Frage von Yoolaa96, 138

Draußenkater zu Wohnungskater machen?

Hallo, mein kater wird im Oktober 1 Jahr alt. & da ich nächstes Jahr bzw. in 2 Jahren von meinen Eltern weg ziehe um zu studieren will ich nartürlich meinen Kater mitnehmen, da er wie ein Kind für mich ist. Er ist seit Februar oder so glaube ich draußen & seit März/April regelmäßig, manchmal auch übernacht wenn er solange unterwegs ist. Da ich ihn unbedingt mitnehmen will ist meine Frage, wie kriege ich ihm das möglichst angenehm angewöhnt nur drinnen zu sein oder halt eventuell mal auf dem Balkon?

Dankeschön für alle hilfreichen Ratschläge :)

Antwort
von Arya87, 14

Wie du ihn möglichst angenehm umgewöhnen kannst? Gar nicht, bitte! Freigänger zu Hauskatzen zu machen, ist Tierquälerei, wenn sie nicht schon sehr alt sind. 

Wenn dein Kater wirklich wie ein Kind für dich ist, dann bitte tu ihm das nicht an. Das ist nicht nur für ihn eine Quälerei, sondern kann es durch Verhaltensauffälligkeiten, wie alles vollpinkeln, stundenlanges Miauen etc. auch für dich werden.

Deswegen meine Ratschläge:

1.) Lass ihn für die Studienzeit noch bei deinen Eltern und such dir danach eine Erdgeschosswohnung mit Freilaufmöglichkeiten und siedel ihn dann erst um. 

2.) Wenn du den Kater mitnimmst, zieh in eine Wohnung, die im Erdgeschoss liegt und wo er relativ gefahrlos rauskann, also nicht unbedingt zu einer Hauptstraße raus.

3.) Ich weiß ja nicht, in was für eine Wohnung du für dein Studium ziehen möchtest, aber eine WG z.B. ist für so eine Katze eh sehr anstrengend. Viel Besuch, Kommen und Gehen, fremde Leute etc. Falls du in eine WG ziehst, kläre auf jeden Fall ab, dass der Kater niemanden stört, keiner eine Allergie hat und der Kater in alle Zimmer dürfte. Die Mitbewohner sollten relativ katzenlieb sein. Dass er in bestimmte Zimmer nicht darf, wird er nämlich nicht verstehen.

4.) Gerade Katzen, die allein gehalten werden, brauchen viel Aufmerksamkeit und Zeit von "ihrem" Menschen. Überleg dir genau, ob du ihn in dieser Hinsicht artgerecht halten kannst. Du wirst viel unterwegs sein, in der Uni, auf Parties, Cafe trinken, in der Bibliothek. Für den Kater wird es nicht so schön sein, so viel allein zu sein. 

5.) Ein paar gute Tipps zur Umgewöhnung und zum Umzug (findest du weiter unten im Artikel): https://kautionsfrei.de/blog/haustier-und-mietwohnung-tipps-zu-mietrecht-wohnen-...

6.) Normalerweise hängen Katzen an ihrem Revier und nicht an ihrem Menschen. Für den Kater wird daher - auch wenn das traurig ist - weniger schlimm, wenn du ausziehst, als wenn er auszieht. Es gibt allerdings Ausnahmen. Die Katze von meiner Mitbewohnerin im Studium damals wurde tatsächlich depressiv ohne sie und hat nicht mehr gefressen. Sie musste sie dann vom Einfamilienhaus mit Garten in eine Dachgeschosswohnung umsiedeln. Deswegen würde ich empfehlen, dass du ihn erst mal bei deinen Eltern lässt, aber dir eine zumindest annähernd geeignete Wohnung suchst, um ihn zur Not nachholen zu können.

Ich wünsche euch beiden alles Gute!

Kommentar von Yoolaa96 ,

Die sache ist die das Studium geht ja 5 Jahre & dann weiß ich nicht mehr ob er so an mir hängt.. Nein ich will sowieso irgendwo hin ziehen wo er dann auch raus kann das habe ich alles schon bedacht. 

Aber danke :)

Kommentar von Yoolaa96 ,

Außerdem ist er ja auch gewöhnt drin zu sein, weil er auch so am Tag immer paar Stunden drinnen ist vorallem auch nachts

Antwort
von BrightSunrise, 58

Das wäre eine Qual für den Kater.

Außerdem solltest du dir dann eine zweite Katze anschaffen, da Katzen keine Einzelgänger sind, kannst du das Geld und den Platz dafür aufbringen?

Grüße

Kommentar von Yoolaa96 ,

Da ich mit meinem freund zusammen ziehen werde der eine Katze hat ist das nicht das problem

Kommentar von BrightSunrise ,

Es wäre trotzdem furchtbar für ihn.

Expertenantwort
von palusa, Community-Experte für Katze, 40

Wird kaum klappen. Nur wenige Freigänger akzeptieren das. 

Da müsste außerdem ne zweite Katze bei. Als Student kannst du nicht für eine wohnungseinzelkatze da sein, abgesehen davon ist der zu jung für ein Leben in Einsamkeit.

Finanziell kanns auch eng werden. Für Wohnungskatzen brauchst du Minimum 45m^2 Wohnfläche, wenige Studenten können sich das leisten.

Ich würde eher ne Wohnung am Stadtrand empfehlen, die Freigang erlaubt. Sind meist auch günstiger als zentrumsnahe Wohnungen. Bedeutet dann längere Fahrten zur Uni..

Kommentar von Optiman ,

Hallo,
Freigänger gibt's nur im Strafvollzug als Resozialisierungsmaßnahme !
Ein Haustier unbeaufsichtigt, sorglos draußen rumstreunen und wildern zu lassen, ist etwas ganz anderes ...
nämlich unverantwortlich !

Kommentar von palusa ,

und was machen wir dann mit den hundertausenden katzen, die sich nicht in der wohnung halten lassen, weil freigänger (was eine katze mit freigang ist, es soll ja in der deutschen sprache durchaus worte mit mehr als einer bedeutung geben..) sich in aller regel nicht in der wohnung halten lassen? aussetzen und sich selbst überlassen oder einschläfern?

und was machen wir mit den nochmal millionen wild lebenden katzen, die überhaupt keinen menschenkontakt wollen, teilweise zeit ihres lebens von keinem menschen jemals gesehen werden? mit den bauernhofkatzen, deren aufgabe das fangen und fressen von mäusen ist, heute wie vor 300 jahren?


und wenn wir die alle irgendwie eingesperrt haben, was machen wir dann mit der zwangsläufig auftretenden mäuseplage? katzen sind immer noch hauptverantwortlich dafür, mäuse in schach zu halten; ratten bis zu nem gewissen grad ebenfalls. massig gift auslegen und hoffen, dass wenige kinder damit spielen?


du hast eine wunderbar schwarzweiße weltsicht. leider funktionieren schwarzweiße welten in der realität nur selten.

Kommentar von Yoolaa96 ,

Mein Kater ist ja auch jeden Tag für ein paar Stunden drin vorallem auch nachts

Antwort
von Dackodil, 37

Wenn man ein anderes Lebewesen liebt, will man, daß es ihm so gut als irgend möglich geht, auch wenn das für einen selbst mit Schmerzen verbunden ist.

Wenn du es also ernst damit meinst, läßt du ihn da, wo er glücklich ist!

Eine Katze, die Freigang gewöhnt ist, kann man nicht zur Wohnungskatze umfunktionieren.

Sie, bzw. in diesem Falle er, wird todunglücklich und Verhaltensprobleme sind vorprogrammiert, von urinieren in der Wohnung über Zerstörung von Möbeln bis zur Aggressivität gegenüber Menschen.

Bitte laß ihn wo er ist, und besuche ihn lieber öfter.

Kommentar von Optiman ,

Hallo,
Freigänger gibt's nur im Strafvollzug als Resozialisierungsmaßnahme !
Ein Haustier unbeaufsichtigt, sorglos draußen rumstreunen und wildern zu lassen, ist etwas ganz anderes ...
nämlich unverantwortlich !

Antwort
von Lilly11Y, 45

Das solltest du nicht machen. Eine Katze die als Freigänger gelebt hat, wird totunglücklich, wenn sie eingesperrt wird.

Da du deinen Kater liebst, solltest du wirklich überlegen, ihn bei deinen Eltern zu lassen. Auch wenn das hart für dich ist.

Dort kann er weiterhin raus, in seiner gewohnten Umgebung. Das macht ihn glücklich. 

Natürlich würde er dich vermissen, aber das ist für ihn wesentlich weniger schlimm, als ihm den Freigang und die gewohnte Umgebung zu nehmen.

Man muß leider sagen, ihn mitzunehmen wäre egoistisch.

L. G. Lilly

Kommentar von Optiman ,

Hallo,
Freigänger gibt's nur im Strafvollzug als Resozialisierungsmaßnahme !
Ein Haustier unbeaufsichtigt, sorglos draußen rumstreunen und wildern zu lassen, ist etwas ganz anderes ...
nämlich unverantwortlich !

Kommentar von Lilly11Y ,

Diese Wortspielerei ist ganz niedlich, aber etwas deplatziert.

Zur Unverantwortlichkeit: hast du dich wenn es um das Thema Natur geht schon einmal darüber beschwert, daß eine Dohle ein Amseljunges tötet oder ein Hecht ein Entenjunges?😏

L. G. Lilly

Antwort
von Reanne, 55

Kaum eine Chance. Freigänger lassen sich nicht mehr zu Wohnungskatzen umerziehen. Mir wurde mal ein Kater nur für 3 Tage gebracht und hier konnte er nicht raus, Hauptverkehrsstraße - er saß nur vor der Wohnungstür und miaute ununterbrochen, es war herzzerreißend. Auch mein Balkon war für ihn keine Alternative. Lass das Tier bei Deinen Eltern.

Antwort
von Socat5, 61

Freigänger plötzlich einzusperren ist grausam. Der kann dir verhaltensauffällig und depressiv werden. Ich verstehe schon, dein Ein und Alles, aber wenn du ihm was Gutes willst, dann lass ihn bei deinen Eltern. Ich weiß, das ist keine gewünschte Antwort, aber so schön wie draußen wirst du es ihm nie machen können. Auch Katzen, die niemals draußen waren, wissen instinktiv, dass sie da hin gehören, sie fühlen sich scheinbar wohl in der Wohnung, aber eigentlich ist das eher eine Art Resignation.

Kommentar von Optiman ,

Hallo,
Freigänger gibt's nur im Strafvollzug als Resozialisierungsmaßnahme !
Ein Haustier unbeaufsichtigt, sorglos draußen rumstreunen und wildern zu lassen, ist etwas ganz anderes ...
nämlich unverantwortlich !

Antwort
von Darklover0, 47

Also ich habe meine Katze, die immer raus durfte, über Nacht zur Wohnungskatze gemacht, nachdem ein Auto ihr über den Schwanz gefahren ist und mir das ganze dann einfach zu gefährlich wurde.

Am Anfang hat sie natürlich schon oft gemaunzt und mir angezeigt, dass sie raus will, aber mit der Zeit hat sie sich daran gewöhnt und es akzeptiert.
Ich denke, du solltest einfach mal eine Zeit lang ausprobieren, wie es deinem Kater damit geht. Beschäftige ihn so oft wie möglich, damit ihm nicht langweilig wird und schau, ob es ihn stört bzw. ob er psychisch auffällig wird, weil er nicht mehr raus kann. Wenn ja, dann würde ich dir auch raten, dass du ihn bei deinen Eltern lässt, weil es für ihn das Beste wäre.

Aber austesten würde ich es auf jeden Fall. Manche Katzen sind da sehr unkompliziert. ;)

Im Übrigen habe ich ihr nach einem Jahr noch eine kleinere Katze dazu getan (eine Bauernkatze), weil meine Große schon sehr faul wurde und seit dem läuft es wirklich super. Die beiden können sich sogesehen zwar nicht so richtig leiden, aber da sie sich gegenseitig immer ein bisschen ärgern, ist meine Große (8 Jahre) auch wieder jung geworden und hat wieder zu spielen angefangen.

Kommentar von Dackodil ,

Das ist die absolute Ausnahme und hat wohl mit einem eher phlegmatischen Charakter der Katze zu tun.
Oder sie hatte schon "aufgegeben".

Kommentar von Darklover0 ,

Das ist natürlich möglich, aber die kleine Katze war ja zuerst auch eine Bauernkatze und monatelang draußen, bevor sie zu mir kam. Sie braucht natürlich viel Beschäftigung, aber dass sie rauswill hat sie zum Beispiel noch nie angezeigt. Obwohl ich sie ab und an mit zu meiner Mutter nehme, wenn ich bei dieser übernachte und sie dort auch tagsüber rausdarf, weil dort nichts passieren kann.

Aber kann ja sein, dass da nur ich Glück habe und ich muss auch sagen, dass ich sie nur in meiner derzeitigen Wohnsituation nicht rauslasse. Wenn ich was besseres gefunden habe, in einer ruhigeren Verkehrslage, dürfen beide wieder raus. :)

Kommentar von Dackodil ,

Da hast du wirklich Glück, daß du so ein geduldiges Exemplar hast.

Ja, die Katze wäre sicher überglücklich, wenn sie regelmäßig raus könnte.

Kommentar von Optiman ,

frage mich gerade was wohl eine Bauernkatze ist, bzw. was du darunter verstehst?

Antwort
von PikachuAnna, 40

Einmal Freigänger,immer Freigänger.Es wird eine Qual für die Katze sein.

Kommentar von Optiman ,

Hallo,
Freigänger gibt's nur im Strafvollzug als Resozialisierungsmaßnahme !
Ein Haustier unbeaufsichtigt, sorglos draußen rumstreunen und wildern zu lassen, ist etwas ganz anderes ...
nämlich unverantwortlich !

Antwort
von Optiman, 26

Hi,
das hast du richtig dumm gemacht, denn dieses.Prob. mit ausgewilderten Hauskatzen gibts leider immer wieder vielerorten. Sorglos und naiv wird das Tier oft über Jahre als sog. "Freigänger" sich selbst überlassen - Ist ja dann auch eine bequeme  5-Minuten Katz 

Würde übrigens auch mit Hunden ähnlich verlaufen, wie in Südeuropa und Nordafrika etc. leider zu beklagen ist. Nur hier bei uns sind natürlich die Winter härter und die Hunde müssen gechippt, angemeldet und versichert werden.
Warscheinlich wird auch hier erst der Zwang zum chippen und versichern der Katzen mit einer konsequenten Bestrafung der Vermehrer zum billigen Nachschub hier ein Wandel darstellen. 

na denn, Optiman

Kommentar von Yoolaa96 ,

Er ist ja nicht nur draußen er ist auch jeden Tag drin vorallem auch nachts 

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