Differentialdiagnostik drogeninduzierte Psychosen?

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3 Antworten

Das ist mal eine schwierige Frage.

Ich versuche es mal möglichste einfach und unkompliziert anzugehen:
An sich gibt es aus meiner Sicht keine Notwendigkeit explizit auf die durch Drogenkonsum ausgelöste endogene Psychose einzugehen.

Es gibt dabei durchaus unterschiedliche Meinungen. Je nachdem welche Literatur du zu rate ziehst, werden endogene Psychosen die durch Drogenkonsum ausgelöst wurden überhaupt nicht auftauchen, da sie nicht selten direkt zu den exogenen Psychosen gezählt werden.
Ob das nun Sinn macht oder nicht - ich muss zugeben, darüber habe ich noch nicht intensiv nachgedacht.

Gewöhnlich bevorzuge ich exakte Darstellungen, doch ich würde in diesem Fall eher darauf verzichten.
Ob du nun auf die Doppeldiagnose eingehen solltest kann ich dir leider auch nicht sagen. Ich halte sie prinzipiell für wichtig, und auch für besonders interessant.

Solltest du die Doppeldiagnose mit einbinden, wäre es wohl gut sie auch vollständig darzustellen. Handelt es sich z.B. um den Versuch einer Selbsttherapie usw.? Diese und viele weitere Fragen sollten dann vollständig beantwortet werden.

Ich hoffe ich konnte dir zumindest ein klein wenig helfen, und wünsche dir viel Glück bei deiner Abschlussarbeit.

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Also ich kenne das so , dass eine Drogeninduzierte Psychose NUR durch den Missbrauch/Gebrauch von  starken Medikamenten/Drogen kommt/ausgelöst wird.
Während es sich bei einer endogenen Psychose um eine Psychose handelt die OHNE sichtbaren Grund entsteht & durch hauptsächlich andere Dinge ausgelöst wird.
Wie zum Beispiel:
-
Todesfall/Suizid einer nahestehenden Person.
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Sehr viel Stress
-
Verlust der Arbeit
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Verfolgung /Gefahr ermordet zu werden
-
Also diese Dinge & viele mehr "triggern" die endogene Psychose & bringen Sie somit zum Vorschein.

Also kurz:Die Drogenpsychose kommt nur bei Konsum von bestimmten Substanzen vor,während die endogene Psychose AUF JEDENFALL früher oder später gekommen wäre.

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hast dir ein scheissthema gesucht, weil Abgrenzung da nicht möglich ist!

Psychotische Erkrankungen haben oft schlummernde Ursachen, die einen Ausbruch der Psychose bei Drogenkonsum beinhalten können -ohne das sich der Erkrankte an die tatsächliche Ursache seines Leidens (Komplettverdrängung) erinnern kann.

Will sagen: Es ist unmöglich das zu erfassen!

Weil die Ausblendung des Grauens sehr fundamentiert sein kann...spreche da aus eigener Erfahrung...

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Kommentar von MKausK
27.11.2016, 23:19

nur als Hinweis....mein bester Freund und seine Schwester wurden von ihrem Vater ermordet (Oma, Opa und Mutter auch) da war ich 9 Jahre alt. Ich konnte einige Jahre nicht auf Toilette gehen, weil dann immer der Mörder da rauskam.

 Ich habe als ca. 11jähriger begonnen Drogen zu nehmen, es fing mit Pilzen an, dann Hasch dann LSD mit 19 wollte ich den Kriegsdienst verweigern und war nicht in der Lage ein Fallbeispiel zu benennen, warum ich Waffen verabscheue.

30 Jahre nach dem Massenmord wurde ich in Jerusalem Zeuge eines dreifachen Selbstmordattentates bei dem sehr viele Kinder und Jugendliche getötet und verletzt wurden, erst nachfolgend kehrte die Erinnerung an meine errmordeten Sandkastenfreunde zurück....

Zuvor hatte ich Infolge von Hartcoredrogenerfahrung so manche Halluzinogene Erfahrung, die als psychotische Erkrankung gedeutet worden ist, die tatsächliche Ursache blieb , da unbekannt, bei der Einordnung des Krankheitsbildes komplett ausgeblendet

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Kommentar von Seanna
28.11.2016, 01:35

Naja das ist aber sehr einseitig kausal... Man kann auch völlig anders auf Traumata reagieren als mit Konsum oder Psychose. Die häufigste Folge dürfte wohl eher eine PTBS sein.

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