Frage von VeronikasFragen, 89

Drogensüchtige Figur in (Fantasy-) Buch beschreiben?

hallo! ich schreibe hobbymäßig und arbeite derzeit an einem (fantasy-) buch und die hauptfigur ist süchtig nach "medonkraut" (frei erfunden). wie soll ich seine gefühle bzw die sucht an sich beschreiben? hat jemand ideen bzw tipps (gerne auch das schreiben allgemein betreffend)? freue mich auf eure antworten!

Veronika

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Rottenbunnycorp, 16

Wenn es um eine leichte bis mittlere psyschiche Abhängigkeit geht würde ich versuchen es so darzustellen, dass er sich nur mit der Droge ''komplett'' fühlt und wenn er eine gewisse Zeit nichts genommen hat, das Gefühl bekommt in seiner Psyche würde irgendetwas fehlen was zu seinem normalen empfinden dazugehört. Auch das er das Gefühl hat nur richtig zu funktionieren wenn er es nimmt (auch wenn er ohne das Zeug richtig funktioniert). Dann am besten noch, dass er leichter gestresst und angepisst wird, wenn er nichts nimmt und das Gefühl einer inneren Unruhe hat.

Gedanklich könntest du es so machen, dass es nicht Gedanken sind, wie ''ich brauch das Zeug'' sondern eher, dass er es auch wirklich nehmen will und es ihm auch Spaß macht drauf zu sein und er sich dann viel wohler fühlt als sonst. Hinzukommend noch, dass er das Gefühl hat mit ihm würde irgendetwas nicht stimmen, wenn er nicht drauf ist, dass aber vielleicht nicht direkt auf das Kraut bezieht sondern allgemein denkt er wäre nicht normal und mit dem Kraut wird er erst normal.

Ich weiß ja auch nicht wie der Rausch sich auswirkt, wenn es zum Beispiel ein Rausch ist, auf dem er noch alles machen kann, was er tun muss könntest du noch Gedanken einbauen, dass es ja garkein Grund gäbe damit aufzuhören, weil er ja alles hinbekommt.

Wenn es jedoch eine starke psyschiche Abhängigkeit sein soll, dann natürlich auch, dass er Angstzustände bekommt wenn er es nicht nimmt. Depressiv wird und seinen Antrieb komplett verliert. Seine Gedanken würden sich dann nur noch darum drehen etwas zu nehmen und wenn er nichts mehr hat, wie er es sich beschaffen könnte. Da würde ich auch dann den Gedanken einbauen, dass er es wirklich braucht und nicht nur ''will''. Dazu auch noch, dass er zeimlich viel tun würde um es zu bekommen, zum Beispiel den 3 fachen Preis bezahlen, den er sonst gewohnt ist nur um kurz wieder drauf zu sein. Zudem noch, dass seine Prioritäten sich so verändern, dass das Kraut ganz oben bei seinen Prioritäten ist, vielleicht sogar Platz 1.

Wenn du auch noch eine körperliche Abhängigkeit einbauen willst, dann wenn es zum Beispiel 6-8 Stunden nach dem letzten Rausch her ist, dass er dann Symptome bekommt wie bei einer Erkältung oder Grippe, also triefende Nase, tränende Augen, kein Antrieb mehr. Wenn es immer länger wird wo er nichts nimmt auch Symptome, wie Schmerzen in allen Gliedern und in den Muskeln, wie ein starker Muskelkater, was immer schlimmer wird. Starkes Schwitzen, Erbrechen, Durchfall, Schlaflosigkeit. In schlimmen Fällen Panik, Derealisation (alles scheint unreal), Halluzinationen, das Gefühl psyschich zusammen zu brechen. Dann natürlich komplette Kraftlosigkeit, aber wenn es die Möglichkeit gibt etwas zu bekommen, werden alle Kraftreserven aktiv nur um was zu bekommen.

Dann wenn er merkt er hat immer weniger, dass er Angst bekommt auf den körperlichen Entzug zu kommen, weil der ja so schrecklich ist und deshalb noch viel mehr tun würde um was zu bekommen, als wenn es keinen körperlichen Entzug gäbe. Er könnte deshalb seine ganzen Prinzipien verraten die er hat nur um diese schreckliche Erfahrung nicht machen zu müssen.

Ich hoffe das bringt dir was :)

Kommentar von VeronikasFragen ,

super, danke ;)

werde sicher etwas davon einbauen

Antwort
von sunny666, 40

Wenn du die Entzugsgefühle beschreiben willst, oder das Verlangen nach der Droge, würde ich empfehlen, mich mal mit Süchtigen zu unterhalten. Und dazu gehören meiner Meinung nach auch Kettenraucher! Denn Abhängige anderer Drogen werden wohl eher wenig Auskunft geben, wenn man überhaupt Kontakt zu so jemandem aufbauen kann. 

Antwort
von Gilgaesch, 35

Wie wäre es wenn du erstmal ein Exprose schreibst, das hilft dir beim Roman ;)

Er sollte zittrig sein, gemein zu anderen und nur darauf fixiert mehr Grass zu bekommen

Kommentar von VeronikasFragen ,

danke! am anfang des romans versucht er noch, es vor seinen freunden zu verstecken...

es soll ja eigentlich ein happy end geben (er + die weibliche hauptfigur) hast du eine idee, wie er da wieder rauskommt? ;)

Kommentar von Gilgaesch ,

Du könntest es so machen, das er nach und nach alle von sich verstößt und die weibliche Person stur bei ihm bleibt, selbst als er sie wegstößt. Dadurch realisiert er sein Problem.

Oder er kämpft mit sich selbst und die weibliche Person ist in Gefahr und er muss sie retten auch ohne das Gras. 

Kommentar von AndyG66 ,

Fantasie?

Es gibt eine magische Heilung welches man nur durch das Ritual des gemeinsamen Herzens erreichen kann.

Dazu müssen BEIDE das Kraut nehmen und nur reinste Liebe im Herzen darf vorhanden sein. 

Da man auf Entzug von dem Kraut aber alle niederen Instinkte verstärkt erfährt und dagegen ankämpfen muss und nicht immer kann  - hat dies noch niemand geschafft

Antwort
von GuterHelfer18, 20

Kommt auf die Person an sich, die Suchtrate der Droge, und die Wirkung an... Auch die Wirkung im nachinhein also schäden

Antwort
von GegenRauschgift, 16

Ich weiß das der User @NorwinSchneider Heroin süchtig war und offen darüber spricht. Evtl kannst du ihn ja persönlich Fragen da er wirklich gerne und offen mit Rat und Tipps antwortet.

Antwort
von XRoseTylerX, 55

Also es kommt darauf an, wie das Kraut wirkt.

Halluzinierend? Glücksrausch? Angstgefühle?

Wenn du mir das erklärt hast könnte ich dir gerne einen Vorschlag schreiben ^^

Kommentar von VeronikasFragen ,

Betäubend (Schmerzmittel), bei Halluzinationen bin ich mir noch nicht sicher... nach 30-60min wird man träge, langsame Reaktionen :)

Kommentar von XRoseTylerX ,

Ok ich versuchs mal, gib mir einen Moment bitte zeit ^^

Kommentar von XRoseTylerX ,

Langsam spürte ich wie das so vermisste Gefühl wieder in mir Hochkam. Die angenehme Leere. Das Gefühl wenn der Schmerz nachlässt. Der Schmerz genau nach diesem Kraut. Es ist falsch, aber es ist zu gut um es zu beenden. Meine Gedanken welche mir versuchen ein schlechtes Gewissen zu bereiten werden langsam verzerrt. Mein Verstand wird vernebelt und die normalen Reaktionen verblassen. Alle Ängste und Sorgen sind verschwunden. Lange Zeit starre ich einfach nur seelig lächelnd auf einen Punkt.

Langsam werden meine Glieder schwerer, die altbekannte Trägheit überfällt mich. Doch das angenehme Gefühl macht es wieder wett'. Langsam schließe ich die Augen und gebe mich dem Nebel hin...

So würde ich es jedenfalls mal beschreiben, kannst wenn es dazu passt es gerne als Inspiration benutzen ^^ Wenn nicht ist's auch nicht schlimm c:

Kommentar von VeronikasFragen ,

SUPER!! Danke :)

Kommentar von XRoseTylerX ,

Bitte ^^

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