Direktdemokratie in Deutschland?

... komplette Frage anzeigen

9 Antworten

Da müsste man ersteinmal den Volksentscheid auf Bundesebene einführen. Aber ganz im Ernst ich weiss nicht ob das eine so gute Idee ist...

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

In einem mittelgroßen Land wie Deutschland ist eine direkte Demokratie schlechter für das Land als eine indirekte. In kleinen Ländern wie der Schweiz ist das kein Problem, allerdings ist das angefangen bei einer Abstimmung ein großer Aufwand, alles aufzubauen (was übrigens auch ein hoher Kostenaufwand ist) und das Interesse der Bürger in der Politik würde zurückgehen. Das sieht man in der Schweiz, obwohl es ideal ist für eine direkte Demokratie, betragen die Beteiligungen bei Fragen immer nur so 16%. Bei der Bundestagswahl dann in DE würden dann wohl nur so 30% wählen gehen. Außerdem sind Volksabstimmungen in einem EU-Land schädlich für die EU, da das Land nicht die Frage nach 'gut' oder 'schlecht' beantwortet, sondern der Regierung einen Denkzettel verpasst in schwierigen Zeiten, wie zum
Beispiel der Flüchtlingskrise.
Ein Beispiel: Ukraine-Abstimmung in den Niederlanden. 65% haben dagegen gestimmt, aber nicht weil sie die Ukraine nicht der EU haben wollen, sondern weil sie mit vielem in der EU unzufrieden sind.
Mfg

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Es gibt "Direktdemokratie" in Deutschland, und zwar in allen Bundesländern und ihren Kommunen.

Dem Fragesteller ist zu empfehlen, sich in seiner Heimatkommune oder in seinem Bundesland für diese Form von Demokratie "einzusetzen", um dort entsprechende Erfahrungen zu sammeln!

Wenn in den Bundesländern und Kommunen die "Direktdemokratie" zu einem vom Volk akzeptierten und engagiert betriebenen politischen Instrument geworden ist, dann kann man auch über direktdemokratische Möglichkeiten auf Bundesebene diskutieren. 

MfG

Arnold

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Geht doch jetzt schon keiner mehr wählen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Einen Weg zur Direktdemokratie hat jetzt die AfD eingeschlagen, indem man die Volksabstimmung einführen möchte.

Das Thema Volksabstimmung war bislang zwar immer wieder einmal aufgekommen, ist aber von den etablierten Parteien immer wieder umgangen, bzw. ausgeschlagen worden.

Hierbei argumentieren die Kritiker der Direktdemokratie immer damit, dass dadurch eine verlässliche und dauerhafte Politik nicht möglich sei. Die Schweiz belehrt uns diesbezüglich etwas anderem, da die Direktdemokratie in der Schweiz sehr wohl funktioniert.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von ollesgemuese
14.05.2016, 20:19

Und vorher übrigens Linke und Grüne..was die ehemals CDU/FDP mitglieder der AFD immer schön abgewehrt haben...

0

So etwas ist völliger Unfug. Bei den meissten Abstimmungen ist das "Volk" völlig überfordert ... die gehen nur das wählen, was ihnen ihre Partei-Bonzen eingeredet haben.

Deshalb werden die Abstimmungen in der Schweiz auch regelmässig "beschönigt".

Bei solchen "Volksabstimmungen" ist auch meistens das Wetter massgebend ... wenn es schönes Wetter hat, dann gehen nur die Leute zur Urne, die das Thema unbedingt durchsetzen wollen.

In der Schweiz gab es vor ein paar Jahren zum Beispiel die "Abzocker-Initiative" ... da wurden übertriebene Gehälter von Managern verboten.  .. der Vollpfosten, der diese Initiative da angezettelt hat, der hat damit mehrere Millionen in den Sand gesetzt und dann "erreicht", dass die Manager in der Schweiz nicht mehr soviel verdienen dürfen. Die verdienen jetzt halt das Geld im Ausland und zahlen dafür keine Steuern in der Schweiz. 

Solche Initiativen sind völliger Shit ...und Augenwischerei der übelsten Sorte.Das dient nur dazu den Volkszorn zu kanalisieren und den Leuten vorzuschwindeln, dass sie noch irgend etwas bewegen können.   

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von exxonvaldez
14.05.2016, 06:46

... da wurden übertriebene Gehälter von Managern verboten.  .. der
Vollpfosten, der diese Initiative da angezettelt hat, der hat damit
mehrere Millionen in den Sand gesetzt und dann "erreicht", dass die
Manager in der Schweiz nicht mehr soviel verdienen dürfen. Die verdienen
jetzt halt das Geld im Ausland und zahlen dafür keine Steuern in der
Schweiz. 

Und bekanntlich ist die Schweiz jetzt kurz vor der Pleite...

Mal ernsthaft: Gerade das Beispiel zeigt sehr schön, dass direkte Demokratie durchaus eine gute Sache ist!

0

Liquid Demorcracy wäre z. B. eine Möglichkeit.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Möglich wäre es sicherlich -viele angagierte Bürger würden dies auch begrüßen - ebenso wäre es vielen aber wohl auch zu lästig, selber GEFÜHLT in einer Verantwortung zu stehen. ( Dann kann man ja nicht mehr so schön meckern ! )

Auch würde das mittlerweile eingefahrene politische System es zu verhindern wissen. Das Volk soll besser dumm und regiert bleiben - daher auch so Aussagen wie, das dann keine verlässliche Politik möglich wäre - trotz schweizer Gegenbeweiß.

Als Segen würde es uns aber schon reichen, wenn eine persönliche Verantwortung der Politiker eingeführt werden würde - das wäre schon mal ein RIESEN SCHRITT in die richtige Richtung.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Das Grundgesetztsieht Direktdemokratie nicht vor, außer bei Abstimmungen über die Neuordnung des Bundesgebietes. Finden einige sh***e, ist aber aktuell so.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung