Frage von Ruhrbaronesse, 204

Droht uns eine neue, schlimmere Finanzkrise als je zuvor?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von MemberUnknow, 69

Diese ist die ganze Zeit schon im Gange und nicht erst seit gestern.

Wann hat es angefangen? Naja eigentlich mit Geld generell..

Wenn man es etwas kleiner sehen will vielleicht mit der Abkopplung vom Gold als Gegenwert? Oder das Banken Privatunternehmen sind?

Oder als man uns den € auferlegt hat, wenn man es in noch kleinerem Rahmen sehen will?

Auf jeden Fall besteht die sogenannte Krise die ganze Zeit über. So schlägt höchstens mal hohe Wellen und ebbt dann wieder ab.

Das lässt sich in so einen System einfach nicht vermeiden und bezahlen darf immer die breite Masse.

Auch aktuell werden ja immer wieder die Verursacher gerettet und verschont und alle anderen haben weniger als nichts.

Eine größere Welle rollt aktuell durhaus auf und zu.

Wie ich gehört habe, ist Italien bei einer Schuldenquote von 137% am BiP gemessen?

Lustiger Weise sind nun solche Staaten wie Spanien und Portugal auch mit im Boot und dürfen Schulden der anderen Länder tragen, haben aber selbst nix...

Wenn also Italien z.B. wie die Griechenlandbanken am Ende sind, fallen andere Länder ebenso mit um, die ihren Anteil an den Schulden gar nicht tragen können.

Mal sehen wohin uns die Riege der selbsternannten Herrscher des Planeten noch hintreiben wollen.

Ich bin ja froh dass sich die BRICS-Staaten da mal etwas ausgedacht haben und ein eigenständiges Finanzsystem aufbauen wollen, was den westlichen Mächten gar nicht schmeckt.

Russland tut mir ein wenig leid. Sie wehren sich nur gegen die absolute Umstellung und wollen sich nocht unterjochen lassen und werden dafür mit Sanktionen und anderen Manipulationen versucht zu ersticken.

USA und ihre Verbündeten, wobei es wohl eher aus Europa kommen wird, sehen ihre Pläne gefärdert und wollen natürlich nicht so einfach die Vormachtsstellung abtreten.

Das wollte noch keine zu seiner Zeit an Großmächten...Und jedes Mal endete es schrecklich.

Kann es ja auch nur. Wer solche unglaublichen Taten hervorbringt und zulässt, erntet am Ende eben auch immer genau auch nur das selbst.

Ich hoffe die Leute können sich selbst überwinden und kommen zur EInsicht, dass der andere Weg, also genau das Gegenteil das schaffen wird, was sie die ganze Zeit versuchen zu bekommen...

Grüße

Antwort
von wfwbinder, 88
Nein!

Hast Du schon mal eine ganz andere Überlegung angestellt?

Nämlich die, wie stabil, trotz aller Belastungen, unser Finanzsystem sein muss, um das Krisegerede, die Pleitebotschaften usw. zu überstehen?

Wenn einer nur über ein Unternehmen sagt, dass es nur noch schleppend zahlt, werden nach wenigen Tagen von denen alle Zahlung bei Lieferung verlagen.

Über das Finanzsystem wird seit Jahren, ob wegen Griechenland, wegen Spanien, Potugal usw., wegen der Verschuldung von Japan, der Finanzpoltik der USA usw. usw. usw. nur schlechtes geredet und trotzdem läuft es noch immer, nur dass sich ein paar Krisengewinnler die Taschen sondergleichen gefüllt haben.

Kommentar von Grautvornix ,

Ein paar Krisengewinnler. Anstieg der Milliadäre nach 2009

Kumulierung des Kapitals auf immer weniger Beteiligte.

Ein Glasfaserkabel durch den Atlantik, um in Sekundenbruchteilen den Handel zu tätigen. Du willst mir doch nicht erzählen das irgend jemand das alles mit all seinen Auswirkungen überblicken kann.

Kommentar von wfwbinder ,

Mit Krisengewinnler meinte ich in der Hauptsache, die Leute, die z. B. die Griechenlandanleihen runter geredet haben, obwohl eigentlich klar war, dass man denen helfen würde. Dann die Papiere zu 50-60 % gekauft und nach höchsten 9 Monaten warten zu über 90 % verscherbelt.

   Du willst mir doch nicht erzählen das irgend jemand das alles mit all seinen Auswirkungen überblicken kann.

Dazu biete ich zwei Versionen.

1. Die Verschwörungstheoretiker vermuten dahinter den Plan der Bilderberger und/oder Illuminaten und/oder der Familie Rothschild.

2. Das Unternehmen, was dadurch, dass ihm die Verwaltungs der ganzen US-Schrottpapiere übertragen wurde und sich daran dumm und dusselig verdient hat, um damit binnen recht kurzer Zeit zum größten Privaten Investor der Welt zu werden (fast 4faches Volumen des Marktzweiten). BlackRock, geführt von Larry Fink

Kommentar von Grautvornix ,

Dann stimme ich für 2. und nehme an das die bei den Bilderbergtreffen auch anwesend sind.

Das einzige was sich verschworen hat ist, ist die Gier und die Unersätlichkeit.

Ich kann mir vorstellen, das es nicht leicht sich diesem System zu entziehen, wie "der Banker" in der Doku schlidert.

Das meine ich auch wenn ich schreibe das ich nicht glaube, das es jemanden gibt der da noch den Überblick hat.

Allen Beteiligten eine böse Absicht zu unterstellen bringt uns auch nicht weiter.

Antwort
von Samy795, 50

Derartige Krisen gehören schon immer zu den Finanzmärkten. Überall dort, wo Blasen entstehen, kommt es zum Platzen der Blasen. Ein üblicher und notwendiger Reinigungsprozess.
Was sich ab und an ändert ist die Intensität, die fällt mal stärker und mal schwächer aus.
Der entscheidende Punkt, der sich geändert hat, ist aber die öffentliche - meist medial gesteuerte Wahrnehmung. Die "Angst" der Bevölkerung vor solchen Krisen zeigt , dass sie weder verstehen, was da passiert, warum es passiert und welche Auswirkung sie tatsächlich auf die Privatperson haben. Einzig die 2009er Krise war da eine kleine Ausnahme, da es hier in erster Linie darum ging, dass der Handel unter den Banken zum erliegen gekommen ist.
Aber kurz zu den oben genannten Punkten:
1. Was passiert bei einer Krise: Angleichung der Fiktivwerte an Realwerte. Man könnte es auch Payday für Spekulanten nennen, also der Tag an dem evaluiert wird, wer richtig lag und wer sich verspekuliert hat.
2. Warum ist das wichtig: Hab ich ja oben schonmal erwähnt. Es findet eine gewisse Marktreinigung statt. Das ist deswegen wichtig, um die Luftschlösser nicht zu groß werden zu lassen und den Markt von emotionsgesteuerten Anlegern zu reinigen.
3. Welche Auswirkung hat das auf die Bevölkerung: Direkte Auswirkung nur, wenn man sich selbst beteiligt und verspekuliert hat. Während der Dotcomkrise haben viele Leute Geld verloren, in erster Linie deswegen, weil es damals in war in Dinge wie Aktien zu investieren, von denen man keine Ahnung hatte. Unterm Strich waren die Leute da aber selber schuld.
Das einzige wirkliche Problem, das die Bevölkerung zumindest indirekt betrifft, sind die staatlichen Eingriffe zur Rettung von Banken, die sich verspekuliert haben. Das ist aber kein finanzwirtschaftliches Problem, sondern ein rein politisches. Wenn eine Bundesregierung die Bedürfnisse einer starken Lobby auf Kosten der Bevölkerung befriedigt, hat das rein gar nichts mehr mit dem Finanzmarkt oder den Krisen zu tun.

Kommentar von Grautvornix ,

Das danke war ein Fehlklick.

"Ein üblicher und notwendiger Reinigungsprozess".

Das ist ein Krieg auch, wobei ich die Notwenigkeit bezweifle.

"hat das rein gar nichts mehr mit dem Finanzmarkt oder den Krisen zu tun".

Was soll das bedeuten? Den Finanzmarkt machen lassen was er will, die wissen schon was richtig ist?

Kommentar von Samy795 ,

"Ein üblicher und notwendiger Reinigungsprozess".

Das ist ein Krieg auch, wobei ich die Notwenigkeit bezweifle.

-> Toller Vergleich, wenns dann doch nicht so ist. 😜 Am Finanzmarkt ist dieser wiederkehrende Prozess nicht nur notwendig, sondern auch bekannt. Das Problem sind fehlende Regularien.
Ist wie bei einen Vulkanausburch. Wenn dadurch nahegelegene Städte verwüstet werden, ist nicht der Vulkan schuld, sondern diejenigen, die zugelassen haben, dass dort gebaut wurde.

"hat das rein gar nichts mehr mit dem Finanzmarkt oder den Krisen zu tun".
Was soll das bedeuten? Den Finanzmarkt machen lassen was er will, die wissen schon was richtig ist?

-> Das soll in erster Linie bedeuten, dass nicht der Markt, sondern die Politik dafür verantwortlich ist, dass Krisen am Finanzmarkt überhaupt ein Problem für die Bevölkerung darstellen.
Und "der Finanzmarkt" ist keine Institution oder Gebilde, den man "machen lassen" oder für irgend etwas zur Rechenschaft ziehen kann. Maximal seinen Protagonisten. Und da darf man auch nicht alles und jeden in eine Tonne klopfen. Da gibts solche und solche.
Der Fehler liegt aber wie gesagt nicht am Markt, sondern an den Regularien. Dass es zB. noch immer keine weltweite Aufsichtsbehörde für den Finanzmarkt gibt, ist ein Unding - jedoch wieder ein rein politisches Versagen.

Antwort
von xLyriczZ, 91

Immer diese verschwörungstheoretiker xXD

Antwort
von Havenari, 31

Irgendwas droht immer. *shrug*

Antwort
von kubamax, 107

Ich habe gehört, dass es weltweit etwa zwölfmal mehr verbuchtes Geld gibt als reales Geld. Kann mir das ein Wirtschaftswissenschaftler erklären, wie das in Zukunft weitergehen soll. Vielleicht gibt es keine Krise, wenn die Steuerzahler die Zusammenbrüche immer wieder auffangen.

Antwort
von Realito, 28
Ja!

Wir sind umgeben von Blasen und sie werden anfangen zu platzen weil sie nicht mehr kontrollierbar sind!

Antwort
von schwarzwaldkarl, 95
Nein!

Nein, hättest Du eventuell eine Begrüdung für Deine Befürchtung?  ;-)

Kommentar von Grautvornix ,

Glaubt noch an die Werbung der Commerzbank.

Antwort
von Grautvornix, 83
Ja!

Ja sicher, es hat sich ja nichts geändert. Es werden auf diesem Planeten Waren und Dienstleistungen für ca. 70 000 000 000 $ Produziert, aber 10 mal soviel wird an der Börse gehandelt.

Antwort
von nikfreit, 27
Ja!

Wir sind mittendrin, Dauerkrise sozusagen. Die Krise von 2008 war nie vorbei. Sie ist das logische Ergebnis des Neoliberalismus und ich glaube auch nicht an eine Läuterung in absehbarer Zeit.

Antwort
von Hardware02, 55
Ja!

Auf alle Fälle. Möglicherweise kommt sogar ein Krieg. 

Kommentar von Huflattich ,

Der ist schon lange da, der braucht nicht kommen . Alles Panikmache.

Antwort
von Martinantwortet, 101
Nein!

Konkret sehe ich da aktuell nichts auf uns zukommen.

Kommt aber natürlich drauf an, wie sich die Märkte in China weiterentwickeln

Antwort
von kenibora, 54

Wann und wo hast "Du" denn schon eine schlimme Finanzkrise erlebt und wie hat sie sich auf "Dich" ausgewirkt...????

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