Frage von Everflow, 76

Dringend: Mein Kind (14 Monate) wacht jede Nacht bis zu 10x auf und schreit stundenlang, was tun?

Wie schon beschrieben, habe ich eine fast 15 Monate alte Tochter, die seit zwei Wochen jede Nacht bis zu 10x aufwacht. Mindestens 1x nachts ist sie dann bis zu zwei Stunden wach und schreit/weint. Man sieht ihr an, dass sie müde ist, und sie versucht auch, wieder in den Schlaf zu finden, aber sie schafft es nicht, und weint dann vor Müdigkeit.

Sie schläft mit mir im selben Bett, an ein Umquartieren in ihr eigenes Bett/Zimmer ist noch garnicht zu denken. Ihre Bettgehzeit ist meistens so gegen 20 Uhr (+/-10 Minuten). Nach vorn oder hinten verschieben hat garnichts gebracht, außer so manchen Abend mit stundenlangem Geplärre bis zum Einschlafen. Dazu muss ich sagen, dass sie ausschließlich einschläft, wenn ich ihre beiden Händchen halte, ihr ein monotones Schlaflied summe und selbst so tu, als ob ich schlafe.

Schmerzen kann ich eigentlich ausschließen. Vorsichtshalber, da sie in letzter Zeit mehrere Zähne gleichzeitig bekommen hat, gebe ich ihr Dentinox, vor allem wenn der nächtliche Horror wieder losgeht.

Der Nachtschreck kann es auch nicht sein, denn sie ist ansprechbar. Spielen will sie auch nicht, sie will eindeutig schlafen. Ich tippe auf eine Wiedereinschlafstörung, nur helfen sämtliche Methoden, die mir einfallen, überhaupt nicht.

Jede Nacht zwischen 0 und 2 Uhr spielt sich in meinem Schlafzimmer die gleiche Szene ab: Kind wacht auf und meckert - ich gebe ihr Wasser, was sie jedoch ablehnt. Ich gebe ihr den Schnuller, den sie ebenfalls ablehnt und ins Weinen übergeht. Ich praktiziere unser übliches Schlafritual, welches sie zunächst beruhigt, dann jedoch wehrt sie sich mit halb geschlossenen Augen, wälzt sich hin und her, ihr Weinen wird zum Geschrei, welches meine beruhigende Stimme übertönt.

Zu viel Schlaf bekommt sie nicht. Sie schläft mit den Unterbrechungen nachts sieben Stunden, maximal neun, und tagsüber an guten Tagen mal eine Stunde, meistens eher weniger. Sie wirkt auch ständig müde und überreizt, ist tagsüber sehr weinerlich und empfindlich. Auch hier habe ich viel versucht: Viel mit ihr beschäftigen, wenig beschäftigen, viel Spazierengehen/Spielplatz, stupides Zuhausebleiben und Nichtstun, Baden, nicht baden... Krank wirkt sie mir auch nicht.

Weiß irgendwer weiter? Ich reiße mir mittlerweile beide Arme und Beine aus, um nicht die Nerven zu verlieren. Der Stresslevel ist höher, als ich auf Dauer vertragen kann (er muss niedrig bleiben, da ich sonst wieder depressiv werde). Mir wurde gesagt, dass dies eine Phase ist, die bis zu einem Jahr dauern kann. Leider lebe ich vom Kindsvater getrennt, und von jemand anderem als mir lässt sie sich ohnehin nicht beruhigen.

Störquellen kann ich nebenbei auch ausschließen, es ist nachts ruhig (nicht totenstill) und es dringt kein Straßenlicht herein. Sie schläft doch neben mir, was kann es für ein Kind Beruhigenderes geben? Deshalb verstehe ich nicht, weshalb sie jede Nacht solchen Terror macht...

Antwort
von wurstbemmchen, 33

Es kann durchaus am zahnen liegen. Dieses gel hatte bei meiner Tochter nicht immer geholfen. Sie war dann immer sehr weinerlich und anhänglich. Wie war das sonst, wenn dein Kind gezahnt hat? Ansonsten könnte es auch gerade einen Entwicklungsschub durchmachen. Wenn du dich erst vor kurzem vom kindsvater getrennt hast, könnte das erschwerend hinzu kommen. Versuche durchzuhalten. Diese Phase geht auch wieder vorbei.

Antwort
von teafferman, 7

Bitte nutze diese Maschine, mit der Du meine Zeilen lesen kannst, und suche einen Zahnarzt,der sich auf so kleine Menschen spezialisiert hat. 

Sollte der Arzt weiter weg wohnen, so nehme ruhig auch eine Tagesreise in kauf. Es lohnt sich. 

Solche Ärzte nehmen sich gerade für den Ersttermin viel Zeit. Sie untersuchen gründlich, geben Tipps und so fort. Rechne also ruhig mit gut einer Stunde beim Arzt. 

Ich habe mal eine Sendung im Deutschlandfunk dazu gehört. Ist schon eine Weile her. Da berichteten so spezialisierte Ärzte, wie wichtig es ist, solche Schmerzen ernst zu nehmen. 

Nur für den Fall, dass hier noch ein Mensch auf die Idee kommen will Dir einschreiben zu wollen, Du würdest Dein Kind zu sehr verwöhnen weil es bei Dir schläft: 

Das ist die Ansicht der Nachkommen jener Eva, der wir die Vertreibung aus dem Paradies verdanken. Die Folgen sind bekannt und nachlesbar: Ihr einer Sohn erschlug den anderen, ihr Urenkel erfand durch Verdrehung der Tatsachen den Krieg. 

Wir bekamen als Kinder und gaben auch unseren eigenen Kindern in dieser Zeit sehr hartes Vollkornbrot als Beißring. Halt solches, welches nicht bröckelt 

Antwort
von Mich32ny, 41

Sie könnte schmerzen  haben . Wenn  sie gerade Zähne  bekommt.  Aber wenn ich  du wäre  würde ich  sie in ihrem Zimmer  schlafen  lassen.  Es wird sonst  immer  schwerer  das sie in ihrem  Bett schläft.  

Kommentar von Everflow ,

Dass sie bei mir schläft ist keine Entscheidungssache. In ihrem eigenen Bett schläft sie überhaupt nicht, sie brüllt panisch und lässt sich überhaupt nicht beruhigen, egal was ich versuche. Mir wäre es auch lieber, mein Bett wieder für mich allein zu haben, aber davon bin ich offenbar noch ein paar Jahre entfernt. Wenn ich ihr Dentinox gebe, kann ich Schmerzen doch eigentlich ausschließen, oder nicht? Und wie kann es, dass sie offenbar immer nur zwischen 0-2 Uhr so schreit?

Kommentar von Mich32ny ,

Schläft  sie schon  immer  in deinem Bett?  Und wie sieht der Mittagschlaf  aus? Legst du  dich auch dazu ?  Oder macht  sie den in ihrem Bett? Ich weiß   selbst  das es nicht  leicht  ist ein heulendes Kind im eigenen  Bett  zu lassen.  Da müsste  man  konsequent  sein.  

Warum sie immer um  die  Uhrzeit wach  wird  ist schwer zu sagen . Hat sie zb normalen  Stuhlgang?  Bauchschmerzen  können auch  schlaflose  Nächte  bereiten. 

Kommentar von Everflow ,

Mittags lege ich mich auch dazu, bis sie eingeschlafen ist. In ihrem eigenen Bett/Zimmer hat sie große Angst und lässt mich keinen Zentimeter von ihrer Seite weichen. Zur Ruhe kommt sie darin nicht.

Ihr Stuhlgang ist normal, aber während der nächtlichen Schreiphasen furzt sie oft. Kann aber auch an der durch das Schreien verschluckten Luft liegen. Wie gesagt, der Stuhlgang ist normal.

Sie hat nicht immer in meinem Bett geschlafen, das ist erst seit dem Umzug so, eben weil sie in ihrem Bett nicht zur Ruhe kommt. Früher hat sie allein geschlafen und brauchte nicht mal ein Ritual dazu. Das ist nun allerdings auch etliche Monate her, da kann sich in der geistigen Entwicklung bei ihr eine Menge getan haben, das ebenfalls mitspielt.

Kommentar von ellaluise ,

Ich glaube nicht das du Schmerzen ausschließen kannst.

Dentinox ist zur Linderung, also wenn Zahnungsschmerzen, sind die vielleicht noch nicht ganz weg?

Google doch mal Schlafphasen, Schlafphasen Baby oder ähnliches. Vielleicht gibt es dort noch Gedankenanstöße.

Irgendetwas ist für die Kleine nicht in Ordung.

Und Kinder im Elternbett, das sollte man sich nicht so viel Stress machen. Das erledigt sich in dem meisten Fällen alleine. Klar müssen sie lernen in ihrem Bett zu schlafen, wenn sie dann aber im Laufe der Nacht ins elterliche Bett kriechen, das gibt sich von alleine.

Deine Kleine ist noch jung, vielleicht wird es ja was mit dem eigenen Bett/Zimmer wenn "diese" Phase überstanden ist.

U.U. hat der Kinderarzt eine Tip.

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