Frage von jeany300688,

Dringend!!! Kündigung unserer Wohnung wegen Eigenbedarf!

Hallo Ihr lieben!

Nachdem ich Euch bereits in 2 anderen fragen von den Problemen in unserer Mietwohnung berichtet habe, (massive Mängel und daraufhin eine Mietminderung), haben wir nun von unserem Vermieter die Kündigung wegen Eigenbedarf erhalten!

Unser Vermieter hat die Kündigung damit begründet, dass seine Tochter samt Lebensgefährte und 5 jährigem Kind für ihre jetzige Wohnung (Die 3 haben vor uns in unserer derzeitigen Wohnung gewohnt und sind ausgezogen weil es Steit mit Papa alo dem Vermieter gab) die Künigung zum 28.02.2013 erhalten haben. Unsere Kündigung ist zum 30.04.2013.

Er hat die Kündigung ebenfalls darauf begründet, dass die Tochter und der Lebensgefährte arbeitslos sind, ausschließlich von staatlicher unterstützung leben und sie deswegen finanziell nicht in der Lage wären, eine vergleichbare neue Bleibe zu finden. Deshalb will er ihnen nun unsere Wohnung zur Verfügung stellen. Er hat die Kündigung auch sehr detailiert geschrieben.

Da wir eigentlich ohnehin ausziehen wollten aufgrund der heftigen Mängel könnte es uns eigentlich egal sein aber mein Mann hat gerade seinen Job verloren und ich bin in der Ausbildung. Diese Situation und die Tatsache, dass es für uns momentan keinerlei bezahlbare Wohnungen in der Gegend wo wir auch mit unserem kleinen Hund einziehen dürften gibt lässt uns nun ein wenig unruhig werden....Die Sache ist zwar schn beim Anwalt aber da haben wir erst nächste Woche einen Termin :-/

Es ist schon eigenartig: Erst zieht die Tochter des Vermieters/Papa aus weil sie andauernd streiten, dann ziehenwir ein, stellen nach und nach heftige Mängel fest, mindern daraufhin die Miete und jetzt bekommen wir die Kündigung wegen Eigenbedarf, wil die Tochter wieder einziehen soll und das alles nur nach 8 Monaten mietdauer unsererseits!?

Was sagt ihr dazu?

Antwort von imager761,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Dem Grunde nach wäre die Eigenbedarfskündigung begründet und gerechtfertigt. Die Familienverhältnisse gehen euch nun wirklich nichts an, auch eure Mutmassungen ändern nichts an der Wirksamkeit.

Bis zum 05.12.2012 zugegangen, wäre sie auch zum 28.02.2013 wirksam: § 573 (2) Pkt. 2 BGB.

Andernfalls zum Ablauf desjenigen Monats, der zwei Monate demjenigen folgt, in dem bis zum dritten Werktag Kündigung zuging.

Das ihr in drei Monaten nichts passendes findet, wäre ihm egal: Kosten der Räumungsklage, Hotelkosten einschl. Verpflegung, Möbeleinlagerung usw. der einzugsberechtigten Familie hättet ihr zu tragen.

G imager716

Kommentar von MosqitoKiller,

Bis zum 05.12.2012 zugegangen, wäre sie auch zum 28.02.2013 wirksam: § 573 (2) Pkt. 2 BGB.

Die Kündigung lautet zum 30.04. ...

Das ihr in drei Monaten nichts passendes findet, wäre ihm egal

Ob dem Vermieter das egal wäre, ist dem Gesetzgeber egal, denn dem ist es nicht egal, deswegen gibt es § 574 BGB...

Kommentar von jeany300688,

Ein Gericht müsste doch auch im endefekt erkennen, dass kurz nach einem Streitfall uns eine Kündigung zugeht!?

Kommentar von MosqitoKiller,

Selbst wenn es das erkennt, ist das irrelevant, wenn kein Zusammenhang bewiesen werden kann...

Kommentar von imager761,

Und genau an der "Härte", "die auch unter Würdigung der berechtigten Interessen des Vermieters nicht zu rechtfertigen ist" scheitert es OMHO der Fallschilderung nun einmal.

Es gibt Vermieter, die einen "kleinen Hund" dulden und auch Wohnraum für Geringverdiener oder Arbeitslosenhilfeempfänger.

So man den denn sucht, bei Ämtern ernsthaft um Hilfe bittet statt sich auf "Eigenartigkeiten" der EB-Kündigung und Widerspruch zu verlegen.

Kommentar von MosqitoKiller,

Es gibt Vermieter, die einen "kleinen Hund" dulden und auch Wohnraum für Geringverdiener oder Arbeitslosenhilfeempfänger.

Nun, das kommt doch wohl vor allem auf den Ort an, oder? In Hamburg und München finden selbst Doppelverdiener ohne Kinder und Tiere in 3 Monaten keine Wohnung...

Antwort von stelari,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Für mich wäre der Eigenbedarf schlüssig begründet - er wäre dann hinfällig wenn es im Haus noch eine vergleichbare Wohnung gibt.

Ob die tatsächlich einziehen spielt hier zunächst keinerlei Rolle, begründet aber ggf später Schadensersatz für euch wegen der Kosten des Umzugs... euer persönliches Schicksal muss den Vermieter nicht interessieren - zumal das Verhältnis ja wohl eh schon zerrüttet ist oder?

Antwort von tintoretto,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

ciao - er wäre gar nicht dazu verpflichtet gewesen, euch derart genau zu informieren.... Nachdem ihr doch ausziehen wolltet, solltet ihr froh sein, und anfangen, eine neue Wohnung zu suchen.

Freut euch doch!! - Ich denke, nach deinen Schilderungen über Feuchtigkeit und starkem Schimmel in dieser Wohnung ....

LG

Antwort von MosqitoKiller,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Nun, die Begründung ist schon plausibel, dagegen lässt sich schwer etwas sagen...

Allerdings steht Euch bis 28.02. ja die Möglichkeit des Widerspruchs gem. § 574 BGB zu, falls Ihr keine Wohnung finden könnt...

Allerdings müsst Ihr das auch beweisen, also schnell anfangen zu suchen, die Bewerbungen aufheben und sich die Ablehnung möglichst irgendwie bestätigen lassen oder Name und Kontaktdaten des ablehnenden Vermieters aufschreiben...

Kommentar von imager761,

ja die Möglichkeit des Widerspruchs gem. § 574 BGB zu, falls Ihr keine Wohnung finden könnt...

Genau aus diesem Grund eben nicht. 3 Monate wären durchaus mehr als angemessen, eine neue Wohnung zu finden :-)

Mich würde da interessieren, ob du hier gleichermassen argumentieren würdest, wenn der VM ebengleich Fortsetzung des Mietverhältnisses verlangen dürfte, fände er keinen Nachmieter :-O

G imager761

Kommentar von MosqitoKiller,

Genau aus diesem Grund eben nicht. 3 Monate wären durchaus mehr als angemessen, eine neue Wohnung zu finden :-)

Ähm, erfolglose Wohnungssuche ist DAS Hauptargument für den Widerspruch wegen § 574 BGB, aus welchen Gründen auch immer. Die Länge der Kündigungsfrist ist dafür völlig belanglos, solange sich der Mieter nachweislich erfolglos bemüht, da kann er auch Jahre suchen, wenn er keine findet...

Mich würde da interessieren, ob du hier gleichermassen argumentieren würdest, wenn der VM ebengleich Fortsetzung des Mietverhältnisses verlangen dürfte, fände er keinen Nachmieter :-O

Diese Frage ist irrelevant, da es für den Vermieter kein gesetzliches Widerspruchsrecht gegen eine Kündigung gibt, für den Mieter aber schon...

Aber um die Frage dennoch zu beantworten: Ja, auch wenn der Vermieter das ebenfalls verlangen dürfte, würde ich das, denn es ist gesetzlich zugebilligtes Recht...

Antwort von NicoleNoeker,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Ich hab erst gestern oder vorgestern gesehen, dass wenn der Vermieter mehrere Häuser/Wohnung zur Verfügugn hat und diese unbewohnt sind... muss er euch eine vergleichbare Wohnung anbieten oder seine Tochter samt ihrer Familie dort einquartieren.

Sonst habt ihr leider Pech

Am Besten ihr lasst euch von einem Anwalt für Mietrecht beraten.

Kommentar von Yentl51,

Sie war doch schon beim Anwalt, hat sie geschrieben. Wenn der Vermieter mehrere Wohnungen hat, stimmt dein Einwand.

Antwort von magdabks,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Kündigung wegen Eigenbedarf ? - ei dann such dir eine neue Wohnung. Alles andere ist Unsinn und Geldschneiderei.

Antwort von binima,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

wenn die wirklich einziehen werden habt ihr keine Chance

Antwort von albatros,

Ich verstehe dich so, dass der V. euch wg. Eigenbedarf zum 28.2 gekündigt hat, ihr selbst aber zum 30.4 Ihr möchtet also 2 Monate länger bleiben als der Vermieter es will. Ihr wohnt erst 8 Monate, nun sollt ihr wg. EB schon wieder raus. Die Rechtsprechung sagt dazu, dass der Vermieter schon mit etwas Weitsicht so schnell nicht kündigen darf, sondern schon mindestens 5 Jahre in der Lebensplanung vorausgeschaut werden muss und kann. Insgesamt scheint mir der EB nur vorgeschoben. Außerdem solltet ihr der Kündigung wegen Härte widersprechen. Wann wurde die Kündigung zugestellt? Kündigungsfrist beträgt 3 Monate.

Kommentar von jeany300688,

Falsch verstanden :-)

VM hat uns zum 30.04. gekündigt. Tochter von VM muss aus ihrer Wohnung zum 28.02 raus. Kündigung wegen Eigenbedarf ist uns am 24.01. zugegangen.

Antwort von johnnymcmuff,

Was sagt ihr dazu?

Die Kündigung wgen Eigenbedarf scheint berechtigt.

Es ist schon eigenartig: Erst zieht die Tochter des Vermieters/Papa aus weil sie andauernd streiten, dann ziehenwir ein, stellen nach und nach heftige Mängel fest, mindern daraufhin die Miete und jetzt bekommen wir die Kündigung wegen Eigenbedarf

Wie die Familienverhältnisse sind ist nicht relevant und ob der Eigenbedarf vorgeschoben ist, müssten Sie beweisen.

Antwort von jeany300688,

Wir finden einfach nichts, was wir uns leisten können! Und woanders hinziehen kommt nicht in frage!!! :-(

Und bevor nochmal einer schreibt, wir sollen unseren Hund ins Tierheim geben...Nein! Sam ist ebenso Familienmitglied wie wir auch.

Kommentar von Yentl51,

Das ist die richtige Einstellung ! Sonst könnte man auch sagen, dass man seine Kinder wegen einer Wohnung auch zur Adoption freigeben könnte.

Antwort von DerAntworter123,

Was viele Mieter vergessen ist, wem die Wohnung eigentlich gehört, wer also der Eigentümer ist. Den Hund könntet ihr übrigens auch ins Tierheim weg geben mit Menschen Kindern macht man sowas eher nicht.

Kommentar von MosqitoKiller,

Niemand kann verlangen, wegen Eigenbedarfs einen Hund ins Tierheim zu geben, das kommt in Bezug auf § 574 BGB niemals durch...

Kommentar von DerAntworter123,

Wenn der Hund verhindert das man eine Wohnung bekommt muss mann sich eben überlegen das man den Hund hergibt.

Kommentar von MosqitoKiller,

Nun, ich glaube nicht, dass Gerichte das so eindeutig sehen würden...

Kommentar von jeany300688,

Du hattest anscheinend noch nie einen Hund! Nur soviel, der Hund ist ein Familienmitglied und ihn wegzugeben grenzt an seelische grausamkeit!!!

Kommentar von MosqitoKiller,

Würde ein Gericht im Zweifel vermutlich genauso sehen...

Kommentar von imager761,

Von "Verlangen" scheint auch nicht die Rede.

Nur wäre Hundehaltung kein Argument, Eigenbedarfskündigung anzufechten, nur weil damit keine passende oder bezahlbare Wohnung zu finden ist.

Das Handicap läge nun außerhalb der Verantwortung des Kündigenden.

Kommentar von MosqitoKiller,

Nur wäre Kinderreichtum [...] kein Argument, Eigenbedarfskündigung anzufechten, nur weil damit keine passende oder bezahlbare Wohnung zu finden ist.

Bitte???????????????? Was denn dann, auf welchem Planeten lebst Du? Wenn man viele Kinder hat und deswegen keine Wohnung findet, ist das DAS schlagende Argument überhaupt, welches jede noch irgendwie begründete Eigenbedarfskündigung sofort zunichte macht (fristgerechten Widerspruch gem. § 574 BGB vorausgesetzt)...

Aha, gerade noch rechtzeitig editiert...

Sehe ich dennoch nicht so, Hundehaltung wäre ja auch z.B. für den Vermieter ein Argument für einen Eigenbedarfskündigung, warum sollte sie kein Grund für einen Widerspruch sein?

Kommentar von DerAntworter123,

Wem gehört die Wohnung?

Antwort von Esor1,

man müsste die Tochter fragen ob das so stimmt , wenn nicht darf der Vermieter diese Kündigung nicht aussprechen weil das dann verboten ist . es könnte ja sein dass er euch nur heraushaben will um Kosten zu sparen

Antwort von Yentl51,

Die Geschichte ist zwar komisch, aber unanfechtbar, wie ich das sehe. Eigenbedarf geht immer, wenn er begründet ist.

Kommentar von MosqitoKiller,

Unanfechtbar ist keine ordentliche Kündigung, denn es geht natürlich immer ein Widerspruch wegen Härtefall...

Antwort von MissStress,

hört sich aber leider rechtens an. ihr werdet ausziehen müssen wenn die tochter wirklich vorhat dort einzuziehen.

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