Frage von MaschaTheDog, 58

Dobermann apportieren beibringen(andere Methode)?

Hallo,unser Dobermann (9 Monate) liebt EA seinem Ball hinterher zu laufen,aber er möchte ihn einfach nicht zurück bringen.

Wir haben schon 3 Methoden ausprobiert: 1.Mit Schleppleine: Ball werfen,Hund hat Ball im Maul,Hund herrufen ,wenn er nicht kommt ihn an der Schleppleine "herziehen". Das hat leider nicht geklappt,wir haben es so 2 Monate lang trainiert,aber er ist einfach nie selber gekommen und hatte dabei gar keinen " Spaß".

2.anderes Spielzeug: Ball werfen,Hund hat Ball im Maul,anderes Spielzeug nehmen und Hund motivieren das andere Spielzeug zu bringen usw. Das hat nicht geklappt,da er das andere Spielzeug nicht so wahrgenommen hat.

3.andere Richtung: Ball werfen,Hund hat Ball im Maul,in die andere Richtung laufen bzw. rennen,Hund rennt hinterher. Das hat nicht geklappt da er ja nicht direkt zu einem gekommen ist sondern nur in die Richtung.

Zuhause läuft er auch nur mit dem Ball weg. Aber wenn er doch mal kommt,hat er kein Problem damit uns den Ball zu geben.

Wir wissen nicht woher das kommt dass er so eine "Angst" hat dass wir ihm den Ball sofort wegnehmen.

Nun zur Frage: Gibt es noch andere Methoden um einem Hund das Apportieren beizubringen oder haben wir es bei den anderen Methoden falsch gemacht? Bitte keine Antworten wie :,, Dann Spiel halt kein Ball mit ihm" oder so. Dobermann er sind ja sehr aktiv,also braucht er draußen eben was zu tun,da reicht ihm kein "normaler" Spaziergang:) LG von meinen Hunden und mir.

Expertenantwort
von Starciel, Community-Experte für Hund, 25

Hunde kennen die Variante bringen und wieder werfen nicht im normalen Verhaltensrepertoire.

Entweder wird Fangen gespielt mit dem Hund mit der Beute als "Hase" oder Beutezerren oder der eine gibt einfach dem Höherrangigen das Ding ab und respektiert dass der das wieder haben will und interessiert sich dann nicht weiter dafür.

Viele Hunde versuchen eher den Menschen zu einer dieser instinktiven Varianten zu animieren. Das wird dann entweder als Problem "er gibt nicht aus" (Beutezerren) oder "er bringt nicht" (Fange spielen)  oder "er will keinen Ball/nicht spielen" (Ich lass es höflich dem Chef) wahrgenommen.

Wenn du großen Wert drauf legst kann er das lernen, allerdings denke ich auch dass es sinnvollere Auslastungen für Dobermänner gibt.

Du kannst mal eine Kombination aus Variante 1 und 3 probieren: Hund an die Schleppleine, wenn er den Ball aufgenommen hat in die andere Richtung laufen und dabei mit der Schleppi dafür sorgen dass er tatsächlich mehr oder weniger direkt in eure Richtung kommt (nur kurze Impulse um ihn zu lenken wenn er rennt, nicht einholen oder herzerren wie nen Fisch beim Hochseehangeln, Zug erzeugt nur Gegenzug)  und loben und Party wenn du ihn anfassen kannst. Erstmal garnicht unbedingt nicht versuchen den Ball abzunehmen sondern nur bestätigen dass er damit bei dir ist.Dann Ball gegen Futter eintauschen.

Das braucht allerdings einiges an Koordination um das Laufen und die Schleppi einholen nicht zum Stolperstrick wird. Eventuell würde ich das sogar ausnahmsweise mit ner Gurtflexi probieren.

Eine ganz andere Alternative die ich bei Hunden mache die kaum Beutetrieb haben und sich erst garnicht groß animieren lassen zum Ball zu rennen ist folgende:

Knie dich hin und spiel etwas mit dem Ball (zB mit Schnur dran) auf dem Boden rum bis der Hund ihn schnappt. Also nicht wegwerfen sondern du behältst das Ende in der Hand. Dann lass ihn direkt wieder in die Hand ausgeben, so dass er richtig Kontakt mit deiner Hand hat. Also richtig in die Hand drücken.

Das markierst du genau in dem Moment mit dem Clicker (wenn ihr einen benutzt) oder mit einem Markerwort und bestätigst mit super Leckerli.

Das ganze festigst du bis er verstanden hat, dass er dir das Ding einfach nur in die Hand drücken muss für seine Belohnung. Du lässt aber bei den Übungen entweder den Ball nicht los oder behältst den Hund an der Leine bei dir, kein rennen oder werfen!

Wenn das klappt stehst du auf und legst den Ball auf den Boden, jetzt muss er den Ball aufheben und wieder in die Hand geben. Dann wird der Ball ein paar Meter weggelegt, auf den Boden oder auf eine Bank etc und wieder mit dem Kommando der Hund aufgefordert in die Hand zu geben.

Wenn das sitzt kann man normalerweise problemlos Stück für Stück  die Distanz steigern und auch den Ball werfen, dann das erlernte Kommando geben.

 Viel Erfolg, das klappt schon.

Antwort
von FrauFriedlinde, 31

Ball werfen ist immer so richtig, richtig kontraproduktiv! Das Lastest einen Hund weder aus noch strengt es das Hirn an. Bringe ihn doch apportieren bei zB mit dem Futterbeutel nach Martin Rütter oder gleich richtig nach zB Norma Zwolsky. Dobermänner sind hochintelligent! Denen musst du auch etwas bieten!

Kommentar von MaschaTheDog ,

Danke,hatten den Futterbeutel schon total vergessen! Werden uns auf jeden Fall  besorgen.

Zuhause bekommt er auch noch genug Geistige auslastung (Intelligenz Spielzeug, Leckerlies im Haus suchen,Spielzeug suchen,Tricks usw.) 

Wollen ihm draußen dann eben etwas Spaßiges bieten :)

Kommentar von MaschaTheDog ,

Und wenn er apportieren gelernt hat,werden wir ihn auch ablegen,das Spielzeug bzw. Dummy verstecken oder irgendwo weiter oben plazieren,sodass er dann bisschen denken muss.Also wird bei uns nicht nur 50x am Stück irgendein Ball durch die Gegend geworfen :) 

Kommentar von FrauFriedlinde ,

Ok. Ball werfen ist auch völlig unnötig.

Antwort
von procanis, 11

Informiere Dich bitte einmal über Clickertraining. Damit kann man dem Hund nicht nur Apportieren beibringen.

Antwort
von Revic, 25

Habt ihr es mal mit Leckerlies probiert?

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