Frage von Webmonsta, 59

Dr. Robert Lustig Zucker, Ernährung?

Hey.
Wie sollte denn jetzt eine Gesunde Ernährung aussehen. Zucker und Fett und Salz sind also Giftig und machen krank. Anderer Seits wird Fett und Zucker doch für Funktionen die was mit den Hormonen usw zutun haben gebraucht. In dieser Welt wird man sowas von verarscht, man weiß ja nicht mal mehr was man essen darf und was nicht. Also wie viel Zucker ist ok, wie viel brauch das Menschliche System. Welche Zuckerarten sollte man gabz weglassen. Ach gebt mir einfach einen Bericht der nicht von den Lobbyisten bezahlten Instituten usw. geschrieben wurde. Diese ganzen PR Aktionen aus den 50-70 Jahren usw. haben uns alle verblendet, laut ein paar Youtube Videos. Überall sagen sie, das ist ungesund das ist undgesund und woanders sagen sie das ist gesund und das ist doch resund.
Mich interessiert das weil ich mit Akne zukämpfen habe, und später auf gar keinen Fall mit mehr Krankheiten beschäftigt sein will.

Ganz kurz. Wie sieht jetzt eine richtige Ernährung aus, wie viel Zucker darf man, wie viel Proteine darf man?
Ich will aber auch nicht aussehen wie ein dritte Welt Kind. Ich mache Sport und wilö meine Masse nicht verlieren. (Nicht zu viel Masse)

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Antwort
von OlliBjoern, 4

Lustig hat lediglich einige Dinge über Zucker geschrieben (soweit mir nun bekannt ist), vor allem war er kritisch gegenüber Fructose (aufgrund der Verstoffwechselung über die Leber). Der Satz "Zucker und Fett und Salz sind also Giftig und machen krank." ist - so wie er da steht - nicht korrekt, und so wird das auch Lustig nicht gesagt haben.

Eine angemessene (!) Menge an Zucker, Fett und Salz ist völlig in Ordnung (übrigens braucht der Körper durchaus eine gewisse Menge an Salz, ganz ohne geht es nicht). Lediglich das "Zuviel" an diesen Stoffen ist nicht gesund.

Richtig ist nur, dass wir (in den Industrienationen) im Durchschnitt (!, das heißt, dass individuelle Abweichungen durchaus bestehen können) zu viel von diesen Substanzen konsumieren.

Wie viel die richtige Menge ist, weiß ich nicht auswendig, vermutlich wird das auch vom Körpergewicht abhängen, und davon, wie viel Sport man macht. Sicher wird man irgendwo Richtwerte finden, wenn man möchte.

Antwort
von Grobbeldopp, 29

Du verlangst neutrale Belege. Seriöse wären wichtiger. Das verträgt sich nicht mir "laut ein paar youtube videos".

Der Mann redet unseriösen Kot und deine Verunsicherung basiert hauptsächlich auf der typischen Ernährungs-Panikmache.

Du bist ein sportlicher Typ, gut. Ernähr dich ausgewogen und angepasst an deinen Sport, vor Zucker, egal welcher Art, brauchst du dabei gar keine Angst zu haben. Das Hauptproblem, und Möglicherweise das einzige Problem mit dem zucker, ist das Übergewicht. Wenn du da komplett ungefährdet bist hast du kein Problem.  

Kommentar von Grobbeldopp ,

Mal abgesehen davon, zur Neutralität: Glaubst du Herr Lustig hätte mit seriöser Wissenschaft so viel Medieninteresse abgegriffen? Wohl kaum. Er hat seine Interessen ganz gut vertreten mit der unsinnigen Formulierung dass Zucker giftig sei.

Antwort
von MarkusJaja, 11

eieiei, es gibt überhaupt keine seriösen Studien die irgendwelche "gesunden" oder "ungesunden" Lebensmittel definieren könnten. Jeder Mensche ist anders und verträgt Dinge anders. Hör auf dein Körpergefühl und lass dich nicht verunsichern! (Übrigens: Ich esse viel Zucker, Salz und Fleisch und lebe noch ; )

Es gibt auch vernünftige Quellen sich zu informieren:
http://euleev.de/lebensmittel-und-ernaehrung/ernaehrungsunsinn-des-monats/569-er...

Antwort
von Mikkey, 17

Man kann sich mit besonders süßen oder besonders fetten Nahrungsmitteln zurückhalten, das ist schon in Ordnung. Wenn man keine Gewichtsprobleme hat, muss man selbst das nicht so ernst nehmen.

Expertenantwort
von ArchEnema, Community-Experte für Ernährung, 17

Wenn du schon Dr. Robert Lustig im Titel nennst, dann hör dir doch auch an, was er zu sagen hat!

Zucker (im Sinne von raffiniertem Kristallzucker) ist absolut überflüssig. Unser Körper braucht eine gewisse (kleine!) Menge Traubenzucker (Glucose), die er falls nötig auch selbst herstellen kann (aus Eiweiß und/oder Fett). Gesündeste Quelle für Traubenzucker ist Stärke (z.B. aus Kartoffeln, Nudeln, etc.).

Glucose ist auch Bestandteil von (Kristall-)Zucker - die andere Hälfte ist Fructose (Fruchtzucker). Gerade diese Fructose findet Dr. Lustig bedenklich - nicht ganz grundlos. Fructose wird nämlich in der Leber verwertet, und zuviel davon wird in Fett umgewandelt, welches vorerst in der Leber liegen bleibt - Fettleber, wie bei Alkoholmissbrauch.

Fett brauchen wir ebensowenig - wir können es ja wie gesagt aus Kohlenhydraten herstellen! Ausnahme sind mehrfach ungesättigte Omega-3- und -6-Fettsäuren, welche essentiell sind.

Unter dem Strich brauchen wir also Protein (Aminosäuren; einige davon sind "verhandelbar", weil nichtessentiell) und Omega-3/6-Fettsäuren (die 6er sind auch nicht so kritisch, außerdem futtern wir eh zuviele davon). Daneben Mikronährstoffe (Mineralstoffe, Spurenelemente, Vitamine), ggf. noch ein paar sekundäre Pflanzenstoffe und Ballaststoffe). Und natürlich Energie. Protein ist ein schlechter Energieträger, wir können ihn nicht gut verwerten. Da kommen dann doch wieder Kohlenhydrate und Fette ins Spiel. Aber eben bloß nicht zuviel davon!

Zu deiner Akne: Ich meine, dass Insulin und Entzündungsprozesse hier maßgeblich sind. Insulin geht hoch von (vor allem) Kohlenhydraten und (weniger stark) von Protein. Deshalb willst du von beidem nicht zuviel auf einmal essen, sondern gerade soviel wie nötig. Bei Protein bist du mit täglich 100g auf der (sehr) sicheren Seite. Das entspricht 400g Fleisch, ist also ne ganze Menge. Mehr muss es echt nicht sein. Bei Kohlenhydraten sind 100g, über den Tag verteilt, auch genug.

Fett erhöht den Insulinspiegel nicht wirklich (bzw. nur in Verbindung mit Kohlenhydraten). Das ist also unkritisch, sofern du genug Omega-3 und nicht zuviel Omega-6 einbaust. Ein Paar Gramm davon sollten ausreichend sein.

Aber damit kommst ja nie und nimmer auf deinen Energiebedarf! Es gibt daher im Grunde zwei Ansätze: LCHF (low carb, high fat) oder HCLF (high carb, low fat). "Low" heißt in beiden Fällen ca. 10 Energieprozent, höchstens. Also ca. 60g KH bzw. 30g Fett pro Tag. LCHF geht in der Praxis eher in Richtung Fleisch und Käse, d.h. deftiges. Vgl. Atkins. HCLF hingegen liebäugelt eher mit Obst und Vollkorn, oftmals vegetarisch oder gar vegan.

Die "normale" Ernährung hierzulande liegt eher bei ca. 40:40:20 (KH/Fett/Protein) und ist eher zum Fettwerden geeignet, solange man nicht Kalorien zählt!

Aus verschiedenen Gründen bin ich der Ansicht, dass LCHF für die meisten Leute mit Gewichts- und/oder Gesundheitsproblemen eher geeignet ist als HCLF. Aber das muss jeder selbst entscheiden bzw. ausprobieren...

Antwort
von melimelmel686, 29

Da sagt und schreibt sowieso jeder was anderes.

Am besten nornal und von keinem was zu viel/zu wenig

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