Die Frage klingt vielleicht komisch, und doch finde ich es sehr wichtig zu klären. Haben Alkoholabhängige auch die Möglichkeit, pflanzliche Arzeimittel, die Alkohol in kleinen Mengen enthalten, zu sich nehmen? Ich denke da an Umckaloabo, ein wirklich hilfreiches Arzneimittel, nur leider mit Alkohol versehen. Oder wäre diese kleine Menge schon schädlich?
Wenn da Alkohol drin ist, auf keinen Fall.

Die Antwort ist ganz einfach: Absolutes Nein! Nicht mal daran riechen! Auch das kleinste Bisschen Alkohol kann zu einem Rückfall führen.
1hoss43 am 12. Dezember 2008 10:07 Richtig! http://1hoss43dh.de.to
Lena101 am 12. Dezember 2008 13:25 Danke!

neeeeeeeiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiin.blos nicht nehmen!
Man sollte auf keinem Fall Medikamente mit Alkohol nehmen, die Rückfallgefahr ist riesig, man kann aber in der Apotheke nach Alternativen ohne Alkohol fragen

Auf gar keinen Fall dieses Arznei einen Alkoholabhängigen geben.Selbst wenn er mehrere Jahre trocken sein sollte darf er es nicht nehmen.Der geringste verzehr von alkohlischen genüssen kann zum Rückfall werden.Spreche aus eigener erfahrung.
Es kommt darauf an! Das trockene Alkoholiker NIE wieder etwas trinken dürfen ist ein Urban Myth. Das sogenannte "Kontrollierte Trinken" wird z.B. in der Schweiz schon seit Jahren in der Suchttherapie angewandt und kommt auch bei uns immer mehr. Das muss man am individullen Zustand des Betroffenen festmachen: Wenn jemand erst kurz trocken ist oder sich gerade in einer schwierigen Phase befindet, eher nein. Wenn jemand lange trocken und stabil ist, besteht sicher nur ein geringes Rückfallrisiko. Wenn man sich unsicher ist, würde ich eher zu "nein" raten.
Hallo docbde,
wer hat die Kompetenz, dem Betroffenen jeweils "ja" oder "nein" zu sagen ? Wenn der Patient in der Apotheke steht und ein Präparat mit Alkohol haben möchte, kann dann der Apotheker die Entscheidung flexibel treffen ? Ehrlich gesagt, würde ich mir das nicht zutrauen. Oder der Patient ?
Antwort würde mich sehr interessieren - ich war bisher auch der Meinung "nein" und lerne gerne dazu ;-)
mfg
Wenn er sich damit sicherer fühlt ist das auch richtig so!
Will nur darauf hinweisen, dass es dafür keine feste Regel gibt.
@Wallenstein: Die Entscheidung kann idR nur der Betroffene selber fällen. Am besten in Rücksprache mit den Leuten, die ihn Betreuen (Arzt, Sozialarbeiter, Suchttherapeut...). Nur eins muss klar sein: Kontrolliertes Trinken macht keinen Sinn, wenn Abstinenz nicht möglich ist.
Kuschelwuschel am 14. Dezember 2008 01:28 @docbde Hat mit der Länge der Trockenheit überhaupt nichts zu tun. Kenne einen der ist seit 27 Jahren trocken und wird einen Teufel tun irgendwas anzurühren wo auch nur der Hauch von Alk drin ist.
Alkoholabhängige sollten selbst die Finger von Mon Cherie und ähnlichem lassen. Also ja.
DH
Blödsinn! Das muss man individuell betrachten. Es gibt seit Jahren Therapiekonzepte, die mit kontrolliertem Trinken arbeiten.
sorry ,kontrollietes Trinken? Keine Ahnung wo man sowas macht, bei uns jedenfalls nicht, ich arbeite auf einer Entzugstation und für mich ist das absuluter Blödsinn.
Alles Geldschneiderei mit dem "Kontrolliertem Trinken". Das geht nämlich bei Abhängigen gar nciht. Die haben schon längst den Kontrollverlust und hören nie nich nach 1-2 Gläsern auf. Ich weiß wovon ich rede. Mir ging es doch nie darum mal 1 Glas zu trinken, sondern mir die Birne vollzuknallen, daß ich nichts mehr denken und fühlen muß
Genau so sehe ich das auch