Frage von Neutralis, 255

Doppelmoral bei Leuten die wollen, dass Deutschland Flüchtlinge aufnimmt?

Man möchte den Flüchtlingen ein besseres Leben schaffen, während man seit Jahrzenten Klamotten kauft, die durch Kinderarbeit entstanden sind, in dem Wissen, dass diese Kinder schon verhungert sind, weil der Lohn zu niedrig war. Wieso ist die Gesellschaft so ? Geht es im Endeffekt nur darum, ein gutes Gewissen haben zu können, sich gut zu fühlen und in der Gesellschaft als sozial zu gelten ?

Antwort
von Interesierter, 152

Natürlich ist es nicht richtig, wenn Kinder für einen Hungerlohn arbeiten müssen. Zumindest mal nach unserem Verständnis ist das so. Nur ist es eben so, dass die Uhren eben nicht auf der ganzen Welt so ticken, wie bei uns hier in Deutschland. So sind soziale Sicherungssysteme in weiten Teilen der Welt nicht die Regel sondern die Ausnahme. In vielen Ländern der Erde ist es vollkommen normal, dass die Kinder mit zum Familienunterhalt beitragen.

Schon an dieser Stelle muss die Frage erlaubt sein, ob es besser ist, einen niedrigen Lohn zu bezahlen, als überhaupt keine Arbeit anzubieten. 

Deine Verbindung der Frage mit der Aufnahme von Flüchtlingen macht mich aber doch einigermaßen stutzig, ob es dir hier wirklich um die arbeitenden Kinder geht oder ob es hier nicht vielmehr um eine Diskreditierung von Menschen hier im eigenen Land geht.

Dazu solltest du wissen, dass die Produkte von allen, also auch von denen, die Flüchtlinge ablehnen, gekauft werden. Irgendwie macht diese Verbindung keinen rechten Sinn bzw. nur im "rechten Sinn" Sinn.

Kommentar von Neutralis ,

Nein ich bin bestimmt nicht rechts, im Gegenteil, ich bin sogar dafür, dass man Flüchtlinge aufnimmt. Trotzdem die Frage wieso manche Menschen aufeinmal ihre Meinung ändern (Flüchtlings Befürwörter) und andere genauso weitermachen, dafür aber kritisiert werden (Rechte).

Kommentar von Interesierter ,

Zunächst mal weisst du als Kunde nicht, wer dieses Produkt unter welchen Bedingungen hergestellt hat. Aus diesem Grund ist der von dir pauschal erhobene Vorwurf schon mal nicht haltbar.

Sorry, aber deine Fragestelung lässt genau auf das von mir geschilderte Motiv schliessen. 

Und zur Flüchtlingsdebatte: Eine generelle Zurückweisung der Flüchtlinge ist nicht möglich und auch nicht zulässig. Vom moralischen Standpunkt aus ist die Verweigerung unterste Schublade.

Vielmehr sollten wir uns Gedanken machen, wer unter welchen Bedigungen wie lange bleiben darf, wo bzw. wie er untergebracht wird und wer evtl. für immer bleiben darf und wie dieser dann zu integieren ist. Und natürlich müssen wir auch klar definieren, wer kein Bleiberecht hat und unverzüglich zurückgeführt wird.

Wir sollten nicht so sehr über das ob sondern vielmehr über das wie diskutieren.

Kommentar von Masuya ,

Die Frage hat doch nichts mit rechtem Gedankengut zu tun. 

Diese Person fragt sich nur, wie das sein kann, dass wir auf der einen Seite für Flüchtlinge ein gutes Leben gewähren wollen. Wenn diese Menschen aber in ihrem Land bleiben, scheren wir uns kein bisschen über ihre Leben und ihre Arbeitsbedingungen. 

Ich sehe es aber auch so, dass man die Flüchtlinge nicht mit den aus Bangladesch arbeitenden Kindern vergleichen kann. Ich glaube nicht, dass so viele Flüchtlinge aus Ländern kommen, wo die Kinderarbeit so groß und stark verbreitet ist.. 

vielleicht habe ich aber auch nur keine Ahnung, weils noch nicht in den Medien gezeigt worden ist. 

Kommentar von Interesierter ,

Es ist eben doch ein gewaltiger Unterschied, ob der Flüchtling hier vor unseren Toren steht und direkt bei uns um Hilfe ersucht oder ob der 3. Lieferant eines Subunternehmers einer internationalen Bekleidungskette seinen Beschäftigten keine ordentlichen Löhne zahlt.

Auf den ersten Fall haben wir direkten Zugriff, auf den zweiten nicht. Schon aus diesem Grund ist die Vergleichbarkeit nicht gegeben. Und ganz ehrlich, die Frage ist geeignet, Befürworter der Flüchtlingsaufnahme hier in ein schiefes Licht zu setzen, indem ihnen Doppelmoral vorgeworfen wird.

Kommentar von kayo1548 ,

"
Vom moralischen Standpunkt aus ist die Verweigerung unterste Schublade. 
"

sehe ich persönlich auch so; eine generelle Verweigerung ist für mich moralisch nicht haltbar

"
Vielmehr sollten wir uns Gedanken machen, wer unter welchen Bedigungen
wie lange bleiben darf, wo bzw. wie er untergebracht wird und wer evtl.
für immer bleiben darf und wie dieser dann zu integieren ist

ie dieser dann zu integieren ist

richtig genau so ist es und genauso arbeitet man mit begrenzten Ressourcen um den maximal möglichen Nutzen rauszuholen und möglichst vielen helfen zu können ohne dabei unter eine gewisse Mindestleistungsschwelle zu kommen oder andere Probleme zu vernachlässigen.

Solche "Abwägungen" und Gedanken machen sieht man leider bei den Verantwortlichen meiner Meinung nach noch zu wenig und vor allen Dingen zu spät; für diesen Fall hätte man sich schon vor vielen Jahren Gedanken machen und Pläne aufstellen können dann wäre vieles einfacher verlaufen.

Kommentar von Waldfrosch10 ,

@interessierter und @Kayo 1548

______________Und zur Flüchtlingsdebatte: Eine generelle Zurückweisung der Flüchtlinge ist nicht möglich und auch nicht zulässig. Vom moralischen Standpunkt aus ist die Verweigerung unterste Schublade._____________



Von welcher Moral sprichst du hier konkret ??

Es ist aus der christlichen Moral Lehre heraus (und ich nehme doch an das du davon sprichst ,da  wir in einem Christlichen Kulturkreis noch sind ,oder von der her  unsere momentanen  Werte noch  stammen ) nicht von dir verlangt dass du andere Völker rettest auf kosten des  eigenes Volkes .

Zumal das Volk das hier einwandert diese  Werte,von denen her du argumentierst , nicht mal Ansatzweise  teilt (Syrische und Verfolgte Christen  und andere wirklich Verfolgte aus aller Welt ausgenommen )

Kommentar von Interesierter ,

Es ist sehr schön erkennbar, wie du versuchst, die Fakten zu manipulieren. 

Zum Einen versuchst du den Begriff "Moral" zu untergraben. Wenn jemand mit nur einer Tasche in der Hand an unserer Grenze steht, können wir diesen Menschen nicht da stehen lassen. Wir müssen uns um ihn kümmern. 

Zum Anderen verwendest du hier das Wort "Volk" in Verbindung mit "einwandern". Hier wandert kein Volk ein. 

Wie wir damit dann umgehen, ob wir kurzfristig helfen, um eine Rückkehr zu ermöglichen, wenn die Sicherheitslage dies zulässt, ob jemand dauerhaft bei uns bleiben darf und welche Voraussetzungen dafür vorliegen müssen, das steht auf einem ganz anderen Blatt. 

Kommentar von kayo1548 ,

"
auf kosten des  eigenes Volkes

"

das zu tun wäre wohl aus fast jeder Moral heraus verwerflich, da man damit ja mehr Schaden zufügt als hilft;

aber darum geht es ja nicht - es geht ja darum das auf eine Art und Weise zu tun die nicht die Einheimischen gefährdert oder die Versorgung einschränkt.

Alles was das tut würde ich auch als Fehler bezeichnen.

Aber ich bin der Meinung wir können auf jedenfall bis zu einem gewissen Grad helfen ohne das das passiert.

"
nicht mal Ansatzweise  teilt 

"

auch Nichtchristen haben Wertvorstellungen und auch wenn jemand unsere Kultur und vielleicht nichtmal unsere Wertvorstellung teilt ist das für mich keinen Grund nicht zu helfen.

Auch aus christlicher Sicht sehe ich das so: wenn wir helfen aus direkten Selbstzweck heraus oder selektiv anhand der Religion bewerten wer die Hilfe verdient hat ist das meiner Meinung nach nicht sonderlich christlich

Kommentar von CalicoSkies ,

und ich nehme doch an das du davon sprichst ,da wir in einem Christlichen Kulturkreis noch sind ,oder von der her unsere momentanen Werte noch stammen

Wir leben weder in einem christlichen Kulturkreis noch stammen unsere aktuellen Werte aus dem Christentum..

Menschenrechte wurden gegen den erbitterten Widerstand der Kirche erkämpft und durchgesetzt :3

Zumal das Volk das hier einwandert diese Werte,von denen her du argumentierst , nicht mal Ansatzweise teilt (Syrische und Verfolgte Christen und andere wirklich Verfolgte aus aller Welt ausgenommen )

Also sollten wir nur Christen aufnehmen, keine Moslems? Ist das wirklich dein ernst? o0

Kommentar von Waldfrosch10 ,

@CS

Nun dass du dich weder in  Historische Sachlicher  Kirchengeschichte  noch von den Werten des Islams  bis heute hervorgetan hast, ist ja nichts neues .

Daher ist es nur verständlich, dass du meine Argumente nicht nachvollziehen  kannst . 

Haupstsache Politische Korrektness, mehr wird in Europa ja auch nicht mehr  verlangt .

Ach, und wer andere "Gesinnungen dumm " nennen nötig hat wie du selbst  ,derjenige  hat wohl  sachlich gesehen ,das Problem mit dem sich erhöhen zu müssen .

Kommentar von Zicke52 ,

@Waldfrosch: Nein, unser Kulturkreis richtet sich nicht nach christlicher Moral, sondern nach den Allgemeinen Menschenrechten. Soviel zur moralischen Referenz. 

Zur Flüchtlingsfrage gibt es dazu noch die Genfer Konvention.

Und da ist ausdrücklich stipuliert, dass eine generelle Zurückweisung der Flüchtlinge nicht zulässig ist. Jeder Fall muss individuell geprüft werden.

Antwort
von Lazarius, 72

Die Gesellschaft ist die falsche Adresse für deine Fragestellung.
Das, was du hier ansprichst, musst du an die Politik richten, denn die ist es, die in Drittländern Infrastrukturen zerstört, um Absatzmärkte zu erobern.
Nicht jeder kann sich heraussuchen, was er wo kauft, weil es der Geldbeutel nicht zulässt.

Mit der Ausbeutung brauchst du aber gar nicht so weit gehen, die gibt es in Deutschland auch.
Ich denke dabei z. B. an Herz4-Empfänger, die für unter 2 € in der Stunde arbeiten müssen und oft gleiche Arbeiten verrichten wie Facharbeiter.
Und das hat System. An deutschen Schulen würde z. B. vieles zusammenbrechen, wenn die vielen Hausmeistergehilfen bundesweit, die für 1.50 - 1,75 in der Stunde die offiziellen Hausmeister unterstützen, auf einmal wegfallen würden.

Weiterhin möchte ich mich den Worten von Huckebein anschließen. LG.

Antwort
von Masuya, 82

Zum einen geht es in unserer Gesellschaft um Wirtschaft. Kaufen, kaufen, kaufen. Am besten so viel und billig wie möglich. Das ist das Ziel der Nachfrager (Haushalte - du und ich) und Anbieter (Unternehmen). Somit ist das Bedürfnis alles haben zu können, was man möchte, für viele Leute gedeckt.

Es gibt aber natürlich auch Menschen, die bewusst einkaufen und sich Kleidungsstücke für 150€ die Hose kaufen und diese für einige Jahre tragen und somit nicht bei diesem Massenkauf mitmachen. 

Es ist allerdings schwierig sich ganz aus dieser geldgeilen Gesellschaft rauszuhalten, denn dann müsste man selbstversorgend (autonom) Leben. 

Würden wir jetzt bei jedem Einkauf darauf achten, was wir mit unserer Kaufentscheidung auswirken, dann würde jeglicher Supermarkt voll sein, da jeder über mehrere Stunden sich mit dem Produkt auseinandersetzen und recherchieren müsste. 

Also ist es einfacher, sich die Sachen einfach in die Tasche zu packen.. die Opfer sieht man ja sowieso nicht. 

Anders ist es da mit den Flüchtlingen. Dokumentationen laufen in Dauerschleife im Fernseher und in den Nachrichten hört man es auch. Diese Opfer sehen wir. Wir haben sie in unseren Fernsehsendern, in der Stadt, in unserer Nachbarschaft. 

Wir nehmen Flüchtlinge nicht mit den Gedanken auf "oh, jetzt habe ich mir eine billig Jeans gekauft, jetzt muss ich einen Flüchtling aufnehmen". 

Du kannst ja mal selbst recherchieren, woher deine Klamotten kommen und wie sie hergestellt werden und welche Auswirkungen die Nahrungsmittel, die du kauft, auf unsere Gesundheit und Umwelt haben. 

Ich denke, wenn du selbst darüber nochmal nachdenkst.. über dein eigenes Verhalten, dann kannst du selbst auf die Antwort kommen.. 

Zu beachten ist aber auch, dass du nicht alle Menschen in eine Schublade stecken kannst. 

Antwort
von JaniXfX, 15

Hallo Neutralis,

unsere Psyche ist nicht mono-kausal. Es gibt keinen eindeutig "gutmenschlichen" Faktor, dem wir nachgehen. Wenn man mal in die Geschichte der Psychologie zurück blickt, dann entdeckt man, dass schon Platon ein Seelenmodell hatte, welches aus gegensätzlichen Polen bestand. "Gut" und "Böse" - beides widerspricht sich, bedingt sich und braucht sich. Das hat nicht erst Freud erfunden... die 'neuen' Psychologischen Schulen haben es jedoch ab dem 20. Jahrhundert "vergessen", weil sie gerne Anerkennung der Medizin haben wollte, die jedoch für Widersprüchlichkeiten kein Messinstrument hatten, sondern die Menschliche Psyche wie ein Uhrwerk verstanden, dessen Rädchen man einfach untersuchen kann.

Wir bewegen uns, wenn alles gesund läuft, ganz gut in der Waage zwischen dem "sich böse fühlen" und "sich sozial fühlen". Komisch wird es, wenn diese Waage etwas kippt. Wenn man sehr moralische Menschen genauer betrachtet, entdeckt man an ihnen extrem unmoralische Seiten. Das fällt beispielsweise bei Vegetariern gelegentlich auf: Wenn diese erzählen, sie finden es schrecklich, wenn Tieren weh getan wird und wenn man gemein zu ihnen ist ... und irgendwann auffällt, wie heftig sie in ihrem Freundeskreis Aggressionen zeigen, rumkommandieren, fies sind usw. --> Man kann es aber auch anders herum verstehen: Sie spüren bei sich eine sehr heftige und unangenehme Seite, der sie etwas liebevolles entgegensetzen wollen... Dabei kann oftmals eine Möglichkeit sein, die heftigen Seiten akzeptieren und damit umgehen zu lernen...

Antwort auf Deine Frage: Das ist normal und das ist gesund so.

Antwort
von rotesand, 81

Hallo!

Gute Frage -----> DH!

Zum Thema ------> zumindest wenn ich mir viele Helfer aus dem hiesigen Flüchtlingshelferkreis ansehe, muss ich denen tatsächlich sowas unterstellen. Sie schmücken sich mit dem "ach so sozialen Image" & fühlen sich toll bzw. tun alles, damit sie in die Presse kommen.. es ist leider so, dass ich den Eindruck habe, viele tun das in erster Linie um sich selbst ins Gerede zu bringen & sehen in den Asylbewerbern ein "Mittel zum Zweck". Sehr schade.

Es ist bei denen schlicht der Wunsch sich zu inszenieren.. und der Kauf von Kleidung fragwürdiger Herkunft ist mit der "Geiz ist geil"-Mentalität zu begründen. Das ist aber ein anderes Thema, bei dem ich mich ganz schwer tue es mit Flüchtlingen in Verbindung zu bringen oder mit der Politik. Das ist dann eher volkswirtschaftlich.

Antwort
von exxonvaldez, 98

Es macht eben einen Riesenunterschied, ob man etwas theoretisch weiß oder es mit eigenen Augen sieht!

Dieses Phänomen ist nicht neu. Die meisten Deutschen hatten ja bei der Befreiung 1945 auch keine Ahnung, was in der KZs abgegangen ist.

Antwort
von Artus01, 70

Kurz etwas zu dieser naiven Aussage:

während man seit Jahrzenten Klamotten kauft, die durch Kinderarbeit
entstanden sind, in dem Wissen, dass diese Kinder schon verhungert sind,

Wenn die Kinder diese Arbeit nicht bekommen hätten, hättest Du den Artikel gar nicht kaufen können weil die Kinder schon längst vorher verhungert wären.

Die Aussage ist vielen hier sicher zu hart, entpricht aber leider der Realität. Diese schlimmen Zustände müssen vor Ort entsprechend geändert werden, auch und vor allem mit sinnvoller Hilfe der Länder denen es gut geht und die sich das leisten können. Durch den zu kurz gedachten Boykott entzieht man den Betroffenen die Lebensgrundlage gänzlich. Sollten Probleme so gelöst werden?

Kommentar von Neutralis ,

Durch den Boykott zwingt man die Firmen einen höheren Lohn an die Leute dort zu zahlen. 

Kommentar von Artus01 ,

Unsinn, dann wird der Laden dicht gemacht und an anderer Stelle geht es von vorne los.

Zudem bestimmt in diesen Fällen meist der Käufer den Preis.

Kommentar von Neutralis ,

Klar.. z.B. H&M schließt einfach.. ^^ wenigstens realistisch bleiben bei Argumentationen bitte, auch wenn du es nicht gerne hörst.

Und ja richtig, der Käufer bestimmt den Preis.. spricht ja für meine Argumentatio  oder hab ich was verpasst ?

Kommentar von Artus01 ,

Nein, nicht H & M schließt, sondern die Bude die über den 3. Subunternehmer für sie arbeitet. Dann wird das Ganze woanders wieder neu aufgezogen.

Das ist, leider, realistisch.

Antwort
von Huckebein, 74

Die Doppelmoral herrscht weniger bei den Leuten, die diese in Kinderarbeit hergestellten Sachen kaufen, sondern bei denen, die an der Kinderarbeit verdienen und ihren Reibach machen, u.a. deutsche Unternehmen, d.h. an unserem Wirtschaftssystem voller Doppelmoral und Scheinheiligkeit.

Sage mal einem arbeitslosen HartzIV-Empfänger, er solle gefälligst nicht solche billigen Sachen kaufen, damit seine Moral nicht leidet. Die geringste Reaktion wird sein, dass er dich auslacht...

Außerdem werden auch solche Sachen in Kinderarbeit für Hungerlöhne hergestellt, die hier TEUER angeboten werden.

Solange es Unternehmen gibt, die auf solche Art und Weise die Notlage in Drittländern ausnutzen, gibt es KEINE Veranlassung, die Käufer von Billigwaren zu diskreditieren.

Und nun bitte keine polemisierenden Angriffe auf die faulen Hartz!V-ler. Unter denen gibt es sehr viele, die einmal in der Lage waren, die Billiganbieter umgehen zu können und es auch getan haben.

Die Flüchtlinge haben hiermit nur mittelbar zu tun, wenn man es so sehen will.

Kommentar von kayo1548 ,

"
u.a. deutsche Unternehmen, d.h. an unserem Wirtschaftssystem voller Doppelmoral und Scheinheiligkeit."

sehe ich genauso, wobei ich da nicht die Kleinunternehmer oder Kleinhändler in der Kritik sehe die selber sehen müssen wo sie bleiben sondern die Großunternehmer die immer mehr und mehr Gewinne wollen.

Wobei das auch dort nicht so einfach ist: Ich denke wenn man ganz auf faire Löhne aus ist wird man den Preis mitunter nicht so günstig halten können, d.h. man hat keine Chance gegen die Konkurrenz und muss vielleicht auch Mitarbeiter entlassen - also nicht immer eine einfache Situation und "den" Schuldigen wird man vielleicht gar nicht finden.

Ist also schon ein Spagat; aber es gibt ja z.b. in der Lebensmittelindustrie einige Firmen die das gut hinkriegen; von demher muss das kein generelles Problem sein.

Bei den Konsumenten könnte man höchstens denen etwas vorwerfen die da einfach "blind" konsumieren; ich denke wenn sich jeder Gedanken machen würde was er braucht und wirklich haben will, wo das herkommt usw wäre das schonmal ein großer Schritt in richtung bewusstes Einkaufen was dann vielleicht auch generell zu einer bewussteren Einstellung führt was sich auch in der Produktion wiederspiegeln kann.

"

Außerdem werden auch solche Sachen in Kinderarbeit für Hungerlöhne hergestellt, die hier TEUER angeboten werden."

richtig; weder teuer noch billig heißt automatisch schlechte Arbeitsbedingungen.

Man kann je nach Produkt, Produktion und Menge durchaus sehr billig verkaufen und trotzdem fair entlohnen und bei teuren Produkten heißt es ja nicht zwangsläufig das das Geld auch dort landet wo man es gerne hätte.

Antwort
von ManuViernheim, 24

Mag sein, dass manche Flüchtlingen helfen, um anerkannt zu werden.

Manchmal kommt die Presse und ein Foto erscheint in der Zeitung, was dem eigenen Ego gut tut.

Hilft man ehrenamtlich im Behindertenheim, Seniorenheim oder in einer
Obdachlosenunterkunft, ist das für die Medien nicht interessant.

Antwort
von DreiGegengifts, 10

@Neutralis - warum hast du denn eine Doppelmoral? Das kannst du doch für dich selbst auch beantworten oder nicht?

Antwort
von kayo1548, 52

Zum Teil vielleicht;

daneben ist es für den Verbraucher auch nicht immer ersichtlich was unter welchen Bedingungen entstanden ist.

Und Kinderarbeit zu verbieten oder zu vermeiden ist auch keine Lösung, weil dann die Kinder erst recht kein Geld haben.

D.h. entscheidend ist eim Umdenken das zu gerechter Entlohnung und fairen Arbeitsbedingungen führt und daher Kinderarbeit gar nicht erst notwendig macht.

Natürlich wird man das nie überall erreichen und daher muss man sich da schon stückweise mit Verbesserungen zufrieden geben.

Zum Teil kann es für den Konsumenten auch eine Frage des Geldes sein (wobei fairer Lohn und Arbeitsbedingungen nicht unbedingt immer teuer sein müssen); hierzulande hat kaum jeder die Alternative das zu kaufen was er gerne kaufen würde.

Antwort
von greenhorn7890, 54

Erst einmal komme die Flüchtlinge wegen dem Krieg, dieser wurde aber nciht durch die Textilindustrie ausgelöst. Auch eine Doppelmoral würde ich ausschließen, denn für den einfachen Verbraucher ist es so, dass er kaum Alternativen hat.

Es ist egal ob du bei KiK kaufst oder du dir Markenklamotten für hunderte Euro kaufst. Im Endeffekt werden alle Arbeiter ausgebeutet, die in Asien und Afrika unsere Kleidung produzieren.

Antwort
von amiliii, 56

em.. um jz mal für kinderarbeit zu sprechen..
lieber ne schüssel reis am tag als gar nix..

Kommentar von Huckebein ,

Nach einem Blick in dein Profil war mir klar, dass eine klügere Antwort wohl nicht drin war...

Kommentar von amiliii ,

sagt der hartzer..

Antwort
von OnkelSchorsch, 94

Was, bitte, ist deine Frage?

Kommentar von Neutralis ,

Wieso die Gesellschaft so ist. Steht da doch ?

Kommentar von OnkelSchorsch ,

Pardon, ich weiß nicht, was das soll. Du fragst nach Flüchtlingen, dann erzählst du was von "besseres Land schaffen" durch "Klamotten kaufen" von "verhungerten Kindern" - nee, tut mir leid, da kann ich nichts mit anfangen. Vielleicht strukturierst du deine Gedanken und Ideen ein bisschen klarer und schreibst dann klar und deutlich, was du wissen möchtest, beziehungswesie welchen Rat du suchst.


Kommentar von Interesierter ,

Das Motiv hinter der Frage ist doch einfach. Es soll eine Doppelmoral zwischen der Aufnahme von Flüchtlingen und der durch den Kauf von Billigprodukten geförderten Kinderarbeit hergestellt werden, um die Menschen, die eine Aufnahme von Flüchtlingen nicht ablehnen, zu diskreditieren.

Kommentar von Masuya ,

Da interpretierst du aber auch schon wieder zu viel rein. 

Antwort
von Haldor, 6

Die Antwort lautet: ja!

Antwort
von TopRatgeberNR1, 47

ganz einfach in wirklichkeit geben diese leute einen sche*ss auf flüchtlinge und sind einfach nur von der propaganda beeinflusst, dass es ganz ganz böse ist gegen flüchtlinge zu sein deswegen sind es ja auch nur möchtegern gutmenschen...

Antwort
von koten, 44

Die Doppelmoral sehe ich eher auf der anderen Seite.

Hier nicht nur gegen Flüchtlinge sein, sondern gegen alle "Ausländer", die Moslems sind, im Auslands-Urlaub aber nicht anerkennen, daß man sich im Ausland befinde. "Den Fraß kann man doch nicht essen!" Schon oft genug erlebt.

Kommentar von Huckebein ,

Ja, bei Ausländern fällt solch eine Äußerung auf, bei Deutschen nicht, obwohl die an dem "Fraß" hier und da oft auch einiges auszusetzen haben.

Kommentar von koten ,

Da habe ich mich vielleicht mißverständlich ausgedrückt. Ich meine Deutsche, die bei VP oder HP im Ausland deutsche Küche verlangen.

Kommentar von Waldfrosch10 ,

Wenn du dafür als Tourist  bezahlen kannst ,ist das noch mal etwas anderes als wenn du gerade noch mit dem Leben davon gekommen bist und nun GAST bist im Aufnahmeland .

Kommentar von koten ,

Richtig. Die Touristen haben eigentlich genug Bildung, um zu wissen, daß deutsche Küche deutsche Küche ist. Und nicht z.B. ägyptische. Aber vielleicht überschätze ich da meine Mitbürger.

Und wo ist der Zusammenhang? Natürlich gibt es auch unter den Flüchtlingen Idioten. Aber wieso sollte ein Deutscher deshalb das Recht haben, sich im Ausland wie ein Idiot zu benehmen? Wegen dieser Deppen darf ich mich dann mal wieder im Ausland schämen, Deutscher zu sein. Du ahnst nicht, wie mir das auf den Keks geht.

Kommentar von Waldfrosch10 ,

Tja und ich ,ich bin nicht deutsch ..:  ) und ich stehe auch nicht auf deutsches Essen ...

Kommentar von koten ,

Ich bin Riesenfan der Mittelmeer-Küche. Genauer von der Süd- und Ost-Küste des Mittelmeeres.

Antwort
von ManuViernheim, 38

Mag sein, dass manche Flüchtlingen helfen, um anerkannt zu werden.

Manchmal kommt die Presse und ein Foto erscheint in der Zeitung, was dem eigenen Ego gut tut.

Hilft man ehrenamtlich im Behindertenheim, Seniorenheim oder in einer Obdachlosenunterkunft, ist das für die Medien nicht interessant.

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