Frage von Allahf, 55

Differenzausgleich bei Nebenjob in der Tanke?

Vor ein paar Tagen habe ich bei einer Schicht bei meinem Tankstellennebenjob eine abschließende Kassendifferenz von circa -50€. Ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung wo das Geld hin ist, derartige große Fehlsummen hatte ich bisher bei weitem nicht. Jedenfalls fordert mein Chef dieses Geld nun von mir ein.

Klar ist das nicht rechtens, aber an sich hat mir der Job da immer Spaß gemacht und in gewisser Weise bin ich auch drauf angewiesen, lange Rede kurzer Sinn: es kommt für mich nicht in frage mich einfach zu weigern zu bezahlen.

Auf der anderen Seite arbeite ich für 8,50€/h was soviel heisst wie dass ich 6 stunden lang umsonst gearbeitet habe, die ich auch nicht wieder reinholen kann, weil das die 450€ grenze sprengen würde.

Wie würdet ihr euch in meiner Situation verhalten? Einfach zahlen oder was ganz anderes?

Antwort
von Customix, 49

Selbstverständlich hat das seine Richtigkeit.
Jedenfalls solange du die ganze Zeit alleine an der Kasse warst.
Wenn man solche Differenzen nicht ausgleichen müsste, würde ich auch gerne nen Nebenjob an der Tanke machen, meine ganzen Freunde einladen und mal jedem nen Fuffi ausgeben.

Kommentar von Cokedose ,

Das hat nur seine Richtigkeit, wenn das vorab vertraglich so geregelt ist. Ist jedoch eher unüblich. Differenzen gehören allgemein zum Risiko des Betreibers, so wie auch Diebstähle allgemein.

Ansonsten hat der Arbeitgeber natürlich die Möglichkeiten der arbeitsrechtlichen Konsequenzen, also z.B. Abmahnungen wenn sich die Differenzen häufen oder zu hoch sind.

Antwort
von Cokedose, 32

Auch wenn dir dieser Job Spaß macht, das ist kein Grund sich ausnutzen zu lassen. Das gehört zum Risiko des Arbeitgebers, insbesondere dann wenn er Personal beschäftigt das in diesem Bereich weder ausgebildet noch ausreichend geschult ist und er dadurch weiß, dass Fehler regelrecht vorprogrammiert sind. 

Sicherlich bist du für die Kasse verantwortlich, aber solange er dir keine grobe Fahrlässigkeit oder gar Vorsatz nachweisen kann, ist das allein sein Problem.

Sprich ihn ruhig drauf an. Was hast du zu verlieren? Du bist "nur" Aushilfe und nicht auf diesen Job bzw. diesen Arbeitgeber angewiesen.

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