Frage von Tramming, 20

Down- oder frontfire Subwoofer im Heimkino?

Welche Art von Subwoofern ist besser geeignet wenn man den Bass spüren möchte? Immer wieder lese ich dass es keinen Unterschied macht jedoch wird ja beim downfire Prinzip der Boden mit angeregt und somit kommen die Schwingungen über den Boden an. Wie schaut es bei dem Frontfire Prinzip aus? Ist der Bass da auch spürbar? Also mit spürbar meine ich das in etwa so wie wenn man jetzt in einer Disco ist da spürt man den Bass ja auch recht gut. Welche Dezibel müssen gefahren werden um den Bass spürbar zu machen? Gibt es da Richtwerte oder sowas?

Antwort
von Peter42, 15

das Lautsprecherprinzip spielt dabei keine Rolle. Klar, ein Downfire "benutzt" den Fußboden, aber nicht(!) um ihn anzuregen, sondern als eine Art Schallführung. Wenn(!) ein Fußboden dank filigraner Konstruktion so schwingfähig ist, dass er von einem Downfire zum Schwingen angeregt wird, dann schwingt er auch bei jedem anderen bassstarken System (und das klingt in jedem Fall nicht gut, sondern dröhnt. Manche Hörer meinen zwar, "Dröhnen" wäre ein positives Qualitätsmerkmal, aber für die meisten ist es unangenehm). 

Antwort
von klamadu, 14

Beim Downfire ist das Chassis direkt über dem Boden wirksam. Bei der Frontabstrahlung könnte es schon mal 1/2 m oder mehr sein, je nachdem.

Ist das Chassis bei der Frontlösung nahe dem Boden, ist auch hier mit gleicher Bassintensität zu rechnen. Also kein Unterschied zwischen den beiden Varianten.

Dass es nicht der Boden ist, den man hört, das ist ja schon beantwortet worden. Beton oder Estrich wird sich kaum durch ein 30er Chassis zum Mitschwingen anregen lassen. Alte Holzböden aus dem 19. Jahrhundert vielleicht schon!?

Wenn man einen Sub bestmöglich laut haben möchte, dann in der Ecke des Raumes aufstellen. Probieren geht über studieren!

Antwort
von FrankLukas, 8

Die Antwort hängt eigentlich hauptsächlich davon ab, welcher Boden bei Dir vorliegt?! Ein Downfire-Subwoofer ist nicht geeignet bei Holzfußböden.

Wichtiger ist, wie der Subwoofer in Deinem Raum positioniert wird. Dazu ist es notwendig, verschiedene Aufstellorte auszuprobieren. Generelle Empfehlungen, wie: "Subwoofer zwischen den rechten und linken Frontlautsprecher positionieren", die gehen in die berühmte Hose, wenn die heimische Einrichtung vergleichsweise "schwingfreudig" auf tiefe Frequenzen reagiert. Im Zweifel hast Du dann nur ein Dröhnen.
Oder aber Deine Nachbarn hören ein wunderschönes Wummern – Du jedoch: NICHTS.

Im Netz gibt es Seiten mit kostenlosen Test-CDs, welche bei der Aufstellung des Subwoofers helfen.

Kommentar von Tramming ,

Danke für deine Antwort.

Der Boden dürfte nicht allzu schwingfreudig sein (Kellerraum) und direkte Nachbarn hab ich so gesehen nicht da freistehendes Haus.

Kommentar von FrankLukas ,

Dann solltest Du schon der größeren Auswahl wegen einen Downfire-Subwoofer in Betracht ziehen.
Aber eigentlich ist wichtig, dass Du die günstigsten Modelle ignorierst und Dich mit Modellen ab 300 Euro aufwärts beschäftigst. Das ist natürlich kein Gesetz.
Möglicherweise wirst Du auch mehrere Subwoofer ausprobieren müssen, bis Du den richtigen Kandidaten für Dich gefunden hast. Denn welcher Sub für Dich "der richtige Kandidat" ist, hängt auch davon ab, welche Art von Bass Du bevorzugst? Wenn es nur um eine fette Grundlage für Deinen kleinen "Brüllwürfel" gehen soll bzw. Du Gefallen daran findest, wenn beim Anhören Deiner Lieblingsmusik die Sessel hüpfen, dann taugt auch schon ein preisgünstiges Modell. Wenn Du aber einen trockenen, knackigen Bass favorisierst, welcher Deinen Heimkinoabend zu einem Erlebnis macht, dann darf es ruhig etwas mehr kosten.

Die Frage ist auch, wieviel Platz Du hast? Eventuell sind dann zwei kleinere Subwoofer besser als ein großes Modell. Zwei Subwoofer hätten auch den Vorteil, dass Du Deinen Bass viel besser "herausarbeiten" könntest. Zudem sind zwei Woofer sehr hilfreich, wenn Raum und Einrichtung zu Dröhnen und Möbelklappern neigt.

Und was viele Besitzer eines Sub nicht mehr missen möchten: eine Fernbedienung. ;)

Antwort
von SupraX, 19

Um Bass im heimischen Wohnzimmer richtig spürbar zu machen brauchst du hochwertige Komponenten aus dem hohen dreistelligen bis vierstelligen Preisbereich. Außerdem noch sehr hohe Lautstärken die deine Nachbarn sicher nicht so dolle finden werden.

Welches Prinzip dazu jetzt besser geeignet ist kommt auf den Raum, den Woofer und die eigenen Vorlieben drauf an. Besser oder schlechter gibt es da nicht.

Kommentar von Tramming ,

Also ohne schalldruck spürt man den Bass nicht?

Kommentar von SupraX ,

Naja sicher, es ist ja eben genau der Schalldruck den man spürt.

Kommentar von Canonio ,

Hochwertige komponenten braucht man mal ganz sicher nicht, denn druck machen kann jeder 10 zoller wenn er richtig verbaut ist, die frage ist wie präzise er ist um druckvollen kickbass darstellen zu können. ich hab bei mir einen selbstbausub um keine 350 euro stehen mit 2 8" chassis und 150W endstufe.

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