wieder Freude am Leben finden. Du bist noch jung und hast noch alle Möglichkeiten.

Kommentar von Jennifer181818 ,

Es ist zuviel passiert...ich kann nicht mehr. 

Kommentar von Othetaler ,

Das klingt jetzt vielleicht banal, aber es gibt eigentlich immer einen Ausweg. Du bist gerade mal 18, Jenny, da kannst du noch ganz leicht einen Neuanfang machen. Vielleicht reicht schon eine andere Umgebung.

Natürlich musst du vorher mit dir selbst ins Reine kommen. Dabei können dir die Ärzte helfen. Du musst das aber auch selbst wollen und mitmachen.

Kommentar von Jennifer181818 ,

Vlt ja...versuchn kann ja es mal

Kommentar von Othetaler ,

Mach das. Alles Gute für dich!

Kommentar von Jennifer181818 ,

Danke wünsch ich dir auch

Antwort
von pilot350, 64

Bei Dir liegt Eigengefährdung vor. Da sind solche Maßnahmen völlig richtig.

Kommentar von Schwoaze ,

Hi, hast Du ein neues Bild reingestellt?... oder verwechsle ich Dich mit jemandem?

Kommentar von kindvbahnhofzoo ,

Ich kann mir nicht vorstellen, dass hier Eigengefährdung vorliegt. Zumindest was das Säubern der Wunden angeht, die  ja zudem nicht lebensbedrohlich sind.

Bei diesem Fall(und wahrscheinlich den meisten anderen) ist es natürlich Quatsch sich darüber aufzuregen und gleich mit dem Gesetzbuch zu wedeln.

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