Frage von BumBumBumBine, 240

Direct2Solutions GmbH kommt mit einer Forderung aus 2009?

Hallo zusammen,

ich erfrage etwas für ein Freund.

Der Bekommt wohl heute ein Schreiben das er sich 2009 irgendwo angemeldet haben soll. Und soll Nun dafür bezahlen. Ich kopiere einfach mal ds schreiben hier rein. Vielleicht spricht das ja für sich...

Sehr geehrte(r) Herr XXX,

wir nehmen Bezug auf Ihre Anfrage bezüglich der Forderung unseres Auftraggebers Direct2Solutions GmbH . ( Er fragte heute Telefonisch nach was das sei)

Nach Rücksprache mit unserem Auftraggeber wurde uns nochmals versichert, dass nachweislich ein Vertrag geschlossen wurde.

Es wurde sich in diesem Zusammenhang auf der Internetseite loomin.de kostenlos registriert und die AGB akzeptiert. Nach Absenden des Anmeldeformulars wurde Ihnen an die Emailadresse XXXX.de ein Aktivierungslink gesandt, welcher bestätigt wurde. Hierdurch fand eine Emailverifizierung statt. Im Anschluss wurde am 03.09.2009 unter Angabe der Personaldaten eine kostenpflichtige Mitgliedschaft ausgewählt, um die entsprechende Leistung vollumfänglich zu nutzen. Auf die Vertragslaufzeit, die automatische Verlängerung und die Kosten wurde hierbei deutlich hingewiesen. Als Zahlmethode wurde das Lastschriftverfahren ausgewählt, wozu Kontodaten angegeben wurden. Für die vereinbarte Lastschrift wurde die Kontonummer XXX mit der BLZ XXX angegeben.

Ohne diese drei genannten Schritte (Absenden Bestellformular, Aktivierungslink und Auswahl Zugang mit Angabe der Zahlmethode) war die Anmeldung der Premium Mitgliedschaft nicht möglich.

Der Bundesgerichtshof (Urteil vom 07.11.2001, AZ VII ZR 13/01) hat bestätigt, dass Willenserklärungen auch per Mausklick abgegeben und Verträge über das Internet so abgeschlossen werden. Sie haben durch die Eingabe Ihrer Daten und anklicken des Buttons Ihre Bestellung ausdrücklich und verbindlich durchgeführt.

Da das Entgelt nicht entrichtet wurde, wurde die Angelegenheit an uns als zugelassenes Inkassounternehmen abgegeben.

Gerne könne Sie auch eine Ratenzahlungsvereinbarung mit uns treffen, sollte es Ihnen nicht möglich sein den geschuldeten Betrag i.H.v. 232,54 € bis zum 26.01.2016 (Eingang auf unserem Konto) auf einmal zu zahlen.

Forderungsübersicht

  • Hauptforderung (Datingportal) 90,00 €
  • Zinsen auf Hauptforderung
  • i.H.v. 5%Punkten über dem jeweiligem Basiszinssatz seit dem 03.10.2009 27,10 €
  • Auslagen des Auftraggebers 12,50 €
  • Mahnkosten des Auftraggebers gemäß §§ 280, 286 BGB 5,00 €
  • Mahnkosten National Inkasso gemäß §§ 280, 286 BGB 0,00 €
  • Inkassogebühren 1,80 Geschäftsgebühr nach 2300 VV RVG, gemäß §§ 280, 286 BGB 81,00 €
  • Auslagen nach 7002 VV RVG, gemäß §§ 280, 286 BGB 16,20 €
  • Auskunfteien 0,74 €
  • Gerichtskosten 0,00 €
  • Zahlung 0,00 €
  • Gesamt 232,54 €

Ich hoffe das kann man so lesen. Ich sagte zu ihm das es doch was mit 3 Jahre gibt was man dann nicht zahlen muss, aber ich dachte ich frage lieber mal hier ;)

Was kann er am besten da zurück schreiben oder soll er die Rechnung zahlen? Danke für eure Hilfe...

Bine

Antwort
von EXInkassoMA, 162

Die Gegenseite schriftlich darüber in Kenntnis setzen das die vermeintliche Forderung verrjährt ist .

Zusätzlich würde ich im Schreiben expl erwähnen das man mit der telefonischen Kontaktaufnahme nicht einverstanden ist

Unter uns :

Die Forderung scheint ohnehin nicht durchsetzungsfähig zu sein
denn in den Urteilsdatenbanken ist nicht eine einzige durchgzogene Klage
zu finden.

Und Warum wartet man so lange , die Forderung ist aus 2009  ;)

Kommentar von BumBumBumBine ,

gestern hat er eine antwort per email bekommen: Ihre nunmehr erhobene Einrede der Verjährung nehmen wir zu Kenntnis und lassen diese gelten.

Antwort
von Phenom667, 114

Er soll Widerspruch einlegen, auf die Verjährung berufen und ganz wichtig, diesen Widerspruch per Einschreiben mit Rückschein versenden, dass er immer einen Nachweis für seinen Widerspruch hat.

Ein Fax mit Sendebestätigung ist rechtlich auch zugelassen.

Antwort
von franneck1989, 156

Dein Freund kann sich auf die längst eingetretene Verjährung berufen, die Forderung damit zurück weisen und die Füße hoch legen...

Kommentar von BumBumBumBine ,

Hallo, danke für deine Antwort. Aöso schreibt er..

in Ihrem Schreiben vom 12.01.2015, (Aktenzeichen) machen Sie eine Forderung in Höhe von 232,50(Euro) gegen mich geltend. Diese Forderung ist bereits verjährt.

Aus diesem Grund mache ich hiermit unter Berufung auf §214 Abs. 1 BGB von meinem Recht auf Einrede der Verjährung Gebrauch.

Kommentar von franneck1989 ,

Genau so kann man das schreiben...

Kommentar von BumBumBumBine ,

Danke, soll er das auch schreiben obwohl er sicher ist das er nie was im internet gemacht hat.


Kommentar von Georg63 ,

Ich würde es sicherheitshalber so modifizieren:

Abgesehen davon, dass ich die Forderung nicht anerkenne, mache ich von der Einrede der Verjährung Gebrauch.

Wenn der behauptete Vertrag nie gekündigt wurde, kommen die nämlich gleich mit den Folgejahren daher.

Kommentar von BumBumBumBine ,

Danke, sag ich ihm... Mal sehen ob da was kommt, werde dannmal hier berichten..

Kommentar von mepeisen ,

Vollkommen unwichtig und es ist auch egal, ob er sich erinnern kann oder nicht oder ob er sich sicher ist. Verjährt ist verjährt. Und wenn die Forderung vollständig berechtigt ist, ist es trotzdem verjährt. Bis auf den obigen Satz würde ich nichts schreiben.

Kommentar von BumBumBumBine ,

gestern hat er eine antwort per email bekommen: Ihre nunmehr erhobene
Einrede der Verjährung nehmen wir zu Kenntnis und lassen diese gelten.

Antwort
von WosIsLos, 136

Dein Freund sollte schnell zur Verbraucherzentrale.

Die Abzocken nehmen einfach kein Ende.

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