Frage von googel2010, 51

DSLR-Set für Anfänger?

Hallo Zusammen,

ich bin ein Neuling in der großen Welt der Fotografie. Nichtsdestotrotz begeistern mich schöne Fotos und ich möchte versuchen, in Zukunft den ein oder anderen Schnappschuss einzufangen :) Ich wollte deshalb kurz auf eure Erfahrung zurückgreifen und um eure Meinung zu meinem zusammengestellten Set bitten.

Beachtet bitte, dass ich Einsteiger bin, d.h. erstmal Erfahrung sammeln möchte und keine Profiausrüstung benötige. Falls die Begeisterung und Motivation anhalten sollte, werde ich mit Sicherheit Geld für eine hochwertigere Ausrüstung locker machen. Vom Umstieg meiner Handykamera auf eine DSLR möchte ich aber ungern gleich hunderte oder gar tausend Euro investieren. Der Wiederverkaufswert sieht bei den Geräten ja auch nicht so schlecht aus...wenn mich also das Foto-Fieber packen sollte, werde ich meine Ausrüstung verkaufen und nochmal neu investieren.

Dieses Set soll nur als Einstieg dienen :)

Body: Canon Eos 1300d + Objektiv 18-55 IS II --> Gebraucht ca. 290€ (Mitr ist bewusst, dass bspw die Nikon d3300 die "bessere Kamera" ist. Die Extras der 1300D mit WLAN und NFC möchte ich aber nicht missen. Und ich weiß nicht, ob ich als Anfängder durch die "Nachteile" eingeschränkt werde)

Weitwinkel: EF-S 10-18mm 1:4.5-5.6 IS STM (gebraucht ca. 175€) Ich finde Gebäude- und Landschaftsaufnahmen toll. Und wenn ich auf Reisen bisher tolle Landschaften gesehen habe, war ich immer enttäuscht nur kleine Ausschnitte aufs Bild bekommen zu haben...aus diesem Grund würde ich gerne mit einem Weitwinkel-Objektiv fotografieren. Bisher fand ich auch die Bilder von meiner action-cam nicht sooo schlecht ;) Ich hoffe also, dass die Qualität dieses Objektivs ausreicht)

Zoom: Canon EF 4-5.6 / 75-300 mm III (gebraucht ca 80 €) Im Urlaub habe ich häufig den schwachen Zoom meiner Kameras verflucht. Deshalb hab ich mich für dieses Objektiv entschieden. Ich denke, dass es mir den Einstieg ermöglichen sollte.

Mir ist bewusst, dass es sich ausschließlich um Objektive/Body der untersten Preisklasse handelt. Ich hoffe aber trotzdem, dass es ausreicht um in die DSLR-Welt hineinzuschnuppern. Wenn es wirklich zum Hobby werden sollte, kann man ja immer noch ein Upgrade der Ausrüstung beginnen :) Falls ich jedoch irgwo komplett daneben liegen sollte, wäre ich über einen Tipp dankbar. Vielleicht gibt es ja den ein oder anderen Neuling, der ebenfalls mit einem vergleichabren Set eingestiegen ist.

Vielen Dank für eure Hilfe und Antworten :)

Antwort
von JuergenWB, 4

Frage vorweg: hast Du Deine Handykamera schon ausgelotet? Alle Grenzen erreicht?

Das größte Problem einer jeden Kamera steht dahinter, und ausgerechnet dieses Problem soll die Kamera auch noch bedienen! Deswegen lautet mein Ratschlag:

  1. Sieh zu, was Du aus der vorhandenen Hardware noch rausholen kannst? Hast Du in Deinem Handy mal auf manuellen Modus umgeschaltet und probiert was da noch geht? Hast Du Snapseed auf Deinem Handy und gespielt, was da aus Deinen Bildern noch rauszuholen ist?
  2. Wenn Du die Grenzen der vorhandenen Hardware überschreitest, dann überleg Dir was Du fotografieren willst und kaufe Dir genau eine Kamera mit genau einem Objektiv! Nach 30 Jahren Fotografie würde ich sogar zu einer Festbrennweite raten, analog zu Kleinbild mit 50 mm!
  3. Erst wenn Du dann merkst "da fehlt noch was, in der Richtung möchte ich weitermachen", dann erst würde ich Dir zu genau einem weiteren Objektiv raten! Ob das ein (Ultra-)Weitwinkel, ein Tele, ein Makro oder ein Tilt-Shift-Objektiv ist, das weißt Du wenn Du merkst was Dir mit dem 50er fehlt!

Zur eigentlichen Kamera-Kaufberatung: wirklich schlechte Kameras gibt es nicht, aber alle haben sie ihre Vor- und Nachteile:

  • Canon ist leise und schnell, also ideal für Sportfotografie, Wildlife oder Bühne. Nachteil: neue Kamera, fast alle Objektive neu!
  • Nikon ist zwar etwas lauter, also für Bühnenfotografie nicht ganz so gut, aber seit 1957 passen (mit einer kleinen Einschränkung, auf die ich aber am Markt noch nicht gestoßen bin) alle Objektive an alle Kameras! Gut, die 4-stelligen können mit den alten Linsen keinen AF, aber sie funktionieren. Das hat einen gigantischen und günstigen Gebrauchtmarkt zur Folge!
  • Pentax baut hervorragende DSLR! Liegen auf Augenhöhe mit den beiden Platzhirschensind aber nicht so bekammt, machen weniger Werbung, und sind daher etwas günstiger. Und auch die verbauen seit Jahrzehnten gleiche Objektivanschlüssen, alles passt! Nicht ganz so gigantisch mit den gebrauchten Linsen, aber immer noch um Welten besser als Canon. Geheimtipp!!!
  • Sony DSLT-Kameras (mit lichtdurchlässigem Spiegel) sind hervorragende Kameras für Schönwetterfotografen. Da das Licht durch den mehr oder weniger durchlässigen Spiegel muss, gibt es aber immer Verluste. Ich fange erst an zu fotografieren, wenn den Handyknipsern das Licht zu schwach wird, und dann kommen die Nachteile des Systems. Die Objektivauswahl bei Sony lässt zu wünschen übrig, Gebrauchtmarkt entsprechend schwach.

Dann kommen wir zu den spiegellosen Systemkameras: eine Spielwiese für Altglasbesitzer, denn durch den Wegfall des Spiegels ist der Abstand zwischen Sensor und Objektivaufnahme geringer - ergo gibt es Adapter für jedes Objektiv an jede Kamera! Allerdings gibt es bei den Adaptern auch viel Schund, und meist können die nur eingeschränkt kommunizieren. Also meist nur manuell Fokussieren, Blendenwerte an die Kamera werden nicht immer übertragen, ... eine Spielwiese halt. Wer daran Spaß hat, seit Jahrzehnten fotografiert und noch ein paar optische Schätzchen sein eigen nennt, der wird damit selig! Mit nativen Linsen hingegen sieht es meist nicht so gut aus, nur eingeschränkter Standard.

Auch haben sie ihre Vorteile bei Fotografie mit Zeit, also meist vom Stativ: in den Sucher kann im Gegensatz zum rein optischen System alles mögliche eingeblendet werden. Ich nenne mal Fokuspeaking als Schlagwort, aber auch andere Features je nach Marke und Modell. Dafür aber sind sie immer etwas langsamer als ein optisches System, auf dem Du garantiert ohne jegiche Verzögerung alles sofort siehst. Auch der AF ist bei DSLM in der Regel langsamer - sie werden besser, können aber noch nicht mithalten. Deswegen findest Du die auch nicht bei Profis an bewegten Motiven. Für manche auch wichtig: Akku! DSLM musst Du einschalten, wenn Du etwas sehen willst. Und immer muss ein Bildschirm leuchten, das zieht Strom. Rechne zum Originalakku zwei Zusatzakkus dazu, um die gleiche Praxiskapazität wie mit einem DSLR-Akku zu haben!

Vertreter dieser Spezies findest Du bei Sony und Fuji (APS-C-Sensoren) oder Olympus und Panasonic (MFT-Sensoren). Wenn Dich diese Modelle ansprechen, achte ganz besonders auf die Objektivauswahl und deren Preise!!! Ich hatte schonmal überlegt, von meiner Nikon KB-Format auf die Fuji X-T2 umzusteigen: um das Gleiche an Objektiven(*) zu haben, müsste ich 5000 Euro drauflegen und hätte mich faktisch durch den kleineren Sensor verschlechtert! Nein Danke!

Egal welche Kamera Du kaufst: Du musst damit klarkommen, auch mal im Dunklen ohne Bedienungsanleitung! Also, durchprobieren, was Dir gut in der Hand liegt, wo Du Dich in den Menüs zurechtfindest! Eine schlechte Kamera gibt es nicht, höchstens die Falsche.

*das Gleiche an Objektiven meint den sogenannten Cropfaktor: der hat nicht nur Auswirkung auf die Brennweite, wenn ich bei gleichem Abstand den gleichen Bildauschnitt haben möchte, sondern dadurch auch auf die Schärfentiefe Also brauche ich immer nicht nur die Brennweite kleiner, sondern die größte Blende eine Stufe größer. Will ich mein Nikon 1,8/85 (KB-Format, um 500 Euro) durch eine zur Fuji passende Linse ersetzen, muss ich zum 1,2/56  für 1000 Euro greifen. Ein 14-24/2,8, da gibt es erst gar nix. Nur im Telebereich sieht es besser aus, aber das ist nicht meine Welt.

Antwort
von HDXFTGHF, 26

Jetzt mal neben den Standartmäßigen "Copy-Paste" antworten was, was auch auf deine Frage bezogen ist.
Du musst dir halt die Frage stellen, was du genau Fotografieren willst.
Und da das die meistens Einsteiger eigentlich nicht wirklich können, oder alles fotografieren wollen, wird es daher schwer die passende Kamera bzw. Objektive zu finden.
Generell würde ich aber dazu raten, erstmal nur eine Kamera mit dem beiliegenden Kit Objektiv zu kaufen.
Dieses Equipment sollte man dann erstmal zu 100% ausnutzen und nur etwas neues kaufen, wenn man sonst gar nicht mehr weiter kommt.
Eine persönliche Empfehlung von mir ist die Sony a6000.
Du kannst dir die Kamera ja mal näher anschauen.
Die 1300d habe ich noch nie benutzt, kann dir also auch nicht sagen ob die gut ist.
Alternativ kann ich dir die 700d empfehlen.
Aber die Einsteiger Kameras von den namenhaften Herstellern sind eigentlich alle ähnlich gut.
Und auch, wenn mir jetzt einige widersprechen, mein Rat ist, nicht zu viele Gedanken machen, einfach losgehen, eine Kamera kaufen (Natürlich keine für 3000€ aber das weist du ja selbst) und anfangen Fotos zu machen.

Kommentar von googel2010 ,

Hallo und vielen Dank für deine Antwort!

Die Sony a6000 ist wirklich eine tolle Kamera und den Aufpreis auf jeden Fall wert. Wenn ich bei dieser Kamera allerdings neue Objektive bspw. Weitwinkel oder Zoom benötige, muss ich doch relativ tief in die Tasche greifen, oder?

Das hat mir bei Canon ganz gut gefallen. Da hab ich relativ schnell auch günstige Objektive gefunden, was mir bei der Sony jetzt schwerer fällt (aber vllt stelle ich mich auch einfach doof an).

Ansonten hat die Kamera ja auch alle Spielereien der Canon (Wfi/NFC usw) und ist in vielen anderen Bereichen überlegen, von der handlicheren/kompakteren Form ganz zu schweigen.  Wenn da die teuren Objektive nicht wären (habe auch keine auf ebay und co gefunden), wäre das echt eine tolle Kamera...

Kommentar von HDXFTGHF ,

Ja, du hast recht, die Objektive für den Sony E-Mount sind relativ teuer. Hinzu kommt, das die Auswahl nicht sonderlich groß ist. Daher empfiehlt es sich, Adapter zu benutzten. Ich z.b. benutze an meiner Kamera (Sony 7r) einen Fotodiox Pro Adapter um meine Canon Objektive verwenden zu können. Ehrlich gesagt, ich habe kein einziges Sony Objektiv, obwohl die qualitativ  natürlich Top sind.

Mit so einem Adapter, kannst du alle Canon Objektive an einer Sony benutzen. Man sollte nur darauf achten, dass die Adapter pass genau sitzen und an keiner Stelle licht einfällt. Dann hat man keinen Qualitätsverlust.

Nachteil, der Autofokus wird deutlich langsamer, also für Sportfotografie ist diese Option eher nicht so gut geeignet. 

Diese Tatsache wird aber meiner Meinung nach mit der Fokus peaking Funktion der a6000 wieder ausgeglichen. Wirklich ein tolles feature, was ich persönlich immer benutze.

Antwort
von unpolished, 30

Und auch hier wieder die Frage warum es eine DSLR und keine DSLM oder Bridge-Kamera sein muss?

Lass mich raten, weil alle Fotografen welche nutzen, und du denkst dass du mit ähnlichem Equipment ähnliche Bilder fotografiert bekommst?

Da muss ich dir leider sagen, dass das nicht so einfach ist.

An erster Stelle kommt der Fotograf, dann die Bildbearbeitung und erst dann kommt die Technik.

Auch ist es eigentlich Blödsinn direkt nach Kameras zu fragen. Denn in der Regel empfiehlt jeder Fotograf die Kamera oder Marke, die er selber nutzt.

Ich zum Beispiel fotografiere mit spiegellosen Kameras und bin im Mikro Four Thirds System zu Hause.

Aber nicht alles was für einen selber perfekt ist, muss für den anderen gut sein.

Darum ist mein Rat immer in ein Fotofachgeschäft zu gehen, und die Kameras alle mal in die Hand zu nehmen und zu schauen, welche am Besten in der Hand liegt, der Hand schmeichelt. Auch sollte man schauen welches Menü man am intuitivsten bedienen kann. Denn diese unterscheiden sich bei den Herstellern sehr.

Und zu guter Letzt wirklich noch mal darüber nachdenken, ob man wirklich eine DSLR braucht und will. Bedenke die Größe und das Gewicht. Die beste Kamera ist immer die, die man immer dabei hat.

Kommentar von googel2010 ,

Warum ich zu einer DSLR neige, kann ich dir nicht technisch begründen. Ich hatte gewisse Vorstellungen und mich dann auf die Suche begeben. Das von mir "gefundene" Set war das günstigste das meine "Wünsche" abgedeckt hat. Deshalb fiel die Entscheidung auf die 1300D. Ich bin mir sicher, dass das nicht der Weisheit letzter Schluss ist und wenn es hier um Kickschuhe statt Kameras gehen würde, könnte ich auch wesentlich differenzierter bei der Suche vorgehen ;) Aber deshalb wollte ich ja eure Meinungen hören und von eurer Erfahrung profitieren.

Prinzipiell bin ich für alles offen, da ich keine Präferenzen habe. Die Kamera und das Objektiv/die Objektive sollten mir ermöglichen, meine Fertigkeiten bei "normalen/nahen Aufnahmen", Landschaften und evtl. ein "Stück entfernten Motiven" unter Beweis zu stellen und zu verbessern.

Dass mir als Einsteiger keine Fotopreise hinterhergeworfen werden, dessen bin ich mir bewusst und ich habe auch versucht das in meiner "Frage" deutlich zu machen. Aber ich bin mir sicher, dass es dir genauso ging als du mit dem Fotografieren begonnen hast und auch froh warst, wenn erfahrenere Personen dir Tipps gegeben haben ;) Deswegen bedanke ich mich für deine Antwort! :)

Natürlich ist eine handliche Kamera super. Wenn es da etwas in meiner Preisklasse geben sollte, bin ich dafür offen. Ich brauche nicht zwingend eine DSLR.

Kommentar von googel2010 ,

Und was den Besuch eines Fotogeschäfts angeht habe ich immer ein schlechtes Gewissen. Ich habe nicht vor eine neue Kamera zu kaufen und würde deshalb ungern den Service in einem Fotofachgeschäft in Anspruch nehmen. Für den Anfang bin ich mit einer gebrauchten Kamera m.M.n. sehr gut bedient und freue mich über die Ersparnis im Vergleich zu einem Neukauf.

Wenn ich dann wirklich ein "richtiger Hobbyfotograf" werden sollte, lasse ich mich beraten und kaufe dann auch beim Händler meines Vertrauens.

Kommentar von unpolished ,

Vielleicht solltest du dir aber doch eher eine Bridgekamera kaufen, da du damit doch mehr Brennweiten abdecken kannst. 

Denn das was du vorhast alles zu fotografieren. Normal spezialisiert sich ein Fotograf auf irgendwas. So wirkliche Allrounder gibt es nicht. 

Kommentar von googel2010 ,

Vielleicht schätze ich das Einsatzgebiet ja auch ganz falsch ein...

Ich möchte einfach die Möglichkeit haben, bspw bei einem Städtetrip ein Gebäude großzügig fotografieren zu können oder bei einer Trekkingtour eine schöne Landschaftsaufnahme zu machen. Als ich im Frühjahr in den USA war hatte ich (glaube ich) eine Bridge Kamera (Nikon Coolpix XYZ) und ich hab bspw. bei Gebäudeaufnahmen oder beim Fotografieren der Golde-Gate-Bridge nicht das "aufs Bild bekommen das ich wollte". Und ein Hostel-Zimmernachbar hat das mit seiner DSLR geschafft, obwohl er ebenfalls Anfänger war... Ob ich für diese Bereiche wirklich ein Superweitwinkelobjektiv benötige, weiß ich ja ehrlich gesagt überhaupt nicht. Unter Umständen reichen da auch schon "normale" Objektive.

Wahrscheinlich muss ich einfach mein Glück mit einer dieser Kameras versuchen um wirklich feststellen zu können, was ich möchte und welches Equipment ich dafür benötige.

Antwort
von nextreme, 24

Sei dir bewusst, dass alle deine genannten Objektive kaum Lichtstärke haben. OK, beim Weitwinkel ist das jetzt nicht wirklich schlimm, aber sobald die Brennweiten länger werden, wirst Du ohne Stativ bei weniger Licht ein Problem bekommen. Denn entweder die Verschlusszeit geht mangels durchgelassenem Licht derart hoch dass Du ganz einfach die Kamera nicht mehr ruhig genug halten kannst und es kommt zu verwackelten Aufnahmen, oder falls Du mit der ISO das ganze kompensieren tust, hast Du dann genauso verauschte Bilder wie vom Smartphone gewöhnt. 

Bedenke auch, dass der ganze Kram viel Platz um Rucksack benötigt und einiges wiegt und stark rangezoomte Bilder eben meist auch so ausschauen wie rangezoom, nämlich vorallem flach, ohne jegliche Tiefe.

Ich hätte dir zu Anfang zumindest zu einem lichtstarken 17-50F2,8, statt dem 18-55mm "dunkelzoom" geraten und dann, wenn dir im oberen sowie unteren Brennweitenbereich, tatsächlich noch was fehlt zum Kauf von weiteren Objektiven.

Kommentar von googel2010 ,

Vielen Dank für deine Antwort ;)

Das 18-55 mm Objektiv ist in den meisten Sets vorhanden und nur den Body alleine zu kaufen würde nicht wirklich billiger werden...deswegen ist der dabei.

Nichtsdestotrotz ist der Tipp mit dem lichtstarken Objektiv super. Allerdings spielt es auch preistechnisch eine halbe Liga über den anderen beiden (ca. 350€)

Ich denke auch, dass bei schlechten Lichtverhältnissen bei dem Weitwinkel ein Stativ notwendig wird...aber bei guten Lichtverhältnissen (Tageslicht), sollte es für meine Bedürfnisse ausreichen,oder?

Kommentar von nextreme ,

Naja, ein Weitwinkel verzeiht Microwackler schon eher als ein Tele, natürlich ist ein Stativ immer besser. 

Vielleicht ist es aber auch günstiger für dich kein einziges Lichtstarkes Objektiv zu verwenden, dann merkst Du unter Umständen garnicht was dir entgeht und musst dich nicht ärgern. ;o))

Kommentar von googel2010 ,

So könnte ich das Problen natürlich umgehen :D

Antwort
von naaman, 34

Deine Bescheidenheit gefällt mir.

Ich kenn mich mit Canon nicht aus. Bei den Objektiven finde ich hast du eine Lücke, die du bei dieser Zusammenstellung nicht schliessen kannst.

Weitwinkel         10-18

Standard Objkt. 18-55

Tele Objektiv      75-300

....... und hier ist die Lücke 55-75. Das wäre gerade der Bereich, den etwa das menschl. Auge erfasst (Normal).

Die neueren Standardbereichen liegen eher im Weitwinlelbereich 18-55. Dabei liegt 55mm gerade an der untersten Grenze.

Bei einem 300mm Objektiv darfst du das Gewicht nicht unterschätzen. Die Lichtempfindlichkeit mit 5,6 ist auch nicht so das Pralle.

Besser wäre ein 200mm. Das kann man leichter mal "aus der Hand" nutzen, als ein 300mm. Vielleicht lässt sich an der Canon ein Digitatzoom dazuschalten, dann hättest du, zur Not, auch noch Reserve nach oben.

Kommentar von googel2010 ,

Erstmal vielen Dank für deine schnelle Antwort.

Da zeigt sich, dass ich ein richtiger Laie bin..Als Anfänger gestaltet sich die Recherche im Internet doch etwas schwierig. Man hat gewisse (sehr rudimentäre) Vorstellungen (Weitwinkel+Zoom) und orientiert sich bei seiner Suche nach dem Preis. Solche "Lücken" übersieht man dann einfach...

Das 18-55 mm Objektiv ist im Set der 1300D enthalten und kann blödsinnigerweise nicht geändert werden. Ich habe die Bewertungen aber so verstanden, dass viele es als Standard Objektiv nutzen...fotografierst du eher mit dem 55-75 mm Objektiv? Oder war es nur als Ergänzung gemeint? Dass ich mit den 3 Objektiven nicht alles abdecken kann ist mir bewusst :(

Da ich wirklich Neueinsteiger bin, fehlen mir Vergleichsmöglichkeiten was das Gewicht angeht. Ich möchte nicht immer ein Stativ aufbauen müssen um ein Foto zu schießen...könntest du mir ein Zoom-Objektiv in dieser (Einsteiger-)Preisklasse empfehlen, das ich eher "aus der Hand nutzen kann"?


Prinzipiell wollte ich ganz grob in die verschiedenen Bereiche: Standard Bilder, Weitwinkel+Zoom reinschnuppern. Dass es bei dem Budget schwierig wird alles abzudecken, ist mir bewusst und auch in Ordnung.

Kommentar von naaman ,

Ich hatte mal eine Sony alpha 200 mit einem 18-70mm im Set. Das war ein super Bereich. Ich hatte von Weitw. über Stand. bis kleinem Tele, alles dabei.

Die gibt es noch heute Gebraucht als Set. Hier der Link

https://www.amazon.de/Sony-DSLR-A200K-SLR-Digitalkamera-Megapixel-Bildprozessor/...

Jetzt habe ich ein 18-200 3,5-6,3 Schiebezoom. Ich weis, das 6,3 auch nicht das Pralle ist, aber ich nutze die anderen Techniken der DSLR um die Lichtschwäche auszugleichen.

Kommentar von googel2010 ,

Die Sony sieht natürlich auch nicht schlecht aus. Insbesondere das Objektiv gefällt mir, da es (m.M.n.) ja schon einen relativ großen Bereich abdeckt (wie du bereits geschrieben hast).

Hier fehlen natürlich die "neueren Spielereien", aber das Gesampaket sieht echt gut aus...

Kommentar von naaman ,

Richtig, schau auf den Preis.

Als Anfängerkamera hast du hier nicht viel kaput gemacht. Wenn du Freude an einer DSLR gefunden hast, kannst du dir später eine bessere holen. Das Gehäuse der @200 verkaufen, und das Objektiv an einer besseren Sony weiter verwenden.

Antwort
von GetusRektus, 36

Also, die features der Kamera müssen dir passen, also das passt und mit diesen objektive umfasst du auch sehr viel. Ich könnte dir noch eines mit fixbrennweite und großer blebde empfehlen, zu beispiel ein canon 50mm f/1.8 stm. Aber für den start reicht dein set schon.

Kommentar von googel2010 ,

Vielen Dank für deine Antwort!
Und dass du (und naaman) meine Frage richtig verstanden habt und nicht nur schreibt, dass die Eos 1300d Schrott ist und die Objektive qualitativ (überraschenderweise!!!) nicht mit den um ein vielfaches teureren Objektiven mithalten können ;)

Wenn ich das bisher richtig verstanden habe, sorgt eine feste Brennweite für noch qualitativ hochwertigere Fotos,oder? Dafür ist bestimmt aber auch ein bisschen Erfahrung und gewisse Einstellungen notwendig. Ist so ein Objektiv dann nicht eher "der nächste" Schritt oder würdest du das auch schon mir empfehlen?

Kommentar von naaman ,

Man muß die Vor- und Nachteile abwägen. Leider gibt es die Beste Kombination nicht.

Für mich war wichtig:

Flexibilität, Gewicht sparen, wenig Equipment mitnehmen müssen, schnell mal zur Hand haben, ohne unterwegs Objektive wechseln müssen.

Natürlich sind Festbrennweiten die besseren Objektive. Ganz klar.

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