Frage von FreshCino, 55

Direkt oder langsam rauchfrei werden?

Rauche jetzt seit 9 Jahren Zigaretten und möchte damit aufhören weil, seit kurzer Zeit ( ca. 2 Monaten ) ich min 40 Stück am Tag rauche und es mich in meinem Alltag stört . Zu meiner Frage : ist es gesund für den Körper direkt und konsequent das Rauchen aufzuhören oder sollte ich das langsam angegehen und mir ein Max. Von 5-10 kippen setzen ?

Antwort
von SteffiBochum, 22

Hi!

Ich finde es sehr cool, dass du dich zu diesem Schritt entschlossen hast! ☺👍

Ich denke, dass es schädlicher für den Körper ist ihm noch weitere Zigaretten zuzumuten als ihn vor einen "kalten Entzug" zu stellen. Deshalb würde ich behaupten, dass es weniger schädlich ist abrupt aufzuhören.

Das ist natürlich anfangs schwierig und vielleicht auch schwieriger als hier und da noch eine zu rauchen, aber du wirst die körperlichen Symptome eher los, da der Körper direkt mit dem Entzug beginnen kann.

Die physische Abhängigkeit ist bei den meisten Leuten tatsächlich auch nicht ganz so stark wie die psychische Sucht. Und wenn du immernoch Zigaretten besitzt und täglich noch ein paar rauchst, ist der Griff zu deinen Zigaretten in einem schwachen Moment nicht so undenkbar wie der Weg zur Bude/Tanke um dir neue zu kaufen. Den Griff zu den Kippen kann man schnell als eine Ausnahme, die nicht wieder vorkommt aber z.B. in dieser stressigen Situation verständlich sei, rechtfertigen. Ein Kauf neuer Zigaretten ist eine größere Hürde, ein Regelverstoß und nicht so einfach zu rechtfertigen, da man ja sein Vorhaben und vielleicht schon schwer erkämpfte rauchfreie Stunden, Tage oder Wochen damit über Bord wirft. Ich hoffe es wird ersichtlich, was ich damit auszudrücken versuche. Könnte klarer formuliert sein, wusste aber jetzt nicht wie. 😉😜

Es gibt Leute, die sich z.B. das Geld, welches sie für Zigaretten ausgegeben hätten, beiseite legen, um sich bewusst zu machen wieviel sie sparen und sich letztlich davon etwas schönes kaufen oder es in einen Urlaub investieren um sich zu motivieren und zu belohnen.

Es gibt auch Apps und Bücher, die dich bei deinem Vorhaben unterstützen können. Bei der BzgA kannst du außerdem kostenloses Material anfordern, wie unter anderem ein rauchfrei-Starterpaket, welches einen Stressball, rauchfrei-Kalender etc. beinhaltet: http://www.bzga.de/mobile/?uid=315ebefff6094651ea3ee76bc59b0fec&id=medien&am...

Außerdem bietet die BzgA eine kostenlose Telefonberatung zum Thema Rauchentwöhnung an: 

"BeratungszeitenMontag bis Donnerstag: von 10 bis 22 Uhr und Freitag bis Sonntag: 10 bis 18 Uhr

Unser Angebot

professionelle Beratung und Unterstützung bei der Vorbereitung und Planung beim Rauchstopp

bis zu 5 Rückrufe durch die BZgA-Telefonberatung während der Ausstiegsphase ("proaktive Beratung")

Hilfe bei Rückfällen

Informationen zu allen Fragen rund um das Rauchen und Nichtrauchen

Vermittlung zu ambulanten Gruppenprogrammen und Beratungsstellen

bei Bedarf Zusendung von kostenlosem Informationsmaterial"

(http://www.bzga.de/mobile/?uid=315ebefff6094651ea3ee76bc59b0fec&id=Seite1077)

Ich wünsche dir ganz viel Kraft für dein Vorhaben. Du scheinst entschlossen zu sein, dass durchzuziehen und das kannst du schaffen! Du tust es ja schließlich für einen guten Zweck, nämlich für deinen eigenen Körper. ☺

Ganz liebe Grüße! :)

Kommentar von SteffiBochum ,

Ach, in da fällt mir noch ein: am Anfang am besten Alkohol meiden. Viele Leute scheitern dabei an ihrem Vorhaben. Alkohol verführt zum Rauchen. Ist bei mir auch so. 😉

Expertenantwort
von kami1a, Community-Experte für rauchen, 11

Hallo!

oder sollte ich das langsam angegehen und mir ein Max. Von 5-10 kippen setzen ?

Alle Erfahrungen zeigen dass dieses sehr selten funktioniert. Der beste Weg ist immer total und dann muss man halt durch eine harte Zeit. 

De Fakto hält der körperliche Entzug aber nur ca 5 Wochen an, die schlimmsten Entzugserscheinungen lassen sogar schon nach 2 – 5 Tagen nach. Auch die stärke der Symptome wird von Rauchern meist massiv überschätzt. Die Panik vor dem Entzug ist in der Regel oft schlimmer als der Entzug dann selbst. 

Kämpfe, alles Gute.

Antwort
von Colopia, 18

Bei mir hat es so geklappt: von ca 25 Zig. auf Null von heute auf morgen:

Ich habe ALLE, wohlgemerkt ALLE Rauchutensilien, Feuerzeuge, Ascher etc. weg geworfen. Im Auto den Ascher gereinigt, alles frisch "beduftet" Fenster geputzt, Wäsche gewaschen, alles gereinigt um ja den Nikotinmuff aus der Nase zu haben.

Wichtig: Auch keine "Notkippen" bunkern. Alles radikal weg und gut.

Zusätzlich habe ich mich extrem abgelenkt. Einem Freund (NR) bei der Renovierung geholfen, Sport getrieben, Musik gehört, Ausflüge gemacht etc. Bewegung hilft! Meide eine Zeitlang rauchende Menschen, wenn du kannst. Manche möchten dich (aus Angst irgendwann der einzige Raucher zu sein) von deinem Ziel abbringen. Sag klipp und klar, dass du nicht rauchen willst und auch keine Kippe angeboten haben möchtest.

Situationen zu denen man sonst zur Zigarrette gegriffen hat unbedingt vermeiden! Wenn du früher mit Kaffee und Kippe auf den Balkon gegangen bist, trinkst du jetzt mal einen Tee z.B. in der Küche. Alles was anders ist als deine ehemaligen Rauchgewohnheiten ist gut und hilft dir.

Belohne dich für ruhig mal. Kauf dir was Schönes. Gönn dir mal etwas, wenn du z.B. 7 Tage durchgehalten hast.

Du brauchst diesen Mist nicht und bist auch keine Marionette der Tabakindustrie, die täglich ihr "Manna" kaufen und konsumieren muss um später den langsamen und schmerzhaften Krebstod zu sterben.

Du schaffst das! Sei stark!

Rauchen? Sowas macht doch nur noch die Unterschicht....

Ich wünsche dir viel Erfolg und ein langes Leben.

Expertenantwort
von Chillersun03, Community-Experte für Gesundheit, 15

Steig auf Nikotinkaugummis um, damit kannst du den größten Teil des Entzugs einfach überstehen, da dem Körper weiterhin Nikotin zugeführt wird. Von den Nikotinkaugummis los zu kommen ist dann nur noch ein klacks. Probiers aus ;)

Antwort
von Smudo1284, 12

ich habe seit paar tagen den versuch angefangen, mir alle 3 std. 2 zigaretten anzuzünden und es funktioniert nicht.

ganz aufhören schaffe ich auch nicht.

musst du versuchen, was dir gelingt, erstmal zu reduzieren, is nicht schlecht und dann immer weiter zu reduzieren, aber wenn es nicht klappt, was dann?!

Antwort
von maaxitaaxi, 29

Dass ein kalter Entzug am Besten ist bezweifle ich sehr ..

Wenn Frauen, welche rauchen,  schwanger werden, hören sie auch nicht sofort auf, da es das Immunsystem schwächt und viel schlimmer wäre als wenn man es reduziert und dann aufhört. 

Tut zwar nichts zur Sache, dennoch kann ich aus pers. Erfahrung sagen, dass einem das reduzieren leichter fällt als der sofortige Stop ! 

Kommentar von SteffiBochum ,

Ja, das stimmt natürlich. Wobei dies Schwangeren, soweit ich informiert bin, wegen der Gesundheit des Kindes angeraten wird. Und jegliche Immunsystemschwäche (gibt es dieses Wort überhaupt? 😉😂😜) ist bei einer schwangeren Frau ja vor allem wegen des Kindes und des Schwangerschaftsverlaufes zu vermeiden.

Ich glaube, dass jeder das selbst ausprobieren muss, was bei einem die beste Methode ist. Es gibt sowohl Leute, die auf einen kalten Entzug schwören als auch solche, die eine langsame Entwöhnung bevorzugen.

Ich kann mir vorstellen, dass das Servicetelefon der BzgA bei dieser Entscheidung sehr gut helfen kann.

Antwort
von rolfmartin, 6

Mit einer Konsumreduzierung schafft man es in den meisten Fällen nicht. Ent-weder einen sofortigen Cut oder man lässt es am Besten. Denn es ist bewie-sen, und hier spreche ich aus eigener Erfahrung, dass man die eingesparten "Kippen" bei der nächsten Gelegenheit wieder vereinnahmt. Deine Frage, ob es der Gesundheit schadet, das Rauchen sofort einzustellen, kann ich mit gutem Gewissen mit NEIN replizieren. Denn diesseits lag der Tageskonsum vor dem Aufhören bei 70 Zigaretten. Ich wünsche dir viel Glück bei deinem Vorhaben. Rolf

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