Im Prinzip ist es doch völlig sinnlos mit Polizeibeamten zu diskutieren oder? Sind diverse Einsprüche/Widersprüche schriftlich an die entsprechende Stelle zu richten und zweitens bringt man ja die Beamten sowieso nicht dazu Milde walten zu lassen, oder habt ihr da andere Erfahrungen gemacht?

klar kann man mit denen Diskutieren. Man sollte nur den richtigen Ton wählen. Gerade wenn es um Dinge geht, wo die einen gewissens Ermessensspielraum haben, wie sie vorgehen, kann man denen schon zumindest seine Sichtweise erklären.
Was ich nur nicht mag, wenn man wirklich Mist gebaut hat und die Polizisten schon klar gemacht haben, daß eine Diskussion nichts bringt und man dann doch ewig weiter diskutiert.

Behandle sie höflich und mit Respekt. Das hilft sicher!

ein Versuch ist es immer wert, du merkst ja sehr schnell, ob die auf deine Argumente eingehen.
ich hab schon mal einen Strafzettel wegdiskutiert.
Polizist: " Na, wenn Sie beim Blutspenden waren, und das länger gedauert hat, dann zerreisse ich den Strafzettel".

Beamte sind auch bloss Menschen. Mit Reden kann man oft sehr viel ausrichten. Natürlich dürfen sie nicht über den gesetzlichen Rahmen heraus gehen.
Diskussionen sind sinnlos. Einfach sich seinen Teil denken. Evtl. kann man ja anmerken, daß man sich beschweren wird und man läßt sich Namen und Dienststelle geben. Aber was bringt es meist außer Ärger und Kosten?
Wenn du was gemacht hast, was du nicht machen darfst, wirst du dafür bestraft. Ansonsten... werden die dich in Ruhe lassen.

es bringt im prinzip nichts, man hat jedoch das recht recht sich zu verteidigen und sollte auch niemals eine strafe akzeptieren ihne sich davor selbst zu der tat geäßert zu haben. sicher gibt es fälle wo dies nicht sinnvoll ist, aber zum beispiel beim falschparken könnte man doch glück haben, vielleicht haben die beamten ja einmal einen netten tag

ich habe die gleiche erfahrung gemacht. bei uns gibt es einen wehrsteg, über den man nicht mit dem rad fahren darf. ich habe es natürlich trotzdem getan, weil es schneller geht, allerdings bin ich nur bis zur hälfte gefahren, da bis dort keine menschen gingen. als mir die erste person entgegen kam, bin ich abgestiegen, da ich niemanden gefährden möchte. am ende erwartete mich dann die polizei... ihnen war durchaus aufgefallen, dass ich abgestiegen bin, als mir menschen entgegen kamen. auf mein nachfragen, warum man denn dort dann nicht fahren darf, bekam ich zunächst nur die antwort "weil dort ein schild steht". ich habe nachgehakt, dass es dafür doch einen grund geben müsse - damit man andere menschen nicht gefährde. daher war ich ja abgestiegen - aber dort stünde schließlich ein schild... natürlich bin ich mir dessen bewusst, dass ein verstoß gegen ein schild seine konsequenzen hat, bzw. haben kann. aber irgendwie kam ich mir trotzdem ein wenig blöd vor, denn den sinn des schildes habe ich ja offensichtlich verstanden und mich danach gerichtet...
seregwen am 11. Juli 2009 20:09 (ich fühlte mich übrigens in dieser situation zwangsläufig an die stufen der moral nach kohlberg erinnert - aber was soll man machen...)
nein, die haben immer recht. denken sie jedenfalls
Tja, es kommt darauf an. Natürlich macht, wie immer, der Ton die Musik. Aber man sollte auch mal die rechtlichen Voraussetzungen des Beamten sehen: Handelt es sich z.B. um einen Verkehrsordnungswidrigkeit, kann man mit dem Beamen reden. Hier hat er gem. dem Opportunitätsprinzip einen s.g. Ermessensspielraum. Insbesondere bei geringfügigen Verstößen (bis 35,-€). Bei nicht mehr geringfügigen Verstößen wird grundsätzlich eine Ordnungswidrigkeitenanzeige gefertigt. Gegen diese kann man Rechtsmittel (z.B. Widerspruch) einlegen. Dies liegt dann nicht mehr im Ermessen des Beamten. Bei Straftaten (auch geringfügigen)hat der Beamte keinerlei Ermessen mehr (Legalitätsprinzip = Strafverfolgungszwang). D.h. der Beamte wird den Sachverhalt anhören und werten. Erkennt er eine konkrete strafbare Handlung, ist er gezwungen das Verfahren zu eröffnen und schreibt eine Anzeige. Man sollte nicht verkennen, daß die Beamten, auch wenn sie in der Öffentlichkeit immer klischeehaft als negativ und für das Staatshaushaltsdefizit verantwortlich dargestellt werden, stark geknebelt sind. Im Gegensatz zum "normalen" Angestellten droht immer, auch bei kleinen Verfehlungen, ein Dienstordnungsverfahren nach den Landesbeamtengesetzen. Dies ist belastend und hat zumindest den Effekt, daß man für die Zeit des Verfahrens nicht befördert wird.
Dikutieren und diskutieren sind mal zweierlei Stiefel.
Sie Herr Wachtmeister (schon erledigt...), hams eigentlich nix anderes zu tun? Wie wäre es mal mit Verbrecher fangen statt Strafzettel zu verteilen - total daneben, volles Brett zurück.
Ich wollte doch nur ... oder nicht... oder nur schnell ... und ich habe wirklich nicht... oder nicht gesehen...., nicht dran gedacht... und muss denn das sein...., auch erledigt.
Wenn man normal mit dem Polizeibeamten spricht, bei Verfehlungen diese auch zugibt und sich einsichtig zeigt, eine wirklich gute Erklärung statt einer saudoofen Ausrede erzählt, ist der viel eher geneigt, mal 5 gerade sein zu lassen - SOLANGE er das auch darf - wie das mein Vorredner so schön erklärt hat, viel Spielraum besteht nicht, zumeist ist der Polizeibeamte gezwungen, bei Erkennen einzuschreiten.
Sprüche wie Sauerrei oder Raubrittertum oder ähnliches, und jegliche mögliche Milde ist völlig verflogen.
Man braucht auch nicht über den Sinn und Zweck einer Vorschrift zu diskutieren, der Polizeibeamte macht diese nicht, er befolgt diese lediglich so gut er kann. Wer über Sinn und Zweck von Gesetzen diskutieren möchte, wende sich an die Legislative, nicht an die Exekutive.
Schon gar nicht braucht man mit einem Polizisten über Zeitabläufe zu diskutieren, wenn ich die mal brauche sind sie nicht da aber wenn man einmal falsch parkt.... Die Polizei tut was sie kann und sind überall zu wenig, es kann bei einem Unfall ohne Verletzte auch mal lange warten oder man muss selbst bei kleineren Delikten zu Polizei fahren, die haben nicht unbegrenzt Kräfte.
Grundregel, solange man nett und freundlich ist, wird auch der Polizeibeamte (in aller Regel, sind auch nur Menschen) zumindest nicht unhöflich sein, wird man aber blöd - nicht nur im Ton sondern auch in dem, was man so von sich gibt - wird sich auch das Verhalten des Polizeibeamten ändern, wie es in den Wald reinschallt..
DH!