Frage von dubblenna, 79

Drang Fleisch zu essen obwohl man vegetarisch ist, ist das normal?

Hallo :) Ich bin 15 Jahre alt und lebe seid etwa einem Jahr vegetarisch. (will später auch vegan leben) Heute mittag hatte ich plötzlich hunger auf Fleisch oder auf Sachen, die ich eigentlich garnicht mag (Spagel, Bohnen..) Ich hab mir dann nach einem Jahr einfach ein Brötchen mit Mett gemacht und es gegessen hab es aber bereut weil ich dann magenschmerzen bekommen habe. Ist das Normal das ich manchmal hunger auf Fleisch habe? Ich hab auch Phasen wo ich mir am liebsten einen Burger von MC Donalds essen möchte aber das hab ich bis jetzt nicht gemacht. Also ich habe ein Jahr kein Fleisch mehr gegessen aber hatte halt immer diese Phasen. Und heute konnte ich es einfach nicht mehr aushalten.. Ist das normal? Kennt das jemand von euch vielleicht? Danke für eure Antworten:)

Antwort
von Tierfreund97, 21

Also ich bin seit bald 4 Jahren Vegetarier und das auch moralischen Gründen. Mir tun die armen Tiere einfach nur Leid. Ich mochte echt richtig gern, aber vor fast 4 Jahren habe ich dann das letzte mal welches gegessen. Seit dem hatte ich nicht ein mal das Bedürfnis Fleisch zu essen und je länger ich Vegetarier bin, desto mehr "ekel" ich mich vor Fleisch. Also ich kann es anschauen und riechen, meine Familie isst es ja auch nach wie vor, aber wenn ich mir vorstelle, dass ich das essen müsste, hab ich echt das Gefühl, dass ich brechen müsste. Aber ich habe auch schon von vielen Vegetariern gehört, dass sie ab und an Fleisch essen, obwohl es, meiner Meinung nach, nicht okay ist. Entweder Vegetarier und dann immer, oder eben nicht. Aber das ist jedem selbst überlassen und solang es einem selbst gut geht, ist ja alles in Ordnung. Und solang du es mit deinem Gewissen vereinbaren kannst, ist auch alles okay. Ich könnte es nicht, aber das muss ich ja auch nicht.

Liebste Grüße. :)

Antwort
von moonbrain, 14

Sowas kann es schon geben. Ich bin seit 10 Jahren Vegetarier bzw. nun seit 5 Jahren Veganer. Was mir lange fehlte, waren die Gewürze...nicht das Fleisch.

Ich war früher ein regelrechter Fleischvernichter und habe aus ehtischen Gründen aufgehört, Fleisch zu essen. Ich könnte nicht mehr zurück, ich weiss zuviel.

Es gibt mittlerweile leckere vegane Burger und sogar eine Art Kebap und auch Cevapcicis. Schau z. B. mal im Rewe im Kühlregal bei den (Fleisch....-) Frikadellen, dort findest du solche Sachen. Glaube Aldi hat auch was....Augen auf, dann findest du ;-)

Es gibt Stoffe in Fleischprodukten, welchen man nachsagt, dass sie süchtig machen können. Z. B. Nitritpökelsalz...das hilft, dass die Salami rot ist und nicht grau....lecker, gelle? Einfach mal googlen...

Antwort
von Infomercial, 46

Ja, das ist normal und die Erklärung ist auch ganz einfach. Dein Körper zeigt/signalisiert dir einfach, was er braucht/was ihm fehlt. Ein evolutionsbiologische Relikt aus der Urzeit. Früher hat sich kein (Ur)Mensch Gedanken über den Nährstoff- oder Vitamingehalt gemacht. Die haben instinktiv dem Verlangen ihres Körpers nachgegeben und das gegessen, was der Organismus verlangt hat.

Kommentar von Tierfreund97 ,

Wieso habe ich dann seit 4 Jahren nicht das Bedürfnis Fleisch zu essen und entwickle einen richtigen Ekel?

Kommentar von Infomercial ,

Es gibt eine Fähigkeit, die haben alle Menschen gemeinsam: nennen wir sie mal Autosuggestion - weniger eloquent formuliert: man kann sich Dinge wirklich einreden - der Unterschied besteht darin, was die Menschen draus machen.

Manche nutzen es um sportliche Höchstleistungen zu vollbringen, Ängste zu überwinden oder Schmerz auszublenden. Andere denken, sie wären nichts wert, hätten ein Problem mit Mathematik oder werden eben Vegetarier.

Antwort
von reverse95, 55

Hi,

das ist sicher vollkommen normal. 

Klar: Es gibt Vegetarier, die (auch) deshalb auf Fleisch verzichten, weil sie es einfach nicht mögen, weil es ihnen nicht schmeckt.

Du bist wohl aus reiner Moral Vegetarier, obwohl du eigentlich ganz gerne Fleisch isst. Trotzdem sagst du: Nein, Fleischkonsum möchte ich nicht unterstützen.

Deine Entscheidung, Vegetarier zu sein, ist super. Halte daran fest: Du musst nur immer dein "Verlangen" gegen deine Prinzipien stellen und entscheiden, was für dich wichtiger ist. Vegetarisch zu leben und damit einer Überzeugung zu folgen, oder Fleisch zu essen. Beides ist ok - deine Entscheidung.

Kommentar von Infomercial ,

Genau. Du mußt einfach nur entscheiden, ob du gesund oder eben "moralisch" leben willst.

Kommentar von reverse95 ,

What? Warum soll es nicht gesund sein, ohne Fleisch zu leben?

Kommentar von Choci ,

Sollten solche extremen Gelüste, dass man ihnen nachgeben muss, nicht ausbleiben, wenn man sich gesund ernährt? Egal ob mit oder ohne Fleisch

Kommentar von reverse95 ,

Naja, das kann man schon so sehen.

Wenn du allerdings aus ethischen Gründen sagst, dass du kein Fleisch essen möchtest, bist du hier in nem Konflikt. Wenn du dann diesen Gelüsten nachgibst und alle paar Wochen ein Steak verdrückst, betrügst du dich selbst.

Das muss jeder für sich entscheiden. Jedesmal, wenn ich Hühnchen esse, denke ich auch: "Mist, das Tier wurde geboren, um zu sterben und wurde wie ein Stück Müll behandelt, bevor es für mich geschlachtet wurde ..."

Kommentar von Rationales ,

Es ist keineswegs gesund, sich Fleisch oder gar alle tierischen Produkte zu verbieten. Denn dadurch kommt man fast zwangsläufig zu einer bedenklichen Kohlenhydrate-Überernährung.

Kommentar von reverse95 ,

Nö. 

Wenn ich auf Fleisch verzichte, nehm' ich mir eben meine Proteine aus anderen Lebensmitteln. Aus Eiern, Linsenfrüchten, Nüssen, Milch, Käse ... Außerdem kann ich meine Fette hochschrauben, dann sinken die Carbs noch weiter.

Man müsste schon sehr viel Fleisch täglich essen, um - wenn man die gleiche Menge stattdessen aus Kohlenhydraten bezieht - in eine ZU kohlenhydratlastige Ernährung zu rutschen. So viel Fleisch isst niemand.

Der Durchschnitts-Deutsche isst ja sowieso nicht jeden Tag Fleisch. 

Kommentar von Rationales ,

Ich lehne den Kommentar von "reverse95" ab.

Grundsätzlich besteht natürlich die Möglichkeit, andere Proteinquellen heranzuziehen. Aber bei VEGANERN wird es hierbei sehr eng. Weiterhin hat wohl die Mehrzahl der Vegetarier/Veganer gar nicht die Ernährungsbildung bzw. die Motivitation, hier richtig zu kombinieren.

Ich kenne viele "fleischlose Leute", die sind dick und krank. Sie stopfen sich mit Brot, Kartoffeln, Reis und Gebäck voll und fühlen sich miserabel.

Kommentar von reverse95 ,

Ich lehne den Kommentar von "dir" ab. ;)

Von Veganern war hier nie die Rede. Genauso kannst du nicht alle Vegetarier beschuldigen, sich nicht mit ihrer Ernährungsform auseinander zu setzen. Woher bitte nimmst du dir dieses Recht?

Außerdem spiegeln deine Erfahrungen mit Vegetariern nur einen sehr, sehr kleinen Bruchteil wieder.

Letzten Endes beschreibst du nur eins: Es gibt Vegetarier, die ungesund leben. Genauso gibts aber auch Fleischesser, die ungesund leben. 

Das heißt NICHT, dass die vegetarische Lebensweise ungsund IST. Man muss nur einen Plan von Ernährung haben. 

Kommentar von moonbrain ,

So ein Blödsinn...Gemüse hat ja soooo viele Kohlenhydrate.

Veganismus zählt erwiesenermassen zu den gesündesten Ernährungsformen. Bitte informiere dich, bevor du hier Halbwahr- bzw. komplette Unwahrheiten verbreitest. Du solltest Ernährungstipps nicht aus der Bild holen...

Antwort
von Baringo, 14

Vegetarisch oder vegan zu leben, ist meines Erachtens eine moralische Entscheidung. Wir Menschen sind von Natur aus Fleischesser. Das rechtfertigt natürlich keine Massentierhaltung. Ich kämpfe seit Jahren mit dieser Frage. Es hilft mir, auf McDonalds zu verzichten.

Antwort
von Rationales, 24

Verzicht auf tierische Produkte ist unvernünftig und nur bei tiefem Ernährungswissen kann man Gesundheitsschäden abwenden.

Die Veganerei ist gar nicht mehr zu rechtfertigen - sie ist nur noch Religionsersatz und führt fast mit Sicherheit zu Schwäche, Mangelzuständen, psychischen Krisen usw. Die Verbitterung und die Aggression der Veganer ist sprichwörtlich.

Mittlerweile gibts auch einige Warn-Bücher gegen die Jugendspinnerei, z.B. "Dont go Veggie".

Kommentar von dubblenna ,

Ich hab es auch schon versucht vegan zu leben Hab es aber nicht geschafft.. Wenn ich später (also mit 18 oder so) alleine wohne versuche ich das länger durch zu ziehen. Meine beste Freundin will auch versuchen vegan zu leben deswegen denke ich das das eher klappt als wenn ich Zuhause wohne und im Kühlschrank Eis oder sowas ist.

Kommentar von Rationales ,

@ dubblenna

Nein, das "in Versuchung führen" ist keineswegs der Punkt.

Veganerei ist hoch unnatürlich für den Menschen. Veganerei entspricht weitgehend der Fehlernährung, die man in geschäftemacherischer Absicht von 1980 bis 2007 den Leuten gepredigt hat: Viel Getreide, sonst. Kohlenhydrate, Fetthysterie, massig Obst.

Veganerei ist eine Art Wohlstandsreligion für tierverliebte Jugendliche. Aber wie Millionen Erfahrungsberichte zeigen, fühlt sich kaum ein Veganer leistungsstark, glücklich und satt. Das Gegenteil ist die Regel.

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