Fraenkie am 17.10.2007 um 23:01 Uhr
Ich bin nun 44 Jahre und habe seit 2006 einem Vorsorgesparplan(Riester) bei der Sparkasse abgeschlossen. Zusätzlich wurde mir jetzt von einem freien Finanzberater eine Direktversicherung-Fondsgebunden-mit Gehaltsumwandlung angeboten. Ich verdiene zur Zeit nur 1,050,--brutto. Der Berater meinte, ich solle mindest.100,--Euro umwandeln, sonst siehts für die Rente schlecht aus, Ist dies überhaupt sinnvoll ? Ist eine Direktversicherung nicht zu teuer, zumal dies bei einer Lebensversicherung sein soll? Ab 2008 fällt doch auch die steuerfreie Sozialabgabe weg. Mein Arbeitgeber bezahlt auch VL - 40,00 Euro. Wäre nicht ein Fondssparen sinnvoller ?
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bei 1050 Euro Brutto, ist der Ratschlag der Finanzberaters etwas arg daneben..der hatte wohl seine Provision im Auge...mal ehrlich..du kannst doch nicht nur für die Versicherung arbeiten, ein bissel Geld sollte zum Leben auch noch dasein....lege deine VWL in einen Aktionfonds an und lass die Riesterrente..das ist o.k.

irgendwie habe ich das dumme gefühl, dass dein finanzberater eine verdammt hohe provision für einen solchen vertrag bekommen würde...
bei einem bruttolohn von 1.050€ frag ich mich, woher du überhaupt noch geld für die private altersvorsorge nehmen sollst. falls du tatsächlich am ende des monats noch geld überhaben solltest, spare das besser ganz klassisch, z.b. auf einem tagesgeldkonto, damit du im hier und jetzt eine kleine reserve für notfälle hast.
die vl in ein fondssparen zu investieren, ist sicher einigermaßen sinnvoll, weil du damit staatliche zuschüsse bekommen kannst. lass dich mal in 2 oder 3 banken dazu beraten und mach dir dann dein eigenes bild, auch bzgl. der sicherheit.
Auch 2008 fällt die Sozialabgabenfreiheit nicht weg. Dieses Gesetz wurde nicht verabschiedet
Hier kannst du dich zu Direktversicherungen informieren:
http://www.ihre-vorsorge.de/Betriebliche-Altersversorgung-Modelle-Direktversiche...
Dieses Produkt ist angesichts des geringen Bruttolohnes ungeeignet. Wofür soll die Lebensversicherungskomponente sein?
In Deinem Fall gilt: Hände weg von Direkt- oder Kapitallebensversicherungen! Du würdest Dich damit sehr langfristig binden und Deinen engen finanziellen Spielraum unnötig einengen.
Hast Du schon eine Privathaftpflichtversicherung abgeschlossen? Die sollte sein.
Dann brauchst Du zunächst eine jederzeit verfügbare Geldreserve von ca. € 3.000 auf einem Sparbuch oder Tagesgeldkonto (kein Monants-/Festgeld). Wenn die Reserve da ist, spare auf freiwilliger Basis, Z.B. ein oder zwei Fonds (aus Immobilien u. sog. ETF auf 2-3 jährige Anleihen), bei denen gehst Du kein großes Kursrisiko ein. Notfalls kannst Du diese Fonds schnell verkaufen. Du kannst hierzu einen jederzeit künd- u. rückzahlbaren Sparplan abschließen.
Aktienfonds sind zu riskant, darauf kannst Du nach Deinen ersten € 20.000 etwas ansparen. Aber dann frag uns noch einmal.
Keine Zertifikate statt Fonds andrehen lassen, da Pleiterisiko.
Steuerlich den Freistellungsauftrag beachten!

Also wenn du vom AG 40 € bekommst, solltest du diese in einen guten Aktienfonds stecken. In den M & G Global Basics oder den Fidelity European Growths oder den DWS Vermögensbildungsfonds z.B. Bitte in kleinen Deka-Fonds denn es gibt wirklich bessere Fonds.
Der Riestervorsoge-Sparplan ist ein Bankprodukt und eine Variante der Riesterförderung. Also kein Riester-Rente als Versicherung sondern ein Riester Banksparplan. Meiner Meinung nach ein schlechte Wahl. Auch hier hätte ich eine Investmentfondsvariante empfohlen.
Da eine Direktversicherung komplett steuer- und sozialabgabenfrei eingezahlt wird, wäre es für dich die bessere Variante der zusätzlichen Altersversorgung gewesen. Allerdings hätte ich dir zu einer britischen Versicherung, wegen der höheren Rendite geraten. Übrigens muss man nicht unbedingt 100 € pro Monat umwandeln. Dieser Betrag ist als Sparbeitrag für dich zu hoch.
Also da du schon gehandelt hast, bleibe bei deinem Riester-Sparplan und lege wenigsten die 40 € VL noch richtig an.
ich meine AKTIENFONDS
Andreas, teile Deine Meinung bzgl. desBeraters. Aber bei dem Bruttogehalt sollte man nicht mit Aktien(fonds) spekulieren. Da muß erst "Substanz" und Reserve für schlechte Zeiten her. Wenn die ersten € 20.000 zusammen sind, reden wir über "Spielgeld".
es geht um die Anlage der VWL, das geht nun mal bloss in Aktienfonds oder Bausparverträge...