Frage von cool6000, 76

DSLR für Einsteiger gesucht 2.0?

Ich möchte mir gerne eine DSLR kaufen weiß nur leider nicht welche für Anfänger/Einsteiger am besten geeignet wäre. Darum brauche ich eure Hilfe! Ich hatte an die Nikon D3300 gedacht. Ist das eine gute DSLR für Einsteiger? Ich möchte gerne Landschaftsfotos/Naturfotos machen. Mein Budget liegt so bei 550€ mit Objektiv. Ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen.

Vielen Dank

Antwort
von Airbus380, 31

Etwas allgemeiner:

Zunaechst mal ist der Markt der Digitalkameras nahezu unueberschaubar und fast taeglich gibt es neue Modelle; die Vorgaenger sind noch lange in den Regalen.

Um etwas "Ordnung in das Angebot" zu bringen sollte man sich zunaechst mal kritisch selbst fragen, was man ueberhaupt will und erwartet und wie viel man bereit ist zu schleppen und an Geld auszugeben..

Die ganz einfachen Kameras (50-200€) werden mehr und mehr von den eingebauten Smartphonekameras verdraengt.

Preislich im Anschluss (200-700€) kommen dann:

1.die Bridge- oder Superzoomkameras (mit kleinem Sensor)

2.hoeherwertige Kompaktkameras (mit kleinem, mittlerem oder auch APS-C-großem Sensor)

Vorteil der Bridge sind:

•der oft enorme Zoombereich,

•der Sucher

•die ueberschaubaren Kosten

•oft sehr ordentliche Makrotauglichkeit

Die Nachteile der Bridgekameras sind:

•bei wenig Licht sehr deutlich schlechtere Bildqualitaet als Kameras mit großem Sensor

•der Autofokus ist nicht sporttauglich

•schoene Hintergrundunschaerfe ist fast nur im Makrobereich oder mit Tricks und Koennen machbar

Ob man die Groeße eher als Vor- oder als Nachteil sieht ist Geschmacksache.

Kompaktkameras kauft man deshalb, weil man nicht viel schleppen will oder darf, oder weil man unauffaellig fotografieren will. Gute Kompaktkameras wie z.B. die Ricoh GR kosten nicht nur so viel wie eine Systemkamera, sondern liefern auch erstklassige Bildqualitaet. Schließlich haben sie Bildsensoren, wie sie auch in Systemkameras verwendet werden. Weitere herrausragende Kompaktkameras kommen von Olympus, Fuji und Sigma. Nachteile sind:

•oft kein (oder nur teurer Zubehoer-) Sucher

•nur eine Brennweite, die auch kaum erweiterbar ist

Dazwischen gibt es noch Kameras, die deutlich kompakter sind als eine Bridge, aber auch deutlich groeßer als eine kleine Kompaktkamera. Populaerer Vertreter ist die Canon Powershot G15. Zoombereich und Sensorgroeße liegen ebenso wie die Gehaesegroeße im Mittelfeld mit allen Vor- und Nachteilen.

Kommen wir jetzt zu den Systemkameras. Auch die gibt es vereinzelt mit winzigen Sensoren (Pentax Q und Nikon 1). Normalerweise sind aber Sensoren verbaut, die die Groeße von mindestens 1 Daumennagel (mikroFT und FT), 1,5 Daumennaegeln (APS-C) 3 Daumennaeglen (Kleinbild oder Vollformat) oder 5 und mehr Daumennaegeln (Mittelformat) haben. Ein Schaubild gibt es hier:

:

Kostenmaeßig kann sich das Hobby Fotografie als ein "Fass ohne Boden" entpuppen, wenn man sich fuer eine Systemkamera entscheidet. Dafuer bleibt dann auch kaum eine Aufgabenstellung unloesbar, wenn man genuegend Wissen und Geld hat. Allerdings kann man auch gut unter 1000 Euro bleiben und gluecklich werden. Lichtstarke Objektive gehen aber bei jedem System ins Geld (und ins Gewicht). Außerdem wachsen die zu schleppenden Kilos proportional zur Groeße des Sensorformats. Dabei stellen die passenden Objektive den Loewenanteil des Gesamtgewichtes.

Benutzer der "alten" Systeme wie Canon, Nikon, Pentax und Sony (Minolta) koennen nicht nur auf ein großes (Pentax und Sony) bis riesiges (Canon und Nikon) Neusortiment, sondern auch auf einen riesigen Gebrauchtmarkt zugreifen. Doch auch die neuen Systeme (Sony, Olympus und Panasonic mFT, Samsung NX, Fuji X) bieten fuer die allermeisten ernsthaften Fotografen genuegend "Arbeitmaterial".

Mit welchem System man letztendlich gluecklich wird, kann hier (oder in anderen Foren) niemand entscheiden außer dem Kaeufer selbst. Der muss entscheiden, wie viel er schleppen, wie viel er ausgeben will, welche Geraetschaften sich in seiner Hand am ertraeglichsten anfuehlen, welches Menue er am besten versteht, mit welchem Sucher er am ehesten klarkommt. Man muss die Geraete gerne in die Haende nehmen. Nur dann nimmt man sie gerne mit und die Bedienung gibt nicht jedesmal neue Raetsel auf. Die erzielbaren Bildergebnisse liegen gar nicht so weit auseinander und sind mehr abhaengig vom Koennen des Fotografen, dem Licht und der Qualitaet des Objektivs als von der Wahl der Kamera.

Der Gang in einen gut sortierten Laden oder zu einem Fotostammtisch oder zu einem Fotoclub/VHS ist unabdingbar. Nicht um sich von Verkaeufern oder Usern einlullen zu lassen, sondern um mal ein paar Geraetschaften auszuprobieren und den persoenlichen Favoriten zu finden. Kameras sind etwas sehr individuelles, aber letztlich nur ein Werkzeug.

Eigenschaften wie Sucher, Haptik, Bedienlogik, Geraeusche, Wetterfestigkeit sollten wichtige Auswahlkriterien sein; nicht nur Zubehoerauswahl, Image, Preis, Empfehlungen oder gar Testberichte. Auch die Notwendigkeit von WiFi, Klappdisplay, GPS, Touchscreen usw. wird vollkommen unterschiedlich bewertet.

Wer Hallensport oder Wildlife (insbesondere kleine Voegel) fotografieren will, hat natuerlich ganz andere Anforderungen an die Ausruestung, sollte sich dann aber auch ueber die Kosten im Klaren sein.

Kommentar von torfmauke ,

Wenn ich so die Einwände bzw. Ansprüche an eine Kamera hier lese, frage ich mich, wie die Menschen es vor 20 Jahren überhaupt fertig gebracht haben, Fotos zu schießen.

Als der Fokus noch von Hand eingestellt wurde, der Film noch von Hand zum nächsten Bild vorgespult werden musste und der Preis für Film, wie auch die Unmöglichkeit, das Bild - ausser bei Polaroid - gleich nach der Aufnahme kontrollieren zu können, es garnicht gestatteten, viel mehr als nur eine Aufnahme von jeder Situation zu machen, wurden auch schon gute Fotos von Amateuren geschossen!

Ist also das Aufgezählte wirklich sooo wichtig, wie hier immer getan wird? Bei der Fotografie war, ist und bleibt der Mann hinter der Kamera immer noch der wichtigste und entscheidende Faktor und danach kommt auch noch lange nicht die Kamera, sondern das Objektiv! Für den Amateur sind gute Objektive und die Auswahl solcher, wesentlich wichtiger und entscheidender für eine gute Arbeit, als die Kamera.

Ich persönlich würde auf etliche der ach so modernen Funktionen an der Kamera gerne verzichten und dafür lieber etwas mehr Aufmerksamkeit den zur Verfügung stehenden Objektiven, ihrer Qualität und ihrem Kosten/Nutzen-Verhältnis widmen.

Das, was so mit den Kameras als Kitobjektiv im "Sonderangebot" mitgeliefert wird, ist in der Regel bestenfalls zu den Kompaktkameras konkurenzfähig, dafür bräuchte man sich eigentlich gar keine Systemkamera zu kaufen.

Antwort
von Skinman, 32

Einsteiger oder selbsternannter Profi, Sinn macht eine solche Systemkamera nur, wenn sie einem bei der eigenständigen Bildgestaltung möglichst wenig Hindernisse in den Weg legt. Das widerspricht leider der Entwicklung des Marktes, den Knipser möglichst weit zu entmündigen, damit er von den Fotos möglichst wenig enttäuscht ist.

Daher - https://www.gutefrage.net/frage/gute-kamera-zwecks-fotographie?foundIn=list-answ...

Antwort
von CaptainBozo01, 8

Wenn du Zoomobjektive lieber magst als Festbrennweiten, dann kauf dir eine D3300 mit einem anständigen gebrauchten Zoomobjektiv. Wenn du Festbrennweiten vorziehst, solltest du dir eine gebrauchte D5300 und eine Festbrennweite holen, frag mich aber nicht wieviel mm Brennweite :D Von der D5300 wirst du dich jedenfalls nie eingeschränkt fühlen, was bei der D3xxx durchaus passieren kann.

Antwort
von soldanlar, 25

Hallo Cool600!

Ich finde die Kameras der 3000-Serie von Nikon perkeft für den Einstieg in die Welt der Fotografie. Noch dazu, weil sie den GUIDE-Modus besitzen.

Ich selbst besitze die Nikon D3100 schon fast seit zwei Jahren und bin begeistert. Trotz ihrer Leichtigkeit und ihrer Größe, leistet diese DSLR Tolles. Nun möchte ich auf ein Modell für Fortgeschrittene wechseln und biete meine Spiegelreflexkamera deshalb zum Verkauf an. Doch nur das Gehäuse(ohne Objektiv). Aber wenn du dir ein Allroundobjektiv wie z.B.: Nikon AF-S Nikkor DX 18-55mm 1:3,5-5,6G VR II; Nikon AF-S DX NIKKOR 18-105mm/3,5-5,6G ED VR Objektiv;... kaufst, bleibst du trotzdem noch in deinem Budget.

Also falls du Interesse an der Nikon D3100 hast, würde ich mich auf eine Nachricht von dir Freuen!

LG

Kommentar von cool6000 ,

vielen Dank für ihr Angebot doch ich ziehe es in Erwägung mit lieber die D3300 zu kaufen. Ich überlege sogar noch zu warten und mir lieber die D3400 zu kaufen sobald sie auf den Markt kommt. Ich denke doch mal bzw. hoffe doch mal des es nicht mehr so lange dauern wird bis die D3400 auf den Markt kommen wird. 

LG cool6000  

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