Frage von joggl1509, 54

Duales Studium, Ausbildung oder Studium (evtl. mit Minijob) - was wäre besser?

Hey Leute :)

derzeit besuche ich die 11 Klasse einer staatlichen Fachoberschule in Bayern. Ich bin natürlich jetzt schon überlegen was ich in Zukunft mal machen möchte, jedoch bin ich sehr untentschlossen. Nun wollte ich wissen was den das bessere wäre ? Duales Studium --> Geld und Studium jedoch wenig Freizeit Ausbildung --> kein Studienabschluss jedoch Geld und keine Lernerei Studium --> Studienabschluss jedoch kein Geld (evtl. Minijob auf 450€ Basis)

Was würdet ihr machen ? und noch eine kurze Frage wann müsste ich den anfangen mich für ein Duales Studium, Studium oder Ausbildung zu bewerben ?

Vielen Dank für Antworten hoffe ihr könnte mir bei dieser Entscheidung einwenig weiterhelfen :)

Antwort
von Seanna, 24

Duales Studium gleicht sozialem Suizid. Null Freizeit für 3 Jahre.

Wenn es dir das Wert ist - mach es. Falls du studieren willst um zu lernen - studiere vollzeit. Falls du arbeiten willst und es nicht auf Management anlegst - Ausbildung.

Kommentar von procoder42 ,

Das kommt ganz auf das Modell an. Bei der ursprünglichen Form (Bachelor + Ausbildung + Arbeit) ist das schon ganz schön heavy.

Zeitgemäßer ist das System, bei dem man im 3 monatigen Wechsel im Unternehmen arbeitet und zur Uni geht. In der Praxisphase ist es sogar eher weniger anstrengend, da man nur den normalen Arbeitstag hat und das Wochenende frei ist

Kommentar von rayxxxmoe ,

Ich weiss nicht was ihr alle immer habt.

Ich arbeite 100% ( 45 Stunde  / Woche), studiere nebenbei und habe immernoch soziale Kontakte!
Wer mag das wohl glauben!

Ist alles Sache der Zeiteinteilung.
Und nein, ich habe keinen Popeljob, ich habe eine leitende Funktion im Unternehmen.

Antwort
von KleinerEngel18, 31

Es kommt immer darauf an, was du machen möchtest. Ich hätte zum Beispiel auch mein Abi nachholen können und dann studieren, aber ich möchte lieber eine Ausbildung machen, in der ich etwas verdiene und dann schneller einen festen Job habe.

Im Endeffekt musst du wissen, was du möchtest, denn es ist deine Zukunft und dein Leben.

Und bezüglich dem Bewerben: So schnell wie möglich!

Antwort
von rayxxxmoe, 28

Man kann sich / sollte sich im 2. Semester vom vorletzten Schuljahr anfangen zu bewerben.

Da der Bewerbugnsprozess immer länger dauert/dauern kann. Zudem ist man im Vorteil, dass die "Konkurrenz" oft später dran ist.

Ich würde dir sowieso - falls die Möglichkeit besteht - zum dualen Studium raten.

Enorme Vorteile gegenüber den andern Studienabgängern, welche 0 Berufserfahrung haben und nicht wissen, was arbeiten ist.(Aber natürlich nur, falls du überhaupt ein Studium geplant hast).

Studieren kannst du ansonsten immer. Auch noch mit 60.
Die " Karriere " fängt meiner Meinung nach sowieso erst ab 30+ an, das davor sind alles Erfahrungen, welche man für schöne Arbeitsstellen sammelt und darauf vorbereitet wird.

Kommentar von LC2015 ,

Enorme Vorteile gegenüber den andern Studienabgängern, welche 0 Berufserfahrung haben und nicht wissen, was arbeiten ist.

Man kann auch neben dem Studium arbeiten. Je nach Region und Fachrichtung gibt es zahlreiche Werkstudentenstellen, bei denen man relevante Berufserfahrung sammeln kann.

Im Gegensatz zum dualen Studium erhält man außerdem eine fundiertere akademische Ausbildung, hat eine viel größere Auswahl an Fächern und ist nicht von Anfang an so stark auf einen Arbeitgeber bzw. eine Branche beschränkt sondern kann in verschiedenen Bereichen Erfahrungen sammeln.

Kommentar von procoder42 ,

Da muss ich aber widersprechen.

Fachrichtung gibt es zahlreiche Werkstudentenstellen, bei denen man relevante Berufserfahrung sammeln kann.

Man verdient aber viel weniger bzw. während der Uni Zeit gar nicht.

Im Gegensatz zum dualen Studium erhält man außerdem eine fundiertere akademische Ausbildung,

Das stimmt nicht. Der Inhalt ist der selbe (Die Berufserfahrung ist zumal eh wichtiger). 3/4 von dem was man an der Uni lernt, braucht man eh nie wieder.

hat eine viel größere Auswahl an Fächern und ist nicht

Eine Spezialisierung ist auch beim Dualen Studium möglich (ich bekomme zusätzlich zur Hochschulausbildung Zusatzzertifikate im Wert von 60.000 bezahlt).

von Anfang an so stark auf einen Arbeitgeber bzw. eine Branche beschränkt

Nach dem Studium kann man kündigen bzw ist nicht zur Übernahme gezwungen. Man hat halt Berufserfahrung, danach könnte man wie jeder Student wieder bei 0 anfangen und in eine andere Branche gehen.

sondern kann in verschiedenen Bereichen Erfahrungen sammeln.

Hast du selbst ein Duales Studium gemacht ? Ich bezweifele es. Bei vielen Firmen kann man auch zwischen Bereichen wechseln (Semesterweise).

Kommentar von LC2015 ,

Man verdient aber viel weniger bzw. während der Uni Zeit gar nicht.

Während der Vorlesungszeit kann man bis zu 20 Stunden pro Woche arbeiten als hauptberuflicher Student. In der vorlesungsfreien Zeit geht auch Vollzeit. Der übliche Stundenlohn für Werkstudenten im Bachelorstudium liegt zwischen 9,50€ und 13€. Den Rest kannst du dir selbst ausrechnen.

Eine Spezialisierung ist auch beim Dualen Studium möglich (ich bekomme zusätzlich zur Hochschulausbildung Zusatzzertifikate im Wert von 60.000 bezahlt).

Das habe ich nie bestritten. Die Fächerauswahl ist trotzdem kleiner, ein duales Studium in Mathematik wird z.B. meines Wissens nach nicht angeboten.

Nach dem Studium kann man kündigen bzw ist nicht zur Übernahme gezwungen. Man hat halt Berufserfahrung, danach könnte man wie jeder Student wieder bei 0 anfangen und in eine andere Branche gehen.

Das mag stimmen, aber das geht eben erst nach dem Studium. Und dann ist wirklich nicht die richtige Zeit, um kurzfristig Einblicke in mehrere Branchen zu gewinnen, das passiert idealerweise während des Studiums.

Hast du selbst ein Duales Studium gemacht ? Ich bezweifele es. Bei vielen Firmen kann man auch zwischen Bereichen wechseln (Semesterweise).

Das mag stimmen, aber aus der Bank, bei der du eventuell ein duales Studium absolvierst wird nicht plötzlich eine Unternehmensberatung oder Wirtschaftsprüfungsgesellschaft.

Letztendlich kommt es vor allem auf die eigenen Ziele an, ob man dual oder normal studieren sollte. Je nachdem welches Studienfach es werden soll, scheidet das duale Studium von Anfang an aus. Wenn man sich direkt nach der Schule schon binden und festlegen will kann man das natürlich tun. Wer mehr Möglichkeiten und Freiheiten bevorzugt oder einen breiteren Erfahrungsschatz aufbauen möchte, sollte besser normal studieren.

Kommentar von procoder42 ,

Als dualer Student muss man in der Vorlesungszeit nicht arbeiten, d.h. Man verdient alleine fürs Studieren mehr als ein Student mit Nebenjob ...

Mathematik ist nunmal ein breitgefächertes Fach, sowas würde man auch nicht dual studieren. Es gibt nur Duale Studiengänge in Bereichen, in denen sie Firmen auch was bringen (Hauptsächlich BWL Fächer).

Viele Studenten kellnern oder lassen sich von den Eltern durchfüttern ... In wie fern macht das jetzt einen Unterschied zu einem Dualen Studenten, der sich später umorientiert (im Hinblick auf Berufserfahrung) ?

In meinem Unternehmen kann man generell frei zwischen Software Entwicklung und IT Consulting wählen (pro Semester), letztendlich wären aber auch die meisten anderen (Inhaltlich relevanten) Unternehmensbereiche offen.

"Freiheit" ist hier etwas falsch am Platz. Duale Studiengänge sind etwas für Leute, die schon einen genauen Plan haben und nicht bis in die 30er rumeiern wollen; wenn man schon früh weis was man machen will und später mehr als die anderen verdienen möchte, dann macht es durchaus sinn. 

Wenn man jetzt hingegen noch nichts weis und sich mit Praktika durchschlägt merkt man ja selber, was man davon hat.

Kommentar von LC2015 ,

Als dualer Student muss man in der Vorlesungszeit nicht arbeiten, d.h. Man verdient alleine fürs Studieren mehr als ein Student mit Nebenjob...

Das kommt ganz drauf an. Es gibt auch Modelle, bei denen man Vollzeit arbeitet (Ausbildung) und Abends bzw. am Wochenende zur Hochschule muss.

Wenn du nur in der vorlesungsfreien Zeit arbeiten musst kriegst du also weniger Berufserfahrung als ein normaler Student mit einer Werkstudentenstelle, der in der vorlesungsfreien Zeit voll und in der Vorlesungszeit halb arbeitet. Geld ist bekanntlich auch nicht alles.

Mathematik ist nunmal ein breitgefächertes Fach, sowas würde man auch nicht dual studieren. Es gibt nur Duale Studiengänge in Bereichen, in denen sie Firmen auch was bringen (Hauptsächlich BWL Fächer).

In einigen Branchen nehmen Mathematiker eine sehr wichtige Rolle ein, z.B. bei Banken, Versicherungen, Analytics.

Ich habe den Eindruck, dass du - wenn überhaupt - noch nicht viel Erfahrung hast, das würde diese abstruse Aussage erklären.

Viele Studenten kellnern oder lassen sich von den Eltern durchfüttern ...

Genau so wie man sich aus freien Stücken zu einem dualen Studium entscheiden kann, kann man sich auch für eine Werkstudentenstelle entscheiden anstatt sich durchfüttern zu lassen, Regale einzuräumen oder zu kellnern. Und um genau diese Option geht es hier, insofern ist deine Aussage hier unangebracht und irrelevant.

"Freiheit" ist hier etwas falsch am Platz.

Freiheit bezeichnet die Möglichkeit, sich in einer Entscheidungssituation ohne Zwang zwischen verschiedenen Alternativen entscheiden zu können. Man sagt auch "je mehr Alternativen und desto weniger Zwang man hat, desto mehr Freiheit hat man". In diesem Sinne ist Freiheit hier ganz und gar nicht fehl am Platz, als normaler Student hat man offensichtlich mehr Freiheit.

Das muss aber wie gesagt nicht heißen, dass für jeden das Beste ist. Wenn man wie du schon einen Plan hat, kann man wohl auf diese Freiheit verzichten. Aber den Plan hat nicht jeder und ein duales Studium ist nicht pauschal besser als ein normales Studium. Der Plan kann auch darin bestehen, Erfahrungen in verschiedenen Branchen zu sammeln oder eben an einer normalen Universität studieren zu wollen. Es kommt auf die individuellen Wünsche und Pläne an.

Letztendlich habe ich mit meinem Ursprungskommentar auch nur auf den Fehler in der Antwort hingewiesen, dort wurde behauptet, dass normale Studenten keine Berufserfahrung sammeln würden.


Deine implizite Behauptung, dass normale Studenten bis in die 30er rumeiern würden ist übrigens falsch. Das ist eine Sache, die man individuell festlegen kann, ich werde z.B. bei Erreichen des Master-Abschlusses gerade 23. Niemand zwingt Studenten dazu, langsam zu studieren. Die Regelstudienzeit ist die selbe wie beim dualen Studium, teilweise sogar kürzer.


Deine Kommentare lassen übrigens ziemlich viel Confirmation bias erkennen.

Antwort
von Kyraxan, 28

Für ein Studiumplatz musst du dich mit dem Endzeugnis der 11 Klasse bewerben. Also nach der 11 Klasse.

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