Dinosaurier 2017?

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1 Antwort

Wenn das mit dem Mammut schon so ein Problem ist, das erst vor 10 000 Jahren ausgestorben ist und von dem man sogar noch tiefgefrorene Exemplare aus dem ewigen Eis Sibirens gefunden hat, dann stell dir diese Frage besser erst gar nicht. DNS zerfällt bereits nach kurzer Zeit, wenn ein Tier gestorben ist. Schon nach wenigen Stunden gibt es die ersten Sequenzlücken. Nach Jahrtausenden ist von der genetischen Information nicht mehr genug Material vorhanden, um das komplette Genom zu rekonstruieren.

Stell dir mal vor das Genom eines Tieres ist ein Buch mit mehreren tausend Seiten. Die Zeit ist das Feuer. Je länger das Buch in den Flammen liegt, umso mehr Informationen gehen verloren. Beim Mammut fehlen uns bereits viele Seiten, so dass es nicht mehr möglich ist, den Inhalt zu rekonstruieren. Möglich wäre es zwar, den Inhalt mit dem "Elefanten-Buch" aufzufüllen, aber auch dann wäre es ein neues Buch, und bislang war dieses Buch so schlecht, dass man (also die Natur) es nicht lesen konnte - alle geklonten Embryonen waren nicht lebensfähig.

Das Genom-Buch eines Dinosauriers lag bereits so lange im Feuer der Zeit, dass wenn überhaupt nur noch einzelne Buchstaben vorhanden sind. Sogar Michael Chrightons Idee mit dem Blutstropfen aus der Bernstein-Mücke würde da nicht funktionieren, das Genom wäre viel zu alt und die Lücken viel zu groß. Diese Lücken könnte man auch mit Vogel-DNS nicht mehr füllen.

Möglich wäre es vielleicht, aus einem Vogel einen kleinen Dinosaurier rückzuzüchten. In den genetischen Anlagen von gewöhnlichen Hühnern findet man die Informationen für das Ausbilden von Krallen, Zähnen und sogar einem langen Schwanz. Vielleicht wird es uns gelingen, einen Huhn-Dinosaurier zu erschaffen - das wäre dann aber eine neue Art und kein Original. Echte lebende Dinosaurier wie die, die vor 66 Millionen Jahren ausstarben, wird es nie wieder geben.

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