Duales Studium abbrechen nach nur 2 Tagen?

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3 Antworten

Hey,

es sind doch erst 2 Tage rum? Warte doch noch etwas ab, bevor du das ganze derart negativ bewertest. Vielleicht ist das nur ein verzerrter erster Eindruck. 

Da du dual studierst und daher wohl auch Geld verdienst, könntest du beispielsweise auch in Richtung deiner Arbeit ziehen, um so einen zeitliche Entlastung zu finden. Du solltest auch unbedingt vermeiden, geliebte Hobbys dafür aufzugeben.

Gut, ich sehe ein, dass hilft alles nicht, wenn du am Ende tatsächlich keine Lust auf diese Laufbahn hast. Dann beende das ganze ruhig. Da brauchst du dich auch nicht zu schämen. Dann aber bitte nicht nach 2 Tagen, sondern nach 14 Tagen +. Dann kannst du mit ruhigen Gewissen behaupten, dass es nicht zu dir passte und dann muss man diese Entscheidung auch respektieren. 

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Kommentar von Chrissy34
03.09.2016, 09:49

Danke für die schnelle Antwort. Also denkst du, ich sollte es durchhalten und einfach nichts sagen, obwohl ich mir ja sehr sicher bin, dass ich das nicht machen will? Ich werde sicher noch des öfteren gefragt, wie ich es denn so finde. Die Bemühungen, die sich alle machen um die beiden Neuzugänge sind wirklich nicht selbstverständlich und habe doch schon Schuldgefühle jemand anderem den Platz weggenommen zu haben, zumal ich selbst nicht die erste Wahl gewesen bin. In die Nähe zu ziehen kommt nicht in Frage, da ich überwiegend an der Hochschule bin, die schließlich 300km weit weg ist und ich würde auch niemals in dieser Gegend wohnen wollen. Ich bin selbst schockiert darüber, dass ich das alles erst jetzt als so schlimm empfinde. Ich dachte wahrscheinlich aus Druck "hauptsache irgendetwas", sodass wenigstens das Kindergeld gesichert ist für die nächsten Jahre. Doch hab ich mir nur ansatzweise ausgemalt, was es bedeuten wird, dort anzufangen, nämlichwie bereits erwähnt die totale Entscheidung über das was ich die nächsten 45 Jahre machen werde. Ich bin froh, dass ich es so früh merke, denn eigentlich bin ich der Typ Mensch, welcher sich durch alles kämpft, solange das was am Ende rauskommt lohnenswert ist, und das eben bezweifle ich. Jeder macht mal falsche Entscheidungen und jeder muss wissen wie er damit umgeht, und ich würde bestimmt damit leben können, wenn ich mein Hobby weiter ausführen könnte, denn das ist mir fast genauso wichtig wie der Beruf. Der Beruf ist lebenswichtig und steht an erster
Stelle, aber er muss mit meinem Hobby zu verbinden sein, und dieses Hobby kann ich selbst wenn ich dort hinfahre nicht wirklich ausüben. Da die "Szene" in diesem Hip Hop Bereich, welcher sich Freestyle nennt und eben in so gut wie keiner einfachen Tanzschule vorhanden ist hauptsächlich im Ruhr-Gebiet ist und ich bis dahin eben auch eine Stunde bräuchte..Ich war von Anfang an nicht begeistert von dem Standort, doch habe ich meine Energie maßlos überschätzt, und zudem auch die Tätigkeit, die mich so gut wie nicht interessiert.

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nach nur 2 Tagen würde ich eine so weitreichende Entscheidung nicht treffen.

das mit dem früh raus und spät nach Hause kommen ist heute leider bei vielen normal. entweder akzeptieren oder arbeitslos sein.

mein Mann verlässt jeden Tag um sechs das Haus und kommt nicht vor acht abends nach Hause. davon 2-3 Stunden Fahrtzeit mit dem Auto (je nach Staulage). man kann es sich eben nicht immer aussuchen.

heutzutage ist das fast schon Normalzustand.

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Hey,

Also ich hatte jetzt auch meine ersten beiden Tage im Unternehmen :).

Klar ist es anstrengender als ich dachte, aber ich hab auch nen Haufen netter Leute kennengelernt. Mit mit 2 Fahrzeit insgesamt und 9+ Stunden im Betrieb ist man halt ne ganze Weile weg.

Aber gut, ist ja deine Entscheidung.

Rein rechtlich hast du wahrscheinlich eine Probezeit (meist 1 Monat) in deinem Vertrag, d.h. du kannst problemlos kündigen. 

So leicht machen würde ich mir die Entscheidung aber nicht :

Einen dualen Studienplatz wirst du danach nicht mehr bekommen (Unternehmen tauschen sich ja untereinander aus) und ein Jahr verlierst du dadurch. Unter vor Freunden und Familie wirkt das natürlich ganz blöd, wenn man schon nach 2 Tagen (!!!) kündigt.

Wer weis, vielleicht gefällt es dir ja nach 2 Wochen.

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Kommentar von Chrissy34
04.09.2016, 17:07

Ich weiß, dass man nach 2 Tagen nicht sagen kann, ob das was für einen ist, jedoch ist de beruf und auch die Möglichkeit die ich mit dem Studium habe, auf eine Richtung beschränkt und das ist eben der Bereich Verwaltung. Ich konnte mir einfach nichts darunter vorstellen und frage mich wieso ich mich letztendlich überhaupt dort beworben habe. Ich weiß, dass mir die deutsche Sprache nicht liegt und ich die Gesetzestexte mit denen ich mich herumschlagen muss (Sozialversicherung) niemals als Freund und Helfer bezeichnen könnte und die werden mich immer begleiten. Hätte ich das eben gewusst, hätte ich nicht angenommen und mich auch nicht beworben. Ich hatte eine utopische Vorstellung von einem Verwaltungberuf. Ich wollte schon immer direkten Kundenkontakt, den ich dort nicht bekommen würde. Ein Bürojob wollte ich auch nicht. Ich habe wirklich nur das finanzielle gedacht. Meine Eltern stehen hinter mir und meine Familie und Freunde meinten sowieso, dass sowas nicht zu mir passt. Ich hätte auf sie hören sollen....ein Jahr für etwas zu verlieren was ich schon immer machen wollte ist sicherlich nicht so schlimm wie ein Jahr mit etwas zu verbringen, von dem ich seit Tag 1 weiß, dass es mir nicht liegt.

trotzdem danke für Antwort :)

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