Ein Freund von mir bezweifelt, dass seine Tochter tatsächlich von ihm ist und überlegt, ob er auf eigene Faust einen DNA-Test machen lassen soll. Ich weiß nicht recht...ist das sinnvoll?

Das Bundesverfassungsgericht hat am 13. Februar 2007 entschieden: "Heimliche" Vaterschaftstests sind vor Gericht nicht verwertbar. Ein "heimlicher Vaterschaftstest" verstößt gegen das Allgemeine Persönlichkeitsrechts des Kindes. Der Gesetzgeber muss jedoch handeln und den Vätern eine Möglichkeit geben, eine Vaterschaft überprüfen zu können, ohne gleich die Vaterschaft anzufechten.

Mittlerweile werden diese Tests sogar vor Gericht anerkannt. Also wenn er wirklich berechtigte Zweifel hat, soll ers machen.
Heimlich darf er das sowieso nicht! Er braucht hierfür die erlaubnis seiner Tochter, wenn zu klein, dann die der Kindesmutter! Alles andere wäre anfechtbar und vom Gericht nicht anerkannt. Es sei denn es hat sich jetzt und heute was geändert.

Er soll sich vorher lieber Rat bei einer Rechtsberatungsstelle holen. Die können ihm sagen, ob so ein Test ggf. vor Gericht als Beweis zugelassen wird und ob er ohne Einverständnis der Mutter überhaupt die DNA des Kindes testen lassen darf.

Aus juristischer Sicht nicht.
Vaterschaftstests ohne Einwilligung der Betroffenen werden vor Gericht nicht anerkannt. (Nein, auch jetzt nicht; es ist nur erleichtert worden, diese Einwilligung zu erzwingen.)
Es schafft natürlich eine gewisse Gewißheit; soll aber unter Strafe gestellt werden.
Wenn er es ohne Einwillung macht, ist es bestimmt nicht sinnvoll. Dann werden der Test vom Gericht nämlich nicht anerkannt.

Bevor er sein ganzes Leben misstrauisch ist und sich und die Familie unterschwellig damit belastet, sollte er besser den Test machen. Dann ist alles klar hinterher und die Zweifel ausgeräumt. Ob berechtigt oder unberechtigt, es wird der Familie gut tun.