Frage von dr9796, 82

Doch zur Polizei gehen oder?

Hallo Leute:)
Also wie ihr sehen könnt, die Frage steht schon oben. Ich erzähle was dazu und zwar ich habe bei einem Laden (Rich & Greens das ist so wraps und salat ding) als Aushilfe gearbeitet. Ich habe angefangen ohne den Vertrag zu unterschreiben, denn ich habe der Geschäftsführerin dieser Filiale meine Personal Daten per Whatsapp geschickt und habe auf den Vertrag gewartet, aber ich habe nie was bekommen. Am Ende habe ich herausgefunden, dass der Laden geschlossen wird. Bis dahin habe ich mein Geld nicht bekommen und klar habe ich die ganze Zeit gefragt aber habe keine Antwort bekommen. Der Laden ist jetzt zu. Schließlich konnte ich den Chef erreichen und habe ihm alles erzählt und meinte er, dass er sich darum kümmert. Und bis jetzt keiner hat sich gemeldet. Ich habe ihn auch zwei mal angerufen, aber er ging leider nicht dran. Die einzige Wahl, die ich noch habe ist die Polizei.
Mama ist der Meinung, dass ich zur Polizei gehen soll und eine Anzeige machen muss.
Was denkt ihr?

Antwort
von Joergi666, 42

Zur Polizei kannst du schon gehen- eine Anzeige käme ggf. wegen Schwarzarbeit oder nicht gezahlter Sozialleistungen in Frage. Das wird dir aber kein Geld einbringen- dieses müsstest du zivilrechtlich einklagen- wenn das Unternehmen pleite sein sollte, kannst du dir diesen Teil aber sehr wahrscheinlich sparen.

Antwort
von Messkreisfehler, 40

Sofern Du unter 18 bist müsste eh deine Mutter den Strafantrag bei der Polizei stellen.

Ich würde zunächst aber noch unter Fristsetzung von einer Woche (per Einwurfeinschreiben) den ausstehenden Lohn einfordern. Sollte dann nichts passieren würde ich zur Polizei gehen.

Antwort
von tommy40629, 40

Du kannst auch beim Zollamt anrufen, weil die Firma sich wegen Schwarzarbeit strafbar gemacht hat. Ihr hattet ja keinen Vertrag.

Du kannst, wenn Du Ansprechpartner hast auch der Firma mit Polizei, Zoll und Anwalt Angst machen, oft knicken die ein.

Kommentar von Messkreisfehler ,

Nur weil kein schriftilcher Arbeitsvertrag vorliegt heisst das noch lange nicht, dass der Fragant nicht als Arbeitnehmer gemeldet wurde.

Antwort
von ich500, 18

Grundsätzlich sehe ich hier nur Zivilrechtliche ansprüche.

Fraglich ist auch, ob der Arbeitsvertrag bereits mündlich oder elektronisch (z.B. WhatsApp) zustandegekommen ist. Wen ihr euch nämlich bereits mündlich zur Arbeit geeinigt habt, ist bereits durch diese 2 Willenserklärungen ein wirksamer Arbeitsvertrag zustandegekommen (§145ff. BGB).

Da du auch bereits gearbeitet hast, besteht auch ein Vergütungsanspruch gem. § 612 BGB. Auch wenn ihr euch nicht auf eine konkrete Vergütung geeinigt habt, besteht nach dem Grundsatz des §612 Abs. 1 BGB der Vergütungsanspruch, da eine Arbeitsleistung als Aushilfe regelmäßig nur gegen Vergütung zu erwarten ist.

Diese Anspruch kann vor dem Arbeitsgericht geltend gemach werden

Antwort
von MamaKnopf, 32

Geh zur Polizei oder ruf an und schilder Deinen Fall.

Die sagen Dir dann schon, was zu tun ist oder welche Möglichkeiten Du hast.

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