Frage von tony5689, 284

Drogenproblem... Was tun..?

Ich bin grade am verzweifeln. Bin eben schonwieder heulend zusammengebrochen, konsumiere in letzter zeit wieder täglich amphetamin und alkohol (habe mit beiden vor zwei monaten schonmal einen selbstgeleiteten kalten entzug durch) bin richtig fertig durch die drogen, mein ganzes geld geht nur für drogen drauf. Die einzige person (meine beste freundin) mit der ich offen über meine probleme reden konnte sagte letzte nacht zu mir "ich will nicht mit dir reden, du bist zu verballert", bin auch als sie das gesagt hat fast zusammengebrochen, ich glaube das einzige was mich auf den beinen gehalten hat war das amphetamin. Ich habe mir so ziemlich jede freundschaft die ich habe durch die drogen zerstört, obwohl meine freunde (speziell meine beste freundin) der einzige grund waren weshalb ich bisher nicht total abgekakt bin. Jetzt wo ich mir eigentlich fast jede freundschaft versaut habe bin ich den ganzen tag am konsumieren, und wenn ich nüchtern bin, dann heule ich weil ich einfach nicht weiss was ich tun soll, wie ich diese freundschaften retten soll. Kein mensch auf dieser welt ist mir so wichtig wie meine beste freundin, und ich habe unsere freundschaft zerstört nur wegen diesen bescheuerten drogen... Ich komme einfach nichtmehr klar, werde das was ich an drogen noch zuhause habe morgen wegschmeissen und wieder versuchen nen kalten entzug durchzuziehen. Hat jemand tipps wie ich das besser durchstehe? Letztes mal war ich 2 wochen lang sowas von fertig, ich konnte fast nichts mehr machen, habe extremst gezittert, mich fast täglich übergeben und wurde wegen all dem fast gefeuert. Jetzt fange ich ab dem 5.1. In einer neuen firma an, und möchte natürlich nicht dass ich schon am ersten tag so zusammenbreche. Kann mir jemand ein paar tipps geben wie ich besser klarkomme wenn ich den kalten entzug durchziehe? Ich habe bis jetzt jeden tag knapp euine halbe flasche schnaps, und 0.5g (sehr potentes) speed konsumiert, je nachdem wie ich an dem tag drauf war bis zu 2 flaschen schnaps und 2.5g speed konsumiert. Habe jetzt noch ziemlich viel zuhause, werde das aber morgen  alles ins klo schmeissen, ich will wirklich weg von dem ganzen dreck...

PS: bitte lasst kommentare von wegen "drogen sind schlecht, bist selber schuld" oder "von amphetamin wird man garnicht körperlich abhängig das ist alles nur kopfsache". Sowas kann ich grade wirklich nicht gebrauchen.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Georg63, 144

Bei dem Konsum, wird das mit dem Job nicht lange gehen.

Wenns dir so schlecht geht, wie du hier zusammenjammerst, dann mach eine richtige Therapie.  Die Entgiftung ist ja nur der erste Schritt - den kannst du auch im Krankenhaus mit Medikamentenbegleitung machen oder in einer speziellen Einrichtung.

Danach musst du schnellstens in eine ambulante oder stationäre Therapie - deine Beratungsstelle wird dir das richtige Empfehlen.

Wenn du meinst, das nicht zu brauchen oder nicht zu können, dann mach weiter wie bisher, aber geh deinen Mitmenschen nicht auf die Nerven - nicht mit deiner "Freundschaft" und nicht mit deinem Gejammer.

Wenn du wirklich aus der Sucht raus willst, schaffst du es - aber erst dann.

Kommentar von tony5689 ,

Ja, ich will wirklich weg von all den drogen. Und es tut mir leid falls ich dir hier auf die nerven gehe mit meinem "gejammer", aber ganz ehrlich wenn du meinst das ich hier nur rumjammer das behalte dein kommentar doch für dich. Mir ist es ehrlich gesagt egal ob du das für ein richtiges problem hälst oder nicht, aber wenn du meinst ich jammer nur rum dann finde ich musst du hier nichts kommentieren...

Naja, trotzdem danke. wie schon geschrieben werde ich mal sehen wie ich die ersten tage durchhalte, und dann gegebenenfalls wirklich nochmal zum stationären entzug, bzw. Zur therapie gehen.

Kommentar von Georg63 ,

Ich weiß, dass du ein sehr schlimmes Problem hast und ich meinte jedes Wort ernst. Ich kenne es im Hinblick auf Heroin.

Viele abhängige müssen erst weit genug "unten" und von allen verlassen sein, damit sie bedingungslos mit aller Kraft "nach oben" wollen. Die Jammerphase muss dazu überwunden werden und durch einen festen Willen ersetzt werden.

Kommentar von tony5689 ,

So jetzt hab ich mich zwar vertippt und ausversehen deine als die beste antwort gekührt - aber naja macht auch nichts...

Kommentar von Georg63 ,

Hihi - hatte mich schon gewundert.

Wünsche dir auf jeden Fall viel Erfolg auf deinem Weg.

Antwort
von Chillersun03, 56

Ich hätte das von dir als letztes gedacht, dass es dir so geht von der Qualität deiner Beiträge hier betrachtet.

Du weißt leider, dass es auf dein Problem keine Antwort gibt die auch nur im mindestens angenehm, einfach oder hilfreich ist.

Hat jemand tipps wie ich das besser durchstehe?

Naja, du weißt leider selbst nur zu gut dass Benzos & Opiate gegen den Entzug helfen, dass das aber ein Spiel mit dem Feuer ist. Neuroleptika helfen auch, sollten aber auch nur ärztlich gegeben werden. Ansonsten gibt es leider nicht viel. Alkohol hilft kurzfristig - aber besonders vom Alkohol solltest du am ehesten deine Finger lassen, dass macht alles nur noch schlimmer und den Körper nur fertiger.

Jetzt fange ich ab dem 5.1. In einer neuen firma an

Das schaffst du nicht. Das schaffst du einfach nicht innerhalb von 2 Tagen. Entweder du bleibst drauf und dosierst langsam runter (was die meisten nicht schaffen, erst recht nicht bei Stoffen die so enthemmend wirken). Oder du gehst nicht zur Arbeit.

Geh in die Suchtklinik, lass dich krankschreiben. (Ich weiß dass das leider nicht bei allen Jobs möglich ist). Oder ruf beim Chef an und verhandel, ob du den neuen Job nicht später anfangen kannst.

Du weißt ganz genau, dass du nicht entziehen kannst, wenn du morgen arbeiten musst! Du weißt auch, dass es nicht so weitergehen kann. Sieh es ein und im Zweifelsfall lass den Job sausen!

Gruß Chillersun

Kommentar von tony5689 ,

Also erstmal... Vielen dank für die antwort, hätte ich mich nicht vertippt hätte ich diese hier zur besten antwort gekührt... Aber das ist ja egal, geht ja um den inhalt.

Also jetzt habe ich zwei tage gearbeitet, habe meinem chef das in etwas abgeschwächter form erklärt, also ich habe ihm nur gesagt das ich jetzt alkohol entziehe, und da ich von sylvester sowieso ziemlich stark verletzt bin ist die arbeit bisher recht entspannt, und noch auszuhalten, auch wenn es natürlich durch den entzug deutlich schwerer ist.

Suchtklinik ist auch mein erster gedanke gewesen, aber ich möchte es zumindest erstmal in eigenregie versuchen, wenn das nun garnicht geht werde ich natürlich eine klinik aufsuchen.

Und zu deinem ersten satz: ich bin zwar kein "experte", aber ich würde mal schätzen das ich einfach sehr speziell bin was meine drogen angeht. Ich weiss über die meisten drogen mehr oder weniger gut bescheid, und bin auch trotz meiner probleme für eine legalisation aller drogen, da das problem eben beim konsumenten liegt und nicht bei der droge. Mein "problem" ist eben das ich sehr offen mit meiner sucht umgegangen bin, und habe das ein bisschen zu leichtferitg abgetan. So nah dem motto "ich sehe immerhin ein das ich süchtig bin, also habe ich schonmal ein sehr viel kleineres problem"... Nur habe ich irgendwann wirklich nurnoch für die drogen gelebt. Geld, beziehung, fast alle meine freunde - weg, weil ich nurnoch für die drogen gelebt habe. Und dieses ereignis mit meiner besten freundin an sylvester hat mir dann den rest gegeben, ab da habe ich dann auch ernsthaft versucht von alle dem wegzukommen, sonst habe ich das ja immer ziemlich leichtfertig abgetan...

Antwort
von madipa, 78

Sport Sport Sport! Sport bringt dich auf andere Gedanken, und es gibt dir ein befreiendes Gefühl'! Ich weiss zwar nicht ob du w oder m bist, aber falls du w bist, dann ist Zumba ganz gut. Da ist man auch so in einer Gruppe, und eventuell findest du da auch neue Freunde. Aber Joggen geht natürlich auch immer!
Keine Ahnung wie du im Finaziellen so drin bist, aber die Wohnung bisschen umgestalten hilft auch immer für einen Neuanfang.
Ich würde auch so viel es geht unter Menschen sein. Geh mal in ein Café oder geh ins Kino. Sei so wenig wie möglich alleine in deiner Wohnung, denn dann ist die Gefahr gross daas du was konsumierst.
Pfelge dich gut, und erscheine gepflegt und sauber. Dann fühlst du dich automatisch wohler.
Deine "Freundin" wird rasch merken dass du dich geändert hast, und bis dann hast du bestimmt auch ein paar neue Freunde gefunden, mit denen du ab und zu was unternehmen kannst.
ich hoffe ich konnte dir helfen, und alles gute :)

Antwort
von seife23, 53

Bei Alk und Amphe kann man auf jedn Fall kalt entziehen. Sport würde ich mit vorsicht genießen. Das ist besser wenn der Entzug vorbei ist. Geh lieber spazieren und nimm eine Begleitung mit, die im Notfall Hilfe holen kann. Ansonsten halt versuchen abzulenken oder in eine stationäre Entgiftung, musst selber wissen wie du dein Problem einschätzt. Ich sehe den Alkohol-Entzug hier als größeres Problem an! 

Antwort
von viomio82, 104

Warum suchst Du Dir nicht ärztliche Hilfe zwecks Entzug.
Sei froh eine Freundin an Deiner Seite zu haben, das ist viel wert

Antwort
von 31415926535, 93

Ich würde an deiner Stelle einen stationären Entzug vorziehen. Auf lange Sicht sollte das besser sein. Außerdem kannst du so versuchen dich mit deiner Freundin zu versöhnen indem du ihr zeigst, wie wichtig dir der Entzug und sie ist.

Kommentar von tony5689 ,

Das werde ich auf jedenfall in betracht ziehen. Ich glaube ich guck mal wie ich die ersten tage durchstehe, und je nachdem gehe ich dann zum stationären entzug.

Kommentar von 31415926535 ,

Ein Bekannter von mir hat es auch nur so von den Drogen weggeschafft. Ist also echt sinnvoll.

Kommentar von tony5689 ,

Ja, mein bruder hatte das selbe problem wie ich, jeden tag bis zur besinnungslosigkeit gesoffen, dann speed gezogen bis zum gehtnichtmehr und permanent gekifft, letztenendes ist er nach 13 jahren intensivem konsum zum stationären entzug und bisher ist er nüchtern geblieben und es geht im super. Nur habe ich ehrlich gesagt angst vor dem stationären entzug oder einer theraipie, ich möchte ungerne den gleich weg wie mein bruder gehen, deshalb werde ich es erstmal so versuchen, und wenn es nicht geht dann gehe ich zur therapie.

Kommentar von Georg63 ,

"Erst mal so" hast du schon probiert .... nun sei konsequent und nimm professionelle Hilfe an, sonst geht alles wieder von vorne los undes wird nur schlimmer.

Antwort
von aXXLJ, 41

3 Dinge sind erforderlich, wenn Du künftig noch etwas auf die Reihe kriegen willst, außer nur in Selbstmitleid zu zerfließen:

1. Drogenberatung(sstelle)

2. Drogentherapie

3. Drogen-Abstinenz

Antwort
von Hixbosom, 112

Du sucht offensichtlich nur Bestätigung in deiner Entscheidung. JA! Mache einen Entzug. Ob mit ärztlicher Hilfe oder ohne besser wäre es mit..

Kommentar von tony5689 ,

Nein meine entscheidung steht fest, ich will weg von all den drogen. Ich frage einfach ob jemand tipps hat wie der kalte entzug nicht ganz so schlimm wird...

Kommentar von Hixbosom ,

Na klar mentale Einstellung und falls du es schaffst auch Sport helfen sehr.  Bei mir war es so, dass ich mithilfe von Cannabis geschafft habe , mit dem Trinken aufzuhören. Aber da du weg von allen Drogen willst ist es wohl keine gute idee. Ich frage mich nur, wie man von Speed abhängig werden kann... das Zeug macht doch nur wach und nichts weiter, oder?

Kommentar von KnifeParty3 ,

nein das zeug hat starkes abhängigkeitspotenzial

Kommentar von KnifeParty3 ,

mit Medikamenten anders geht das garnicht

Kommentar von tony5689 ,

Naja, speed macht nichtnur wach, ich weiss nicht ob ich da speziell bin oder ob das immer so ist aber ich habe mich dadurch einfach glücklich gefühlt. Ich konnte alle negativen gedanken verdrängen, habe mich auf die guten dinge konzentriert. Dieses betäubte gefühl das man durch opiate oder auch cannabis hat mochte ich generell nie, ich war am liebsten hellwach und doch mit leerem kopf unterwegs. Und da war speed nunmal die optimale lösung. Und auch wenn du recht hast, und eine speed-abhängigkeit vielleicht etwas komisch klingt, aber ich habe eben wirklich jeden tag zum frühstück schon ein paar nasen gezogen, und irgendwann ging es ohne einfach nichtmehr...

Kommentar von Hixbosom ,

Ich würd sagen wenn du schonmal Rückfällig geworden bist, solltest du dir vielleicht ärztlche Hilfe suchen, es sei denn du bist dir komplett sicher. Und du kannst  ja mit deiner Freundin darüber reden ich glaube sie wird erfreut sein.

Kommentar von tony5689 ,

Ja ich werde aufjedenfall morgen mit ihr reden, ihr erklären das ich jetzt einen entschluss gefasst habe. Und naja, ärtzliche hilfe wärevielleicht wirklich nicht schlecht, aber davor habe ich trotzdem ziemlich angst. mein bruder hat das selbe durchgemacht, und ich möchte eigentlich wirklich versuchen es nicht so weit kommen zu lassen das ich den selben weg gehe wie er... Naja. Ich werde jetzt mal sehen wie ich die ersten tage nüchtern klarkommen, wenns nicht anders geht gehe ich wirklich zur therapie

Kommentar von Hixbosom ,

OK ich gebe dir noch einen Rat auf dem Weg: Egal wie hart es wird, egal ob du es irgendwann überstanden hast, pass auf das du nicht Rückfällig wird, denn dann hast du die Sucht wieder . Kenn ich nur zu gut.

Antwort
von KnifeParty3, 82

Geh zum Arzt der gibt der ein Medikament das gegen sucht und alles wirkt und dich allgemein dämpft

Kommentar von tony5689 ,

Noch mehr drogen... Nein, ich glaube das ist nicht die lösung.

Kommentar von KnifeParty3 ,

Ja oder du verteilst einfach bisl was auf den ganzen tag

aber kalt ist bisl schwierig

Kommentar von Hixbosom ,

Was für ein Schwachsinn ... 

Kommentar von KnifeParty3 ,

das ist kein schwachsin da gibt es sogar ganz viel

z.B Amitriptylin, Doxepin, Trimipramin

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