Frage von unbelegt, 53

Duales Studium BWL Telekom oder universitäres Studium BWL?

Sehr geehrte Forenleser*innen

ich habe dieses Jahr mein Abitur mit einem Schnitt von 1.8 bestanden. Daraufhin bewarb ich mich für zahlreiche duale Studiengänge bei großen und renomierten Unternehmen. Nun habe ich einen dualen Studienplatz für BWL bei der Deutschen Telekom. Besonders hierbei ist, dass keine Duale Hochschule oder Berufsakademie der Bildungspartner ist, sondern die staatlich anerkannte private Provadis Hochschule, eine Fachhochschule. Ich habe mich intensiv über solche dualen Studiengänge informiert, und musste dabei feststellen, dass es sehr häufig zu völlig entgegengesetzte Meinungen zu diesem Studienmodell kommt, wobei ich sagen muss, dass während meiner Schulzeit sämtliche Lehrkräfte von diesem überzeugt waren. Während die einen behaupten es sei eine etwas bessere Lehre(vermutlich die, die aufgrung eines zu schlechten Abiturs nicht in den Genuß eines solchen Bildungsweges gekommen sing), behaupten die anderen es wäre die neue Bildungsrevolution und das "Karrieiesprungbrett sondergleichen". Mir stellen sich jetzt folgende Fragestellungen : 1. Haben Absolventen Dualer Studiengänge tatsächlich nachteile gegenüber Uni-Absolventen, da sie einen ausgeprägteren theoretischen Hintergrund haben? (z. B in Führungspositionen oder später bei einer Bewerbung für eine Vorstandsposition) 2. Ist es euch als dualen Studenten schwer gefallen einen Master nach dem Bachelor zu machen ? 3. Speziell für Absolventen der dualen Studiengänge der Telekom : Wie sehen die Übernahmechancen aus? Habe einerseits gehört, dass aufgrund der hohen Investition(ungefähr 15.000 Euro ohne indirekte Kosten) das Unternehmen im höchstem Maß an einer Übernahme interessiert ist, andererseits bildet die Telekom auch über den eigenen Bedarf aus. 4. Würde sich ein universitäres Studium mit mehreren Praktika an einer guten Uni(z.B. Köln oder Mannheim) mehr lohnen als das duale Studium bei der Telekom ?

Ich würde mich sehr über sachlich distanzierte Beiträge, vor allem von Alumnis des dualen Studiums bei der Telekom freuen.

Antwort
von Chrisgang, 53

bessere karrierechancen hat man selbstverständlich mit einem dualen studium! das argument, dass man praktisches wissen anwendet ist jedoch falsch, meist überschneitet sich der ausbildungsstoff nicht direkt mit dem, was man an der uni lernt. Der vorteil ist eher die allgemeine praktische berufserfahrung die man sammelt! die ist unternehmen meist sehr wichtig!

die übernahme chancen sind bei 100%, wenn du dich nicht total daneben benimmst! schließlich hat sich das unternehmen dich ja bewusst ausgesucht und bereits nach den kriterien ausgewählt, mit denen es spätere bewerber ebenfalls aussucht! außerdem wären sie doof, wenn sie eine gut ausgebildete person, in die sie bereits viel investiert haben zur konkurrenz ziehen lassen, vorallem, wenn sie internes wissen mitbringt!

"eine gute uni" hier sprichst du etwas an, das sicher mal relevant sein könnte, wenn du ein buch veröffentlichen willst, oder vorträge halten willst (das verkauft sich wirklich besser, wenn in deinem lebenslauf top-adressen stehen) aber bei unternehmen sollten fachliche qualitäten vor den namen der hochschule stehen! denn eine gute hochschule sagt noch nichts über die absolventen aus!

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