Frage von atzef, 143

Droht der AfD nun die Spaltung?

In der AfD zeichnet sich ein Machtkampf zwischen den Bundessprechern Petry und Meuthen ab. Kann dieser Machtkampf zur Spaltung der AfD führen? Wer wird diesen Machtkampf gewinnen? Worum geht der Machtkampf eigentlich ausgenommen mal von der Spitzenkandidatur bei den Bundestagswahlen?

Expertenantwort
von Unsinkable2, Community-Experte für Politik, 27

Die AfD ist bereits gespalten. Die "alte AfD" nennt sich jetzt "Alfa".*(Sicherlich auch nur vorübergehend, da es Namenskollisionen** gibt.)

*) http://alfa-bund.de/

**) http://www.welt.de/politik/deutschland/article155641385/Gericht-verbietet-Lucke-...>

Kann dieser Machtkampf zur Spaltung der AfD führen?

Mein Tipp: Nein, keine erneute "Spaltung". Petry ist - wie Merkel - reiner Machtmensch. Ihr ist völlig egal, welche Ansichten sie dafür vertreten muss. 

Meuthen sorgt allerdings mit seinem aktuellen Aufstand dafür, dass die AfD erheblich an Vertrauen und Zulauf verlieren wird. Zwar bleibt ihm in den kommenden 4 Jahren erspart, das auch persönlich ausbaden zu müssen, doch er gibt den Startschuss für das Ende der politischen Bedeutung der Partei insgesamt. Das gilt umso mehr, wenn der politisch völlig unbegabte Meuthen eine stärkere Führungsrolle innerhalb der Partei erhalten sollte. 

Sollte Petry hingegen tatsächlich "abgespalten" werden, stünde sie letztlich allein da. Denn auch der Ex-CDUler Gauland, der derzeit noch tendenziell zu ihr hält, ist lediglich "karriere-interessiert" und bereitet gerade seinen Absprung vor. Er wird sich im Zweifel also an Meuthen halten.

All das habe ich zwar schon auf dem Schirm, allerdings ging ich davon aus, dass man mit dem Abstieg erst kurz vor bzw. nach den kommenden BT-Wahlen beginnen würde. Erst in diesem Kontext wäre eine Neuordnung der Partei im Interesse der Partei-Eliten sinnvollerweise zu beginnen. (Es ist zwar jetzt schon dringend notwendig, wie ich bereits vielfach erwähnte, schadet aber vor der Wahl der Partei insgesamt; und damit vor allem deren Elite, die sich selbst in jenes Nest setzen will, das sie derzeit noch - um Stimmen zu fangen - so vehement kritisiert.)

Worum geht der Machtkampf eigentlich ausgenommen mal von der Spitzenkandidatur bei den Bundestagswahlen?

Führungsansprüche eines kopflosen Rudels ohne ausgeprägte Alpha-Tiere.

Die Medien suggerieren hier gern, es handle sich um "Flügel-Kämpfe", doch tatsächlich vertreten weder Petry, noch Gauland, noch Meuthen irgendeinen "Flügel" ... mit Ausnahme ihres eigenen, ganz persönlichen.

Tatsächlich ist Meuthen ein Überbleibsel der "Alt-AfD-Wirtschaftsliberalen", der - wie Gauland und Petry - durch die Entmachtung der "Alt-AfDler" seine Chance auf eine ungetrübte politische Karriere gekommen sah. Nur deshalb wechselte er nicht ebenfalls zur "Neu-AfD", also zur "Alfa".

Und im Zuge des (völlig sinnlosen und rein parteipolitisch motivierten) "Antisemitismus-Streits" innerhalb der AfD-Elite geht es um die Verteilung der Alpha-Positionen.

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Einschlägige Verschwörungstheorien behaupten, Meuthen wäre ein "V-Mann" der Alt-AfDler, die ihre Chance zur Rück-Übernahme der Partei gekommen sehen.

Das könnte in der Tat eine Lösung für einen ganzen Haufen von Problemen beider Parteien sein. Doch selbst das dürfte mit erheblichen Einbrüchen der Zustimmungs-Ergebnisse einher gehen.  

Kommentar von atzef ,

1. Die Hinausdrängung von Lucke und seinen Fans würde ich nicht wirklich als Spaltung ansehen. Angesichts der weiteren Entwicklung der AfD verstärkt hin zum Rechtspopulismus ist das aus der AfD-Optik eher eine Art "Befreiung" von wirtschaftsliberalem "Ballast" gewesen. ALFA z.B. befürwortet den Freihandel und TTIP, die AfD wiederum lebt da eher von rechtskonservativ-rechtsextremistischen Sehnsüchten nach "nationaler Autarkie" und drastischem Sozialprotektionismus.

2. Mir erscheint aber der aktuelle Zwist durchaus das Potential zu haben für eine tatsächliche Spaltung, die auch in quantitativer Hinsicht folgenreich werden könnte (das war ja der Absprung von Lucke und Henkel eigentlich nicht).

Petry scheint in den zentralen Parteigremien zunehmend in die Ecke gedrängt zu werden, hat aber an der Basis und unter den Wählern fraglos viele (sabbernde) Fanboys...:-) Angesichts der aktuellen Ereignisdynamik tut sich da schon ein ziemlicher Graben auf, den ich so und auch nicht unbedingt in solchen Koalitionen vermutet hätte...

3. Du meinst also, es ginge um reine, persönlich motivierte Machtansprüche? Ohne Bezüge zu inhaltlichen Positionen? Mag sein... So intim überblicke und durchschaue ich diesen Haufen auch nicht. Aber es ist m.M.n. schon auffällig, dass sich gerade jetzt diese Gräben auftun und bezogen werden, wo die Partei urplötzlich durch den Brexit faktisch mundtot gemacht wurde. Zum aktuell wichtigsten politischen Ereignis hatte die AfD praktisch gar nichts zu sagen und präsentierte die ganze Bandbreite von betrübt (Weidel, Gauland) über makaber sprachlos (Petry) bis zu himmelhochjauchzend (Storch). Insofern würde ich vermuten, dass sich hier Wirtschaftskonservative und Rechtspopulisten/Rechtsextreme zum Duell aufstellen... Aber das ist eher "Riecher" als belastbare These...

Hahaha, Verschwörugstheoretiker sind echt dämlich...:-)

Kommentar von Unsinkable2 ,

1. Die Hinausdrängung von Lucke und seinen Fans würde ich nicht wirklich als Spaltung ansehen

Das war allerdings sowohl die inhaltliche (politischer Rechtsruck) als auch formale (Partei-Neugründung durch die Altpartei-Gründer) Spaltung, wie du sie in jedem Lehrbuch findest.

Angesichts der weiteren Entwicklung der AfD verstärkt hin zum Rechtspopulismus ist das aus der AfD-Optik eher eine Art "Befreiung" von wirtschaftsliberalem "Ballast" gewesen.

Dann hast du bisher noch keine Zeit gehabt, das Programm zu lesen? Dort findest du immer noch jede Menge - und in beliebigen Größenordnungen - zutiefst neoliberale Textbausteine; die zwischenzeitlich obendrein auch noch - im wahrsten Sinne des Wortes, nicht im übertragenen Sinn - "national und pseudo-sozial(istisch)" verbrämt wurden, um das nunmehrige Klientel - namentlich die "Abgehängten" - besser anlocken zu können. 

Beispielsweise wurde aus "... lehnen den Mindestlohn als wirtschaftsschädlich strikt und vollständig ab", wie es noch 2014 im EU-Programm stand, nun ein "... sind für den Mindestlohn als lenkende Kraft" im aktuellen Grundsatzprogramm von 2016; gleichzeitig soll aber lt. Grundsatzprogramm 2016 der Staat auf "Rahmenfunktionen" zurückgedrängt werden, ihm also indirekt die Mittel respektive die Kraft der Lenkung entzogen werden.

Das ist nach wie vor ZUTIEFST NEOLIBERAL; weitaus neoliberaler noch, als die FDP in ihren besten Zeiten zu fordern gewagt hätte.

drastischem Sozialprotektionismus

Du erlebst mich - und das kommt wirklich selten vor - sprachlos. So wenig Wissen hätte ich nicht einmal von dir erwartet, atzef.

Punkt 1.2 des AfD-Grundsatzprogramms 2016:

Nur ein schlanker Staat kann daher ein guter Staatsein. Erforderlich ist ein vom Staat garantierter Ordnungsrahmen, in dem sich die Bürger frei entfalten können.Die ständige, vielfach ideologiegetriebene Expansion derStaatsaufgaben stößt an finanzielle und faktische Grenzen. Sie bedroht inzwischen den Kerngehalt der elementarenFreiheitsrechte der Bürger. Der Staat hat sich verzettelt. Esbedarf neuer Konzentration auf die vier klassischen Gebiete:Innere und äußere Sicherheit, Justiz, Auswärtige Beziehungenund Finanzverwaltung.

Klingt das für dich auch nur annähernd nach "Sozialprotektionismus"? Das ist ein "Nachtwächter-Staat", wie ihn die Ordoliberalen nicht besser formulieren können; und wie du ihn - erneut - in jedem einschlägigen liberalen Lehrbuch definiert findest. 

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2. Mir erscheint aber der aktuelle Zwist durchaus das Potential zu haben für eine tatsächliche Spaltung, die auch in quantitativer Hinsicht folgenreich werden könnte (das war ja der Absprung von Lucke und Henkel eigentlich nicht).

Das ist ebenfalls Unfug, atzef.

Tatsache ist, dass die AfD von (extremen) Wirtschaftsliberalen gegründet wurde, denen selbst die FDP mit ihren Forderungen nach einer "freien Wirtschaft" nicht weit genug ging; und die, zweifelsohne, ZUSÄTZLICH den Weg zu einem "liberalen Staat" bei der Rückkehr zur DM (mittlerweile wird das auch in der Alfa nicht mehr so einhellig vertreten) und zum Nationalstaat (das ist immer noch Ziel von Alfa UND AfD) sahen.

Tatsache ist auch, dass mit dem parteiinternen Streit und der Abspaltung der Alfa-Bewegung praktisch alle Wirtschafts-Experten von Bord der AfD gingen. Meuthen ist einer der letzten verbliebenen "Profis".

Damit hatte die AfD zwar eine Ausrichtung; aber keine Köpfe, die diese Ausrichtung verstanden. Deshalb blieb das Programm auch lange Zeit noch genauso stehen: Man wusste gar nicht, was darin stand. Man verstand weder den Wortlaut, noch dessen Konsequenzen. 

Aber Petry, Gauland & Co. war das egal. Denn die Meute war längst aufgesprungen. Und sie fabulieren bevorzugt von ihrem Fremdenhass. Ob die Meute das Programm jemals gelesen hat; oder ob Petry, Gauland & Co. es jemals gelesen haben, wage ich ernsthaft zu bezweifeln. 

Fortan ging es - vor allem dank der Medien - nur noch um Emotionen; nicht mehr um Inhalte: Man beleidigte sich gegenseitig und verlor jeden realpolitischen Aspekt aus den Augen. 

Erst als die Medien sich auf das (noch alte) Programm stürzten und immer mehr Punkte fanden, die überhaupt nicht auf die (neue) Zielgruppe passten, sah man die Dringlichkeit der Notwendigkeit, sich ein neues Grundsatzprogramm zu geben. 

Doch selbst hier scheiterte man, wie ich oben belegte; und wie du an zahlreichen anderen Widersprüchen im Programm selbst nachlesen kannst. (Tipp: EU-Programm 2014 und Grundsatz-Programm 2016 vergleichen; dann hast du "alt" und "neu" zusammen.) 

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Der "qualitative Sprung" ist also bereits 2015 erfolgt: Die Partei ist seitdem - im bildlichen Sinne - "hirnlos". Aber sie ist nicht "führerlos". Denn Petry füllt diese Lücke hervorragend. Doch Petry ist das Programm egal. Sie will Macht. Scheißegal, mit welchem Programm oder in welcher Partei.

Kommentar von Unsinkable2 ,

Fortsetzung: 

2. Mir erscheint aber der aktuelle Zwist durchaus das Potential zu haben für eine tatsächliche Spaltung, die auch in quantitativer Hinsicht folgenreich werden könnte (das war ja der Absprung von Lucke und Henkel eigentlich nicht).

Meuthen ist jedoch noch von der "alten Garde", die heute in der Alfa ihr kümmerliches und unbeachtetes Dasein fristet. Er ist quasi "der letzte der Weisen" in dieser Partei. 

Sollte es ihm gelingen, mehr Macht in der Spitze zu erlangen, ist der einzige Impuls, den er geben wird, die "Rückkehr zu alten Werten der Partei"; also zurück zu dem, was vor dem neuen Grundsatzprogramm Maxime der Partei war: Ultra-Liberalismus in Reinkultur.

Das deckt sich auch mit der meuthenschen Begründung des AfD-Beitritts: Die FDP war lange Zeit sein Favorit, doch sie war ihm "zu etatistisch", der Staat bekommt also bei der FDP noch zu viel Gewicht. Deshalb bevorzugte er die AfD.

Petry scheint in den zentralen Parteigremien zunehmend in die Ecke gedrängt zu werden, hat aber an der Basis und unter den Wählern fraglos viele (sabbernde) Fanboys...:-)

Wie oft denn noch, atzef? Petry ist vermutlich bis heute noch nicht einmal klar, was das Akronym "AfD" überhaupt bedeutet; so egal ist es ihr, in welcher Partei sie ist; und welche "Werte" sie angeblich vertreten soll. Das eint sie mit Frau Merkel.

Beide sind machtgeil. Punkt. Und beide würden alles - wirklich ALLES - dafür tun, um diese Macht zu erhalten und aufzubauen.

Und wenn Merkel dazu ihre Partei sozialdemokratischer machen muss, weil die Leute bevorzugt "weniger wirtschaftsnah" wählen, dann macht sie das eben. Dabei kümmert sie der parteiinterne Zirkus nur so weit, als er ihren Machtgelüsten nicht im Wege steht.

Petry verfährt nach EXAKT dem gleichen Muster: "Die Leute wollen 'rechts-extrem' sein? Gut, sollen sie! Solange ich mich nicht tätowieren lassen muss, können sie im Namen der Partei schreien, was sie wollen; wenn sie dafür ihr Kreuz bei meiner Partei und in meiner Liste machen. Ich will '18+' Prozent. Der Rest ist mir egal."

In diesem Sinne sind ihr auch die "Fanboys" (welch sinnlos diffamierender Begriff) völlig egal. 

Nach der Wahl MUSS die Partei umstrukturiert werden, um "macht-fähig" zu bleiben. Dann holt man sowieso den Stahlbesen raus und kehrt im eigenen Haus. Nicht zwingend freiwillig; sondern unter dem Druck der "Etablierten"; denn über kurz oder lang muss man "Koalitionen" anstreben, um ans Ziel zu gelangen.

Angesichts der aktuellen Ereignisdynamik tut sich da schon ein ziemlicher Graben auf, den ich so und auch nicht unbedingt in solchen Koalitionen vermutet hätte

Dann bist du ein schlechter Beobachter und Zuhörer.

Alles - wirklich ALLES -, was jetzt kocht, wurde bereits unmittelbar vor und bei der Abspaltung der Alfa zusammengerührt. Es gibt nicht einen einzigen neuen Punkt dabei.

3. Du meinst also, es ginge um reine, persönlich motivierte Machtansprüche? Ohne Bezüge zu inhaltlichen Positionen?

Zum x-ten Mal: Ja. 

Meuthens einziges "inhaltliches" Ziel ist die erneute Kehrtwende zurück zum Alten; also zurück zur reinen Lehre der Staatsnegation, die die AfD bis 2015 konsistent vertrat. Ihm ist der Rechtsruck der Partei zwar kraft Wahlergebnissen sehr willkommen, aber gleichzeitig höchst unangenehm, weil er sich damit nie identifiziert hat oder identifizieren konnte.

Petry hat GAR KEINE "inhaltlichen Ziele". Ihr ist es völlig egal, welche Positionen sie vertreten muss. Sie ist ein ausgezeichneter politischer Verkäufer, der problemlos von "Sockenverkauf" auf "Waffenverkauf" umschwenken kann, wenn die Profite groß genug sind. Sie wäre auch - und das sogar sehr viel lieber, als sich jetzt für die Rechts-Ausfälle ständig verteidigen zu müssen - bereit, die neoliberalen Positiionen der "Alt-AfD" zu vertreten; doch die Herren Professoren und Experten haben sie nicht gebührend mitspielen lassen.

Und Gauland ist Opportunist, wie er im Buche steht: Er will nur einen warmen, gut dotierten Sessel und mit "Herr Chef" angeredet werden. Der Rest ist ihm sowas von Wurscht. Er würde auch in einer "neuen Alt-AfD" mitspielen, wenn man ihn nur an der - seiner Meinung nach ihm zuzuteilenden - Position ließe...

Antwort
von ogdan, 27

Verglichen mit den großen Kämpfen bei den Grünen (Fundis gegen Realos) ist die aktuelle Situation im Landesverband Baden Würtemberg eine eher kleine athmosphärische Störung.

In der Süddeutschen Zeitung wurde geschrieben: "Man hat es fast vergessen: In früheren Zeiten, als die Grünen aus Fundis und Realos bestanden, waren sie eine wirklich sehr lebendige Partei. Keine Versammlung, in der sich die beiden Flügel nicht heftig befehdeten, über Stunden."
http://www.sueddeutsche.de/muenchen/starnberg/der-ewig-alte-konflikt-fundis-gege...

Auch als der SPD Parteivorsitzende seinen Job als Super-Wirtschaftsminister hinwarf und später die "Wahlalternative Soziale Gerechtigkeit" und dann einen hohen Posten in der Partei "die Linke" (hervorgegangen aus der SED) annahm, war das ein wesentlich heftigerer Riss.

Fr. Petry ist in BW ja gerade ihrem Co-Vorsitzenden Prof. Meuthen zu hilfe gekommen. Weder im Bundes- noch im Landesvorstand gibt es irgendwelche Spannungen.

Die AfD hat hier ja wieder einmal klar dokumentiert, daß - selbst wenn das Macht- und Postenverlust bedeutet - rechtsradikale oder antisemitische Positionen, selbst wenn sie wie bei Hrn. Gedeon's Buch über die Grünen aus 2012 noch nicht vollständig geklärt sind, niemals toleriert werden!

Kommentar von BTyker99 ,

Frau Petry wollte nach meiner Interpretation vor allem die Partei retten, weil eine Spaltung der Baden-Würtemberger sich vielleicht auch auf die gesamte AfD hätte ausweiten können, und da die Zeit knapp war (da die Austritte innerhalb des Tages umgesetzt worden wären), hat sie sofort gehandelt. Damit hat sie, und der Rest der Parteispitze ein klares Zeichen gesetzt, dass meiner Meinung nach die Partei stärken kann, da es die Rechtsextremismus-Vorwürfe unhaltbar macht.

Kommentar von ogdan ,

Hier die einstimmig verabschiedete Erklärung des AfD Bundesvorstandes:

https://www.alternativefuer.de/afd-bundesvorstand-zur-afd-fraktion-im-landtag-vo...

Der Bundesvorstand der Alternative für Deutschland (AfD) erklärt:
„1. Der Bundesvorstand erinnert an seinen Beschluss, dass Antisemitismus keinen Platz in der AfD hat.
2. Der Bundesvorstand missbilligt aufs Schärfste die Entscheidung
derjenigen Mitglieder der AfD-Fraktion im Landtag von Baden-Württemberg, die den Ausschluss von Wolfgang Gedeon aus der Fraktion verhindert haben. Diese Mitglieder akzeptieren den Verbleib eines Abgeordneten in der Fraktion, dessen Schriften eindeutig antisemitische Aussagen enthalten.
3. Der Bundesvorstand begrüßt die Entscheidung unseres Bundesvorsitzenden Prof. Dr. Jörg Meuthen MdL und weiterer AfD-Abgeordneter, nicht mit diesen Abgeordneten in einer Fraktion zu
verbleiben.
4. Der Bundesvorstand distanziert sich von denjenigen Mitgliedern der Fraktion, die nicht mit Jörg Meuthen die Fraktion verlassen werden. Wir anerkennen als Vertreter der AfD im Landtag von Baden-Württemberg ab sofort nur Jörg Meuthen und die Abgeordneten, die sich ihm anschließen.“
Einstimmig vom Bundesvorstand beschlossen, 5. Juli 2016 um 15:05 Uhr

Antwort
von zahlenguide, 44

denke, dass wird alles keinen großen Einfluss auf die AfD haben, denn die meisten Anhänger sind so grundsätzlich gegen die anderen Parteien, dass sie nicht so schnell ihre Position aufgeben werden. Allerdings kann ich mir vorstellen, dass die AfD in fünf Jahren vollkommen anders sein könnte als heute und die jetzigen Vertreter der Partei keine Rolle mehr spielen werden - selbst Petry traue ich keine richtige Führungsrolle auf Dauer zu. Sie wird eben kurz - bis mittelfristig wichtig sein, aber irgend wann aufgrund ihres Konkurrenzkampfes an Bedeutung verlieren. Neue Parteien verändern sich meistens sehr stark oder manche verschwinden auch wieder. Deshalb halte ich Spekulationen über aktuelle Entwicklungen für sinnlos. In fünf Jahren sieht sowieso alles vollkommen anders aus.

In China sieht man das sogar so, dass selbst ein Tyrann keine wirkliche Macht über die Bevölkerung hat, weil was ist schon die Herrschaftszeit eines Menschen gegen das Bestehen Chinas. (max. 80 vs. 4000 Jahre)

Antwort
von Shiftclick, 71

Erstens: man weiß es nicht. Niemand kann in die Zukunft schauen.

Zweitens: es gibt Parteien und Parteien. Neue Parteien, die sehr schnell Zulauf bekommen, werden nicht selten von Egomanen befeuert und bevölkert. Und die zerlegen sich dann untereinander selber. Die Halbwertszeit neuer Protestparteien ist kurz.


Antwort
von thetee99, 38

Es wäre ja nicht die erste "Spaltung" der Partei, man denke nur an die ALFA von Bernd Lucke. Er hat die AfD hinter sich gelassen, weil sie im zu rechts wurde bzgl. Pegida usw.

So ist es fast immer in solchen Parteien, die gemäßigten lassen sich von den radikalen und Extremisten übertönen und diese reißen zwangsläufig das Runder an sich. Auch wenn die AfD zu einem gewissen Zeitpunkt mal ordentliche Ziele und Absichten verfolgte... der Zug ist längst abgefahren. Was da noch übrig geblieben ist, sind übergelaufene NPDler und wenn die AfD das nicht will, hätten sie frühzeitig darauf reagieren müssen, anstatt eine Parteisitzung im historisch belegten "Münchner Hofbräukeller" zu erzwingen und sich dann noch von Rechts-Terroristen wie Thomas Schatt beklatschen zu lassen.

Man kann nur hoffen das die AfD sich selber erledigt.

Antwort
von wilees, 36

Egal was hier wer von dieser Partei denkt, dies wäre doch nicht der erste Machtkampf. Man erinnere Petry contra Lucke.

Parteitag: Petry gewinnt Machtkampf bei der AfD - Inland - FAZ

www.faz.net › Politik › Inland

Und so gehen die "Spielchen" weiter:

AfD: Jörg Meuthen drohte Frauke Petry mit Hausverbot für Stuttgarter ...

www.welt.de › Politik › Deutschland

AfD: Alexander Gauland stellt sich hinter Jörg Meuthen - Spiegel Online

www.spiegel.de › Politik › Deutschland › Frauke Petry
Antwort
von Apfelkind86, 32

Die Spaltung droht der AfD schon seit Monaten und sie wird natürlich kommen. Die Partei wird sich immer weiter radikalisieren.

Kommentar von PanzerMarsch ,

Gähnnnn .

Kommentar von Apfelkind86 ,

Macht nichts, wenn das für dich langweilig ist, ich finde es lustig, zu sehen, wie die ganzen rechtspopulistischen Kartenhäuser zusammen fallen. Erst in England, nun bald auch hier, nächstes Jahr in Frankreich. :)

Antwort
von Kreuzzzfeuer, 55

Ich denke, dass es erstmal so bleiben wird, da jetzt Gedeon wegen Antisemitismus aus der Partei ausgetreten (ausgeschlossen) wurde. Einige der AfD dulden Rassismus (Petry), andere nicht (Meuthen). Ich denke, dass es bis zum Herbst noch zu Aussprachen kommen wird.

Das wird allerdings die Bevölkerung kaum betreffen. Den meisten Wählern war ja das vorher mit z.B. Beatrix von Storch auch herzlich egal, daher wird das keine große Auswirkung haben (außer das die anderen Parteien sich wieder beschweren und die AfDler unbelehrbar bleiben...)

Kommentar von Marc8chick ,

Das stimmt so nicht. Petry war dafür höcke aus der Partei auszuschließen, meuthen arbeitet viel mit ihm zusammen... Auch Gauland (ebenfalls ziemlicher rechtspopulist) ist auf meuthens Seite. Ich denke da wäre Petty noch vernünftiger aber bei meuthen würden die Wähler vielleicht zu CDU/FDP gehen...

Kommentar von atzef ,

Hilf mir auf die Sprünge, was war denn mit der Störchin?

Kommentar von BTyker99 ,

Ich denke, er meint damit, dass sie mit der Maus abgerutscht ist. Konkret ging es wohl darum, dass sie es in Ordnung fand "auch" auf Frauen und Kinder zu schießen. Das mit den Kindern hat sie später aber zurückgenommen. Im Zuge der geforderten Gleichberechtigung, also nichts wirklich verwerfliches.

Antwort
von Ralfi1988, 68

Die AFD wird sich definitiv nicht spalten. Aus den Fehlern der Piratenpartei vor ein paar Jahren haben die gelernt. Meuthen ist aus der Fraktion ausgetreten und will, wie Lucke einst, seine eigene Gruppierung gründen.

Spaltungsgerüchte etc. kommen aus den "Hauptmedien", die krampfhaft versuchen den Aufstieg der AFD zu bremsen.


Kommentar von Crack ,

Spaltungsgerüchte etc. kommen aus den "Hauptmedien", die krampfhaft versuchen den Aufstieg der AFD zu bremsen.

Aha.
Und einen Satz vorher schreibst Du noch das Meuthen aus der Fraktion ausgetreten ist und eine eigene Gruppierung gründen will?

Was ist das denn? Etwa keine Abspaltung?

Danke das Du Deine Aussagen selbst widerlegst.

Kommentar von Ralfi1988 ,

Wenn von 24.000 Mitgliedern 12 einer neuen Gruppierung beitreten ist das für mich keine Spaltung.

Kommentar von Apfelkind86 ,

Wenn von 23 Fraktionsmitgliedern 13 aus der Fraktion austreten, spreche ich sehr wohl von einer Spaltung.

Kommentar von Crack ,

Wenn ein führendes Mitglied [Meuthen] der AfD sich gegen das andere führende Mitglied [Petry] stellt, die Landtagsfraktion verlässt, eine Alternative für BW gründet und dazu äußert: "Wir sind die AfD"

ist das für Dich keine Spaltung?


Wie groß sind Deine Scheuklappen?


Antwort
von frax18, 23

Wäre ja nicht das erste mal, wenn man sich an die Absonderung von Lucke in der Vergangenheit erinnert.

Antwort
von 1900minga, 36

So eine Spaltung gabs ja erst mit Höcke und Petry.

So schnell lassen die sich ( leider ) nicht unterkriegen

Antwort
von PanzerMarsch, 53

Denke hier geht es zu wie überall in den großen Familien.

Wo gehobelt wird da fallen Spänen........ansonsten wird nur heiße Luft in den Medien verbreitet.

Antwort
von ckammerer1, 46

Ich hoffe doch, dass sich diese rechten Spinner irgendwann so untereinander zerstreiten, dass sie endlich in der Versenkung verschwinden...

Antwort
von hauseltr, 43

Diese komische Partei war von Anfang an gespalten, wollte es nur nicht wahr haben.

Kommentar von AlienFactory ,

Komisch finde ich CDU/SPD

Kommentar von PanzerMarsch ,

und so komisch wie bald CDU/CSU/SPD/Grünen

Antwort
von FGO65, 49

Ist halt wie bei den Piraten seinerzeit.

Daran sieht man, das so kleine Parteien gar nicht in der Lage sind, Verantwortung zu übernehmen.

In 3 Monaten ist die AfD Geschichte

Kommentar von Smersch ,

Das will ich hoffen.

Kommentar von PanzerMarsch ,

Unkraut vergeht nicht und die werden den verlogenen  Altparteien noch so einige Steine in den Weg legen.

Kommentar von FGO65 ,

Bla bla bla

Ist doch alles eine Kopie der Piraten. Die wurden auch hochgejubelt und wo sind sie jetzt?

Kommentar von PanzerMarsch ,

Piraten waren das mal  die jungen Neoliberalen die mit ihren nagelneuen Läppies zu glänzen versuchen :-))

Kommentar von S0WJETsocialist ,

Ein Laptop selbst bringt aber kein dummes gepöbel und Parolen von sich 

Bietet Themen nicht die einfachste und primitivste Lösung ohne das jemand an ihm arbeitet 

Da nehmen ich dann doch lieber noch die Piraten wenn ich musste 

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