Frage von Kirsche69,

Dürfen Christen auch andere Religionen anerkennen?

Kennt ihr vielleicht eine passende Bibelstelle?

Antwort von JanKrohn,
5 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Es kann ja nicht alles gleichzeitig wahr sein. Wenn ich als Christ glaube, dass die Rettung alleine in Jesus Christus ist, kann nicht gleichzeitig wahr sein, dass Muslime 100 Jungfrauen bekommen, Hinduisten wiedergeboren werden und Buddhisten im Nirwana verschwinden. Christus hat gesagt: Keiner kommt zum Vater denn durch mich. Wer Christus folgen will, muss ihn ernst nehmen. Das beinhaltet auch diese Aussage.

Kommentar von MissPebbles,

Ja. Das stimmt. Manches schließt sich einfach aus. Und für die, die das hören/lesen ist es einfach albern, für die, die es glauben ist es aber "power". (1. kor. 1.18)

Antwort von oldpaed,
4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Keine Institution (auch der Papst nicht!) kann einem Christen verbieten, andere Religionen anzuerkennen und zu tolerieren. Schon Thomas von Aquin stellt das (gut unterrichtete) Gewissen als letztgültige Instanz auch gegenüber kirchlichen Weisungen heraus, eine Tatsache, die häufig vergessen wurde und wird und die mir recht "modern" anmutet. - In der Bibel wirst Du zu dieser Haltung allerdings keine passende Stelle finden außer vielleicht dem "Hauptgebot der Gottes- und Nächstenliebe", das sich auf j e d e n Menschen als Gottes Geschöpf bezieht. Das ist (für mich) die entscheidende Bibelstelle. Daher sind auch a l l e Menschen zur F r e i h e i t berufen, egal, welcher Religion sie angehören.

Antwort von heikephs,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Wenn Jesus Christus sagt: Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben, niemand kommt zum Vater, außer durch mich!

Dann gibt es nur zwei Möglichkeiten:

  1. Der gute Mann spinnt, und dann kannste alles vergessen, was er gesagt hat.

  2. Er sagt die Wahrheit, und dann ist logischerweise auch alles andere richtig.

Wir haben Angst vor dem einen ewigen Gott - ist es nicht so? Deshalb wird alles weggeschoben und zerredet, denn dann müßte man ja vielleicht seine ganze Lebensweise infrage stellen!

Antwort von mariamutter,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Ist ein Christ nicht der, der an Christus glaubt und überzeugt ist, dass er der Sohn Gottes ist? Ein Christ kann demnach nicht "auch an andere Religionen glauben"! Es sei denn, er trägt den Namen Christ nur auf dem Papier, ohne Überzeugung.

Ich persönlich meine, wenn einer wirklich Christ ist, also an Christus glaubt, dann ist er auch überzeugt, dass das die Wahrheit ist - und dann kann nicht gleichzeitig auch noch eine andere Religion wahr sein! Hierzu folgende Bibelstellen:

2.Mose 20,1-3: Die Zehn Gebote 1 Und Gott redete alle diese Worte: 2 Ich bin der HERR, dein Gott, der ich dich aus Ägyptenland, aus der Knechtschaft, geführt habe. 3 Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.

  1. Brief des Johannes 4. Kapitel:

1 Ihr Lieben, glaubt nicht allen, die vorgeben, Botschaften des Geistes zu verkünden! Prüft sie, ob der Geist Gottes aus ihnen redet. Denn diese Welt ist voll von falschen Propheten. 2 An folgendem Merkmal könnt ihr erkennen, ob es sich um den Geist Gottes handelt: Wer bekennt, dass Jesus Christus ein Mensch von Fleisch und Blut wurde, hat den Geist Gottes. […]

7 Ihr Lieben, wir wollen einander lieben, denn die Liebe kommt von Gott! Wer liebt, hat Gott zum Vater und kennt ihn. 8 Wer nicht liebt, hat Gott nicht erkannt; denn Gott ist Liebe. 9 Dadurch ist Gottes Liebe unter uns offenbar geworden, dass er seinen einzigen Sohn in die Welt sandte. Durch ihn wollte er uns das neue Leben schenken. 10 Das Einzigartige an dieser Liebe ist: Nicht wir haben Gott geliebt, sondern er hat uns geliebt. Er hat seinen Sohn gesandt, damit er durch seinen Tod Sühne leiste für unsere Schuld. 11 Ihr Lieben, wenn Gott uns so sehr geliebt hat, dann müssen auch wir einander lieben. […]19 Wir lieben, weil Gott uns zuerst geliebt hat. 20 Wenn jemand behauptet: »Ich liebe Gott«, und dabei seinen Bruder oder seine Schwester hasst, dann lügt er.

Kommentar von mariamutter,

Leider wurde die Bibelstelle "1.Brief des Johannes 4. Kapitel" (Erster Brief des Johannes 4. Kapitel) als Überschrift umformatiert - warum auch immer ... - Sorry!

Antwort von RolfHoegemann,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Dafür brauche ich keine Bibelstelle, jedwede Religion soll zunächst einmal anerkannt werden - auch unabhängig, welcher Religion ich angehöre. Alle Stellen in den jeweiligen Glaubensbekenntnissen sind m.E. zu missachten, weil sie nicht menschlich sind. Zuerst kommt nämlich die Menschlichkeit erst DANN die religion...

Kommentar von MissPebbles,

Christen sollen ihre(n) Nächsten lieben. Klar. Aber sie müssen nicht gut und richtig finden, was die glauben, wenn sie wissen und davon überzeugt sind, dass "nur in einem das Heil zu finden ist: Jesus Christus". Man kann sich doch nicht zu Tode tolerieren ..und den anderen den falschen Weg aus "Freundlichkeit" schönreden.

Antwort von moon73,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Ich kenne nur die Bibelstelle: Du darfst keine anderen Götter haben neben mir. Heißt für mich soviel wie: Du darfst als Christ nur an Gott und Jesus glauben.

Aber natürlich darfst du als freier Mensch, der du ja hoffentlich bist, an alles glauben was du willst. Du kannst demnach auch an andere Religionen glauben. Wenn du einen freien Geist hast, dann darfst du als Christ auch andere Religionen anerkennen. Lebst du streng nach der Bibel, dann darfst du es nicht.

Kommentar von mariamutter,

Ist ein Christ nicht der, der an Christus glaubt und überzeugt ist, dass er der Sohn Gottes ist? Ein Christ kann demnach nicht "auch an andere Religionen glauben"! Es sei denn, er trägt den Namen Christ nur auf dem Papier, ohne Überzeugung.

Antwort von Wolpertinger,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Im Vater unser wird betten wir das, den auch wir vergeben unseren Schuldigern

Frei übersetzt bedeutet, das für mich das ich andere so behandel, wie ich auch behandelt werden möchte...also wenn ich möchte das meine Religion anerkannt wird, dann muß ich auch die von anderen Menschen anerkennen.

LG Wolpertinger

Kommentar von mariamutter,

Ich kann selbstverständlich jedem Menschen vergeben, habe selber viele Freunde, die nicht an Gott glauben oder Moslems sind. Trotzdem kann ich als Christ, wenn ich wirklich überzeugt bin, dass Jesus Christus Gottes Sohn ist und der Weg zu Gott ist, nicht andere Religionen daneben anerkennen. Das wäre nicht ein Zeichen für Toleranz, sondern ein Zeichen für Unredlichkeit.

Kommentar von Wolpertinger,

na liebe mariamutter, so ist das mit den Religionen. Jeder versteht sie anders. Für mich ist das Christentum tolerant, da ich es so verstehe, das jeder Christ die Verantwortung für sein tun zu übernehmen hat. Da Gott uns mit der Vertreibung aus dem Paradies den freien Willen geschenkt hat.

Für jemand anderes ist die Bedeutung dieser Geschichte die Erbsünde.

Antwort von Ontario,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Tolerieren ja, anerkennen ?

Antwort von wuerstel,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Echte Nachfolger Jesu Christi geben sich alle Mühe, die Eigenschaften widerzuspiegeln, die Jesus als Mensch offenbarte. In einer immer schlimmer werdenden Welt sind sie heute sehr gut daran zu erkennen, dass sie solche Eigenschaften in ausgeprägter Weise hervorbringen. Nun könnte man sich fragen: Kommen solche Eigenschaften in meiner Religion oder in den Religionen meiner Umgebung zum Ausdruck? Es lohnt sich, dieser Frage im Licht der Bibel nachzugehen.

Antwort von Azizamasrya,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Was verstehst Du unter anerkennen?

Wenn ich Christ bin, glaube ich an die Bibel und weiß, was ICH glaube und an WEN ich glaube. Dann kann ich nicht gleichzeitig Buddhist sein.

Anders verhält es sich mit meinem lieben Nächsten: Ich soll ihn lieben wie mich selbst! Dazu gehört zuallererst Respekt seiner Meinung, seines Glaubens. Es ist SEIN Glauben, nicht meiner. Ich übernehme nicht seinen Glauben, wenn ich ihn respektiere!

Antwort von grisu05,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Was meinst Du mit "anerkennen"? Das steht uns als Menschen doch gar nicht zu! Jesus sagt: "Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater außer durch mich." Das ist schon mal eindeutig - heißt aber nicht, daß wir nicht Menschen mit anderem Glauben akzeptieren können.

Antwort von andreas48,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

über diese Frage hat schon in Lessings "Nathan , der Weise" in seiner Ringparabel nachgedacht und ich persönlich meine und finde auch als Atheist, dass alle Religionen frei nebeneinader leben sollen müssen und keine Religion das Recht vereinnahmen darf, die einzig wahre zu sein.. denn nicht die Götter erschufen den Menschen, sondern der Mensch erschuf sich seine Götter...

Kommentar von mariamutter,

Na, das klingt ja ganz nach dem alten Ludwig Feuerbach: Gott sei nur eine Projektion der Menschen ... - Wenn aber Gott nun wirklich existiert? Wenn nun Gott die Welt und Dich und mich wirklich erschaffen hat? Dann stellt sich auch die Frage nach der Wahrheit einer Religion! Ich persönlich meine, wenn einer wirklich Christ ist, also an Christus glaubt, dann ist er auch überzeugt, dass das die Wahrheit ist - und dann kann nicht gleichzeitig auch noch eine andere Religion wahr sein!

Antwort von Wolpertinger,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Im Vater unser wird betten wir das, den auch wir vergeben unseren Schuldigern

Frei übersetzt bedeutet, das für mich das ich andere so behandel, wie ich auch behandelt werden möchte...also wenn ich möchte das meine Religion anerkannt wird, dann muß ich auch die von anderen Menschen anerkennen.

LG Wolpertinger

Antwort von Mondlachen,

Christen müssen nicht andere Religionen anerkennen, sondern sie sollen laut Gebot den anderen Menschen welchen Glaubens auch immer, als Mensch und Geschöpf Gottes anerkennen. Jesus Christus sagte:"Liebe deinen Nächsten wie dich selbst". Das bedeutet auch Frieden untereinander halten.

Antwort von coeleste,

sollen sie

jesus: wir sind alle gottes kinder

Antwort von Nowka,

die vertreter einen jeden religion glauben, nur sie seien in der wahrheit (und die anderen können glauben, was sie wollen).

Antwort von morus,

Das maßgebliche Dokument der katholischen Kirche stammt vom letzten Konzil und ist bindend für die Verhältnisbestimmung zwischen Katholiken und anderen Religionen (vor allem Judentum). Es heißt "Nostra aetate" und findet sich im Internet unter: http://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/documents/vat-ii_decl_19651028_nostra-aetate_ge.html

Antwort von mvsstrauss,

Es macht sicherlich Sinn sich auch mit anderen Religionen als nur der eigenen zu beschäftigen. Siehe. http://kirchenaustritt.wg.am/

Antwort von Anastasis,

Natürlich, und sollen sie auch. Richtig gelebt ist das Christentum zutiefst friedlich. Jedoch leben wir diese Botschaft nicht. Christus selber soll uns dafür Beispiel sein, ganz zu Anfang dachte er, er sei nur zu den verlorenen Schafen Israels gesandt worden, also zu den Juden. Doch das gestrige Evangelium zeigt, er wurde zu allen Menschen gesandt, Voraussetzung ist der GLAUBE und der ist nicht an einer Konfession gebunden.

Antwort von schlossgeist,

Warum sollten sie nicht?

Antwort von Superzeit,

Naja, glauben tu ich es nicht. Denn laut Gebot: Du sollst nur an einen Gott glauben. Der Glaube der Christen ist nicht sehr offen. Heutzutage ist es aber eh egal. Und wenn man das Gebot nicht so wortwörtlich nimmt, dann kann man eigentlich schon, aber dafür nur an einen Gott glauben. Obwohl Naturreligionen, da ist jede Blume, jeder Baum ein Gott.

Kommentar von heikephs,

Der Gott heutzutage ist derselbe wie zu jesu Zeiten und wie zur Zeit, als das Universum entstand.

Ich der Herr, bin ein ewiger Gott.

Antwort von raubkatze,

"Dürfen"? Sie "sollten"! Wir leben ja nicht im Mittelalter.

Kommentar von oldpaed,

Sie müssen! Und zu "Mittelalter": Da ging es vielleicht toleranter zu als heute...

Kommentar von raubkatze,

Bis auf so manche Kreuzzüge... :) LG Katze

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