Frage von frageueberan, 68

Diskussion: was soll man nur mit Syrien machen?

Den Diktator an der Macht lassen? Oder ihn stürzen und ein absolutes Chaos zu lassen wie es jetzt schon dort gibt? .... Was soll die Politik machen?

Antwort
von voayager, 17

In unzähligen Trikontstaaten sind Diktaoren an der Macht, ohne das es deshalb die westlichen "Wertestaaten" (=Wertpapierstaaten) weiter stört. In Saudfi Arabien werden Ehebrecherinnen enthauptet, Homosexuelle zu Tode gepeitscht, Dieben die Hand abgehackt usw. Ähnlich grausam geht es in Pakistan zu.

Die Herrschenden der sogenannten Wertestaaten haben Assad als Schreckgespenst ausgedeutet, der tapfere Bundesbürger, also dwer untertan, der schon mal vorsorglich die Hand an die Hosennaht legt, plappert einfach nach, was ihm die deutsche und westeurp. Bourgeoisie so "zuflüstert".

"die herrschende Meinung, ist die Meinung der Herrschenden (Marx)

Es gibt nicht den geringsten Grund Assad stürzen zu wollen. So manche Schreckenstat wird ihm einfach angedichtet. Man darf nicht vergessen, der imperialismus ist eine ideologische Fälscherwerkstatt, wo die Falschmünzerei professionell betrieben wird.

Assad ist ein Vertreter der Baath-Bewgung und die steht für Antiimperialismus. Genau der ist es, der ihm von den imperialistischen Staaten verübelt wird. Die syrische Regierung ist eben nicht ein Einfallstor für westliche Konzerne, daher der westliche Haß.

Bath steht zudem für Soziales und die Emanzipation der Ferau sowie Säkularisierung der Gesellschaft.

Antwort
von ThorbenHeiler, 31

Dieser "Diktator" ist der demokratisch gewählte Präsident. Er hat genauso eine demokratische Legitimation wie Merkel, Obama oder Putin.

Man sollte die syrische Armee im Kampf gegen die Islamisten unterstützen, egal ob sich diese nun IS, el Nusra , FSA oder wie auch immer benennen, und egal ob diese nun aus Syrien, dem Irak, Libyen, Deutschland, Frankreich oder wo auch immer gekommen sind.

Nachdem der syrische Staat die Kontrolle über die Gebiete zurück erlangt hat, sollte Wiederaufbauhilfe geliefert werden und natürlcih Trinkwasser, Nahrungsmittel u.s.w. Nach ca. 2 Jahren sollten Neuwahlen stattfinden unter  internationaler Aufsicht.

Kommentar von PatrickLassan ,

Er hat genauso eine demokratische Legitimation wie Merkel, Obama oder Putin.

Glaubst du ernsthaft, die Wahlen in Syrien wären nach demokratischen Regeln abgelaufen?

Kommentar von ThorbenHeiler ,

Jein, die sind nach den demokratischsten Regeln abgelaufen die man in einem Staat mit 20% Islamisten noch vertreten kann. Was meinst du was in Deutschland los wäre, wenn wir nur 5% Islamisten hätten?

Antwort
von BrilleHN, 24

Der "Diktator" wurde demokratisch gewählt und eine Oposition mit Waffen zu versorgen verstößt gegen das Völkerrecht.

Das einfachste wäre, sich an das Völkerrecht zu halten - bzw. sich aus der innenpolitik eines Souveränen Staates heraus zu halten oder die legitime Regierung zu unterstützen. Leider sind die Russen derzeit die einzigen die sich in Bezug auf Syrien an das Völkerrecht halten.

Kommentar von atzef ,

Ja, ungefähr so "demokratisch" wie Honnecker... :-/

Antwort
von hummel3, 25

Bevor du Pläne über die Zukunft Syriens schmiedest, solltest du erst einmal Hilfswillige finden, welche bereit wären, deine Ideen auch tatsächlich umzusetzen.

Ich glaube nämlich, dass du selbst nicht bereit bist diesen nicht ganz ungefährlichen Job - Assad zu stürzen, zu übernehmen.  

Zudem was soll danach kommen? - Ist nicht das ganze Land inzwischen heillos zerstritten und in Lager mit höchst verschiedenen Interessen aufgeteilt?

Antwort
von whabifan, 29

Syrien ist ein souveräner Staat. Irgendwelche Terroristen mit Waffen zu beliefern ist meiner Meinung nach nicht die Lösung und völkerrechtswidrig. 

Kommentar von frageueberan ,

souverän? ??? Das ist das absolute Chaos dort

Kommentar von Nunuhueper ,

Das Chaos haben seine Gegner angerichtet.

Expertenantwort
von atzef, Community-Experte für Politik, 34

Tatsächlich wäre die Ablösung Assads ein gutes Signal für eine langfristige politische Lösung und Entsopannung der Lage in Syrien.

Ansonsten könnte und müsste ma wohl Syrien nach dem deutschen nachkriegsmodell in Einflusszonen von Hoheitsmächten wie Russland, USA, Frankreich etc. legen. Zuerst aber muss der IS zerschlagen werden.

Kommentar von Nunuhueper ,

Ablösung Assads---wie denn? Die Opposition will nicht mit ihm am Verhandlungstisch sitzen, also ihn töten?

Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass danach sich die Lage in Syrien entspannt?

Kommentar von atzef ,

Assad geht einfach in Rente und genießt seine Restzeit bei Kumpel Putin auf irgendeiner Datscha auf der Krim...oder wo immer sonst. Ein Abtreten von der politischen Bühne wäre ein wichtiges Signal zur allgemeinen Deeskalation.

Kommentar von Nunuhueper ,

Dann kommt es eher zur Eskalation, siehe Irak und Libyen.

Die sich gegenseitig bekämpfenden Gegner Assads könnten schon jetzt sofort aufhören, ihre Mitbürger zu vernichten.

Kommentar von Nunuhueper ,

Syrien kann nicht mit dem Nachkriegsmodell Deutschlands verglichen werden. Assad ist nicht Hitler. Assad bekämpft seine aggressiven Feinde innerhalb Syriens.

Antwort
von Nunuhueper, 21

Bis 2011 galt das Regime unter Assad als gemäßigt. Unterschiedliche Religionsgruppen lebten friedlich unter Assad. Als im Zuge des Arabischen Frühlings auch die Assad-Opposition demonstrierte, war sie zuerst friedlich, dann plötzlich wurde mit Waffen um Machtpositionen verschiedener Oppositionsgruppen gekämpft. Seitdem herrscht Chaos, weil der Westen nicht von dem Ziel abrückt, "Assad muss weg" und dort alle Assad-Gegner mit Waffen und logistisch unterstützt.

USA und EU verhängten sehr schnell Sanktionen gegen Assad, und es kam dort zum Stellvertreterkrieg West gegen Ost einschließlich Iran.

Was soll werden? Assad ist immer noch der legitime Herrscher Syriens. Reformen und Wahlen lehnte die Opposition bisher ab. Aber es kann nur am Verhandlungstisch eine Lösung geben und zwar mit Assad!

Denn die Destabilisierung Syriens ist bereits weit fortgeschritten. Die verschiedenen Oppositionsgruppen verwüsten Syrien.

Es kann doch nicht sein, dass Syrien als Staat und mit westlicher "Hilfe" ebenso zerstört wird wie der Irak und Libyen. Wir können das nicht zulassen, dass die gesamte Bevölkerung zu uns siedelt mit dem Ziel sich hier zu integrieren. Der Staat Syrien sollte erhalten bleiben!

Der IS hätte sonst völlig freie Hand im syrischen Gebiet.

Kommentar von atzef ,

Bis 2011 galt das Regime unter Assad als gemäßigt.

In welchem märchenmäßigen Paralleluniversum genau? Wo hält man diese Propagandagrütze des Assad-Regimes für bare Münze?

Kommentar von Nunuhueper ,

Diese "Propagandagrütze" waren dpa-Meldungen bis 2011.

Doch wenn Du das schon besser wusstest, warum  bist Du nicht Politiker geworden?

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