Frage von XenonPc, 29

DSLR (Spiegel-reflex Kamera)Kaufen?

Guten Tag. Ich suche eine Spiegel reflex Kamera für unter 300 Euro.ich möchte damit keine 4k Videos drehen oder so (das geht bei diesem Budget warscheinlich sowieso nicht)ich hab zurzeit ein Samsung Galaxy s6 und die Kamera reicht mir einfach nicht. Und da ich mich nicht gut mit kameras auskenne würde ich mich freuen wenn ihr mir ein paar Tipps oder am besten spezifische Empfehlungen geben könntet.wie gesagt das ganze soll unter 300 € kosten.und was hat es eigentlich mit dem objektiv auf sich ?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Airbus380, 7

Etwas allgemeiner:

Zunaechst mal ist der Markt der Digitalkameras nahezu unueberschaubar und fast taeglich gibt es neue Modelle; die Vorgaenger sind noch lange in den Regalen.

Um etwas "Ordnung in das Angebot" zu bringen sollte man sich zunaechst mal kritisch selbst fragen, was man ueberhaupt will und erwartet und wie viel man bereit ist zu schleppen und an Geld auszugeben..

Die ganz einfachen Kameras (50-200€) werden mehr und mehr von den eingebauten Smartphonekameras verdraengt.

Preislich im Anschluss (200-700€) kommen dann:

1.die Bridge- oder Superzoomkameras (mit kleinem Sensor)

2.hoeherwertige Kompaktkameras (mit kleinem, mittlerem oder auch APS-C-großem Sensor)

Vorteil der Bridge sind:

•der oft enorme Zoombereich,

•der Sucher

•die ueberschaubaren Kosten

•oft sehr ordentliche Makrotauglichkeit

Die Nachteile der Bridgekameras sind:

•bei wenig Licht sehr deutlich schlechtere Bildqualitaet als Kameras mit großem Sensor

•der Autofokus ist nicht sporttauglich

•schoene Hintergrundunschaerfe ist fast nur im Makrobereich oder mit Tricks und Koennen machbar

Ob man die Groeße eher als Vor- oder als Nachteil sieht ist Geschmacksache.

Kompaktkameras kauft man deshalb, weil man nicht viel schleppen will oder darf, oder weil man unauffaellig fotografieren will. Gute Kompaktkameras wie z.B. die Ricoh GR kosten nicht nur so viel wie eine Systemkamera, sondern liefern auch erstklassige Bildqualitaet. Schließlich haben sie Bildsensoren, wie sie auch in Systemkameras verwendet werden. Weitere herrausragende Kompaktkameras kommen von Olympus, Fuji und Sigma. Nachteile sind:

•oft kein (oder nur teurer Zubehoer-) Sucher

•nur eine Brennweite, die auch kaum erweiterbar ist

Dazwischen gibt es noch Kameras, die deutlich kompakter sind als eine Bridge, aber auch deutlich groeßer als eine kleine Kompaktkamera. Populaerer Vertreter ist die Canon Powershot G15. Zoombereich und Sensorgroeße liegen ebenso wie die Gehaesegroeße im Mittelfeld mit allen Vor- und Nachteilen.

Kommen wir jetzt zu den Systemkameras. Auch die gibt es vereinzelt mit winzigen Sensoren (Pentax Q und Nikon 1). Normalerweise sind aber Sensoren verbaut, die die Groeße von mindestens 1 Daumennagel (mikroFT und FT), 1,5 Daumennaegeln (APS-C) 3 Daumennaeglen (Kleinbild oder Vollformat) oder 5 und mehr Daumennaegeln (Mittelformat) haben. Ein Schaubild gibt es hier:

:

Kostenmaeßig kann sich das Hobby Fotografie als ein "Fass ohne Boden" entpuppen, wenn man sich fuer eine Systemkamera entscheidet. Dafuer bleibt dann auch kaum eine Aufgabenstellung unloesbar, wenn man genuegend Wissen und Geld hat. Allerdings kann man auch gut unter 1000 Euro bleiben und gluecklich werden. Lichtstarke Objektive gehen aber bei jedem System ins Geld (und ins Gewicht). Außerdem wachsen die zu schleppenden Kilos proportional zur Groeße des Sensorformats. Dabei stellen die passenden Objektive den Loewenanteil des Gesamtgewichtes.

Benutzer der "alten" Systeme wie Canon, Nikon, Pentax und Sony (Minolta) koennen nicht nur auf ein großes (Pentax und Sony) bis riesiges (Canon und Nikon) Neusortiment, sondern auch auf einen riesigen Gebrauchtmarkt zugreifen. Doch auch die neuen Systeme (Sony, Olympus und Panasonic mFT, Samsung NX, Fuji X) bieten fuer die allermeisten ernsthaften Fotografen genuegend "Arbeitmaterial".

Mit welchem System man letztendlich gluecklich wird, kann hier (oder in anderen Foren) niemand entscheiden außer dem Kaeufer selbst. Der muss entscheiden, wie viel er schleppen, wie viel er ausgeben will, welche Geraetschaften sich in seiner Hand am ertraeglichsten anfuehlen, welches Menue er am besten versteht, mit welchem Sucher er am ehesten klarkommt. Man muss die Geraete gerne in die Haende nehmen. Nur dann nimmt man sie gerne mit und die Bedienung gibt nicht jedesmal neue Raetsel auf. Die erzielbaren Bildergebnisse liegen gar nicht so weit auseinander und sind mehr abhaengig vom Koennen des Fotografen, dem Licht und der Qualitaet des Objektivs als von der Wahl der Kamera.

Der Gang in einen gut sortierten Laden oder zu einem Fotostammtisch oder zu einem Fotoclub/VHS ist unabdingbar. Nicht um sich von Verkaeufern oder Usern einlullen zu lassen, sondern um mal ein paar Geraetschaften auszuprobieren und den persoenlichen Favoriten zu finden. Kameras sind etwas sehr individuelles, aber letztlich nur ein Werkzeug.

Eigenschaften wie Sucher, Haptik, Bedienlogik, Geraeusche, Wetterfestigkeit sollten wichtige Auswahlkriterien sein; nicht nur Zubehoerauswahl, Image, Preis, Empfehlungen oder gar Testberichte. Auch die Notwendigkeit von WiFi, Klappdisplay, GPS, Touchscreen usw. wird vollkommen unterschiedlich bewertet.

Wer Hallensport oder Wildlife (insbesondere kleine Voegel) fotografieren will, hat natuerlich ganz andere Anforderungen an die Ausruestung, sollte sich dann aber auch ueber die Kosten im Klaren sein.

Antwort
von zonkie, 7

Darf ich fragen warum es ausgerechnet eine DSLR sein soll ? Häufig entsteht der Wunsch aus Unwissenheit über die Alternativen/ Vorzüge einer DSLR.

Solltest du neu kaufen wollen hast du vermutlich keine Auswahl außer Mediamarktprospekt schauen wann eine für dein Budget vorhanden ist. Meist Canon /Nikon sehr viel nehmen sich die Einsteigerdinger eh nicht (Würde sie in die Hand nehmen und was dir vom Gefühl besser passt einpacken (Menueführung usw.))

Das Objektiv bzw das Wechseln eben dieses ist das tolle an einer DSLR. Ohne gehts nicht (und von Einsteigern gerne mit Ungunst zur Kenntnis genommen .. diese Superzooms sind nicht gebräuchig auf einer DSLR, gibt es zwar aber naja auf Kosten der Bildqualität eben). Bei den Einsteigercams hast du ein günstiges Kit Objektiv mit sowas um die 15-50mm Brennweite (Bridgecams bieten dir gerne 15-200+) das ist nichts besonderes aber für den alltag reicht es. Hast du nicht vor dir weitere Objetive zu kaufen halte ich das ganze DSLR gekaufe für eher unntötig. Der Sensor ist zwar größer als bei einigen Compakten aber auch hier gibt es enorm gute Cams .. (Wie ich immer wieeder vorschlage Sony RX100 .. etwas älter inzwischen aber sehr gut)

Bist du Langfristig Interssiert an Fotrografie und willst auch langfristig deutlich Geld investieren ist eine DSLR für den Anfang sicher eine Option. Die Objetive kannst du auch auf (die meisten) besseren Bodys schnallen und musst nur diesen Wechseln ... Also früh Teures Glass kaufen ist dann nicht falsch ^^ Nur muss man wissen das ganze kostet wirklich viel Geld auf dauer ^^

Antwort
von mxsrs, 12

Mit 300 Euro kommst du nicht weit.

Antwort
von submachg, 2

Für 300€ könntest du nach einer Nikon d3100 oder einer gebrauchten Nikon d5100 schauen. Beides DSLR Kameras die man bedenkenlos kaufen kann.
Dennoch bist du damit natürlich im Einsteiger Segment, was dir aber denke ich bewusst ist?

Informier dich einfach ein bisschen auf Preisseiten oder Info Seiten zum Thema DSLR bevor du kaufst. Zum Beispiel www.dslrkaufen.de ist da ganz hilfreich.

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