Frage von Kirsche69 25.05.2008

Dürfen Christen auch andere Religionen anerkennen?

  • Antwort von JanKrohn 26.05.2008
    5 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Es kann ja nicht alles gleichzeitig wahr sein. Wenn ich als Christ glaube, dass die Rettung alleine in Jesus Christus ist, kann nicht gleichzeitig wahr sein, dass Muslime 100 Jungfrauen bekommen, Hinduisten wiedergeboren werden und Buddhisten im Nirwana verschwinden. Christus hat gesagt: Keiner kommt zum Vater denn durch mich. Wer Christus folgen will, muss ihn ernst nehmen. Das beinhaltet auch diese Aussage.

  • Antwort von oldpaed 25.05.2008
    4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Keine Institution (auch der Papst nicht!) kann einem Christen verbieten, andere Religionen anzuerkennen und zu tolerieren. Schon Thomas von Aquin stellt das (gut unterrichtete) Gewissen als letztgültige Instanz auch gegenüber kirchlichen Weisungen heraus, eine Tatsache, die häufig vergessen wurde und wird und die mir recht "modern" anmutet. - In der Bibel wirst Du zu dieser Haltung allerdings keine passende Stelle finden außer vielleicht dem "Hauptgebot der Gottes- und Nächstenliebe", das sich auf j e d e n Menschen als Gottes Geschöpf bezieht. Das ist (für mich) die entscheidende Bibelstelle. Daher sind auch a l l e Menschen zur F r e i h e i t berufen, egal, welcher Religion sie angehören.

  • Antwort von heikephs 01.11.2008
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Wenn Jesus Christus sagt: Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben, niemand kommt zum Vater, außer durch mich!

    Dann gibt es nur zwei Möglichkeiten:

    1. Der gute Mann spinnt, und dann kannste alles vergessen, was er gesagt hat.

    2. Er sagt die Wahrheit, und dann ist logischerweise auch alles andere richtig.

    Wir haben Angst vor dem einen ewigen Gott - ist es nicht so? Deshalb wird alles weggeschoben und zerredet, denn dann müßte man ja vielleicht seine ganze Lebensweise infrage stellen!

  • Antwort von mariamutter 26.05.2008
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Ist ein Christ nicht der, der an Christus glaubt und überzeugt ist, dass er der Sohn Gottes ist? Ein Christ kann demnach nicht "auch an andere Religionen glauben"! Es sei denn, er trägt den Namen Christ nur auf dem Papier, ohne Überzeugung.

    Ich persönlich meine, wenn einer wirklich Christ ist, also an Christus glaubt, dann ist er auch überzeugt, dass das die Wahrheit ist - und dann kann nicht gleichzeitig auch noch eine andere Religion wahr sein! Hierzu folgende Bibelstellen:

    2.Mose 20,1-3: Die Zehn Gebote 1 Und Gott redete alle diese Worte: 2 Ich bin der HERR, dein Gott, der ich dich aus Ägyptenland, aus der Knechtschaft, geführt habe. 3 Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.

    1. Brief des Johannes 4. Kapitel:

    1 Ihr Lieben, glaubt nicht allen, die vorgeben, Botschaften des Geistes zu verkünden! Prüft sie, ob der Geist Gottes aus ihnen redet. Denn diese Welt ist voll von falschen Propheten. 2 An folgendem Merkmal könnt ihr erkennen, ob es sich um den Geist Gottes handelt: Wer bekennt, dass Jesus Christus ein Mensch von Fleisch und Blut wurde, hat den Geist Gottes. […]

    7 Ihr Lieben, wir wollen einander lieben, denn die Liebe kommt von Gott! Wer liebt, hat Gott zum Vater und kennt ihn. 8 Wer nicht liebt, hat Gott nicht erkannt; denn Gott ist Liebe. 9 Dadurch ist Gottes Liebe unter uns offenbar geworden, dass er seinen einzigen Sohn in die Welt sandte. Durch ihn wollte er uns das neue Leben schenken. 10 Das Einzigartige an dieser Liebe ist: Nicht wir haben Gott geliebt, sondern er hat uns geliebt. Er hat seinen Sohn gesandt, damit er durch seinen Tod Sühne leiste für unsere Schuld. 11 Ihr Lieben, wenn Gott uns so sehr geliebt hat, dann müssen auch wir einander lieben. […]19 Wir lieben, weil Gott uns zuerst geliebt hat. 20 Wenn jemand behauptet: »Ich liebe Gott«, und dabei seinen Bruder oder seine Schwester hasst, dann lügt er.

  • Antwort von RolfHoegemann 25.05.2008
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Dafür brauche ich keine Bibelstelle, jedwede Religion soll zunächst einmal anerkannt werden - auch unabhängig, welcher Religion ich angehöre. Alle Stellen in den jeweiligen Glaubensbekenntnissen sind m.E. zu missachten, weil sie nicht menschlich sind. Zuerst kommt nämlich die Menschlichkeit erst DANN die religion...

  • Antwort von moon73 25.05.2008
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Ich kenne nur die Bibelstelle: Du darfst keine anderen Götter haben neben mir. Heißt für mich soviel wie: Du darfst als Christ nur an Gott und Jesus glauben.

    Aber natürlich darfst du als freier Mensch, der du ja hoffentlich bist, an alles glauben was du willst. Du kannst demnach auch an andere Religionen glauben. Wenn du einen freien Geist hast, dann darfst du als Christ auch andere Religionen anerkennen. Lebst du streng nach der Bibel, dann darfst du es nicht.

  • Antwort von Wolpertinger 25.05.2008
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Im Vater unser wird betten wir das, den auch wir vergeben unseren Schuldigern

    Frei übersetzt bedeutet, das für mich das ich andere so behandel, wie ich auch behandelt werden möchte...also wenn ich möchte das meine Religion anerkannt wird, dann muß ich auch die von anderen Menschen anerkennen.

    LG Wolpertinger

  • Antwort von Ontario 15.09.2008
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Tolerieren ja, anerkennen ?

  • Antwort von wuerstel 13.09.2008
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Echte Nachfolger Jesu Christi geben sich alle Mühe, die Eigenschaften widerzuspiegeln, die Jesus als Mensch offenbarte. In einer immer schlimmer werdenden Welt sind sie heute sehr gut daran zu erkennen, dass sie solche Eigenschaften in ausgeprägter Weise hervorbringen. Nun könnte man sich fragen: Kommen solche Eigenschaften in meiner Religion oder in den Religionen meiner Umgebung zum Ausdruck? Es lohnt sich, dieser Frage im Licht der Bibel nachzugehen.

  • Antwort von Azizamasrya 03.09.2008
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Was verstehst Du unter anerkennen?

    Wenn ich Christ bin, glaube ich an die Bibel und weiß, was ICH glaube und an WEN ich glaube. Dann kann ich nicht gleichzeitig Buddhist sein.

    Anders verhält es sich mit meinem lieben Nächsten: Ich soll ihn lieben wie mich selbst! Dazu gehört zuallererst Respekt seiner Meinung, seines Glaubens. Es ist SEIN Glauben, nicht meiner. Ich übernehme nicht seinen Glauben, wenn ich ihn respektiere!

  • Antwort von grisu05 26.05.2008
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Was meinst Du mit "anerkennen"? Das steht uns als Menschen doch gar nicht zu! Jesus sagt: "Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater außer durch mich." Das ist schon mal eindeutig - heißt aber nicht, daß wir nicht Menschen mit anderem Glauben akzeptieren können.

  • Antwort von andreas48 25.05.2008
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    über diese Frage hat schon in Lessings "Nathan , der Weise" in seiner Ringparabel nachgedacht und ich persönlich meine und finde auch als Atheist, dass alle Religionen frei nebeneinader leben sollen müssen und keine Religion das Recht vereinnahmen darf, die einzig wahre zu sein.. denn nicht die Götter erschufen den Menschen, sondern der Mensch erschuf sich seine Götter...

  • Antwort von Wolpertinger 25.05.2008
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Im Vater unser wird betten wir das, den auch wir vergeben unseren Schuldigern

    Frei übersetzt bedeutet, das für mich das ich andere so behandel, wie ich auch behandelt werden möchte...also wenn ich möchte das meine Religion anerkannt wird, dann muß ich auch die von anderen Menschen anerkennen.

    LG Wolpertinger

  • Antwort von Mondlachen 08.05.2012

    Christen müssen nicht andere Religionen anerkennen, sondern sie sollen laut Gebot den anderen Menschen welchen Glaubens auch immer, als Mensch und Geschöpf Gottes anerkennen. Jesus Christus sagte:"Liebe deinen Nächsten wie dich selbst". Das bedeutet auch Frieden untereinander halten.

  • Antwort von coeleste 25.05.2010

    sollen sie

    jesus: wir sind alle gottes kinder

  • Antwort von Nowka 25.05.2010

    die vertreter einen jeden religion glauben, nur sie seien in der wahrheit (und die anderen können glauben, was sie wollen).

  • Antwort von morus 10.10.2008

    Das maßgebliche Dokument der katholischen Kirche stammt vom letzten Konzil und ist bindend für die Verhältnisbestimmung zwischen Katholiken und anderen Religionen (vor allem Judentum). Es heißt "Nostra aetate" und findet sich im Internet unter: http://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/documents/vat-ii_decl_19651028_nostra-aetate_ge.html

  • Antwort von mvsstrauss 22.09.2008

    Es macht sicherlich Sinn sich auch mit anderen Religionen als nur der eigenen zu beschäftigen. Siehe. http://kirchenaustritt.wg.am/

  • Antwort von Anastasis 18.08.2008

    Natürlich, und sollen sie auch. Richtig gelebt ist das Christentum zutiefst friedlich. Jedoch leben wir diese Botschaft nicht. Christus selber soll uns dafür Beispiel sein, ganz zu Anfang dachte er, er sei nur zu den verlorenen Schafen Israels gesandt worden, also zu den Juden. Doch das gestrige Evangelium zeigt, er wurde zu allen Menschen gesandt, Voraussetzung ist der GLAUBE und der ist nicht an einer Konfession gebunden.

  • Antwort von schlossgeist 28.06.2008

    Warum sollten sie nicht?

  • Antwort von Superzeit 25.05.2008

    Naja, glauben tu ich es nicht. Denn laut Gebot: Du sollst nur an einen Gott glauben. Der Glaube der Christen ist nicht sehr offen. Heutzutage ist es aber eh egal. Und wenn man das Gebot nicht so wortwörtlich nimmt, dann kann man eigentlich schon, aber dafür nur an einen Gott glauben. Obwohl Naturreligionen, da ist jede Blume, jeder Baum ein Gott.

  • Antwort von raubkatze 25.05.2008

    "Dürfen"? Sie "sollten"! Wir leben ja nicht im Mittelalter.

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