Frage von Ollex33, 72

DRR wieso geplagt von der furcht?

Hi ich muss eine Hausarbeit in Politik und Wirtschaft machen, dies wird dann benotet als unsere PoWi Arbeit. Ich muss noch einen punkt abarbeiten unzwar : wieso lebte die DDR nicht mit einer Grundordnung (die wir jetzt haben) sondern in furcht

ich hab so lange gesucht nach seiten im inet mit der antwort aber ich finde einfach nichts könnt ihr mir bitte helfen ich bin am verzweifeln

Antwort
von Utyos, 49

Wenn dir ein Lehrer diese Aufgabenstellung mit diesem Wortlaut "wieso lebte die DDR nicht mit einer Grundordnung (die wir jetzt haben) sondern in furcht" gegeben hat, dann kann ich nur sagen: Armes Deutschland.
Was muss in einem Hirn vor sich gehen, das den Begriff "Grundordnung" mit dem abstrakten Begriff "Furcht" in Verbindung bringt und auch noch von seinen unwissenden, DDR-Verachtung-indokrinierten Schülern eine verwertbare Einschätzung verlangt?!
Ich versuche mal eine Antwort auf meine Art:
Wir hatten zwar in der DDR keine "Grundordnung", wie sie jetzt verstanden wird, aber eben auch eine "Grundordnung", wie sie in der DDR verstanden wurde, nämlich eine, die weder die Furcht vor der Arbeitslosigkeit, vor dem sozialen Abstieg, vor der Obdachlosigkeit und vor der Demütigung beim Schlangestehen an Tafeln und Suppenküchen kannte.
Ja, ja, wir haben auch Schlange gestanden...:)
Trotzdem tue ich dir den Gefallen und sage dir, was deine Lehrerin oder dein Lehrer hören wollen:
Es gab keine Grundordnung westlicher Prägung, sondern eine Diktatur, der sich jeder DDR-Bürger zu beugen hatte. Dass er dies tat, dafür sorgte schon die Stasi, die an jeder Ecke lauerte und nur darauf wartete, jemanden zu erwischen und zu verpfeifen, weil er sich nicht DDR-konform verhielt. Das waren solche Leute, die "Sch....-DDR" sagten, sich aufregten über das mangelhafte Obst- und Gemüseangebot, über die Papp-Autos, auf die man 15 Jahre lang warten musste, über das mangelhafte Wohnungsangebot, darüber, dass nur Schüler mit guten und sehr guten Leistungen das Abi machen durften und Geld nicht half, die weniger intelligenten KInder auch noch in die Oberschulen zu bringen, über die in manchen Fächern begrenzten Studienangebote, um zu vermeiden, dass es eine Überzahl an Medizinern und Germanisten gab, über den Stellenwert der Kirche, die keine staatstragende Rolle innehatte und - über DIE MAUER, die die böse DDR-Regierung errichten ließ, weil man wollte, dass die DDR-Bürger in Unfreiheit leben und nicht mitbekommen, wie gut es den Bundesbürgern geht. Also alles geschah aus purer Gemeinheit und Schlechtigkeit.... :)
Jetzt ist es an dir zu hinterfragen, weshalb es die aufgezeigten Mängel gab.
Wenn du bei deinen Überlegungen Unfähigkeit, Dummheit, Faulheit der DDR-Bürger etc. auslässt und dich mal über die Rolle des Westens beim Zustandekommen dieser Mängel schlau machst, dann hast du viel erreicht, mehr, als deine Lehrer jemals von dir erwarten...
Zum Schluss noch etwas: Ich und viele andere haben während ihres gesamten DDR-Lebens nicht eine einzige Sekunde der Furcht erlebt und alles wahrgenommen, was es wahrzunehmen gab: Kita, Bildung, Studium, Beruf, und das alles kostenlos, nicht umsonst. Wäre es umsonst gewesen, würden ich und viele andere nach anfänglicher Aufbruchsstimmung (bei manchen) heute nicht die Spreu vom Weizen unterscheiden können.:)
Der Begriff "Zukunft", den deine Lehrer nicht mit ins Spiel gebracht haben, hat für die große Mehrzahl in unserem Land einen bitteren Beigeschmack.

Antwort
von marcussummer, 58

Der Sinn der Frage erschließt sich mir noch nicht... Die DDR war ein eigener Staat. Der hat natürlich auch eine eigene Grundordnung gehabt. Natürlich nicht die der BRD und auch teilweise mit anderen Verfassungsprinzipien. Aber was hat die Verfassungsrealität mit "Furcht" zu tun?

Kommentar von Ollex33 ,

na weil die menschen in der drr sozusagen in furcht gelebt haben, sie durften zb nichts gegen das regime sagen sonst würden sie sofort weggesperrt werden, damit ist das recht auf meinungsfreiheit verletzt worden, OBWOHL in der DRR angeblich das recht auf meinungsäusserung gestand, es wurde jedoch aufgehoben sobald jmd etwas gegen die regierung sagte.  DRR bürger mussten sich dem regime anpassen, damit alles geordnet verläuft etc.

Aber wieso wollte das Regime dass alles strikt und geordnet verläuft? Die DRR hat die menschen von der Geburt an auf die menschen versucht zu ''formen'' wie sie es wollten  

Kommentar von marcussummer ,

Der Staat hieß DDR. Nicht DRR...

Um den Zusammenhang zwischen offizieller Verfasstheit und Stimmung in der Bevölkerung zu erklären, wäre ein ganzes Buch nötig. Das führt hier zu weit, befasse dich mal mit den Grundlagen der leninistischen und sozialistischen Gesellschaftslehre! 

Nur in aller Kürze: Es haben sich bei weitem nicht alle unterdrückt gefühlt. Und auch in der BRD werden Bürger durch und auf die Gesellschaft geprägt.

Antwort
von Claud18, 7

Die DDR hatte auch eine Verfassung, nur eine andere. Und was heißt: Geplagt von Furcht? Ist damit die Regierung gemeint, die Angst vor ihren Bürgern hatte?

Aber heute stehen doch auch viele menschenfreundliche Gesetze nur auf dem Papier. Die Großkonzerne z. B. versuchen alles Menschenmögliche, um der Demokratie das Wasser abzugraben. Sprich: Patente auf Kulturpflanzen oder TTIP mit eigenen Schiedsgerichten.

Antwort
von Modem1, 5

Du weist doch was die hören wollen: DDR= Unrechtstaat,BRD = Rechtstaat.Um die Grundordnung : Damit meinen die unser Grundgesetz was in der DDR nicht galt. Ging ja auch nicht weil die DDR ein sozialistischer Staat war ohne PRIVATEIGENTUM AN PRODUKTIONSMITTEL.Daher hatte sie auch ein Zivilgesetzbuch und eine sozialistische Verfassung.Im Westen gilt das Bürgerliche Gesetzbuch und große Teile der Wirtschaft ist in Privat Hand.Was nun die Furcht betrifft : Das betrifft seine Meinung zu sagen in dem Fall wenn sie gegen den Staat gerichtet ist könnte es zu Verwicklungen mit der Staatssicherheit kommen. Und die Staatssicherheit wurde von fast allen DDR Bürgern gefürchtet.

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