Frage von Mayo84 19.02.2010

Doppelte Grunderwerbssteuer?

  • Antwort von Schnydr 21.02.2010

    Leider wird es nicht ohne 2 x Grunderwerbsteuer gehen, da es sich um zwei Vorgänge handelt. Bei der Teilung des Gesamtgrundstücks an sich fällt keine Steuer an, aber danach gehört ja Deiner Mutter und dem Nachbarn von jedem Grundstück die Hälfte, sodass zunächst jeweils die Grundstückshälfte, die einen nicht betrifft, mit dem Nachbarn getauscht werden muss. Dabei fällt zum ersten Mal Steuer an, und zwar für den Nachbarn und für Deine Mutter, da jeder ein halbes Grundstück "erwirbt". Und beim Verkauf an den potentiellen Käufer fällt nochmals Steuer an.

  • Antwort von Marokiel 20.02.2010

    Wenn die Mutter bereits im Grundbuch des Gesamtgrundstücks eingetragen ist, wäre die Abwicklung einfach. Ist sie dagegen noch nicht eingetragen, wäre zu überlegen, dass der Nachbar die Teilfläche unmittelbar an den zukünftigen Käufer verkauft und sie den Erlös nach Teilungs- und Gerichtskosten erhält.

  • Antwort von golfjodler 20.02.2010

    Hallo mayo84, m.E. ist es möglich, über das erblich erworbene Objekt Deiner Mutter (Miteigentumsanteil oder Wohnungseigentum, ersichtlich aus dem Grundbuchauszug) einen Kaufvertrag abzuschließen. Der Nachbar muß seine Zustimmung erklären. Der Notar erstellt den Kaufvertrag und stellt gleichzeitig einen Antrag auf Vermessung, 2 Flurnummern werden gebildet. Die Kosten, auch die des Nachbarn würde übernehmen, da sie nicht allzu hoch sein können. Eine andere Möglichkeit ist die Bildung von Wohnungseigentum ( 2Einheiten), indem beim zuständigen Amt eine Abgeschlossenheitbesheinigung beantragt wird. Auch hier muß der Nachbar einverstanden sein. Der Käufer erwirbt dann das Haus wie eine Eigentumswohnung mit eigenem Grundbuch-eintrag. Jeweils ist nur einmal die Grunder-werbsteuer durch den Käufer fällig. Hoffe, habe Dir helfen können. Servus

  • Antwort von ilimmo 20.02.2010

    wenn es so ist, dass derzeit jedem Eigentümer sein Anteil vertragsmäßig definiert ist, dann hat eine Teilung ja nichts mit einem Verkauf zu tun. Dementsprechend ist aus meiner Sicht auch keine GErwSt fällig. Eine Teilung bedarf nur die Vermessung (Kosten!) und Änderung im Grundbuch (Kosten!). Dass es nachher verkauft wird ist ja eine eigene Geschichte. Dann ist natürlich Grunderwerbssteuer fällig. Gruß Adi

  • Antwort von glaubtmir 19.02.2010

    Ich würde sagen eine Teilungserklärung beantragen und das Grundstück wird vermessen. Dann evtl. den Grundstückstanteil mit Gebäude direkt am Käufer übertragen. So hatte ich es damals erworben von allerdings nur einem Eigentümer. Muss der Notar eigentlich wissen, sollte er zumindest.

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